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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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  • Kultur-Talk: Putin, Trump und Co.: Sylvia Sasse über verkehrte Wahrheiten
    Putin bekämpft in der Ukraine ein faschistisches Regime. In den USA haben Demokratiefeinde Trump die Wahl gestohlen. Propagandalügen, welche die Realität ins Gegenteil verkehren, haben Konjunktur. Felix Münger unterhält sich mit der Slawistin Sylvia Sasse über die toxische Mechanik des Lügens.
    Die Wahrheit ins Gegenteil zu verkehren, sei bei autoritären Machthabern seit jeher beliebt, sagt Sylvia Sasse. Sie ist Autorin eines aktuellen Essays zum Thema.
    Verdrehungen und Fakenews würden sich zunehmend auch in liberale Demokratien fressen. Dies verunsichere die Menschen und untergrabe zuletzt deren Vertrauen in ihre demokratisch gewählten Exponentinnen und Exponenten. Es gelte, Verkehrungen zu entlarven, zu benenen – und ihnen so ihre Wirkung zu nehmen.
    Buchhinweis: Sylvia Sasse: Verkehrungen ins Gegenteil. Über Subversion als Machttechnik, Matthes und Seitz 2023.
    29 min
  • Viele schöne Seiten – wer macht eigentlich Kunstbücher?
    Kunstbücher sind wie kleine Ausstellungen für die Couch. Sie sind aber auch eine Handelsware. Der Markt für Kunstbände steckt im Wandel. Publikumsinteressen ändern sich. Der Wettbewerb wird härter. Dennoch ist bei Macherinnen und Machern viel Leidenschaft fürs Produkt spürbar: für das schöne Buch.
    * Wie macht man erfolgreiche Kunstbücher? Besuch bei Scheidegger & Spiess in Zürich.
    * Wie finden Künstler zum Verlag? Und wie finden die Bücher zu den Leserinnen?
    * Raum für Experimente: Die edition clandestin hat sich als Kleinverlag auf Kunstbücher spezialisiert.
    * Nicht nur ein Buch, sondern ein Kunstprojekt: die Künstlerin Corinne Odermatt.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Corinne Odermatt, Künstlerin, Luzern
    * Judith Luks, Verlegerin edition clandestin, Biel/Bienne
    * Thomas Kramer, Verlagsleiter Scheidegger & Spiess
    * Antonie de Groot, Presseverantwortliche Scheidegger & Spiess
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext
    29 min
  • Pathé'O – der westafrikanische Designer, der Mandela einkleidete
    Ernstzunehmende Mode muss aus Paris kommen. Diese Auffassung herrschte lange Jahre in afrikanischen Ländern vor. Auch an der Elfenbeinküste, wo PathéO sich mit seinem Label auf traditionelles Handwerk und heimische Produktion besann. So erfolgreich, dass selbst Nelson Mandela seine Hemden trug.
    * Pathé Ouédraogo wird 1950 in eine Bauernfamilie in Guibaré, einem kleinen Dorf in Burkina Faso, hineingeboren.
    * Mit seinem Bruder bricht er 15-jährig nach Abidjan, Elfenbeinküste, auf, um eine Schneiderlehre zu machen.
    * Als er sich mit seinem Label PathéO 1975 selbständig macht, will er die afrikanische Mode revolutionieren: heimische Handwerkstechniken und Muster statt Nachahmung der Mode aus Paris.
    * Sängerin Miriam Makeba schenkt dem südafrikanischen Präsidenten Hemden, die PathéO mit traditionellen afrikanischen Mustern kreiert hat. Das ist sein Durchbruch als Modedesigner.
    * Das renommierte französische Label Dior suchte 2019 die Zusammenarbeit mit PathéO. Letztlich eine schwierige Kooperation.
    * PathéO kämpft dafür, dass die heimische Baumwollproduktion staatlich stattlich gefördert statt exportiert wird. Die Politik seines Landes interessiert dies nicht.
    * Modedesignerin Susann Schweizer will die lokale Produktion in Westafrika ebenfalls stärken. Deswegen produziert sie ihre Kollektionen in Kleinbetrieben vor Ort.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Pathé Ouédraogo, genannt PathéO, Modedesigner aus Abidjan, Elfenbeinküste
    * Susann Schweizer, Modedesignerin mit ihrem Label «Poplin Project» aus Zürich
    Buchhinweis: Pathé'O, Flurina Rothenberger, Hammer, Catherine Morand: «Pathé'O». Edition Patrick Frey, 2023.
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
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    29 min
  • Das Theater mit den Kindern
    Ins Leben des Künstlergenies passen Kinder nicht rein. Im Theater machen sie darum Eltern unsichtbar, denn das Theater ist die Familie, und Theaterschaffende sind ersetzbar. Langsam bewegt sich aber die hierarchische Theaterwelt: Eine Sendung über Vereinbarkeit und soziale Sicherheit am Theater.
    * Die fehlende Perspektive: Warum es für Carearbeitende so schwierig ist am Theater zu arbeiten.
