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Sie habe "selten so viel Frust, Wut, Empörung, Bestürzung, Fassungslosigkeit erlebt", sagt Dagmar Bednarek. Im Übermedien-Podcast erzählt die rbb-Freiensprecherin, wie sich die Schlesinger-Affäre auf die Belegschaft auswirkt, wie es jetzt weitergeht – und weitergehen sollte.
Holger Klein ruft diese Woche an bei Dagmar Bednarek, die seit 2014 Freienvertreterin beim rbb ist. Sie hat Germanistik und Spanisch studiert und startete ihre journalistische Laufbahn als Hörfunk-Reporterin beim Sender Freies Berlin (SFB), der 2003 mit dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg zum rbb fusionierte. Seit 2005 arbeitet sie für die „Abendschau“, lange Zeit mit dem Schwerpunkt Bildung und aktuell als Nachrichtenredakteurin.
Was war los mit Olaf Scholz, diese Woche bei der Abschlusspressekonferenz des G7-Gipfels? Eine Journalistin der "Deutschen Welle" hatte den Bundeskanzler gefragt, ob er konkret sagen könne, welche Sicherheitsgarantien die G7 der Ukraine auch nach dem Krieg versprechen. Es war eine höflich formulierte und auch naheliegende Frage.
Doch wie der Kanzler antwortete – oder besser gesagt nicht antwortete – löste Empörung aus. Scholz sagte: "Ja. Könnte ich. Das war's." Und sonst nichts. Es ist nicht das erste Mal, dass Scholz mit seiner spröden Art irritiert. Viele bezeichnen seinen Kommunikationsstil auch als arrogant.
Holger Klein spricht darüber diese Woche mit Mark Schieritz, dem stellvertretenden Leiter des Politikressorts bei der "Zeit". Für ihn, der Scholz und seine Art der Kommunikation schon lange beobachtet und zum Amtsantritt des Bundeskanzlers eine Biografie über ihn geschrieben hat, ist klar: Scholz sehe die Öffentlichkeit, also Medien, nicht als Partner – sondern als Gegner. Und deshalb lasse er sie nicht gerne an Prozessen teilhaben.
Am Mittwoch wurde in Hamburg der „Stern Preis“ verleihen, der ja bislang „Nannen Preis“ hieß. Die kurzfristige Umbenennung der Journalistenauszeichung hat mit einem Film von „Strg_F“ zu tun, in dem es um die NS-Vergangenheit des „Stern“-Gründers ging. Nannen war während des Zweiten Weltkriegs unter anderem in einer Propagandakompanie der Waffen-SS tätig. Danach wurde er einer der einflussreichsten deutschen Verleger und Publizisten. Er ist auch Namensgeber der Henri-Nannen-Schule, einer renommierten Ausbildungsstätte für Journalist:innen.
Ist das noch tragbar? Und warum ist die Empörung erst jetzt so groß – das meiste über die NS-Vergangenheit Nannens war ja vorher schon bekannt.
Holger Klein ruft diese Woche an bei Tim Tolsdorff. Er ist Publizist und Medienhistoriker. Seine Dissertation zu Henri Nannen und zur Gründungsgeschichte des „Stern“ erschien 2014 und sorgte für ein breites Medienecho.
Der französische Präsident Macron will die Rundfunkgebühr abschaffen. Sind die Sender damit am Ende? Nein, sagt Nils Minkmar in unserem Podcast. Er erklärt, was für eine Institution Sender wie France 2 sind – und dass man sie gar nicht abschaffen könnte, weil die Menschen sonst auf die Barrikaden gingen. Woher das Geld – ohne Steuererhöhungen – kommen soll, ist aber noch ein Rätsel.
Nils Minkmar ist Publizist und Frankreich-Kenner. Er war Redakteur bei der ZDF-Talksendung „Willemsens Woche“, der „Zeit“, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und dem „Spiegel“. Seit 2021 ist er fester Autor des Feuilletons der „Süddeutschen Zeitung“ und Kolumnist bei Übermedien. 2017 erschien sein Buch "Das geheime Frankreich" bei S. Fischer.
Übermedien hat gemeinsam mit "FragDenStaat" die Bremische Landesmedienanstalt verklagt – und verloren. Arne Semsrott erklärt, wieso die Klage trotzdem etwas gebracht hat, wie Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) funktionieren und weshalb Journalist:innen viel öfter vor Gericht ziehen sollten, wenn sie an Dokumente aus Behörden kommen wollen.
