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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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  • Kultur-Talk: Im Schatten der Scheinwerfer: Machtmissbrauch in der Musikbranche
    Fans, Musikerinnen, Mitarbeiterinnen von Plattenfirmen und Agenturen: Viele Frauen in der Musikbranche scheinen Diskriminierung und sexualisierte Gewalt erfahren zu haben – ausgeübt von mächtigen Männern. Ein Talk mit Daniel Drepper darüber, was die Musikbranche anfällig macht für Machtmissbrauch.
    Ausgehend von ihrer Investigativ-Recherche zu den Vorwürfen gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann nehmen Daniel Drepper und Lena Kampf die Musikindustrie unter die Lupe – und decken Strukturen auf, die Gewalt und Machtmissbrauch begünstigen: Musikstars werden teilweise wie Götter verehrt, für die keine Grenzen zu gelten scheinen. Deals werden nachts an der Bar eingefädelt. Über Missstände zu sprechen ist schwierig, in einer Branche in der jeder jeden kennt und Empfehlungen alles sind. Aber das System scheint ins Wanken zu kommen.
    Buchhinweis: Daniel Drepper und Lena Kampf: «Row Zero. Gewalt und Machtmissbrauch in der Musikindustrie», Eichborn Verlag, erschienen am 28.5.2024.
    29 min
  • Warum Lärmschutz einen langen Atem braucht
    Lärm schadet der Gesundheit: In der Schweiz gehen deshalb jährlich 70'000 Lebensjahre verloren. Doch der Lärmschutz kommt nur langsam voran. Betroffene, die ihr Recht einfordern, brauchen Zeit, Geld und Nerven. Wie Liselotte Rohr aus Seon (AG), die für eine Temporeduktion gekämpft hat.
    * In der Schweiz sind 1,1 Millionen Menschen übermässigem Lärm ausgesetzt. Die grösste Lärmquelle ist der Strassenverkehr.
    * Die Lärmliga kritisiert: Viele Strassen werden nur auf dem Papier saniert, weil eine Ausnahmeregelung in manchen Kantonen zu häufig angewandt wird.
    * Bei der Umsetzung des Lärmschutzes gibt es erhebliche Zielkonflikte. Nun will das Parlament den Lärmschutz lockern, um das Bauen von Wohnungen zu erleichtern.
    * Lärm ist ein Stressfaktor und hat langfristig gesundheitliche Folgen. Die Risiken werden unterschätzt, sagt ein Umwelt-Epidemiologe von der Universität Basel.
    * Man kann sich nicht an Lärm gewöhnen – auch jene, die sich nicht gestört fühlen, haben ein erhöhtes Krankheitsrisiko.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Liselotte Rohr, Lärmbetroffene aus dem aargauischen Dorf Seon
    * Martin Röösli, Professor für Umwelt-Epidemiologe am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel
    * Sophie Ribaut, Juristin, Vorstandsmitglied der Lärmliga
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext
    28 min
  • Kultur-Talk: Selbstdarstellung statt Faktentreue: Das «Moralspektakel»
    Der Philosoph Philipp Hübl beschäftigt sich seit langem mit den gesellschaftlichen Veränderungen durch die Digitalisierung, zuletzt in seinem Buch «Moralspektakel». Um Aufmerksamkeit geht es in den sozialen Medien. Deren Akteure überbieten sich mit Darstellungen, wie moralisch sie sind.
    «Moralische Urteile kann jeder fällen. Moral ist eine ideale Waffe im Statuskampf», schreibt Philipp Hübl. Er zeigt, wie sich viele in den sozialen Medien in «guter Gesinnung» übertreffen und gnadenlos über «Abweichler» aus dem eigenen Lager und über Gegner herfallen. Im Netz zeigt sich eine Spaltung der Gesellschaft, die offline nicht nachweisbar ist. Gerade die gut ausgebildete kreative Klasse in reichen demokratischen Ländern inszeniert sich als Hüterin der Moral. Doch welche ist die richtige? Und weshalb stellt sich sogar die CIA als «divers» dar? Ein Gespräch mit dem Berliner Philosophen.
    Buchhinweis: Philipp Hübl: «Moralspektakel. Wie die richtige Haltung zum Statussymbol wurde und warum das die Welt nicht besser macht», 2024, München: Siedler.
    29 min
  • Pionier des Laientheaters: Oskar Eberle (1902–1956)
    Bekannt für seine christlich-nationalen Festspiele, geriet der Regisseur und Theaterforscher Oskar Eberle im Zuge der Aufarbeitung der Geistigen Landesverteidigung in Verdacht, sich an nationalsozialistischen Ästhetiken orientiert zu haben. Neue Forschungen zeigen, dass dies unhaltbar ist.
    * Aufgewachsen in Schwyz und geprägt von der Theatralität des katholischen Jahreskalenders, galt Oskar Eberles Leidenschaft schon früh dem Theater.
    * In den 1920er Jahren hat er die frühe Geschichte des Schweizer Theaters erforscht. Seine «Theatergeschichte der innern Schweiz 1200 – 1800» gilt bis heute als ein Standardwerk.
