Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Künste im Gespräch: Traumfabrikant Walt Disney und sein Erbe
    An Disney kommt niemand vorbei: Figuren wie Micky Maus, Bambi oder Mogli sind Zeichentrick-Ikonen, die auf der ganzen Welt Generationen von Kindern gepra?gt haben. Wer hat's erfunden? Walt Disney. Anlässlich seines 50. Todestag am 15. Dezember widmet SRF ihm und seinem Erbe einen Schwerpunkt.Der Zeichentrickpionier, Studiogründer und Filmproduzent Walt Disney hatte den richtigen Riecher für universelle Stoffe: Märchen, Mythen oder Romane, herzerwärmend aufbereitet nach allen Regeln des Storytellings.Kontext betrachtet das Phänomen Disney aus verschiedenen Perspektiven und fragt nach dem Erfolgsgeheimnis: Wie konnte die Disney-Phantasiewelt zu einem Weltreich werden? Warum haben die Figuren so ein grosses Identifikationspotenzial? Was an Disney Geschichten ist universell, was problematisch? Und warum geht das alles nicht ohne Musik?
    Weitere Themen:
    - Walt Disney als Pionier
    - Walt Disney im Zwielicht
    - Disney-Filme als Filmmusicals
    56 min
  • Flucht und Ankommen in der Kinder- und Jugendliteratur
    Der Markt boomt: Kinder- und Jugendbücher zum Thema Flucht stehen weit oben auf den Bestsellerlisten. Sie widerspiegeln die aktuelle geopolitische Lage. Sie treffen den Nerv der Zeit und tragen zur Integration bei, vor allem die «Silent Books» – Bücher ohne Text.Wer auf die aktuellen Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuchmarkt blickt, dem fällt momentan ein Thema auf: Geschichten über Flucht und Ankommen. Kinder- und Jugendbücher können bei der Integration verschiedene Rollen einnehmen, je nach Altersgruppe.Kontext stellt einige Neuerscheinungen vor, ordnet mit der Literaturwissenschaftlerin Hajnalka Nagy von der Universität Klagenfurt Fluchtgeschichten für Kinder und Jugendliche ein. Autorinnen mit und ohne Fluchterfahrungen reden übers Schreiben solcher Bücher.Eine ganz andere Rolle nehmen «Silent Books» ein, Bücher ohne Text. Das veranschaulicht ein Projekt aus Lampedusa.
    Weitere Themen:
    - Geschichten von Liebe, Hass und Freundschaft
    - Neue Entwürfe von Heimat und Identität
    - Schreiben aus eigener Erfahrung und aus der Beobachterperspektive
    - «Silent Books» – Geschichten, die Grenzen auflösen
    57 min
  • «Ehrlich, aber deutlich» - ungehörte Stimmen aus der DDR
    Dicke Post für die Staatsführung der DDR: Was Bürgerinnen und Bürger in Leipzig, Ostberlin und Rostock wirklich dachten, geht aus einer umfangreichen und erstmals veröffentlichten Sammlung an Briefen hervor.Unerwartet kritisch haben Bürgerinnen und Bürger der DDR Briefe an ihre Staatsführung geschrieben. Doch die dicke Post, die Walter Ulbricht, Willi Stoph und Erich Honecker bekommen haben, blieb in der Schublade liegen. Dies zeigt eine umfangreiche Sammlung von Bürger-Briefen, die der deutsche Historiker Siegfried Suckut entdeckt und im Buch «Volkes Stimmen» veröffentlicht hat.«Kontext» nimmt diese ungehörten Stimmen auf. Dabei kommt auch eine Zeitzeugin zu Wort, die einen dringenden und existenziellen Appell an Erich Honecker richtete und ihm darlegte, wie die Staatssicherheit ihr Leben zerstört hat. Auch sie blieb ohne Antwort und leidet noch heute unter den Folgen der Ignoranz.
    Weitere Themen:
    - Claire’s Brief an Honecker: Über eine Liebe im Schatten der Stasi
    - Dicke Post für die Führungsriege der DDR
    56 min
  • Strassenmusik: Zwangsbeschallung mit human touch
    Strassenmusik unterbricht die Alltagsroutine in der Fussgängerzone. Wer spielt hier und warum? Die Ansprüche jedenfalls weichen von denen im Konzertraum ab - für Spieler wie für Zuhörer. Was kann Strassenmusik, was andere Formen nicht können? Eine Untersuchung.Sie machen es hauptsächlich für Geld, sagt eine der wenigen Studien, die es über Strassenmusiker gibt. Der Buchautor Mark Nowakowski gibt Auskunft, warum das so ist. Und was die sonstigen Motivationen sind für Strassenmusiker. Ihre Zukunftsaussichten, ihre Lebensrealität.Ist Musik auf der und für die Strasse vielleicht näher an dieser Realität, auch unserere, als Kunstmusik, Jazz und Pop? Oder ist sie, für manche durchaus nervig, auch so etwas wie Zwangsbeschallung, wenngleich mit human touch?
