
Sign up to save your podcasts
Or


Die Bibel der Urkirche war das Alte Testament. Das Neue gab es noch nicht. Aus dem Alten Testament zitierten Jesus und Paulus und alle übrigen Autoren des Neuen Testaments, auch der Schreiber des Hebräer-Briefes.
Gäbe es den Hebräer-Brief nicht, hätten wir es schwerer, Altes und Neues Testament zu verstehen und miteinander zu verknüpfen. Denn der Hebräer-Brief bezieht das alttestamentliche Geschehen zwischen Gott und seinem Volk Israel auf Christus. Somit liefert der Hebräer-Brief einen Schlüssel für das Verständnis biblischer Zusammenhänge.
In unserem Text werden sechs verschiedene Psalmen-Stellen zitiert und eine aus dem 2. Buch Samuel. In ihnen wird die Erhabenheit Jesu über die Engel-Welt bezeugt. Dabei ist in den zitierten Stellen von Jesus in direkter Form gar nichts zu lesen. Diese Deutung wird vom Schreiber des Hebräer-Briefes hineingetragen, was aber durchaus legitim ist, denn bereits die jüdischen Rabbiner kannten schon diese Auslegungstradition.
Selbst Jesus lehrte seine Jünger, welche Stellen in den Psalmen, Schriften, Propheten und den Mose-Büchern sich auf Ihn beziehen. Nur im Verknüpfen von Bibelstellen Alten und Neuen Testaments wird uns das Verständnis der Heiligen Schrift aufgeschlossen. Deshalb ist ein Parallelstellenstudium außerordentlich hilfreich und zu empfehlen. Es wird uns die biblische Lektüre spannender gestalten
und ihr viele Geheimnisse entlocken.
Unser Text redet von Engeln, die in der heutigen Zeit auch wieder in den Fokus des Interesses gerückt sind, und zwar in der Esoterik. Esoteriker wissen von einer spirituellen Welt, auf die man sich einstellen muss, wenn das Leben gelingen soll.
Engelsbotschaften werden verbreitet, die voller Weisheit und Liebe sind und den Menschen Halt und Lebenshilfe geben wollen. Oft ähneln sie den Botschaften der Bibel so sehr, dass man nicht weiß, wo Wahrheit aufhört und womöglich Verführung anfängt.
Ein Merkmal der Unterscheidung ist, dass die Engel in der Bibel Gott unterstellt sind und von Ihm ausgesandt werden, wie es auch in unserem Text gesagt wird. Sie kommen nur, wenn Gott sie sendet und nicht wenn die Menschen sie rufen. Die Engel der Esoterik hingegen agieren unabhängig und eigenständig.
Die biblischen Engel sind Jesus unterstellt – auch schon schöpfungsmäßig, denn Jesus ist göttlicher Natur – sie hingegen sind geschaffene Wesen.
Im Kolosser-Brief wird Jesus als der Schöpfer der sichtbaren und unsichtbaren Welt bezeichnet, also auch aller himmlischen „Mächte und Gewalten, Throne und Hoheiten“. Mit solchen Begriffen bezeichnet Paulus an vielen Stellen die Engel-Welt. Die Engel in der Bibel beten Gott an, wie es auch in unserem Text heißt, sie verherrlichen Jesus, denn Er ist ihr Herr und ihr Anführer.
In den Engelsbotschaften der Esoterik hingegen bleibt das Erlösungswerk Jesu unerwähnt. Esoterik kommt ohne die Erlösung Jesu aus. Jesus ist nur ein großer Weisheitslehrer und Gott eher eine unpersönliche kosmische Energie. Das sollte Christen stutzig machen.
Die Aufgabe der biblischen Engel besteht darin, Gottes Absichten in dieser Welt voranzutreiben und Gottes Kinder auf ihrem Weg der Heiligung unterstützend zu begleiten und zu beschützen. Nirgendwo, weder im Alten noch im Neuen Testament, werden Menschen dazu aufgefordert, sich direkt mit Engeln in Verbindung zu setzen.
Deshalb kann die Hinwendung zu Engeln, um auf direktem Wege von ihnen Botschaften zu empfangen, nicht Gottes Willen entsprechen – selbst dann nicht, wenn dies in einem frommen, christlichen Gewand präsentiert wird.