    * Eberle hat vier Mal das Einsiedler Welttheater inszeniert, die Luzerner Spielleute gegründet und wollte Luzern zur Festspielstadt machen. Neben grossen Erfolgen gab es auch immer wieder Abstürze und Rückschläge.
    * Aktuelle Forschungen zeigen ein neues Bild des umtriebigen Künstlers: Die Theaterhistorikerin Heidy Greco-Kaufmann hatte im Rahmen eines Nationalfonds-Forschungsprojekts erstmals Zugang zum privaten Nachlass von Oskar Eberle und konnte anhand der Tagebücher und Agenden aus den 1930er und 1940er Jahren zeigen, dass Eberle in Berlin enge Kontakte mit jüdischen und antifaschistisch eingestellten Wissenschaftlern und Theaterschaffenden pflegte.
    * Eberle stellte sein Theaterschaffen in den Dienst der Geistigen Landesverteidigung: Nationalsozialismus und Faschismus wollte er mit christlich-humanistischen Werten bekämpfen.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Heidy Greco-Kaufmann, Theaterhistorikerin und Eberle Expertin. Mitherausgeberin von «Theaterpionier aus Leidenschaft», Chronos Verlag Zürich 2024.
    * Oskar Eberle im historischen Oton und in Auszügen aus seinen Tagebüchern.
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
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    29 min
  • Vom Werden und Wirken von Werkzeug
    Womit der Mensch werkt und wirkt. Die Kulturgeschichte des Werkzeugs und die erstaunliche Firmengeschichte von «PB Swiss Tools». Das Familien-KMU erfindet Werkzeug immer wieder neu. Und der Schraubenzieher mit dem leuchtend roten Griff aus dem Emmental ist eine Ikone des Schweizer Industriedesigns.
    • Wie sich «Design aus der Steinzeit» bis heute bewährt.
    • Wie Tiere Werkzeug nutzen.
    • Wie aus einer Emmentaler Dorf-Schmitte ein international erfolgreiches KMU wurde.
    • Wie Werkzeug immer wieder «neu» erfunden wird.
    • Wie man einen Schraubenzieher macht.
    • Warum manches Werkzeug übel stinkt – und was dagegen wirkt.
    Im Podcast zu hören sind:
    • Eva Jaisli, CEO / Inhaberin «PB Swiss Tools»
    • Max Baumann, VR / Inhaber «PB Swiss Tools»
    • Peter Bretscher, Kulturhistoriker
    • Jürg Sedlmeier, Archäologe
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    29 min
  • Wie Schweizer Museen von NS-Flüchtlingen profitierten
    Der jüdische Bankier Hugo Simon floh 1933 vor den Nationalsozialisten nach Paris. Seine Kunst brachte er wie viele andere Sammler in Schweizer Museen unter. Neue Forschung zeigt, wie seine Notlage als Verfolgter durch Schweizer Akteure skrupellos ausgenutzt wurde.
    Er schaffte es zwar aufs Schiff nach Brasilien, doch viel mehr als sein Leben konnte Hugo Simon 1941 nicht retten. Die Bilder aus seiner Sammlung hingegen hängen bis heute in Schweizer Kunstmuseen, in Zürich, Basel, Winterthur oder Chur. Wie sie dahin kamen, davon handelt dieser Kontext. Ein dunkles Kapitel Schweizer Kunstgeschichte mit Hugo Simons Urenkel, Rafael Cardoso, und der Provenienzforscherin Nina Senger.
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    28 min
  • Auktionen – Handel mit Hammerschlag
    In Filmen sind Auktionen mondäne Veranstaltungen, an denen sich wohlhabende Sammlerinnen und Sammler tummeln und auch mal jemand ganz aus Versehen ein teures Kunstwerk kauft. Die Realität sieht etwas weniger glamourös aus, aber spannend.
    * Wie funktionieren Auktionen?
    * Trennungen, Todesfälle, Umzüge: Deshalb kommen Objekte zur Auktion.
    * Wer kauft, wer verkauft an Auktionen?
    * Mit Flohmarktfund Millionen machen – gibts das wirklich?
    * Gehts im Auktionshaus nur um Geld?
    Im Podcast zu hören sind:
    * Marius Heer, Auktionator, Inhaber des Auktionshauses Dobiaschofsky, Bern
    * Thomas Jarek, Kunsthistoriker, im Auktionshaus Dobiaschofsky verantwortlich für Gemälde
    * Magda Spiegel, Verantwortliche der Abteilung Antiquitäten, Skulpturen und Grafik bei Dobiaschofsky
    * Martina Schiller, Assistentin der Geschäftsleitung im Auktionshaus Dobiaschofsky
    * Claude Reinhardt, Sammler
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    28 min
  • Kultur-Talk mit Ronald Reng: «1974 – Eine deutsche Begegnung»
    Manche Fussballspiele sind mehr als Sportereignisse. So auch das Spiel zwischen der DDR und der BRD am 22. Juni 1974 an der Fussball-WM in Westdeutschland. Der Journalist und Autor Ronald Reng hat die Geschichte des Spiels aufgearbeitet und erzählt so ein ganzes Kapitel deutscher Zeitgeschichte.