    Weitere Themen:
    - Die Strasse als Alternative
    - Die Strasse als Sprungbrett
    - Die Strasse, ein Bewilligungsdschungel
    56 min
  • Am Rand der Debatte: Liberale Muslime
    Man spricht über islamistischen Terrorismus und Jihadismus, über Hassprediger und andere Extremisten. Musliminnen und Muslime, die sich gegen die Extreme wenden, sind in einer schwierigen Situation. Und zugleich am Rande der westeuropäischen Gesellschaften.Die Diskussionen über den islamistischen Terrorismus haben den Blick verengt. Sie dominieren die Debatte über den Islam insgesamt. Doch Islam bedeutet nicht per se Extremismus und Terrorismus. Und den Islam gibt es nicht, ebensowenig wie es die islamische Gesellschaft gäbe.Gerade auf unserem Kontinent, der seit vielen Jahren auch von der Einwanderung muslimischer Bevölkerungsgruppen geprägt ist, tut die Klarstellung not: Die weitaus meisten Muslime haben mit Extremisten nichts zu schaffen.Ueber sie und ihre Schwierigkeiten auch innerhalb ihrer «Community» berichten wir heute in «Kontext». Mit zwei Reportagen aus Frankreich und aus Deutschland.
    Weitere Themen:
    - Verbaute Zukunft
    - Liberale Muslime und die Intoleranz der «Gläubigen»
    56 min
  • Künste im Gespräch: Von Verzauberung und Rührung
    Was haben sich die Theater dieses Jahr zu Weihnachten für Kinder einfallen lassen? So aktuell klingt Gertrude Steins «The Making of Americans» auf der Bühne. Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl behandelt in seinem Film «Safari» ein heisses Eisen: die Grosswildjagd als Ferienvergnügen.Wie vertragen sich Märchenliteratur und anspruchsvolle Musik? – Eine Reise durch die Schweizer Theater zur Weihnachtszeit.Gertrude Stein für die Bühne? – Der Regisseur Marcel Schwald zeigt mit seiner Theateradaption von «The Making of Americans» die grosse Sprachkünstlerin und Gesellschaftsbeobachterin im neuem Licht.Ulrich Seidls Film «Safari» dokumentiert europäische Grosswildjäger, die sich im südlichen Afrika ein besonderes Hobby leisten. Ein Gespräch über den Kick am Töten von grossen Tiere und die emotionale Rührung nach dem tödlichen Schuss.
    Weitere Themen:
    - Das Weihnachtsmärchen: Musiktheater für Kinder
    - Gertrude Stein – Schillernd, kraftvoll, aktuell
    - Ulrich Seidls neuer Film über Grosswildjäger
    56 min
  • Afroamerikanische Musik und ihre gesellschaftliche Rolle
    Schwarz und weiss in den USA – auch rund 5 Jahrzehnte nachdem Afro-Amerikaner in den USA wirklich gleiche Rechte erhielten, auch nach zwei Amtszeiten des ersten schwarzen Präsidenten ist das Verhältnis der Rassen untereinander schwierig. Kontext beleuchtet diesen Konflikt anhand der Musik.Das «Civil Rights Movement» der 60er Jahre hat den Afro-Amerikanern auf dem Papier gleiche Rechte eingebracht. Im Alltag sieht das dennoch anders aus. Zentral im Leben der Afro-Amerikaner: die Musik.Die Lieder der schwarzen Gemeinschaft spiegelten vieles: die Auflehnung, den Protest, die Trauer, in Liedern die wir kennen, zum Beispiel «Strange Fruit» oder «A change is gonna come» oder «Say it loud, Im black and Im proud».Aber was für eine Rolle hat die Musik heute, innerhalb der afro-amerikanischen Gemeinschaft der USA? Wenn die Helden und Vorbilder der 60er Jahre gestorben oder müde sind, wer nimmt heute ihren Platz ein. Was kann «Black Lives Matter» ausrichten.Das diskutieren unter Leitung von Eric Facon die amerikanische Musikerin Brandy Butler, die emeritierte Amerikanistik-Professorin Therese Steffen und der Musik-Historiker Martin Schäfer.
