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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)News
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International episodes

  • Best of: Russland – Feminismus im Macho-Land
    Männer regieren im Kreml und sie kontrollieren die Wirtschaft. «Feminismus» ist für viele in Russland ein Schimpfwort. Doch mehr und mehr Russinnen kämpfen für ihre Rechte: in der Politik, im Beruf, im Alltag. Sie stossen auf teils aggressive Ablehnung einer konservativen Gesellschaft.
    Die Gleichstellung von Mann und Frau ist in der russischen Verfassung verankert. In der Realität herrscht aber ein ausgeprägtes Patriarchat: Die politische Macht in Russland liegt fast ausschliesslich in den Händen von Männern. Es sind auch die Männer, die die Wirtschaft kontrollieren. Die berufstätigen Frauen verdienen viel weniger. Ein Zustand, den eine Mehrheit in Russland für «natürlich» hält – in einer Gesellschaft, die den starken, beschützenden Mann überhöht. Die Frau soll vor allen Dingen eine gute Ehefrau und Mutter sein.
    Doch mehr und mehr Russinnen kämpfen für echte Gleichberechtigung. Es sind Frauen aus den verschiedensten Lebensbereichen. In der Sendung «International» erzählen sie ihre Geschichten – auch davon, wie die konservative russische Gesellschaft reagiert: Die junge feministische Youtuberin, die wegen konservativer «Hater» um ihre Sicherheit fürchtet, eine russische Parlamentarierin, die sich für Frauenrechte einsetzt und deshalb nicht nur andere Politiker, sondern auch die orthodoxe Kirche gegen sich aufbringt oder eine Sängerin, die erst zum Star wurde, als sie aus dem Schatten ihres Mannes trat.
    (Erstausstrahlung: 13. Februar 2021)
    28 min
  • Rassismus in Beton gegossen. Wie der Highway in Miami ein Quartier zerstörte
    Kann der Bau einer Autobahn auf Rassismus gründen? Absolut. Das zeigt das Beispiel der US-Stadt Miami. Dort wurde ein Highway Ende der 50er Jahre bewusst so geplant, dass er den blühenden, von Schwarzen bewohnten Stadtteil Overtown zerschnitt und zerstörte. Das hat Auswirkungen bis heute.
    Der Mord an George Floyd durch einen weissen Polizisten hat in den USA die Debatte über Rassismus intensiviert – auch über strukturellen Rassismus. Viele werden sich erst jetzt bewusst, wie sehr Entscheide des Staates und der Behörden Schwarze und andere Minderheiten benachteiligen. Solchen strukturellen Rassismus gab es auch bei der Stadtplanung.
    Ein Beispiel ist Overtown, das Schwarzenviertel von Miami. Dort ist die Kriminalitätsrate 50 Prozent höher als im Rest der Stadt, viele sind arbeitslos und leben in Armut. Das war nicht immer so. Overtown war früher ein strikt abgetrenntes Viertel, die dort lebenden Schwarzen durften nur zum Arbeiten ins weisse Miami Beach, das sich zum mondänen Ferienziel der Reichen mauserte.
    Dort traten in den Hotels und Ballsälen in den 50er Jahren auch die schwarzen Stars des Jazz und Soul auf. Übernachten aber durften sie in Miami Beach nicht – nach ihren Auftritten vor den Weissen mussten sie zurück nach Overtown. In den dortigen Clubs gaben sie dann aber legendäre Konzerte, viele davon in der Second Avenue von Overtown. Und mit der Bürgerrechtsbewegung und der Lockerung der Rassengesetze zog im schwarzen Stadtteil Zuversicht und ein bescheidener Wohlstand ein.
    Doch all das hatte ein Ende, als man landesweit die Interstate Highways zu planen begann. Die Stadt beschloss, in Miami die Autobahn quer durch Overtown zu bauen – im vollen Wissen darum, dass dies das Viertel zerstören und einen Teil der Bevölkerung vertreiben würde. Und so kam es auch. Bis heute sind die verheerenden Auswirkungen dieses planerischen Entscheids von damals spürbar.