Holger Klein ruft diese Woche an bei Arne Semsrott, der für Übermedien in Bremen vor Gericht gezogen ist. Semsrott hat Politikwissenschaft studiert und betreut bei der Open Knowledge Foundation Deutschland das Portal zur Informationsfreiheit "FragDenStaat". Er ist außerdem Mitinitiator von "OpenSCHUFA" und Autor bei "netzpolitik.org".
Holger Klein ruft diese Woche an bei Emran Feroz, er ist österreichischer Journalist und Autor mit afghanischen Wurzeln. Er arbeitet unter anderem für „Deutschlandfunk Kultur“, „Foreign Policy“, „taz“, Al Jazeera und die „New York Times“.
„Social Bots gefährden die Demokratie“. Schlagzeilen wie diese lesen wir seit dem Brexit und der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten häufig. Die Sorge: Automatisierte Accounts bei Twitter und anderen Plattformen könnten die öffentliche Meinung beeinflussen und Fake News und Verschwörungstheorien verbreiten. Auch bei den Berichten über Elon Musks Twitter-Kauf ist momentan immer wieder die Rede von den bösen Bots. Der Medieninformatiker Florian Gallwitz hält das alles für Unsinn. Seit mehr als drei Jahren ist Gallwitz nach eigenen Angaben auf der Suche nach einem „echten“ Social Bot. Fündig wurde er bislang nicht. Werden Bots also einfach nur mit Internet-Trollen verwechselt? Und warum scheint das Thema so verlockend für viele Medien?
Holger Klein ruft diese Woche an bei Florian Gallwitz, Professor für Medieninformatik an der Technischen Hochschule Nürnberg. Seine fachlichen Schwerpunkte sind Mustererkennung, Bildverarbeitung, Spracherkennung und Deep Learning. Er studierte in Erlangen Informatik und promovierte dort 2002 über automatische Spracherkennung.
Holger ruft diese Woche an bei: Lukas Heinser. Er berichtete in den Jahren 2010 bis 2012 gemeinsam mit Stefan Niggemeier in Videoblogs (Oslog, Duslog, Bakublog) vom Eurovision Song Contest, seit 2013 ist er beim ESC der Assistent des deutschen Kommentators Peter Urban.
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SLAPP – das steht für "strategic lawsuit against public participation". Die Einschüchterungsklagen sollen unter anderem Medienschaffende daran hindern, kritisch zu berichten. Die EU will dagegen vorgehen und hat eine entsprechende Richtlinie vorgeschlagen.
Holger ruft diese Woche an bei Uwe Ritzer, der über mehrere Jahre mit einer Millionenklage juristisch schikaniert wurde. Ritzer ist Wirtschaftskorrespondent und Investigativ-Reporter bei der "Süddeutschen Zeitung". Nach dem Volontariat bei den "Nürnberger Nachrichten" arbeitete er als Lokalredakteur. Für die SZ schreibt er seit 1998, seit 2005 im Wirtschaftsressort. Sein Themenspektrum reicht von der fränkischen Wirtschaft über die Sportartikelindustrie bis zum Finanzplatz Liechtenstein, von Lobbyismus und dem ADAC bis hin zu Cyberbetrug, sowie anderen Formen der Wirtschaftskriminalität. Für seine Berichte über den Fall Mollath oder den ADAC-Manipulationsskandal, den er aufdeckte, wurde Ritzer mehrfach ausgezeichnet.
Xavier Naidoo leistet Abbitte für seine „Irrwege“. In einem knapp dreiminütigen Videoclip distanziert der Sänger sich von den Verschwörungstheorien, die er jahrelang verbreitet hat. Er habe sich verrannt, sagt er. Für Samira El Ouassil ist es damit nicht getan. Im Podcast spricht unsere Kolumnistin mit Holger Klein darüber, was Naidoo tun sollte, wenn es ihm wirklich ernst ist.
Samira El Ouassil ist Zeitungswissenschaftlerin, verdient ihr Geld aber mit Schauspielerei und politischem Ghostwriting. Außerdem ist sie Vortragsreisende, Kolumnistin, Podcasterin. Unter anderem. Zusammen mit Friedemann Karig hat sie außerdem kürzlich das Sachbuch „Erzählende Affen – Wie Geschichten unser Leben bestimmen“ veröffentlicht. Bei Übermedien schreibt sie seit 2018 jede Woche ihre „Wochenschau“ über Medien, Politik und Kommunikation.
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