    * Die junge Regisseurin: Wie sie versucht, Theater und Familie zu verbinden und das auch noch gleich zum Thema ihrer Kunst macht.
    * Die Historie, das Bild des Künstlergenies prägt noch immer.
    * Die grosse Konkurrenz am Theater und wie sie Veränderung hemmt.
    * Die Bewegung, wie sich Schauspielerinnen in verschiedenen Netzwerken organisieren und zum Beispiel Betreuungskosten sichtbar machen.
    * Blick in ein Haus: Wie das Luzerner Theater versucht, sich anders zu organisieren.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Camille Hafner, Regisseurin und Mutter
    * Andrea Zimmermann, Geschlechterforscherin
    * Salva Leutenegger, Geschäftsleiterin SzeneSchweiz
    * Katja Langenbach, Schauspieldirektorin am Luzerner Theater
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
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    27 min
  • Kultur-Talk: Auch Kinderschmerzen können gross und stark sein
    Schmerzen bei Kindern waren lange kein Thema. Bis in die 1980er Jahre wurden Babys ohne Narkose operiert. Man sprach ihnen das Schmerzempfinden ab. Noch heute findet der Schmerz von Kindern wenig Beachtung. Helen Koechlin erforscht den Schmerz der Kleinen und den blinden Fleck der Erwachsenen.
    Jedes Kind hat Schmerzen. Hin und wieder. Das wissen wir. Weniger bekannt ist dagegen, dass auch bei Kindern nicht jeder Schmerz nachlässt. Jedes vierte Kind leidet unter chronischen Schmerzen – oft nicht diagnostiziert und nicht behandelt. Selbst Fachleute unterschätzen den Schmerz der Kleinen. Im Schnitt vergehen zwei Jahre, bis ein Kind in die Schmerzsprechstunde kommt. Dann hat sich das Leiden schon tief eingegraben: Im Gehirn, im Alltag, in der Psyche. Ängste, Depression und Suizidalität gehen oft mit dem Schmerz einher. Und der Schmerz bleibt oft bis ins Erwachsenenalter.
    29 min
  • Wie viel Hund braucht der Mensch?
    Hunde sind im Trend – doch wie passen sie in eine moderne Gesellschaft?
    Corona hat sichtbar werden lassen, was sich vorher schon abzeichnete: ein Trend zum Hund als Haustier. Damit verbunden sind Probleme wie illegaler Welpenhandel, überforderte Hundehalter:innen und überfüllte Tierheime. Trotzdem scheint das Interesse am Hund ungebrochen: Warum eigentlich?
    In seiner ursprünglichen Funktion als Schutz-, Hüte- oder Jagdhunde ist das älteste Haustier des Menschen zwar immer noch im Arbeitseinsatz, doch im Privathaushalt sind weniger deren jahrhundertelang gezüchteten Qualitäten gefragt als vielmehr ihre emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Da geht es um Liebe. Doch Hund und Mensch sprechen nicht dieselbe Sprache, reden oft aneinander vorbei. Beissunfälle, Tierquälerei, Gekläff sind einige der Folgen. Passen Hunde, diese begnadeten Anpassungskünstler, wirklich noch in unsere komplexe Gesellschaft? Ja, wenn wir uns die Mühe nehmen, ihre Sprache besser zu verstehen. Die Wissenschaft jedenfalls hat sie schon ziemlich weit entschlüsselt.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Annette, tapfere Mutter eines 16-jährigen Jungen, der sich sehnlichst einen Hund wünscht, mit ihm aber restlos überfordert war
    * Cassy, eine schöne, aber höchst verhaltensgestörte Malinoishündin aus unseriöser Welpenproduktion auf dem Weg zur Besserung
    * Alain und Shirin Scheidegger, zwei passionierte Hundetrainer, deren Spezialität schwierige Hunde und deren Menschen sind
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    28 min
  • Eine Komponistin, dem Vergessen entrissen: Charlotte Sohy (W)
    Charlotte Sohy (1887–1955), zeitlebens erfolgreiche Komponistin, wäre heute vergessen, hätte ihr Enkel nicht eine Edition ihrer Noten veranlasst. Mitbeteiligt an der Verbreitung von Sohys Werk, wie überhaupt dem komponierender Frauen, ist das Institut Palazetto Bru Zane.
    * Wie viele Komponistinnen, sind auch die Werke Charlotte Sohys zeitlebens nicht verlegt worden. Gedruckte Ausgaben aber sind heutzutage fast Bedingung, um aufgeführt zu werden. Ihr Enkel hat sich zum Glück, wenn auch spät, darum gekümmert.
    * Sohy schrieb nicht nur, wie von komponierenden Frauen erwartet wurde, Lieder und kleinformatige Kammermusik, sondern auch eine grosse Sinfonie.
    * Diese Sinfonie, zusammen mit Musik von weiteren 20 Komponistinnen der so genannt grossen romantischen Epoche (1820 bis 1920), hat das Institut Palazzetto Bru Zane auf einer 8-CD Box herausgegeben.
