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Hass und Hasskommentare haben nur ein Ziel, sie wollen verletzen und zerstören. Es geht nicht um eine inhaltliche Auseinandersetzung, sondern um Ablehnung, Abwertung und mir etwas abzusprechen. Wer Hass ausgesetzt ist, hat keine Chance auf eine faire Auseinandersetzung. Wer keinen Schaden nehmen will, muss dem Hass ausweichen. Leider sind heute an vielen Orten Christen einem Hass ausgesetzt, der ihr Leben als Christ gefährlich macht. Der Weltverfolgungsindex spricht hier eine deutliche Sprache. Zur Geschichte der Jesus-Gemeinde gehört die Erfahrung des Märtyrertums. Viele fragen sich, warum dieser Hass? Jesus zitiert in seiner Abschiedsrede Psalm 69,5: „Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupt habe.“ Es liegt also nicht am Fehlverhalten von einzelnen Christen, warum sie Hass und Verfolgung ausgesetzt sind.
Es könnte im Gegenteil an der Liebe liegen. Jesus beschreibt einige Verse zuvor den Weg der Liebe: „Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!“ Die Jünger werden zur beständigen Liebe aufgefordert. Die Liebe Gottes wird für die Menschen wirksam, die sich für diese Liebe öffnen. Liebe und Lebensfreude wirken ansteckend. Es ist schön, wenn Menschen der Liebe Gottes auf die Spur kommen wollen. Aber es gibt auch die irritierende gegenteilige Erfahrung. Es mutet seltsam an, wenn Liebe mit Hass beantwortet wird. Jesus selbst macht diese irritierende Erfahrung. Von ihm ist kein gehässiges Wort bekannt, trotzdem schreien sie am Ende: „Kreuzige ihn!“ Menschen, die sich der Liebe Gottes verschließen, wollen nichts mit Jesus zu tun haben. Sie widersprechen, nehmen Abstand bis hin zur Ablehnung mit Hass. Ihr Hass richtet sich in erster Linie nicht gegen die Personen, sondern gegen Jesus Christus selbst.
Angeregt vom Gegenspieler Gottes wollen sie sich nicht von der Liebe bestimmen lassen. Ich bin sehr dankbar, dass wir in Deutschland in einem freiheitlichen Staat leben dürfen, in dem es echte Glaubens- und Religionsfreiheit gibt. Aber auch bei uns gibt es offene und unterschwellige Ablehnung von Menschen, die ihren Glauben an Jesus Christus offen leben.
Mancher Beitrag in den Medien stellt Motivation und Lebensweise von Christen verzerrt dar. Als Jünger von Jesus müssen wir damit rechnen und auch damit leben, dass Kritik und Verleumdung einem Geist der Ablehnung entspringt. Einfach deshalb, weil Christen sich nicht dem anpassen, was gerade angesagt ist. Christen orientieren sich zuerst und vor allem an dem, was Christus uns zu sagen hat.
Ein Dozent, ein Lehrer von mir, verwendete früher häufig die wenig ermutigende Redewendung: „Seid getrost, es kommt noch schlimmer!“ Soll es wirklich trösten, wenn alles schlimmer wird?
Dabei ist mein Alltag mit seinen Herausforderungen doch heute schon schwer genug. Eigentlich hoffe ich, dass alles besser wird. Die Erwartung der Verbesserung wäre für mich Trost. Aber wenn alles schlimmer wird, geht die Hoffnung auf eine bessere Zukunft verloren. Trost braucht ein Mensch, dessen Leben aus den Fugen geraten ist. Wenn mein Leben aus dem Takt gerät, brauche ich jemand, der mir beisteht. Ich brauche jemand, der mich tröstet. Je mehr mir bewusst wird, dass ich mein Leben nicht im Griff habe, desto mehr bin ich auf den Tröster angewiesen, den Jesus schicken wird.
Wie die Liebe kommt der Tröster vom Vater, den der Sohn mir als Beistand sendet. Wenn der Heilige Geist als Beistand stärker ist als alle Widerstände und Widrigkeiten des Lebens zusammen, dann kann mich nichts mehr aus der Bahn werfen. Wer getröstet ist, bleibt bei Trost, bleibt gehalten, auch wenn er schlimme Erfahrungen durchmacht. So möchte Jesus, dass seine Jünger getröstet in die Zukunft gehen, auch wenn die Zeiten schwer werden.
Jesus macht in den Abschiedsreden im Evangelium nach Johannes klar, dass seine Jünger von „der Welt“ keine Anerkennung bekommen werden. Sie müssen sich auf Ausgrenzung einstellen, denn die Welt ohne Gott tickt anders als Gottes Welt. Es ist Jesus ein großes Anliegen, seine Jünger darauf vorzubereiten, in schweren Zeiten getröstet zu leben.