    Nur ein einziges Mal treffen die Mannschaften der BRD und der DDR aufeinander. Und das ausgerechnet an der Fussball-WM 1974 in Westdeutschland.
    Dass das Spiel am 22. Juni 1974 im Hamburger Volksparkstadion dank eines Tores Jürgen Sparwassers überraschenderweise zu Gunsten der DDR ausging, ist hinlänglich bekannt. Dass sich damit aber eine ganze Zeit- und Kulturgeschichte der Siebzigerjahre erzählen lässt, die die RAF, die Entspannungspolitik und den Rücktritt Willy Brandts, die Aufbruchstimmung und die trotzdem schlechte Menschrechtssituation in der DDR genauso zum Thema hat wie die Entstehung der TV-Kommissarin Bella Block durch das ehemalige DKP-Mitglied Doris Gercke, das führt uns der deutsche Journalist und Autor Ronald Reng (Robert Enke – Ein allzu kurzes Leben) in seiner aktuellen deutsch-deutschen Fussballgeschichte «1974 – Eine deutsche Begegnung» eindrücklich vor Augen.
    Ein Gespräch mit dem Autor über viel mehr als Fussball.
    29 min
  • Anna Louisa Karsch: Eine Wunderpoetin der Aufklärung
    Anna Louisa Karsch war eine Ausnahmeerscheinung im 18. Jahrhundert: Als Frau aus ärmlichen Verhältnissen sorgte sie als Stehgreifdichterin für Furore und konnte von ihrer Dichtkunst sogar leben. Neben ihrem Talent fürs Dichten hatte sie eine Gabe fürs Netzwerken und baute sich einen Förderkreis auf.
    * 1722 wurde Anna Louisa Karsch als Tochter eines Bierbrauers in Schlesien geboren. Sie besuchte nie die Schule und wurde dennoch zur gefeierten und gefragten Poetin im 18. Jahrhundert.
    * Dank zahlreicher Unterstützer reüssierte sie ab 1761 in den literarischen Kreisen Berlins, machte Bekanntschaft mit Goethe, Klopstock, Lessing, Mendelssohn und vor allem Gleim, Sulzer und Bodmer.
    * Egal ob Gedicht oder Brief: Sie sprach immer in Versen; hielt sich weder an Regeln noch Form, brachte dafür das zum Ausdruck, was der Augenblick, die Inspiration ihr bescherte und vertraute dabei ganz auf ihre Empfindungen.
    * 1764 erschienen ihre «Auserlesenen Gedichte»: Die Ausgabe brachte Anna Louisa Karsch 2000 Taler ein, Freunde legten das Geld für sie an und sicherten ihr damit bis ans Lebensende ein Einkommen.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Ute Pott, Direktorin im Gleimhaus in Halberstadt, Literaturwissenschaftlerin und Herausgeberin des Buches «Plötzlich Poetin!? Anna Louisa Karsch – Leben und Werk». Wallstein-Verlag
    * Jana Kittelmann, Literaturwissenschaftlerin Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    Buchhinweise:
    * Plötzlich Poetin!? Anna Louisa Karsch – Leben und Werk. Herausgegeben von Ute Pott. Wallstein Verlag.
    https://www.wallstein-verlag.de/9783835353039-ploetzlich-poetin.html
    * Anna Louisa Karsch: Briefe und Gedichte. Herausgegeben von Claudia Brandt und Ute Pott. Wallstein Verlag.
    https://www.wallstein-verlag.de/9783835352773-briefe-und-gedichte.html
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    29 min
  • Mit Geduld und Beharrlichkeit – was Vereine bewirken können
    Die Schweiz gilt als «Vereinsweltmeisterin». Der Soziologe Markus Lamprecht beleuchtet die Motivation für ein Engagement im Verein und die Stabilität dieser Organisationsform. Elisabeth Schweighauser hat in Bottmingen soziale Projekte konzipiert und umgesetzt, mit Gleichgesinnten, in einem Verein.
    * Vereine halten die Gesellschaft zusammen.
    * Mit Geduld und Beharrlichkeit kommt man (vielleicht) voran.
    * In Vereinen finden Menschen Spass und Austausch.
    * Die Schweiz zählt zwischen 80'000 und 100'000 Vereine.
    * 75% der Bevölkerung über 15 gehört einem Verein oder einer gemeinnützigen Organisation an.
    * Ältere Menschen, solche vom Land und mit Schweizer Staatsangehörigkeit engagieren sich häufiger.
    * Das Engagement in Vereinen ist seit Jahrzehnten stabil.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Elisabeth Schweighauser-Winkler, brachte vor 20 Jahren mit ihren Vereinsaktivitäten das Familienzentrum in Bottmingen und die erste Tagesschule auf Primarstufe im Kanton Basel-Landschaft voran
    * Markus Lamprecht, Soziologe, Mitautor des «Freiwilligen-Monitors Schweiz»
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext
    28 min

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