    28 min
  • «In Afghanistan weiss man gar nicht mehr was Frieden ist»
    Die USA beenden ihren längsten Kriegseinsatz. Schon während sich die Truppen zurückziehen, kämpfen die alten Machthaber erbittert um Kontrolle. Auf der Strecke bleiben Errungenschaften wie Frauen- und Menschenrechte. Die Bevölkerung sehnt sich nach Ruhe – von Frieden aber wagt sie nicht zu träumen.
    Unzählige Menschen kennen nichts anderes als Flucht vor Gewalt. So wie Shekiba und Agha Mohammed und ihre vier Kinder. Zu sechst auf einem Motorrad konnten sie sich vor Gefechten der Regierungstruppen und der Taliban retten. Lieber eine Taliban-Herrschaft als wieder ein Bürgerkrieg, sagen viele der intern Vertriebenen. Die USA werden spätestens im September ihre Truppen zurückgezogen haben. Dann sollen die Friedensverhandlungen in Doha zwischen den verschiedenen Interessensgruppen weitergehen.
    Doch es sind dieselben Leute, die sich früher bekriegten, die heute über Frieden verhandeln. Die 29jährige Zarifa Ghafari hat genug von diesen alten Figuren. Sie seien Teil des Problems, nicht der Lösung. Ghafari ist Bürgermeisterin in einer Provinz, welche die militant-islamistischen Taliban kontrollieren und hat in ihrem jungen Leben bereits drei Mordanschläge der Taliban überlebt. Doch mehr als vor dem Tod, fürchtet sich Ghafari davor, zu wenig zu erreichen im Kampf gegen die patriarchalen Strukturen des Landes. Besonders die Frauen bezahlen einen hohen Preis, denn immer wieder werden Richterinnen, Journalistinnen und Politikerinnen getötet. Bevor die USA in Afghanistan einmarschierten, hatten die Frauen kaum Rechte. Die neuen Errungenschaften stehen jetzt wieder auf dem Spiel, wenn sich der Westen aus dem Land zurückzieht.
    Nachdem unser Korrespondent vor zwei Jahren schon die Rolle der Taliban in einem künftigen Afghanistan beleuchtete, hat er das geschundene Land erneut besucht und nun nach der Rolle der Regierung gefragt.
    29 min
  • Die furchtlosen Kriegerinnen Afrikas
    Unterdrückt, arm, abhängig von Männern: Dieses Bild von afrikanischen Frauen herrscht in vielen Köpfen vor. Aber es gibt eine andere Realität: In Afrika kämpfen Frauen mutig an vorderster Front für Frieden und Freiheit, sind Umweltaktivistinnen, stellen sich an die Spitze von Protestbewegungen.
    Kämpferische Frauen haben in Afrika Tradition. Zumindest in Benin, wo im Königreich «Dahomey» lange Zeit eine Elite-Frauenarmee bestand. Manchen Historikern gelten sie heute als eine Art «Überfeministinnen», deren Geschichte mit dem Hollywoodfilm «Black Panther» vor Kurzem neue Aufmerksamkeit erhielt. 
    Diese «Amazonen» aus Benin sind Vorbilder, heute aber kämpfen afrikanische Frauen mit anderen Mitteln – wenn auch nicht weniger furchtlos. In dieser Episode werden einige dieser Frauen vorsgestellt: Es sind Frauen wie Stella Nyanzi. Die Wissenschaftlerin, Politikerin und Feministin kämpft lautstark und provokativ gegen Ugandas Langzeitherrscher Yoweri Museveni. Sie wurde verhaftet und misshandelt. Einschüchtern lässt sie sich davon nicht. 
    In Nigeria waren es 2020 vor allem Frauen, die sich an die Spitze einer Protestbewegung stellten. Sie wehrten sich unter anderem gegen Polizeigewalt. Auch Aisha Yesufu ging auf die Strasse. In Nigeria wurde sie zur Ikone des Protests stilisiert. Aber schon früher hatte sie international auf sich aufmerksam gemacht, als sie die Protestbewegung «Bring back our girls» mitinitiierte. Sie fordert die Freilassung von Mädchen, die von der Terrorgruppe «Boko Haram» entführt worden waren. 
