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Firmen, Plattformen, Werbetreibende sollen uns nicht ausspionieren, sonst verletzen sie unser Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Der Staat muss dieses Recht verteidigen – und es auch selbst achten. Ob und wie er das tut, erklären die Juristin Elisabeth Niekrenz und die Politikwissenschaftlerin Marie Bröckling.
Wir verändern unsere Körper. Etwa, wenn wir verloren gegangene Funktionen durch Prothesen ersetzen. Aber wir können uns durch technische Ergänzungen auch ganz neue Sinneseindrücke verschaffen. Was das mit uns macht, erklärt der Cyborg und Publizist Enno Park.
Das antisemitisch motivierte Attentat in Halle hat auch Online-Plattformen – mal wieder – in Verruf gebracht. Monika Schwarz-Friesel forscht zum Judenhass im Netz. In ihrem Vortrag erinnert die Kognitionswissenschaftlerin an die lange Tradition des Antisemitismus in der Kulturgeschichte der westlichen Welt – online verbreite er sich beispiellos.
Die Pogromnacht am 9. November 1938 ist einer der traurigen Höhepunkte eines staatlichen Antisemitismus in Nazi-Deutschland. Judenhass in Deutschland ist aber nicht nur Geschichte. Das hat der Anschlag auf eine Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019 gezeigt. Tatsächlich breitet er sich wieder stark aus, sagt Stefanie Schüler-Springorum. In ihrem Vortrag erläutert die Historikerin die Geschichte und betont die Bedeutung von Bildung als Gegenmittel zu Antisemitismus.
Bis zum Jahr 2031 muss ein Standort für die Endlagerung hochgiftiger radioaktiver Abfälle gefunden sein. So steht es im Gesetz. Den Wissenschaftlern kommt in dieser Frage eine entscheidende Rolle zu. Einige von ihnen gehen dabei kritisch mit ihrer Zunft ins Gericht. Sie sind der Meinung, dass sie beim Streit um den Atommüll über weite Strecken versagt hätten. Inwiefern, erfahren wir in den Vorträgen von Armin Grunwald, Axel Liebscher und Christian von Hirschhausen.
Jahrzehntelang hat die Atomenergie Menschen polarisiert. Nicht nur bei uns, vor allem auch in Frankreich und Amerika. Zwar hat Deutschland inzwischen das Ende dieser Energieform beschlossen, aber der gefährliche Atommüll wird bleiben. Wie damit umgehen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Dieter Rucht, Reinhard Dalchow und Wolfgang Ehmke in ihren Vorträgen.
Viele Arbeitslose und eine schlechte wirtschaftliche Situation: Bislang haben viele angenommen, dass die grundsätzliche Stimmung in ostdeutschen Bundesländern deshalb so schlecht sei. Doch neuere Forschungsergebnisse lassen auf andere Gründe schließen.
Wenn die Festplatte unseres Rechners voll ist, kann sie logischerweise keine weitere Informationseinheit mehr speichern. Unser Gehirn arbeitet da ganz anders, erklärt der Lernforscher Manfred Spitzer in seinem Vortrag. Je mehr Input, desto größer die Speicherkapazität.
Politikberater oder Marketingexperte sind übliche Jobs heute. Wer solche Berufe wählt, ist anders ausgebildet und hat andere gesellschaftliche und politische Vorlieben als zum Beispiel ein Facharbeiter der 60er und 70er Jahre. Die Erosion der Volksparteien ist auf diesen Strukturwandel zurückzuführen, sagt die Politikwissenschaftlerin Silja Häusermann. Und damit auch der Aufstieg rechter Parteien.
Wir alle leben mit und durch Infrastrukturen. Diese Wege und Verbindungen sind die Lebensadern unserer Gesellschaft - und sie sind es wert, gründlicher erforscht zu werden, sagt der Historiker Dirk van Laak.
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