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„Der, der sich von meinem Brot ernährt, will mir einen Fußtritt versetzen“ sagt Jesus gemäß der Übersetzung „Das Buch“. „Einer, der mein Brot isst, tritt mich mit Füßen“ übersetzt es die BasisBibel.
Jemand, der mit am Tisch sitzt, verhält sich so, als sei er neben dem Tisch. Jemand, der dazugehört, verhält sich, als gehörte er nicht dazu.
Jesus ist erregt, tief erschüttert. Es lässt ihn nicht kalt. Es lässt ihn nicht kalt, wo Judas ist; es lässt ihn nicht kalt, wo ich bin. Es lässt ihn nicht kalt, wo Sie sind. Wo sind wir? Sitzen wir nur am Tisch oder gehören wir wirklich dazu?
Judas weiß viel über Jesus. Aber Jesus ist wohl nur in seinem Kopf, nur in einem Teil von ihm. Jesus füllt ihn nicht aus. Er ist – wenn ich die Redewendung gebrauchen darf – nicht in seinem Herzen. Wo ist Jesus bei mir? Habe ich Wissen angehäuft oder habe ich eine lebendige Beziehung zu ihm? Füllt Jesus mich aus, ist er in meinem Herzen?
Jesus macht es deutlich: Einer, der sich hier am Tisch befindet, der wird ihn verraten. Niemand außer Johannes bekommt diesen wichtigen Hinweis: „Es ist der, für den ich ein Stück Brot in die Schüssel tauche und dem ich es gebe“.
In der Liturgie des Seder-Mahles wird Brot in einen Dip getaucht. Es handelt sich hierbei nicht um das Brot, welches Jesus auf sich deutet und sagt: „Das ist mein Leib.“ Das kommt an anderer Stelle.
Judas nimmt von Jesus das Brot, und sofort ergreift der Satan Besitz von ihm.
Was heißt das? Wenn ich Jesus nur im Kopf habe und nicht im Herzen, also Jesus mich nicht ausfüllt, dann biete ich dem Satan Raum, um mich in Besitz zu nehmen. Und dann verliere ich Jesus auch aus dem Kopf.
Bei Judas endet das tödlich. Ich zitiere die BasisBibel: „Sobald Judas das Brot genommen hatte, ergriff der Satan Besitz von ihm.“ Da sagte Jesus zu ihm: »Was du tun willst, das tue bald!«
Von den anderen am Tisch verstand keiner, warum Jesus das zu Judas sagte.
Weil Judas die Kasse verwaltete, dachten einige, dass Jesus zu ihm gesagt hatte:
»Kauf ein, was wir für das Fest brauchen.« Oder sie dachten: Jesus hat ihm aufgetragen, den Armen etwas zu geben.
Keiner verstand, was passierte und gesagt wurde. Das wurde gedanklich abgehakt und verschwand in einer Gehirnwindung oder gleich im Gedächtnispapierkorb. Wie war das bei Johannes?
Er hatte den ultimativen Hinweis bekommen. Konnte er etwas damit machen? Hat er sich überlegt: Das muss ich verhindern. Das kann ich nicht zulassen. Jesus darf nicht verraten werden! Oder hat er auch nicht oder nicht richtig verstanden, was Jesus ihm zeigen wollte?
Jesus hat den Verrat angekündigt, also ist er auch passiert. Die Bibel ist voll von Ankündigungen, Prophezeiungen. Die sind nachweislich passiert, die sind eingetroffen. Wir haben auch Prophetie, die noch nicht eingetroffen ist. Aber die Ankündigungen werden eintreffen. Jeden Tag gibt es neue Meldungen in den Medien, die mir immer deutlicher machen: Was um mich passiert, wird immer chaotischer. Ich verliere immer mehr den Halt. Immer mehr werden diese Worte von Jesus wahr: „Himmel und Erde werden vergehen.“ Aber hier muss ich keinen Punkt machen, denn der Satz geht entscheidend weiter: „Aber meine Worte werden nicht vergehen.“
Es geht nicht nur um irgendwas, das gesagt, das „rausgehauen“ wird. Es geht um die gleichen Worte, die zu Beginn der Schöpfung zu hören waren: „Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott selbst war das Wort.“ Und das Wort wurde Mensch. Das Wort wurde der Mensch Jesus aus Nazareth.
