Hörgang

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By Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-BurgerScienceMedicineHealth & FitnessLife Sciences
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Hörgang episodes

  • Die nächste Pandemie: Wie Österreichs Infektionsforscher vorsorgen
    Vier Spitzenforscher des Ignaz Semmelweis Instituts über neue Erreger, den One-Health-Ansatz und die Frage, warum wir in zehn Jahren besser gerüstet sein könnten.
    Die nächste Pandemie kommt bestimmt – wir wissen nur nicht, wann und durch welchen Erreger. Im Ignaz Semmelweis Institut bündeln fünf Universitäten erstmals dauerhaft ihre Kräfte, um vorbereitet zu sein, bevor die Krise beginnt. Vier führende Forscher – Florian Krammer, Robert Krause, Peter Willeit und Helmut Salzer – erklären, warum das Nipah-Virus Sorge bereitet, wie der Klimawandel das West-Nil-Virus nach Österreich bringt und weshalb Antibiotikaresistenzen den Klinikalltag verändern. Sie sprechen über den One-Health-Ansatz, neue Impfstoffe und die Frage, warum wir in zehn Jahren besser gerüstet sein könnten.
    33 min
  • Gesunde Augen im Alter: Vorsorge, Warnzeichen und Alltagstipps
    Welttag des Sehens
    Unsere Augen verändern sich mit dem Alter, doch vieles lässt sich durch Vorsorge und einen bewussten Umgang mit den eigenen Augen positiv beeinflussen. In dieser Folge des Hörgangs spricht Priv.-Doz. Dr. Domagoj Ivastinovic von der Universitäts-Augenklinik der Med Uni Graz darüber, welche Veränderungen normal sind, welche Augenerkrankungen im Alter besonders häufig auftreten und bei welchen Warnzeichen rasches Handeln gefragt ist. Außerdem erklärt er, was regelmäßige Kontrollen bringen und welche Maßnahmen die Augengesundheit langfristig unterstützen können.
    16 min
  • Warum bei vielen Notrufen kein Notarzt nötig ist
    Immer mehr Einsätze, begrenzte Ressourcen und neue Kompetenzen für Sanitäter: Mario Krammel, Chefarzt der Berufsrettung Wien, erklärt, warum Notärzte künftig gezielter eingesetzt werden sollten und welche Rolle Telemedizin dabei spielt.

    Streamingtipp: Kurzfilm "ARA Flugrettung. Menschen - Geschichten - Emotionen" (2026): www.youtube.com/watch?v=YVw2lhCGjuo