    In Kenia schliesslich lebt die furchtlose Josephine Ekiru. Um Elefanten zu schützen, legte sie sich auch mit Wilderern an. Die lockten sie in einen Hinterhalt, den sie nur knapp überlebte. Mit ihrer Hartnäckigkeit konnte sie schliesslich gar einen berüchtigten Wilderer davon überzeugen, die Seite zu wechseln. 
    All diese Frauen stehen für ein anderes Bild afrikanischer Frauen: Das von kämpferischen, mutigen, furchtlosen Afrikanerinnen, die nicht sich nicht länger mundtot machen lassen.
    26 min
  • Energiewende in den USA: Die Nöte von New Mexico
    Präsident Biden hat ehrgeizige Klimaziele: eine Energiewende bis 2035. Das Beispiel von New Mexico zeigt aber, wie schwer es den USA fällt, sich von Öl und Gas zu lösen. Der Bundesstaat ist angewiesen auf Steuereinnahmen aus der Ölförderung. Und er droht, wegen Bidens Klimapolitik bankrott zu gehen.
    In den letzten zwei Jahren hat die US-Erdölindustrie Rekordmengen von Rohöl und Erdgas gefördert. Die USA wurden zum größten Rohölproduzenten der Welt. Doch nun sagt Präsident Joe Biden der Industrie den Kampf an. Das erdölverliebte Land soll sich von den fossilen Energieformen lösen, und bis 2035 soll die Stromproduktion frei sein von CO2-Emissionen. Wie schwer den USA diese Energiewende fällt, zeigt das Beispiel von New Mexico. Der drittärmste US-Bundesstaat ist abhängig von Steuereinnahmen aus der Erdölförderung, genauso wie auch andere Gebiete der USA. Dass die Biden-Regierung keine neuen Förderlizenzen für bundeseigenes Land ausstellt, trifft New Mexico besonders, weil dort mehr als die Hälfte von Öl und Gas auf Bundesland gefördert wird. Bidens Klimapolitik bringe zehntausende Jobs in Gefahr, rechnet die Öllobby vor.
    Gleichzeitig erleben die erneuerbaren Energien in New Mexico einen Boom, denn die Hochebene von New Mexico bietet beste Voraussetzungen für erneuerbare Energien, namentlich für die Windkraft. In New Mexico entsteht gerade die drittgrösste Onshore-Windkraftanlage der Welt. Solche Projekte sollen dem Ölstaat helfen, sich von fossilen Energieformen zu lösen. Aber Expertinnen haben Zweifel: Eine veraltete Infrastruktur hemmt den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion. Das Stromnetz muss dringend modernisiert werden, was dem Staat zunächst hohe Kosten verursacht.
    Wegen der ehrgeizigen Klimapolitik in Washington droht dem Haushalt des Bundesstaates ein Milliardenloch. Es stellt sich die Frage, wie der Ölstaat die Energiewende schaffen soll, ohne bankrott zu gehen - und wie sich die USA insgesamt, nach hundertjähriger Abhängigkeit, vom fossilen Stoff befreien können.
    26 min
  • Türkei: Ein Weltkulturerbe als politischer Spielball
    Kaum ein Gebäude widerspiegelt die Geschichte der Türkei, des Christentums und des Islams so eindrücklich wie die Hagia Sophia in Istanbul. Knapp 1000 Jahre lang war sie eine Kirche, fast 500 Jahre eine Moschee, ab 1935 ein Museum – bis Präsident Erdogan sie zum Symbol seiner Politik machte.
    Wer in den letzten Jahren eine Städtereise nach Istanbul unternommen hat, hat sich einen Besuch in der Hagia Sophia wohl kaum entgehen lassen. Jahrelang zählte sie zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Touristinnen und Touristen bewunderten die prächtigen Mosaike, tauchten in die Geschichte des Byzantinischen und des Osmanischen Reiches ein.
