Rund 150'000 kinderlose Personen gibt es unter den Seniorinnen und Senioren in der Schweiz. Und es werden mehr, liest man in einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz. Das wirft die Frage auf: Wer hilft, wenn im Alltag Hilfe nötig ist, wenn keine Nachkommen da oder weg sind?
Bei medizinischer Hilfe ist klar – da kommt die Spitex. Die wird auch von der Krankenkasse übernommen.
Kleine Handreichungen
Was aber, wenn es die kleinen Hilfen im Alltag sind, die fehlen? Wer entsorgt schnell den grossen Bilderrahmen, wer erklärt das neue Handy und wer wechselt die kaputte Birne aus? Wenn weder Tochter noch Sohn da sind, die "hurti" vorbei schauen?
Grössere Handreichungen
Wer übernimmt das Finanzielle, wenn man plötzlich die Übersicht verloren hat, wer schaut regelmässig herein und hilft abwägen, wenn es Zeit wäre, sich um professionelle Hilfe zu kümmern oder den Schritt in die Alterswohnung zu vollziehen? Und wer löst dann die Wohnung auf? Wer setzt sich beim Arzt oder im Pflegeheim für die alleinstehende Person ein, wenn sie selber die Kraft dazu nicht mehr hat? Neue Lösungsansätze sind gefragt, damit alleinstehende Personen im Alter nicht durch alle Maschen fallen. Gast im Treffpunkt bei Mike La Marr ist Ursula Zulauf vom Schweizerischen Seniorenrat. Dieser berät den Bundesrat in Alterfragen.