    27 min
  • Schlafstörungen behandeln: Was bei Insomnie wirklich hilft
    Schlafhygiene, geregelter Tagesrhythmus und kognitive Verhaltenstherapie können den Weg zu erholsamem Schlaf ebnen.
    Nicht jede unruhige Nacht ist eine Schlafstörung. Von einer klinisch relevanten Insomnie spricht man vor allem dann, wenn Ein- oder Durchschlafprobleme auch den Tag beeinträchtigen, etwa durch Konzentrationsmangel, Reizbarkeit, Fehleranfälligkeit oder gedrückte Stimmung. Hält die Störung länger als drei Monate an, sollte die Behandlung zunächst ohne Medikamente erfolgen. Neben einem regelmäßigen Tagesrhythmus und guter Schlafhygiene gilt die kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie als wichtige Behandlungsoption. Dazu kann auch eine gezielte, fachlich begleitete Verkürzung der Bettzeit gehören, um den Schlafdruck zu erhöhen. Ein Schlaflabor ist besonders sinnvoll, wenn organische Ursachen wie nächtliche Atemaussetzer oder periodische Beinbewegungen vermutet werden. Entscheidend ist, anhaltende Beschwerden ernst zu nehmen und frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen.
    20 min
  • Pflegenotstand in Österreich: Warum es nicht den einen Hebel gibt
    Pflegewissenschaftlerin Sabine Pleschberger (MedUni Wien) über 100.000 fehlende Pflegekräfte, häusliche Pflege durch Angehörige und die drei R: Recruit, Retain, Reform.
    Pflege am Limit: „Es gibt nicht den einen Hebel“
    Bis 2030 fehlen in Österreich bis zu 100.000 Pflegekräfte – zugleich steigt die Zahl der über 85-Jährigen um fast die Hälfte. Zwei Kurven, die auseinanderklaffen wie eine Schere. Über diese Lücke spricht Sabine Pleschberger, Professorin für Pflegewissenschaft an der MedUni Wien, im Hörgang.
    Pleschberger warnt vor Alarmismus, beschönigt aber nichts: Der Notstand ist längst Alltag. Wer Pflege braucht, hört heute je nach Wohnort „Wir schicken morgen jemanden“ – oder „Wir können niemanden schicken.“ Ein Drittel der aktiven Kräfte geht bis 2030 in Pension und nimmt sein Erfahrungswissen mit. Menschen frühzeitig zu verlieren, sei ein Alarmsignal: „Da sollten alle Alarmglocken schrillen.“
    Auffällig: 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, rund eine Million Angehörige leisten diese Arbeit – oft zwischen Beruf und Familie zerrieben. Pleschbergers Antwort heißt Denken in Netzwerken: Caring Communities, Community Nursing, der „achtsame Bezirk“. Doch solche Modelle leben von befristeten Projekten. Es fehle politisches Commitment für dauerhafte Strukturen.
    Ihr Befund zum Berufsbild ist klar: Das Klischee der „Krankenschwester“ als Assistenzberuf hält sich hartnäckig – und steht der Anerkennung als eigenständige Gesundheitsprofession im Weg. Ihr Lösungsansatz sind die drei R: Recruit, Retain, Reform. Menschen gewinnen, sie im System halten, das System reformieren. Denn den einen Hebel, sagt sie, gibt es nicht – aber viele, die man klug verknoten muss.
    29 min
  • Kreuzbandriss im Fußball: Wann Stammzellen die OP ersetzen können
    Sportorthopäde Patrick Weninger erklärt, warum Kreuzbandverletzungen zunehmen, welche Rolle regenerative Medizin spielt und wie KI Therapieentscheidungen unterstützen könnte.
    Kreuzbandverletzungen zählen weiter zu den gefürchtetsten Diagnosen im Sport. Gleichzeitig wandelt sich die Behandlung grundlegend. „Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem nicht mehr jeder Kreuzbandriss operiert werden muss“, sagt Sportorthopäde Patrick Weninger. Moderne Verfahren der regenerativen Medizin mit Stammzellen können in ausgewählten Fällen die Heilung des eigenen Bandes fördern. Als Hauptursache nennt Weninger nicht den Gegnerkontakt, sondern unkontrollierte Rotationsbewegungen. Zudem beobachtet er eine steigende Verletzungsanfälligkeit im Profifußball, weil Spielpläne dichter werden und Erholungszeiten schrumpfen. Künstliche Intelligenz könnte künftig helfen, die optimale Therapie noch präziser vorherzusagen.
    29 min
  • Pathogene Pilze: Wenn harmlose Umweltkeime krank machen
    Klimawandel, Krebstherapien und ein geschwächtes Immunsystem erhöhen das Risiko schwerer Pilzinfektionen. Die Innsbrucker Mikrobiologin Cornelia Lass-Flörl erklärt, wer gefährdet ist – und warum Panik dennoch fehl am Platz ist.
    Der Pilz ist derselbe. Verändert hat sich der Mensch. Weil Ärzte heute gezielter in das Immunsystem eingreifen und Schwerkranke länger leben, wächst die Zahl jener, denen gewöhnliche Umweltpilze gefährlich werden können.
    Besonders bedroht sind Menschen unter Langzeit-Cortison, bestimmten Krebstherapien oder nach Virusinfektionen. Häufige Erreger sind Aspergillus, seltener Fusarium und andere Schimmelpilze. Ihre natürliche Widerstandskraft macht die Behandlung schwierig; wirksame Antimykotika sind rar.
    Auch die Erderwärmung könnte das Problem verschärfen: Wärmeliebende Pilze breiten sich aus, bislang fremde Mykosen könnten in Europa heimisch werden. Lass-Flörl fordert deshalb Überwachung, Prävention und gezielte Aufklärung. Für Gesunde gilt aber: Wald, Garten und Boden sind keine Gefahr. Die Umwelt müsse nicht steril sein.
    20 min
  • Walking Football: Wie Fußball im Gehen fit und gesellig macht
    Uwe Mauch erklärt, warum Menschen um die 60 und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen beim Walking Football zurück auf den Platz finden

    Die Literaturliste mit allen Titeln des Autors sowie den Lesungsterminen gibt es hier: www.uwemauch.at bzw. auf www.facebook.com/profile.php?id=100008118437105

    32 min

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Forschung, Klinik und Gesundheitspolitik im Gespräch: Hörgang, der Podcast von Springer Medizin Wien, bringt die Menschen ans Mikrofon, die Medizin gestalten und weiterdenken. Fundierte Einblicke, spannende Geschichten und Perspektiven aus erster Hand.

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