Was im heutigen Text nur anklingt: Dieses Abendessen ist das Seder-Essen. Jesus gestaltet es neu. Unser Abendmahl. Das Brot hatte ich bereits erwähnt. Von den vielen Symbolen wurde neben dem Brot der Wein für unser Abendmahl wichtig. Jesus nahm den dritten der vier Becher. Dieser steht für das Blut des Pessach-Lammes. Und er macht damit deutlich: „Ich bin das Pessach-Lamm. Mein Blut wird für euch vergossen.“
Ich sehe es so. Beim Pessachfest wurde gefeiert: Weil das Blut des Lammes an den Türpfosten verstrichen wurde, deshalb ist der Gerichtsengel am Haus vorbeigegangen.
Beim Abendmahl wird gefeiert: Weil das Blut des Lammes Christus an unsere Herzenstürpfosten gestrichen wurde, deshalb wird Gottes Zorn an uns vorbeigehen.
Wir haben Zukunft. Wir brauchen dafür nur einen Freitag. Den Karfreitag. Oder wie es so schön in der englischen Sprache heißt: Good Friday. Der gute Freitag. Der Freitag für Ihre und meine Zukunft.
Der Karfreitag war kein Schlusspunkt. Karfreitag hat den Doppelpunkt mit dem Blick auf Ostern. Und darüber hinaus. Wenn dieses Versprechen eingelöst wurde: Jesus ist als Mensch gekommen. Dann wird auch dieses Versprechen eingelöst werden: Jesus wird als himmlischer Herrscher wiederkommen.
Die Zeichen der Zeit sehen immer mehr danach aus; das kann nach meiner Überzeugung nicht mehr lange dauern. Dann wird deutlich: Bin ich ganz sein? Oder ich kann es sein lassen. Heute habe ich noch die Zeit, mich vorzubereiten, mich zu fragen: Bist du bereit? Morgen oder übermorgen kann es schon zu spät sein.
Ich will dann bei Jesus sein.
Autor: Thomas Bauer
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By ERF - Der Sinnsender5
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„Der, der sich von meinem Brot ernährt, will mir einen Fußtritt versetzen“ sagt Jesus gemäß der Übersetzung „Das Buch“. „Einer, der mein Brot isst, tritt mich mit Füßen“ übersetzt es die BasisBibel.
Jemand, der mit am Tisch sitzt, verhält sich so, als sei er neben dem Tisch. Jemand, der dazugehört, verhält sich, als gehörte er nicht dazu.
Jesus ist erregt, tief erschüttert. Es lässt ihn nicht kalt. Es lässt ihn nicht kalt, wo Judas ist; es lässt ihn nicht kalt, wo ich bin. Es lässt ihn nicht kalt, wo Sie sind. Wo sind wir? Sitzen wir nur am Tisch oder gehören wir wirklich dazu?
Judas weiß viel über Jesus. Aber Jesus ist wohl nur in seinem Kopf, nur in einem Teil von ihm. Jesus füllt ihn nicht aus. Er ist – wenn ich die Redewendung gebrauchen darf – nicht in seinem Herzen. Wo ist Jesus bei mir? Habe ich Wissen angehäuft oder habe ich eine lebendige Beziehung zu ihm? Füllt Jesus mich aus, ist er in meinem Herzen?
Jesus macht es deutlich: Einer, der sich hier am Tisch befindet, der wird ihn verraten. Niemand außer Johannes bekommt diesen wichtigen Hinweis: „Es ist der, für den ich ein Stück Brot in die Schüssel tauche und dem ich es gebe“.
In der Liturgie des Seder-Mahles wird Brot in einen Dip getaucht. Es handelt sich hierbei nicht um das Brot, welches Jesus auf sich deutet und sagt: „Das ist mein Leib.“ Das kommt an anderer Stelle.
Judas nimmt von Jesus das Brot, und sofort ergreift der Satan Besitz von ihm.
Was heißt das? Wenn ich Jesus nur im Kopf habe und nicht im Herzen, also Jesus mich nicht ausfüllt, dann biete ich dem Satan Raum, um mich in Besitz zu nehmen. Und dann verliere ich Jesus auch aus dem Kopf.
