Hörgang

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By Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-BurgerScienceMedicineHealth & FitnessLife Sciences
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Hörgang episodes

  • Naghme Kamaleyan-Schmied im ausführlichen Interview über Primärversorgung
    Die Gesundheit Österreich GmbH geht davon aus, dass für ein wirtschaftlich gesunde Primärversorgungseinheit ein Einzugsgebiet von mindestens 6.000 Menschen nötig ist. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die ärztliche Grundversorgung in den meisten Gemeinden auch in Zukunft vom Haus- oder Landarzt betreut werden wird.
    Dr. Naghme Kamaleyan-Schmied, Obfrau der Kurie der niedergelassenen Ärzte in Wien, hat daher ein "PVE light" vorgeschlagen. Zusatz-Leistungen wie sie in Primärversorgungszentren angeboten und von den Kassen bezahlt werden, soll es auch für Einzelordinationen geben. Ob die Ärzte daran überhaupt interessiert sind, bespricht Kamaleyan-Schmied im Interview mit Josef Broukal.
    8 min
  • Laserchirurgie gegen Fehlsichtigkeit
    Dr. Paul Jirak aus Linz hat sich auf Augenlaserchirurgie und auf Linsenchirurgie spezialisiert. Das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit sorgt für regen Betrieb in seiner Praxis. "Es gibt mittlerweile viele technische Spielarten der Laserchirurgie. Ich würde sagen, dass wir heute Fehlsichtigkeiten zwischen drei und vier Dioptrien bei Weitsichtigkeit und acht Dioptrien bei Kurzsichtigkeit mit den Lasern behandeln können."
    Ich trage seit 50 Jahren Brillen gegen meine Kurzsichtigkeit, wurde aber noch nie auf augenchirurgische Möglichkeiten hingewiesen, wie kann das sein, gibt es Vorbehalte unter den Augenärzten? "Das ändert sich, vor allem den jungen Kollegen ist es heute fast peinlich, wenn sie über laserchirugische Eingriffe keine Auskunft geben können."
    Was den Augenärzten immer noch zu schaffen macht, ist die Makuladegeneration, die unheilbar ist. Mit der Alterung der Gesellschaft treten vermehrt neurodegenerative Erkrankungen auf.
    "Wir könnten mit technischen Mitteln bionische Augen bauen, wir könnten Nachtsichtmodi einbauen und sogar aufnehmen, was wir sehen, selbst so banale Themen wie Energieversorgung sind gut lösbar. Wir haben Iris-Prothesen, die als Solarzellen dienen. Unser Problem ist aber: Wir finden den Stecker nicht. Wir können die Informationen, die wir generieren, nicht an das zentrale Nervensystem anschließen."
    18 min
  • Lorenz-Böhler-Schließung regt auf
    Das Lorenz-Böhler-Krankenhaus, auch Traumazentrum Wien Brigittenau genannt, wird wegen Mängeln beim Brandschutz geschlossen. Laut dem Betreiber, der AUVA, ist die Schließung alternativlos. Von der AUVA gibt es keine Stellungnahme gegenüber den Medien, auch nicht gegenüber dem ORF. Der ehemalige Anchorman des Senders Josef Broukal hat mit dem Unfallchirurgen Heinz Brenner gesprochen.
    9 min
  • So treten sie dem Club der 100-Jährigen bei
    Wir werden immer älter, verbringen diese zusätzlichen Jahre aber nicht bei guter Gesundheit. Der junge Molekularbiologe Slaven Stekovic rät dazu, rechtzeitig mit Muskelaufbautraining zu beginnen, um in den Club der 100-Jährigen aufgenommen zu werden. Warum Frauen mit weniger Training zum gleichen Ergebnis wie Männer zu gelangen, auch das erläutert er im Gespräch mit Raoul Mazhar und Martin Burger.
    34 min
  • Heuschnupfen im Winter - das sagen die Pollen-Experten der MedUni Wien
    Die Haselpollensaison 2024 hat begonnen. Auch die heimischen Erlen sind blühbereit. Damit müssen sich Pollenallergiker auf einen ersten unangenehmen Pollenflug einstellen. Das teilt der neue Pollenservice Wien mit. Die Serviceeinrichtung der MedUni Wien informiert auf ihrer Webseite laufend über die aktuelle Situation in der Bundeshauptstadt.
    Gemessen wird die Belastung mit sogenannten Pollenfallen. Seit Kurzem verfügt die MedUni über ihre eigene Falle. Sie steht auf dem Dach der Gerichtsmedizin in der Sensengasse im 9. Bezirk. Geleitet wird der Pollenservice von Katharina und Maximilian Bastl. Ich habe Sie in der sogenannten Provokationskammer an der Universitätsklinik für Hals-, Nasen und Ohrenkrankheiten der MedUni Wien besucht.
    25 min
  • Krankheit ohne Namen - Kinder mit Seltenen Krankheiten profitieren von Psycho-Edukation