Es scheint nur eine Sorte Engel zu geben, die Interesse daran hat, sich mit Menschen eigenmächtig in Verbindung zu setzen: es sind die gefallenen Engel, von denen die Bibel auch an vielen Stellen spricht. Und deshalb ist bei selbst gesuchten Engelsbotschaften Vorsicht geboten.
Bereits schon in den ersten zwei Jahrhunderten waren die Menschen durch die orientalischen Mysterienkulte offen geworden für Engelsbotschaften.
Der Apostel Paulus warnt die Christen im Kolosser-Brief vor einer falschen, verhängnisvollen „Verehrung der Engel“. Vielleicht standen die Empfänger des Hebräer-Briefes in einer ähnlichen Gefahr, die Engel über Jesus zu stellen.
Engel sind Geist-Wesen, die einen König über sich haben, der sie regiert, nämlich Jesus Christus. Wenn Jesus einst wiederkommen wird, werden die Engel des Himmels in Seinem Gefolge sein. Er ist ihr Anführer und sie dienen Ihm. Sie werden die Ernte ihres Herrn einbringen, das heißt die Auserwählten von den Enden der Erde sammeln und Jesus zuführen, und die, die Gott ungehorsam waren und andere dazu verleitet haben Gott ungehorsam zu werden, werden sie ins Feuer werfen – so sagt es Jesus. Engel sind also auch Gottes Gerichtsvollzieher.
In unserem Text wird Jesus „Gott“ genannt – hoch erhaben über alle Engel. Wir sind gewürdigt, den Dienst der unsichtbaren, mächtigen Engel in Anspruch nehmen zu dürfen, und müssen doch keinen direkten Kontakt zu ihnen suchen, denn wir haben ihren Herrn selbst als Freund und Ansprechpartner – Jesus.
Autor: Andreas Hornung
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender5
11 ratings
Die Bibel der Urkirche war das Alte Testament. Das Neue gab es noch nicht. Aus dem Alten Testament zitierten Jesus und Paulus und alle übrigen Autoren des Neuen Testaments, auch der Schreiber des Hebräer-Briefes.
Gäbe es den Hebräer-Brief nicht, hätten wir es schwerer, Altes und Neues Testament zu verstehen und miteinander zu verknüpfen. Denn der Hebräer-Brief bezieht das alttestamentliche Geschehen zwischen Gott und seinem Volk Israel auf Christus. Somit liefert der Hebräer-Brief einen Schlüssel für das Verständnis biblischer Zusammenhänge.
In unserem Text werden sechs verschiedene Psalmen-Stellen zitiert und eine aus dem 2. Buch Samuel. In ihnen wird die Erhabenheit Jesu über die Engel-Welt bezeugt. Dabei ist in den zitierten Stellen von Jesus in direkter Form gar nichts zu lesen. Diese Deutung wird vom Schreiber des Hebräer-Briefes hineingetragen, was aber durchaus legitim ist, denn bereits die jüdischen Rabbiner kannten schon diese Auslegungstradition.
Selbst Jesus lehrte seine Jünger, welche Stellen in den Psalmen, Schriften, Propheten und den Mose-Büchern sich auf Ihn beziehen. Nur im Verknüpfen von Bibelstellen Alten und Neuen Testaments wird uns das Verständnis der Heiligen Schrift aufgeschlossen. Deshalb ist ein Parallelstellenstudium außerordentlich hilfreich und zu empfehlen. Es wird uns die biblische Lektüre spannender gestalten
und ihr viele Geheimnisse entlocken.
Unser Text redet von Engeln, die in der heutigen Zeit auch wieder in den Fokus des Interesses gerückt sind, und zwar in der Esoterik. Esoteriker wissen von einer spirituellen Welt, auf die man sich einstellen muss, wenn das Leben gelingen soll.
Engelsbotschaften werden verbreitet, die voller Weisheit und Liebe sind und den Menschen Halt und Lebenshilfe geben wollen. Oft ähneln sie den Botschaften der Bibel so sehr, dass man nicht weiß, wo Wahrheit aufhört und womöglich Verführung anfängt.
