International

International

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)News
Download on the App Store

International episodes

  • Flüchtlingselend an Venezuelas Grenzen
    Venezuela war einst das reichste Land Südamerikas. Es ist zugrunde gerichtet. Die chaotische Wirtschaftspolitik der sozialistischen Regierung hat die Produktion abgewürgt.Trotz gewaltiger Ölvorräte fehlen dem Land Devisen für Importe. Hyperinflation und Bargeldmangel stürzen die Menschen ins Elend. Hunderttausende verlassen das Land in der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen. Präsident Maduro weist die Verantwortung für den Zerfall zurück, gibt «Imperialisten» die Schuld, allen voran den USA, die einen Wirtschaftskrieg führten, um Venezuela für seine eigenständige Politik zu bestrafen.
    Die Führung des Landes will auch von der Fluchtbewegung nichts wissen. Doch der Strom reisst nicht ab. Zu Fuss und mit leeren Händen überqueren Venezolanerinnen und Venezolaner die Grenzen nach Kolumbien und Brasilien. Dort treffen sie auf viel Solidarität, aber auch auf viele Vorbehalte. Die Hilfsorganisationen sind überfordert, keines der Nachbarländer kann sich angemessen um die Flüchtlinge kümmern.
    Die Reportage aus dem Grenzgebiet um Venezuela über Südamerikas grösste Flüchtlingskrise.
    28 min
  • Südkorea – ein Land im Dauerstress
    Südkorea hat in vier Jahrzehnten einen atemberaubenden Aufschwung erlebt und hat sich vom Bauern- zum Industriestaat entwickelt. Der Erfolg aber hat seine Kehrseite: Massiver Leistungsdruck, lange Arbeitszeiten und eine hohe Selbstmordrate. Aus der Gesellschaft kommt der Ruf nach Veränderungen. Südkorea war in den 50er Jahren vom Krieg verwüstet, in den 60er Jahren noch ein Entwicklungsland. Dann begann eine atemberaubend schnelle Entwicklung. Heute gehört der ostasiatische Staat zu den starken Industrienationen. Samsung, LG oder Hyundai sind grosse südkoreanische Markennamen, die längst die Welt erobert haben. Südkoreas zuckersüsse Popkultur dominiert grosse Teile Asiens.
    Hinter diesem Erfolg verbirgt sich aber noch ein anderes Land: Ein Land unter oft massivem Stress: Arbeiterinnen und Angestellten werden lange Arbeitszeiten abverlangt, die Rechte am Arbeitsplatz sind sehr beschränkt, missbräuchliche Anstellungsbedingungen sind häufig. In den letzten Jahren haben sich die Leute zu wehren begonnen, haben demonstriert und Änderungen verlangt. Aber Südkorea mit seinen gigantischen und mächtigen Familienkonzernen verändert sich nur langsam. Auch Kultur und Geschichte des Landes wirken eher bremsend. Immerhin: Die südkoreanische Regierung hat die maximale Arbeitszeit diesen Sommer auf 52 Stunden in der Woche begrenzt. Zuerst nur für Grossunternehmen, kleinere und mittlere Unternehmen sollen in den nächsten Jahren folgen. Der Druck von der Strasse jedenfalls ist da.
    28 min
  • Kreml und Kirche auf dem Solovetsky-Archipel
    Im kommunistischen Russland war die orthodoxe Kirche quasi verboten. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat sie jedoch stark an Einfluss gewonnen. Dieser Wiederaufstieg der russisch-orthodoxen Kirche ist nicht konfliktfrei – das zeigt sich gut auf den Solovetsky-Inseln in Russlands hohem Norden. Das Kloster auf den Solovetsky-Inseln war nach der Oktoberrevolution von den Kommunisten geschlossen worden. Sie vertrieben die Mönche und raubten die Kunstschätze aus den Kirchen. Später liess der kommunistische Staat das einmalige Kulturdenkmal verlottern, weil niemand einen Wert sah in der Anlage.
    Erst in den Neunzigerjahren, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, wurde das Kloster wiedereröffnet, heute leben rund 70 Mönche hier. Dass Tausende gläubige Russinnen und Russen auf die «Solovki» - wie das Archipel hier genannt wird – kommen, sehen viele Inselbewohnerinnen und -bewohner kritisch und sagen, dass die Kirche hier jetzt zu viel Raum einnimmt. Eine Insel des Solovetsky-Archipels wurde sogar zum Sperrgebiet erklärt.
    Auch die Kirchen wurden inzwischen für viel Geld saniert wie andere Gotteshäuser in Russland auch. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Priester und Patriarchen in der Politik wieder mitreden dürfen.
    30 min
  • Oscar Romero - der Heilige von El Salvador