    Weitere Themen:
    - 1939, «Strange fruit» von Billie Holiday
    - 1964, «A change is gonna come» von Sam Cooke
    - 1968, «Say it loud, I’m black and I’m proud» von James Brown
    - 1989, «Fight the Power» von Public Enemy
    - 2016, «We the People» von A Tribe Called Quest
    57 min
  • Das Vulgäre: Reiz oder Makel?
    Vulgär – das Wort löst starke Emotionen aus, von Faszination, über Kopfschütteln bis Schrecken. Das Vulgäre finden wir in Zusammenhang mit Sex, Reichtum und Kleidung. Und natürlich der Sprache. Wir beleuchten das Schreckgespenst von vielen Seiten. Auch von seiner überraschend guten.Kaum etwas ist so herabwürdigend, wie wenn man der Vulgarität bezichtigt wird. Das Wort verletzt, brandmarkt einen als nicht dazugehörig. Wer vulgär ist, hat die Regeln des Spiels nicht begriffen. Des Spiels um Akzeptanz, Anerkennung und Autorität in der Gesellschaft.Doch es gibt durchaus Gruppen, die mit dem Vulgären liebäugeln. Denn Veränderung und Fortschritt gehen mit dem Vulgären einher. Wir nähern uns dem Begriff psychologisch an und betrachten das Vulgäre in der Mode in einer Ausstellung in London. Mit dem Vulgären begeben wir uns auf eine philosophisch-literarische Spurensuche und ergründen, wie andere Sprachen das Vulgäre gebrauchen.Buchhinweis:Hans-Martin Gauger: «Das Feuchte und das Schmutzige. Kleine Linguistik der vulgären Sprache», München: C.H. Beck, 2012.Ausstellung «The Vulgar. Fashion Redefined» Im Barbican London. Noch bis 5. Februar 2017.
    Weitere Themen:
    - Das Vulgäre ermöglicht gesellschaftlichen Aufstieg
    - Phallische Elefantenröcke und eine Tasche als falschen Po
    - Von «Schafseckeln» und «Fuck»
    - «Schmutzig, wenn man darüber redet»
    57 min
  • Der leise Tod einer Supermacht
    Vor 25 Jahren, im Dezember 1991, löste sich die Sowjetunion endgültig auf. Der Westen feierte das Ende des Kalten Krieges. Viele BürgerInnen im nun verkleinerten Russland betrauerten den Verlust von Würde.1991 war eines der geschichtsträchtigsten Jahre der Nachkriegszeit. 70 Jahre lang hatte die kommunistische Partei in Moskau geherrscht, eine Supermacht und Atommacht, die ganz Osteuropa unter der Fuchtel hielt.Unter Michael Gorbatschow wurde dann das Kapitel Sowjetunion geschlossen. Ob und warum es zu diesem Ende kommen musste, ist unter russischen Historikern noch heute umstritten. Fest steht: die ehemals 15 Teilrepubliken und Russland haben sich seither sehr unterschiedlich entwickelt.
    Weitere Themen:
    - Eine Geschichte von Leid und Schrecken
    - Der Zerfall einer Weltmacht
    - Russland ist nun Putinland
    - Nachdenken in Russland
    57 min
  • Künste im Gespräch: In der Fremde
    Experi Theater: Migranten in der Schweiz spielen Theater. Hilfe vor Ort: André Hellers Garten in Marrakesch. Kopfreise in den Nahen Osten: Mathias Enards Roman «Kompass».Drei Perspektiven auf die Fremde: Wie über den Weg in die Schweiz sprechen? Wie von der Flucht erzählen? Antworten gibt das neue Stück der Zürcher Gruppe «Experi Theater», in dem Migrantinnen und Flüchtlinge gemeinsam auf der Bühne stehen.In Marrakesch hat André Heller diesen Frühling einen Paradiesgarten eröffnet, auch um Menschen vor Ort Existenzmöglichkeiten zu verschaffen.Und: der französische Romancier Mathias Enard erzählt in seinem mit dem «Prix Goncourt» ausgezeichneten Roman «Kompass» vom Orient, der den Westen prägte.
    Weitere Themen:
    - Der Garten in Marokko
    - Der Kompass zeigt stets nach Osten: Mathias Enards superber Roman
    - Wie reden über die eigene Flucht?
    56 min

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