    Doch seit Juli 2020 ist die Hagia Sophia wieder eine Moschee. Mosaike mit christlichen Darstellungen werden verdeckt, Männer und Frauen im Gebetsraum getrennt. Recep Tayyip Erdogan, der Präsident der Türkei, hat diese Re-Islamisierung höchstpersönlich durchgesetzt. Auch wenn die Türkei in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt, ist Erdogan bereit, auf die lukrativen Einnahmen zu verzichten: Rund 80‘000 Euro pro Tag hat die Hagia Sophia früher dem Staat eingebracht, jetzt ist der Eintritt kostenlos. Was also hat Erdogan zu diesem Schritt bewegt? Was lehrt uns die Hagia Sophia über die Geschichte der Türkei? Und was über die Gegenwart?
    29 min
  • Thailand – Wenn Elefanten zu Geldmaschinen werden
    Seit Corona kommen keine ausländischen Gäste mehr ins Land. Das hat Folgen, auch für die Elefanten. Denn der Elefanten-Tourismus hat sich in den letzten Jahren zu einer Industrie entwickelt. Das Wohl der Tiere stand dabei nicht im Vordergrund. Corona könnte für die Dickhäuter eine Chance sein.
    Auf Elefanten reiten, die Tiere waschen oder füttern, oder ihnen in Shows bei Kunststücken zusehen – der Elefanten-Tourismus hat in Thailand in den letzten Jahren geboomt. Immer mehr sogenannte Elefanten-Parks sind entstanden. Beliebt war dieses Angebot nicht nur bei westlichen Touristen und Touristinnen. Auch chinesische Gruppen nutzten das Angebot gerne und oft. Das Wohl der Tiere blieb dabei oft auf der Strecke, es ging einzig und allein ums Geld.
    Doch seit der Pandemie sind die Elefanten-Parks verwaist, die ausländischen Besucher und Besucherinnen bleiben aus. Die Elefanten und ihre Betreuer wurden in ihre Herkunftsdörfer zurückgeschickt. Letztere versuchen nun, ihre Tiere irgendwie über die Runden zu bringen. Dabei helfen auch Spenden, denn in dem buddhistischen Land gilt es als gute Tat, für die Dickhäuter zu spenden.
    Die Pandemie hat aber auch ihre guten Seiten, denn sie ist eine Chance, vom Massentourismus weg zu kommen und auf Qualität zu setzen, auch beim Elefanten-Tourismus. Denn es zeigt sich: Der tierfreundliche Tourismus ist nachhaltiger, auch in der Krise.
    29 min
  • Ecuador: Das neue Selbstbewusstsein der Indigenen
    Ein indigener Präsidentschaftskandidat, der bei den Wahlen ganz knapp an einer Sensation vorbeischrammt. Eine junge Hip Hop-Formation, die sich lautstark für die Rechte der Indigenen einsetzt und damit die Massen begeistert. Vieles deutet darauf hin, dass in Ecuador etwas in Bewegung gekommen ist.
    Wenn Guillermo Lasso, der neu gewählte Präsident Ecuadors, Ende Monat sein Amt antritt, muss er sich auf heftigen Gegenwind gefasst machen. Die Indigenen wehren sich gegen Lassos wirtschaftsliberale Politik; der Ex-Banker ist ihnen ein Dorn im Auge. Und auch wenn sie nur rund 5 Prozent der Bevölkerung ausmachen: Sie sind laut, gut organisiert und können immer mehr Nicht-Indigene für ihre Anliegen begeistern.
    Etwa den 20-jährigen Jhovanni, der findet: Keine Partei vertrete die ecuadorianische Jugend so gut, wie «Pachakutik», die Partei der Indigenen. Bei den Wahlen im Februar konnte sie ihren Wähleranteil versechsfachen und ist nun zweitstärkste Kraft im Parlament. Ihren Erfolg hat die Partei – oder die «Bewegung», wie ihre Anhängerinnen und Anhänger sie nennen – nicht zuletzt ihrem Anführer zu verdanken: Yaku Pérez, Rechtsanwalt, spezialisiert auf Umwelt- und Strafrecht, wortgewandt und charismatisch.