    Für viele Menschen in El Salvador geht ein Herzenswunsch in Erfüllung: Der Erzbischof von San Salvador, Oscar Romero wird vom Vatikan heiliggesprochen. In seiner Amtszeit hatte er Armut und Ungerechtigkeiten angeprangert – und wurde deswegen im März 1980 ermordet. Oscar Romero wurde zu einem Nationalhelden, nicht nur, weil er sich für die Armen in dem kleinen mittelamerikanischen Land eingesetzt, sondern weil er später offen die Oligarchen und Militärs kritisiert hatte. «Wenn sie mich töten, werde ich im Volk Salvadors auferstehen», sagte der mutige Erzbischof wenige Monate vor seinem Tod.
    Fast 40 Jahre später sind in El Salvador noch immer viele Probleme ungelöst: Es mangelt an Frieden und sozialer Gerechtigkeit, die Einkommen sind extrem ungleich verteilt, viele Familien können nur wegen der Überweisungen von Angehörigen in den USA überleben. Kommt hinzu: El Salvador leidet unter Bandenkriminalität und hat eine der höchsten Mordraten der Welt: Täter und Opfer in diesen Bandenkriegen sind meistens junge Männer ohne irgendwelche Perspektiven.
    28 min
  • Fremd im eigenen Land. Auf der Suche nach Heimat in Bayern
    Heimat, Bayern, CSU – das war lange dasselbe. Doch nun versucht die AfD den Begriff Heimat für sich zu beanspruchen. Seit der Flüchtlingskrise ist «Heimat» zu einem heftig umkämpften Begriff geworden. Heimat hat viel mit Vertrauen zu tun. Die Flüchtlingskrise von 2015 hat das Thema Heimat wieder ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung gerückt. Es geht nicht mehr so sehr um politisch links oder rechts, sondern es geht in Deutschland um die Frage: Wer gehört zu uns? Es geht um die drinnen im Land und die, die reinkommen wollen. Die SPD kann die Frage, wer gehört zu uns, nicht überzeugend beantworten und liegt in Umfragen inzwischen schon hinter der AfD. Die CSU tut sich schwer den Dreiklang Heimat-Bayern-CSU erfolgreich zu spielen und stürzt in den Meinungsumfragen auf ein historisches Tief. Die AfD versucht ihr den Begriff Heimat zu entreissen. Während die elementaren Herausforderungen der Flüchtlingskrise bewältigt sind – jeder hat ein Dach über dem Kopf – fühlen sich viele Deutsche bei den täglichen Herausforderungen der Integration alleine gelassen. Sie fühlen sich fremd im eigenen Land.
    Vor der Landtagswahl vom 14. Oktober eine Reise durch Bayern.
    28 min
  • Schottland zwischen Skylla und Charybdis
    Vor vier Jahren haben Schottlands Stimmberechtige Nein zur Unabhängigkeit gesagt - und damit Ja zum Verbleib beim Vereinigten Königreich. Doch seit die Briten - gegen den Willen der Schotten - den Austritt aus der EU beschlossen haben, stellt sich die Frage: welches Verhältnis hat Schottland künftig zur EU, welches zur Union mit England, Wales und Nordirland?
    Insbesondere die Fischer stehen vor einem ernsthaften Dilemma: sie sind grundsätzlich gegen die Fischereipolitik der EU und deshalb für den Brexit. Aber gleichzeitig sind sie auf die Abnehmer, auf Absatzmärkte in den EU-Ländern angewiesen.
    Auch in der Unabhängigkeit Schottlands sehen sie keine Lösung, weil die schottische Regierung nach der Unabhängigkeit zur EU gehören möchte – und die Fischereipolitik dann doch wieder von Brüsseler Bürokraten gemacht würde.
    Jetzt, da der Austritt aus der EU näher rückt, sorgen sich Schottinnen und Schotten um die wirtschaftliche Zukunft nach dem Brexit: sie stellen sich vor, dass in 20 Jahren die EU-Länder wirtschaftlich blühen, während die Britten wieder für einen Beitritt zur europäischen Union betteln müssen. An einer Tafelrunde in Prestwick wird das «zu Boden geredet». Schottinnen und Schotten sorgen sich um das eigene Selbstverständnis.
    29 min
  • Chinas Uiguren unter Kontrolle
    Religionsfreiheit und kulturelle Selbstbestimmung - davon können die zehn Millionen Uiguren in China nur träumen. Mit Propaganda, Überwachung und Umerziehungslagern versucht das Regime, die muslimische Minderheit auf Linie zu bringen. Manche sprechen schon von kulturellem Genozid. Xinjiang, im Nordwesten Chinas ist eigentlich die Heimat der muslimischen Uiguren. Doch die Region steht längst unter Pekings Kontrolle. Mehr als 100‘000 sogenannte Zwangspaten, meist chinesische Regierungsbeamte oder Funktionäre aus Staatsunternehmen, stellen sicher, dass die Uiguren die Sprache und die Kultur der chinesischen Mehrheitsgesellschaft pflegen, ganz besonders in ländlichen Regionen.
    Die Botschaft: die Kultur des muslimischen Turkvolkes der Uiguren ist mit dem kommunistischen System der Volksrepublik China nicht vereinbar, ebenso wenig der Islam. Die Überwachungsmethoden und das harte Vorgehen begründet Peking mit Sorge vor islamistischem Terror.
    26 min
  • Wie sich Terrorgruppen in Westafrika finanzieren