Jesus sieht aber auch die Gefahr vor Abfall, nicht bei den Außenstehenden, sondern bei seinen eigenen Jüngern. Jesus weiß, wie hart es wird, wenn sie aus der Synagoge ausgestoßen werden. Ihre bisherige Einbindung in das soziale Leben könnte zerstört werden. Jesus benennt die Kosten der Nachfolge. Keine schönen Aussichten. Jesus kündigt eine weitere Steigerung der Bedrängnis an. Die Leute werden denken, sie tun etwas Gutes, wenn sie die Jesusnachfolger umbringen. Derselben Meinung war auch Paulus, bis ihm Jesus persönlich begegnete. Religiöser Fanatismus hat schon viele Menschenleben gekostet. Bei den ersten Christen waren es Stephanus und Jakobus. Später machte auch Paulus Verfolgung und sogar eine Steinigung durch, die er glücklicherweise überlebte. Mitten in Zeiten der Verfolgung etabliert sich nun die christliche Gemeinde. Menschen nehmen das Zeugnis an und werden im Glauben gestärkt. Es drängt sich der Eindruck auf, als ob Verfolgung und Gemeindewachstum zusammengehören. Trotzdem ist Abfall möglich, davor warnt Jesus. Aber es bleibt auch seine Zusage: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen!“ Ich kann selbstbestimmt aus seiner Hand heraus springen. Der Feind Gottes hat aber nicht die Kraft, mich aus Gottes Hand zu reißen, er kann mich nur weglocken. Deshalb ist Abfall nur möglich, wenn ich mich weglocken lasse.
Jesus will nicht, dass seine Jünger unvorbereitet in die neue Zeit der Gemeinde hineinstolpern. Jünger sein, Zeuge für Jesus und Botschafter an Christi statt zu sein ist gefährlich. Das gilt nicht nur für die Zeit der ersten Jünger-Generation, das gilt durch die Jahrhunderte der Christenheit hindurch bis heute: Wer sich zu Jesus Christus bekennt, muss auch mit dem Äußersten rechnen. Jesus sagt es ausdrücklich voraus, damit niemand davon überrascht wird, wenn es so kommt. Jesus weiß, dass die Kirche auf dem Blut der Märtyrer aufgebaut wird. Wenn die Stunde der Bedrängnis kommt, sollen sie vorbereitet sein. Der Heilige Geist steht ihnen als Beistand zur Seite. Aber – und dieses „Aber“ wiegt alles, was es zu befürchten gibt, auf, der Tröster ist schon da! So gewiss wie die Zeugen Jesu Christi auf Widerstand und Hass treffen werden, so gewiss wird der Heilige Geist als Beistand und Tröster an ihrer Seite sein. Der Heilige Geist hält sich bereit. Seine Kraft ist in den Schwachen mächtig und überwindet sogar die Todesfurcht.
Autor: Martin Siehler
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By ERF - Der Sinnsender5
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Hass und Hasskommentare haben nur ein Ziel, sie wollen verletzen und zerstören. Es geht nicht um eine inhaltliche Auseinandersetzung, sondern um Ablehnung, Abwertung und mir etwas abzusprechen. Wer Hass ausgesetzt ist, hat keine Chance auf eine faire Auseinandersetzung. Wer keinen Schaden nehmen will, muss dem Hass ausweichen. Leider sind heute an vielen Orten Christen einem Hass ausgesetzt, der ihr Leben als Christ gefährlich macht. Der Weltverfolgungsindex spricht hier eine deutliche Sprache. Zur Geschichte der Jesus-Gemeinde gehört die Erfahrung des Märtyrertums. Viele fragen sich, warum dieser Hass? Jesus zitiert in seiner Abschiedsrede Psalm 69,5: „Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupt habe.“ Es liegt also nicht am Fehlverhalten von einzelnen Christen, warum sie Hass und Verfolgung ausgesetzt sind.
Es könnte im Gegenteil an der Liebe liegen. Jesus beschreibt einige Verse zuvor den Weg der Liebe: „Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!“ Die Jünger werden zur beständigen Liebe aufgefordert. Die Liebe Gottes wird für die Menschen wirksam, die sich für diese Liebe öffnen. Liebe und Lebensfreude wirken ansteckend. Es ist schön, wenn Menschen der Liebe Gottes auf die Spur kommen wollen. Aber es gibt auch die irritierende gegenteilige Erfahrung. Es mutet seltsam an, wenn Liebe mit Hass beantwortet wird. Jesus selbst macht diese irritierende Erfahrung. Von ihm ist kein gehässiges Wort bekannt, trotzdem schreien sie am Ende: „Kreuzige ihn!“ Menschen, die sich der Liebe Gottes verschließen, wollen nichts mit Jesus zu tun haben. Sie widersprechen, nehmen Abstand bis hin zur Ablehnung mit Hass. Ihr Hass richtet sich in erster Linie nicht gegen die Personen, sondern gegen Jesus Christus selbst.
Angeregt vom Gegenspieler Gottes wollen sie sich nicht von der Liebe bestimmen lassen. Ich bin sehr dankbar, dass wir in Deutschland in einem freiheitlichen Staat leben dürfen, in dem es echte Glaubens- und Religionsfreiheit gibt. Aber auch bei uns gibt es offene und unterschwellige Ablehnung von Menschen, die ihren Glauben an Jesus Christus offen leben.