    In diesem «International» begegnen wir Yaku Pérez im ecuadorianischen Hochland, bei einer Zeremonie am internationalen Tag des Wassers. Wir erfahren, wie es seiner Partei gelingt, weit über die indigene Bevölkerungsgruppe heraus Wählerinnen und Wähler zu gewinnen. Wir reisen in ein indigenes Dorf, wo die Menschen versuchen, sich mit Landwirtschaft und traditionellem Handwerk ein Auskommen zu sichern. Und wir lernen die Hip Hop-Formation «Los Nin» kennen, die der jungen Generation der Indigenen eine Stimme gibt.
    30 min
  • Was Corona mit der Stadt macht – das Beispiel Berlin
    Auch in der deutschen Hauptstadt leiden Gastronomie und Läden unter Corona. Die Stadt verändert sich. Menschen verlieren ihre Existenz. Doch nicht alle sind gleich betroffen. Und es gibt sogar Hoffnung auf längerfristig positive Auswirkungen auf die Stadt.
    Ein Spaziergang durch die Westberliner Kantstrasse zeigt: Nicht die Geschäfte sterben, sondern die Menschen, die sie betreiben, stehen vor dem Nichts. «Wovon soll die Stadt noch leben, wir sind doch eine Stadt mit Dienstleistungen», sagt Daniela Gerstenberg Besitzerin eines Reisebüros. Wer mit hohem persönlichem Einsatz und wenig Finanzpolstern ein Restaurant oder ein Geschäft betrieben hat, der wird untergehen, schätzt der Architektursoziologe Aljoscha Hofmann. Doch wer Kapitalreserven hat, dem eröffnen sich nach Corona neue Möglichkeiten. Und: je wohlhabender die Gegend, desto geringer die Veränderungen.
    Im linken und hippen Szenebezirk Prenzlauer Berg wiederum regt sich überraschender Protest gegen die Corona-Massnahmen von Behörden und Politik. Das wirft ein Schlaglicht auf einen Endpunkt einer dreissigjährigen Gentrifizierung. Und die Basler Architektin und Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher hofft längerfristig auch auf positive Auswirkungen der Pandemie für die Stadt Berlin.
    29 min
  • China: Zwischen Nationalismus und Opfermentalität
    Das heutige China ist selbstbewusst, die Volksrepublik eine Weltmacht. Möglich gemacht haben es die rasante wirtschaftliche und soziale Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Trotzdem sieht die chinesische Regierung ihr Land noch immer in der Opferrolle und schürt damit auch den Nationalismus.
    Wer bei Lin Yan eine «rote» Tour bucht, bucht eine Reise voller Patriotismus. Zu den Stätten der Geschichte, der 100-jährigen Geschichte der kommunistischen Partei Chinas. «Eine gute patriotische Erziehung ist wichtig», sagt Lin.
    Xu Wen hat in der Schule viel über ausländische Aggressoren gelernt, die im 19. Jahrhundert China demütigten. Das hat sie damals wütend gemacht.
    Li Wei studiert in Grossbritannien, hat Heimweh nach China, weil der Westen die Pandemie nicht im Griff habe. «Unser System ist halt anders», sagt sie.
    Patriotismus, Nationalstolz - Chinas kommunistische Führung weiss die Gefühle der Chinesinnen und Chinesen zu nutzen, die Bevölkerung hinter sich zu scharen.
    Mit Nationalismus, im Dienst des Machterhalts, sagen die einen. Mit berechtigtem Selbstbewusstsein, im Dienst des nationalen Interesses, finden andere.
    Tatsache ist: Das China von heute ist selbstbewusst; seine Führung scheut keine Konfrontation, auch nicht mit den USA. Die Volksrepublik China ist unbestritten eine Weltmacht.
    29 min

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Die Welt ist unübersichtlich geworden – «International» hilft, sie zu verstehen. Mit den SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten reisen wir dorthin, wo Geschichten entstehen: Krisengebiete, Wirtschaftsmächte, vergessene Regionen.

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