Ein Merkmal der Unterscheidung ist, dass die Engel in der Bibel Gott unterstellt sind und von Ihm ausgesandt werden, wie es auch in unserem Text gesagt wird. Sie kommen nur, wenn Gott sie sendet und nicht wenn die Menschen sie rufen. Die Engel der Esoterik hingegen agieren unabhängig und eigenständig.
Die biblischen Engel sind Jesus unterstellt – auch schon schöpfungsmäßig, denn Jesus ist göttlicher Natur – sie hingegen sind geschaffene Wesen.
Im Kolosser-Brief wird Jesus als der Schöpfer der sichtbaren und unsichtbaren Welt bezeichnet, also auch aller himmlischen „Mächte und Gewalten, Throne und Hoheiten“. Mit solchen Begriffen bezeichnet Paulus an vielen Stellen die Engel-Welt. Die Engel in der Bibel beten Gott an, wie es auch in unserem Text heißt, sie verherrlichen Jesus, denn Er ist ihr Herr und ihr Anführer.
In den Engelsbotschaften der Esoterik hingegen bleibt das Erlösungswerk Jesu unerwähnt. Esoterik kommt ohne die Erlösung Jesu aus. Jesus ist nur ein großer Weisheitslehrer und Gott eher eine unpersönliche kosmische Energie. Das sollte Christen stutzig machen.
Die Aufgabe der biblischen Engel besteht darin, Gottes Absichten in dieser Welt voranzutreiben und Gottes Kinder auf ihrem Weg der Heiligung unterstützend zu begleiten und zu beschützen. Nirgendwo, weder im Alten noch im Neuen Testament, werden Menschen dazu aufgefordert, sich direkt mit Engeln in Verbindung zu setzen.
Deshalb kann die Hinwendung zu Engeln, um auf direktem Wege von ihnen Botschaften zu empfangen, nicht Gottes Willen entsprechen – selbst dann nicht, wenn dies in einem frommen, christlichen Gewand präsentiert wird.
Es scheint nur eine Sorte Engel zu geben, die Interesse daran hat, sich mit Menschen eigenmächtig in Verbindung zu setzen: es sind die gefallenen Engel, von denen die Bibel auch an vielen Stellen spricht. Und deshalb ist bei selbst gesuchten Engelsbotschaften Vorsicht geboten.
Bereits schon in den ersten zwei Jahrhunderten waren die Menschen durch die orientalischen Mysterienkulte offen geworden für Engelsbotschaften.
Der Apostel Paulus warnt die Christen im Kolosser-Brief vor einer falschen, verhängnisvollen „Verehrung der Engel“. Vielleicht standen die Empfänger des Hebräer-Briefes in einer ähnlichen Gefahr, die Engel über Jesus zu stellen.
Engel sind Geist-Wesen, die einen König über sich haben, der sie regiert, nämlich Jesus Christus. Wenn Jesus einst wiederkommen wird, werden die Engel des Himmels in Seinem Gefolge sein. Er ist ihr Anführer und sie dienen Ihm. Sie werden die Ernte ihres Herrn einbringen, das heißt die Auserwählten von den Enden der Erde sammeln und Jesus zuführen, und die, die Gott ungehorsam waren und andere dazu verleitet haben Gott ungehorsam zu werden, werden sie ins Feuer werfen – so sagt es Jesus. Engel sind also auch Gottes Gerichtsvollzieher.
In unserem Text wird Jesus „Gott“ genannt – hoch erhaben über alle Engel. Wir sind gewürdigt, den Dienst der unsichtbaren, mächtigen Engel in Anspruch nehmen zu dürfen, und müssen doch keinen direkten Kontakt zu ihnen suchen, denn wir haben ihren Herrn selbst als Freund und Ansprechpartner – Jesus.
Autor: Andreas Hornung
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

12 Listeners

44 Listeners

0 Listeners

1 Listeners

41 Listeners

48 Listeners

74 Listeners

67 Listeners

52 Listeners

32 Listeners

1 Listeners

339 Listeners

9 Listeners

4 Listeners

16 Listeners