    Für die Bevölkerung in Westafrika war der Tourismus früher eine der wichtigsten Einnahmequellen. Heute verdienen die Leute ihr Geld bei Terrorgruppen und Drogenkartellen. In manchen Regionen, etwa in Mali, sind diese zu den wichtigsten Arbeitgebern geworden. Die radikalislamischen Terrormilizen entführen Touristen und finanzieren mit dem Lösegeld ihren Krieg gegen die Regierungen in der Region. Auch deswegen ist der Tourismus dort eingebrochen. Die Haupteinnahmequelle der radikalen Islamisten sind jetzt der Waffen- und Drogenschmuggel. Und zunehmend werden auch Migranten und Migrantinnen, die auf der Flucht in Libyen stranden, zur Handelsware der Terrormilizen. Wie dieses Geschäft mit Waffen, Drogen und Menschen in Westafrika funktioniert, zeigt die Reportage aus Mali und Libyen.
    29 min
  • Bali: Plastik-Paradies zwischen Kokospalmen und Müllbergen
    Bali ist eine indonesische Trauminsel, bekannt für die weissen Strände, die Korallenriffe, die lächelnden Bewohner. Hier hat Julia Roberts im Film «Eat Pray Love» ihre Liebe gefunden; hier sonnen sich jährlich Millionen von Menschen aus der ganzen Welt. Doch das Paradies hat grosse Schönheitsfehler. Im vergangenen Dezember rief die Regierung den Umweltnotstand aus. An den Stränden türmten sich Abfallberge. Die Regenzeit wird heute auf Bali Abfallsaison genannt. Denn mit dem Regen wird der Abfall vom Landesinneren an die Strände gespült. Die wildwachsende Tourismusindustrie, ungenügende Infrastruktur und ein fehlendes Umweltbewusstsein in der lokalen Bevölkerung sind Teil des Problems, doch dieses ist noch viel grösser. Winde und Meeresströmungen treiben Plasticmüll aus weitentfernten Gebieten an Balis Strände. Es braucht ein Umdenken und handfeste Lösungen. Einige davon gibt es zwar auf Bali. Aber die Politik beharrt auf ihrer Wachstumsstrategie.
    28 min
  • «Äthiopiens Wandel – ein Weg mit Stolpersteinen»
    In Äthiopien setzt die Bevölkerung grosse Hoffnungen in den neuen Regierungschef Abiy Ahmed. Er will mit liberalen Reformen das Land öffnen und wirtschaftlich vorwärtsbringen. Bei aller Freude und Euphorie in Addis Abeba – viele Äthiopierinnen und Äthiopier bleiben skeptisch, besonders die Jungen und Bauern. Für einen wirksamen Wandel muss das Land am Horn von Afrika noch viele Hürden nehmen.
    Millionen von äthiopischen Bauern profitieren zum Beispiel fast gar nichts vom wirtschaftlichen Erfolg. Seit zehn Jahren verbucht Äthiopien ein Wirtschaftswachstum von jährlich rund zehn Prozent. Staudämme, Eisenbahnlinien, Strassen – die autoritäre Regierung hat viel in gigantische Infrastrukturprojekte investiert, weshalb Äthiopien oft als «Entwicklungsdiktatur» bezeichnet wird.
    Die Armut hat sich zwar tatsächlich verringert. Das Problem ist nur: Äthiopien startete auf tiefem Niveau, und das Bevölkerungswachstum frisst das Wirtschaftswachstum wieder auf. Das Land am Horn von Afrika gehört deshalb noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt. Und die Bauern sind die grossen Verlierer dieses Wirtschaftsbooms.
    28 min

About International

From the publisher's feed

Die Welt ist unübersichtlich geworden – «International» hilft, sie zu verstehen. Mit den SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten reisen wir dorthin, wo Geschichten entstehen: Krisengebiete, Wirtschaftsmächte, vergessene Regionen.

More shows like International

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

98 Listeners

Tagesgespräch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Tagesgespräch

16 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

21 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

11 Listeners

Wissenschaftsmagazin by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Wissenschaftsmagazin

6 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

12 Listeners

100 Sekunden Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

100 Sekunden Wissen

3 Listeners

International by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

International

22 Listeners

Geschichte by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Geschichte

10 Listeners

Alles klar, Amerika? by Tamedia

Alles klar, Amerika?

17 Listeners

News Plus Hintergründe by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus Hintergründe

5 Listeners

SRF Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

SRF Wissen

5 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

17 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

32 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

25 Listeners