    Der letzte Tag im Februar ist traditionell den seltenen Krankheiten gewidmet.
    In fast jeder Schulklasse gibt es ein Kind mit einer Seltenen Krankheit.
    Als selten gilt eine Krankheit, wenn sie bei maximal 5 von 10.000 Menschen auftritt.
    Neben den physischen Beschwerden tragen die meist jungen Patienten auch psychische und soziale Lasten. Um ihnen bei der Bewältigung ihrer Probleme zu helfen, wurde an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde von MedUni Wien und AKH Wien ein einzigartiges Programm namens "Education and Care in RARE" ins Leben gerufen. RARE steht für rare oder orphan Disease.
    Das Ziel dieses Programms ist es, den Kindern zu helfen, ihre oft genetisch bedingte Krankheit besser zu verstehen und ihren Alltag bestmöglich zu bewältigen. Die Medizinerin Prof. Dr. Julia Vodopiutz und die Psychologin Dr. Marion Herle erklären, wie das funktioniert.
    Dieser Podcast enstand in Zusammenarbeit mit der MedUni Wien
    Die Fragen stellt Martin Burger.
    23 min
  • Pandemien managen - die Regierung gelobt Besserung
    Die Corona-Jahre haben zu einer Spaltung der Gesellschaft geführt. Es gelang der Regierung nicht, alle Menschen von Lockdowns, Masken- und Impfpflicht zu überzeugen. Was können, was müssen die Österreicher daraus lernen? Die Akademie der Wissenschaften gibt in einer großen Studie einige Hinweise. Josef Broukal hat mit dem Autor der Studie, Alexander Bogner vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung gesprochen.
    Die Corona-Studie fiel jedenfalls bei der Bundesregierung auf fruchtbaren Boden. Am 21. Dezember 2023 beschloss der Ministerrat fünf Leitlinien für den Umgang mit künftigen Pandemien.
    11 min
  • Antidepressiva mit geringeren Nebenwirkungen
    Antidepressiva zählen zu den am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln. Doch sie haben teils erhebliche Nebenwirkungen. Prof. Dr. Thomas Stockner vom Pharmakologie-Institut der MedUni Wien will das ändern.
    Zur Erklärung: Antidepressiva zielen auf den Serotonin-Transport in Nervenzellen. Stockner dazu: "Wenn man sich den Transporter vorstellt wie ein Auto, wollen wir wissen, wie der Motor funktioniert. Und wozu ist das gut? Wenn Patienten unter Depressionen leiden, stellt sich die Frage: Wie kann man ihnen helfen? Das Problem besteht darin, dass zu wenig Neurotransmitter in der Synapse vorhanden ist, und daher zu wenig vom Signal produziert wird. Wir versuchen im Endeffekt, das Signal zu verstärken, also ein Tuning. Und das machen wir, indem wir den Transporter verlangsamen, damit er etwas weniger effizient die Neurotransmitter wieder wegräumt. Und um das durchzuführen, versucht man spezifisch diesen Transporter zu treffen."
    Die Spezifität ist aber auch das größte Problem der Forschenden, sagt Stockner: "Die Herausforderung besteht darin, dass im Gehirn Abermillionen von Neuronen aktiv sind, die sich vernetzen. Hingegen gibt es nur eine Handvoll von Neurotransmittern und eine Handvoll an Rezeptoren für einen Neurotransmitter, und nicht mehr. Es gibt das serotonerge System und zwei weitere, ähnliche Systeme, das dopaminerge und das noradrenerge. Die Neurotransmitter sind einander sehr ähnlich. Die Schwierigkeit besteht darin, nur einen Rezeptor zu erreichen."
    Eine andere, handfestere Gefahr, besteht darin, dass Nebenwirkungen die Patienten dazu bringen, die Therapie abzubrechen: "Meiner Erfahrung nach ist dieses Problem bei psychischen Erkrankungen eher größer als bei anderen Arten von Erkrankungen, bei denen Medikamente eingenommen werden müssen. Grund dafür ist, dass Antidepressiva mit Nebenwirkungen verbunden sind, die man nicht will und die auch eine gewisse Gefahr darstellen."
    Ehrliche Frage an den Experten: Wie viel Forschung liegt noch vor Ihnen?
    Stockners ehrliche Antwort: "Wenn man die Zahl der Nebenwirkungen reduzieren will , ist der Weg noch sehr weit."
    17 min

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Forschung, Klinik und Gesundheitspolitik im Gespräch: Hörgang, der Podcast von Springer Medizin Wien, bringt die Menschen ans Mikrofon, die Medizin gestalten und weiterdenken. Fundierte Einblicke, spannende Geschichten und Perspektiven aus erster Hand.

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