Bei Judas endet das tödlich. Ich zitiere die BasisBibel: „Sobald Judas das Brot genommen hatte, ergriff der Satan Besitz von ihm.“ Da sagte Jesus zu ihm: »Was du tun willst, das tue bald!«
Von den anderen am Tisch verstand keiner, warum Jesus das zu Judas sagte.
Weil Judas die Kasse verwaltete, dachten einige, dass Jesus zu ihm gesagt hatte:
»Kauf ein, was wir für das Fest brauchen.« Oder sie dachten: Jesus hat ihm aufgetragen, den Armen etwas zu geben.
Keiner verstand, was passierte und gesagt wurde. Das wurde gedanklich abgehakt und verschwand in einer Gehirnwindung oder gleich im Gedächtnispapierkorb. Wie war das bei Johannes?
Er hatte den ultimativen Hinweis bekommen. Konnte er etwas damit machen? Hat er sich überlegt: Das muss ich verhindern. Das kann ich nicht zulassen. Jesus darf nicht verraten werden! Oder hat er auch nicht oder nicht richtig verstanden, was Jesus ihm zeigen wollte?
Jesus hat den Verrat angekündigt, also ist er auch passiert. Die Bibel ist voll von Ankündigungen, Prophezeiungen. Die sind nachweislich passiert, die sind eingetroffen. Wir haben auch Prophetie, die noch nicht eingetroffen ist. Aber die Ankündigungen werden eintreffen. Jeden Tag gibt es neue Meldungen in den Medien, die mir immer deutlicher machen: Was um mich passiert, wird immer chaotischer. Ich verliere immer mehr den Halt. Immer mehr werden diese Worte von Jesus wahr: „Himmel und Erde werden vergehen.“ Aber hier muss ich keinen Punkt machen, denn der Satz geht entscheidend weiter: „Aber meine Worte werden nicht vergehen.“
Es geht nicht nur um irgendwas, das gesagt, das „rausgehauen“ wird. Es geht um die gleichen Worte, die zu Beginn der Schöpfung zu hören waren: „Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott selbst war das Wort.“ Und das Wort wurde Mensch. Das Wort wurde der Mensch Jesus aus Nazareth.
Was im heutigen Text nur anklingt: Dieses Abendessen ist das Seder-Essen. Jesus gestaltet es neu. Unser Abendmahl. Das Brot hatte ich bereits erwähnt. Von den vielen Symbolen wurde neben dem Brot der Wein für unser Abendmahl wichtig. Jesus nahm den dritten der vier Becher. Dieser steht für das Blut des Pessach-Lammes. Und er macht damit deutlich: „Ich bin das Pessach-Lamm. Mein Blut wird für euch vergossen.“
Ich sehe es so. Beim Pessachfest wurde gefeiert: Weil das Blut des Lammes an den Türpfosten verstrichen wurde, deshalb ist der Gerichtsengel am Haus vorbeigegangen.
Beim Abendmahl wird gefeiert: Weil das Blut des Lammes Christus an unsere Herzenstürpfosten gestrichen wurde, deshalb wird Gottes Zorn an uns vorbeigehen.
Wir haben Zukunft. Wir brauchen dafür nur einen Freitag. Den Karfreitag. Oder wie es so schön in der englischen Sprache heißt: Good Friday. Der gute Freitag. Der Freitag für Ihre und meine Zukunft.
Der Karfreitag war kein Schlusspunkt. Karfreitag hat den Doppelpunkt mit dem Blick auf Ostern. Und darüber hinaus. Wenn dieses Versprechen eingelöst wurde: Jesus ist als Mensch gekommen. Dann wird auch dieses Versprechen eingelöst werden: Jesus wird als himmlischer Herrscher wiederkommen.
Die Zeichen der Zeit sehen immer mehr danach aus; das kann nach meiner Überzeugung nicht mehr lange dauern. Dann wird deutlich: Bin ich ganz sein? Oder ich kann es sein lassen. Heute habe ich noch die Zeit, mich vorzubereiten, mich zu fragen: Bist du bereit? Morgen oder übermorgen kann es schon zu spät sein.
Ich will dann bei Jesus sein.
Autor: Thomas Bauer
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