    * Palazzetto Bru Zane setzt sich somit ganz konkret für die Verbreitung dieser Musik ein. Nicht nur mit CD-Editionen, sondern auch mit Konzerten und selbst verlegten Notenausgaben.
    * Da taucht Musik auf, die äusserst reichhaltig ist und ihren Weg in die Konzertsäle mehr als verdient hat.
    Im Podcast zu hören ist:
    * Etienne Jardin, wissenschaftlicher Co-Direktor des Palazetto Bru Zane, Zentrum für französische romantische Musik (Venedig/Paris)
    Erstsendung: 18.7.2023
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    29 min
  • Kultur-Talk: Davos: Ferien vom Antisemitismus?
    Seit 150 Jahren ist Davos Feriendestination. Genauso lang zieht der Kurort auch jüdische Gäste an: aus dem In- und Ausland. Rund 4'000 jüdisch-orthodoxe Menschen suchten diesen Sommer Erholung in Davos. Doch es kam zu Knatsch und Negativschlagzeilen wie: «Juden unerwünscht». Was steckt dahinter?
    Jonathan Kreutner vom jüdischen Verband der Schweiz SIG ist schockiert: Pauschalisierende Posts werfen «den» jüdischen Gäste Littering vor. Davos stieg aus dem Vermittlungsprojekt des SIG aus, das Verständnis schaffen wollte zwischen jüdisch-orthodoxen Gästen aus dem Ausland und Davoser Hoteliers.
    Was sagt Landammann Philipp Wilhelm dazu? Er steht für ein weltoffenes Davos.
    Die Geschichte von Davos ist schillernd: Juden und Jüdinnen fanden hier Erholung von Tuberkulose und Antisemitismus. Zugleich war Davos Hotspot der Nationalsozialisten.
    Nicole Freudiger befragt SRF-Religionsexpertin Judith Wipfler über die Hintergründe.
    In der Sendung zu hören sind:
    * Jonathan Kreutner (Jg. 1978), Davos-Tourist seit Kindertagen, seit 2009 Generalsekretär des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds SIG, Mit-Initiant des Vermittlungsprojekts Likrat Public in Schweizer Ferienorten; Doktorat zum Verhältnis Schweiz Israel
    * Landammann Philipp Wilhelm (Jg. 1988), Architekt ETH, Gemeindepräsident Davos, Mitglied Grosser Rat GR; Mitbegründer des Vereins IG offenes Davos, der sich insbesondere für Geflüchtete einsetzt; engagiert für ein soziales, grünes und kulturell lebendiges Davos
    29 min
  • Flavia Kleiner – ein Echo auf «Helvetia ruft!»
    Die Politaktivistin Flavia Kleiner initiierte die Kampagne «Helvetia ruft!» mit dem Ziel, den Frauenanteil im Parlament zu steigern. Die Kampagne war bei den Wahlen 2019 sehr erfolgreich, der Frauenanteil im Nationalrat stieg auf 42% – ein Erfolg, der sich 2023 nicht halten liess. Was ist passiert?
    * Frauenvertretung im Parlament
    * Politische Kampagne
    * Eidgenössische Wahlen
    * Geschlechterdebatte
    * Demokratie
    Im Podcast zu hören sind:
    * Flavia Kleiner, Historikerin, Politaktivistin, Mitinitiantin von «Helvetai ruft!»
    * Cloé Jans, Politologin, GfS-Forschungsinstitut Bern
    * Singer-Songwriterin Lilian Heimberg im hist. O-Ton
    * Maya Graf, BL-Ständerätin (Grüne) im hist. O-Ton
    * Nachrichtensprecherin im hist. O-Ton
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
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    29 min
  • Antti Siegmann – der Traum vom eigenen Film
    Seit seinen Jugendtagen im Berner Seeland träumt Antti Siegmann davon, im Filmbusiness Fuss zu fassen. Er arbeitete daran in Liverpool, in Peru, in London und in Kolumbien. Und seit ein paar Jahren will er in einem Science-Fiction-Film in Bogotà Gangs und Aliens aufeinandertreffen lassen.
    Während andere nach ihrer Berufslehre in der Schweiz ihre lokale Laufbahn optimierten, lebte Antti Siegmann in Liverpool und London, arbeitete in Peru und in Kolumbien, als Gleisarbeiter für die Londoner U-Bahn oder als Casting-Assistent für die Netflix-Serie «Narcos» in Bogotà. Und dies alles stets mit dem Ziel, einst ein Filmprofi zu werden. Heute hat er viel Erfahrung, weiterhin grosse Pläne und die ungebrochene Hartnäckigkeit, für seinen Traum zu kämpfen.
    * Filmkarriere
    * Reiselust
    * Casting-Erfahrung
    * Filmfan
    * Netflix, Narcos
    * Attack the Block, Critters
    * Pragmatismus und Optimismus
    * Learning by doing
    Im Podcast zu hören ist:
    * Antti Siegmann, aspirierender Filmemacher und Lebenskünstler
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext
    25 min

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