Mancher Beitrag in den Medien stellt Motivation und Lebensweise von Christen verzerrt dar. Als Jünger von Jesus müssen wir damit rechnen und auch damit leben, dass Kritik und Verleumdung einem Geist der Ablehnung entspringt. Einfach deshalb, weil Christen sich nicht dem anpassen, was gerade angesagt ist. Christen orientieren sich zuerst und vor allem an dem, was Christus uns zu sagen hat.
Ein Dozent, ein Lehrer von mir, verwendete früher häufig die wenig ermutigende Redewendung: „Seid getrost, es kommt noch schlimmer!“ Soll es wirklich trösten, wenn alles schlimmer wird?
Dabei ist mein Alltag mit seinen Herausforderungen doch heute schon schwer genug. Eigentlich hoffe ich, dass alles besser wird. Die Erwartung der Verbesserung wäre für mich Trost. Aber wenn alles schlimmer wird, geht die Hoffnung auf eine bessere Zukunft verloren. Trost braucht ein Mensch, dessen Leben aus den Fugen geraten ist. Wenn mein Leben aus dem Takt gerät, brauche ich jemand, der mir beisteht. Ich brauche jemand, der mich tröstet. Je mehr mir bewusst wird, dass ich mein Leben nicht im Griff habe, desto mehr bin ich auf den Tröster angewiesen, den Jesus schicken wird.
Wie die Liebe kommt der Tröster vom Vater, den der Sohn mir als Beistand sendet. Wenn der Heilige Geist als Beistand stärker ist als alle Widerstände und Widrigkeiten des Lebens zusammen, dann kann mich nichts mehr aus der Bahn werfen. Wer getröstet ist, bleibt bei Trost, bleibt gehalten, auch wenn er schlimme Erfahrungen durchmacht. So möchte Jesus, dass seine Jünger getröstet in die Zukunft gehen, auch wenn die Zeiten schwer werden.
Jesus macht in den Abschiedsreden im Evangelium nach Johannes klar, dass seine Jünger von „der Welt“ keine Anerkennung bekommen werden. Sie müssen sich auf Ausgrenzung einstellen, denn die Welt ohne Gott tickt anders als Gottes Welt. Es ist Jesus ein großes Anliegen, seine Jünger darauf vorzubereiten, in schweren Zeiten getröstet zu leben.
Jesus sieht aber auch die Gefahr vor Abfall, nicht bei den Außenstehenden, sondern bei seinen eigenen Jüngern. Jesus weiß, wie hart es wird, wenn sie aus der Synagoge ausgestoßen werden. Ihre bisherige Einbindung in das soziale Leben könnte zerstört werden. Jesus benennt die Kosten der Nachfolge. Keine schönen Aussichten. Jesus kündigt eine weitere Steigerung der Bedrängnis an. Die Leute werden denken, sie tun etwas Gutes, wenn sie die Jesusnachfolger umbringen. Derselben Meinung war auch Paulus, bis ihm Jesus persönlich begegnete. Religiöser Fanatismus hat schon viele Menschenleben gekostet. Bei den ersten Christen waren es Stephanus und Jakobus. Später machte auch Paulus Verfolgung und sogar eine Steinigung durch, die er glücklicherweise überlebte. Mitten in Zeiten der Verfolgung etabliert sich nun die christliche Gemeinde. Menschen nehmen das Zeugnis an und werden im Glauben gestärkt. Es drängt sich der Eindruck auf, als ob Verfolgung und Gemeindewachstum zusammengehören. Trotzdem ist Abfall möglich, davor warnt Jesus. Aber es bleibt auch seine Zusage: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen!“ Ich kann selbstbestimmt aus seiner Hand heraus springen. Der Feind Gottes hat aber nicht die Kraft, mich aus Gottes Hand zu reißen, er kann mich nur weglocken. Deshalb ist Abfall nur möglich, wenn ich mich weglocken lasse.
Jesus will nicht, dass seine Jünger unvorbereitet in die neue Zeit der Gemeinde hineinstolpern. Jünger sein, Zeuge für Jesus und Botschafter an Christi statt zu sein ist gefährlich. Das gilt nicht nur für die Zeit der ersten Jünger-Generation, das gilt durch die Jahrhunderte der Christenheit hindurch bis heute: Wer sich zu Jesus Christus bekennt, muss auch mit dem Äußersten rechnen. Jesus sagt es ausdrücklich voraus, damit niemand davon überrascht wird, wenn es so kommt. Jesus weiß, dass die Kirche auf dem Blut der Märtyrer aufgebaut wird. Wenn die Stunde der Bedrängnis kommt, sollen sie vorbereitet sein. Der Heilige Geist steht ihnen als Beistand zur Seite. Aber – und dieses „Aber“ wiegt alles, was es zu befürchten gibt, auf, der Tröster ist schon da! So gewiss wie die Zeugen Jesu Christi auf Widerstand und Hass treffen werden, so gewiss wird der Heilige Geist als Beistand und Tröster an ihrer Seite sein. Der Heilige Geist hält sich bereit. Seine Kraft ist in den Schwachen mächtig und überwindet sogar die Todesfurcht.
Autor: Martin Siehler
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