Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Russische Musik: Spielen oder nicht?
    Russische Komponisten wurden von Programmen gestrichen, gar ganze Opernaufführungen annulliert – der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wirft auch in der Musikwelt Fragen auf. Wie geht man heute mit russischer Musik um?
    * Rachmaninoff und Co. – was haben sie mit dem Krieg zu tun?
    * Neue Kodierung und Rekontextualisierung russischer Musik seit dem Krieg.
    * Blick in die Geschichte: Wie wurde diese Diskussion in vergangenen Konflikten geführt?
    * Russland als kulturelle Hegemonie, und was dabei verloren geht.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Sergey Tanin, russischer Pianist
    * Boris Belge, Musikhistoriker, Autor «Klingende Sowjetmoderne»
    Folgende sind auch noch in einmaligen kurzen Clips zu hören:
    * Victoria Poleva, ukrainische Komponistin
    * Valentin Silvestrov, ukrainischer Komponist und Pianist
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected] <../add/>
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext <../add/>
    25 min
  • «Ich bin nicht nur meine Diagnose! Aktivismus für mentale Gesundheit»
    Mit dem Fotoprojekt #ganzabNORMAL macht Martin Fankhauser seine Diagnose (generalistische Angststörung) öffentlich und bricht damit ein Tabu. Er ist Teil einer Bewegung von Betroffenen, die sich aktiv für die Entstigmatisierung von psychischen Krankheiten einsetzt.
    * Mental Health Activism
    * Aktivismus für mentale Gesundheit
    * Madnesst
    * Mad Pride
    * Entstigmatisierung
    * Psychische Krankheit
    Im Podcast zu hören sind:
    * Martin Fankhauser, Aktivist für psychische Gesundheit bei Madnesst, Initiator Projekt #ganzabNORMAL
    * Yvik Adler, Co-Präsidentin des Berufsverbands für Psychologinnen und Psychologen (FSP) und praktizierende Psychotherapeutin
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext
    28 min
  • Meeresspiegel: Wieviel Anstieg liegt drin?
    Wenn jemand den Meeresspiegelanstieg bewältigen kann, dann die Holländerinnen und Holländer. Sie sind Weltmeister im Wasserbau. Doch um wieviel lassen sich die Deiche noch erhöhen?
    * 1953 überspülte eine verheerende Sturmflut die Küstengebiete der Niederlande und forderte mehr als 1800 Todesopfer. Seither haben die Niederlande mit dem Deltaplan ein beispielloses Hochwasserschutzprogramm geschaffen.
    * Der schleichende Anstieg des Meeresspiegels stellt das Land nun vor neue Probleme. Zwei bis maximal 5 Meter Meeresspiegelanstieg seien mit der heutigen Technik noch zu bewältigen, sagen die Experten. Dann müssten neue Lösungen gesucht werden, oder man müsse sich vor den Fluten zurückziehen.
    * Zur Diskussion steht auch ein riesiger neuer Deich, 15 bis 20 Kilometer vor der Küste, der De Haakse Seedeich. Zwischen der alten und der neuen Küstenlinie entstünden Süsswasserseen. Der Rhein und die anderen Flüsse müssten über diesen neuen Deich ins Meer gepumpt werden.
    * Andere Weltregionen wie Bangladesch, Indonesien oder Ägypten dürften kaum die Mittel aufbringen, um solche Schutzbauten zu errichten. In den Niederlanden ist die drohende Gefahr zwar erkannt, aber weil das Meer bis jetzt verhältnismässig langsam angestiegen ist, scheint vielen die Dringlichkeit noch nicht gross.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Ria Geluk, Überlebende der grossen Flut im Jahr 1953, Museumsbegründerin und Lobbyistin für besseren Küstenschutz
    * Harold van Waveren, leitender Experte in Sachen Flutrisiko bei der niederländischen Wasserbaubehörde
    * Dick Butijn, Ingenieur und Planer des de Haakse Seedeichs, 15 Kilometer vor der heutigen niederländischen Küste
    * Jeroen Aerts, Professor für Wasser- und Klimarisiken an der Freien Universität Amsterdam. Er berät Regierungen, Banken und Versicherungen weltweit
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
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    28 min
  • Kultur-Talk: Stadt-Land-Kluft? (2/2)
    Der politische Einfluss der Städte ist in der Schweiz kleiner als jener der Landkantone. Gesellschaftlich soll es zwischen Stadt und Land in Zukunft mehr Annäherung geben als auch schon.
    Die Kluft zwischen Stadt und Land wird hier wie dort beklagt. Die landwirtschaftliche Genossenschaft Fenaco hat sich deshalb vorgenommen, diesen Graben mit einem verstärkten Dialog zwischen der städtischen und ländlichen Bevölkerung zu überwinden. Dafür hat sie 10 Millionen Franken an eine Stiftung überwiesen. Im Stiftungsrat ist Yvonne Koller Renggli, Bäuerin und Bildungsverantwortliche beim Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband. Im Kultur-Talk schildert sie, wie sie den Stadt-Land-Graben wahrnimmt und welche Projekte zu seiner Überwindung lanciert werden.
    27 min
  • Kultur-Talk: Stadt-Land-Kluft? (1/2)
    Die bevölkerungsmässig kleinen Landkantone haben in der Schweiz im Vergleich zu den grössten Städten überproportional viel zu sagen. Der politische Einfluss der Städte ist beschränkt, obwohl ihre Mitwirkung in der Verfassung garantiert wird.
    Nach der letzten Bundesratswahl wurde die Kluft zwischen Stadt und Land beklagt: Ob es sich um Kandidierende der SVP oder der SPS handelte - eine Vertretung vom Land für den Bundesrat kam im Parlament besser an als eine aus der Stadt. Es schien, als hätten die Schwarznasenschafe eine bessere Presse als Unternehmer und Wissenschaftlerinnen in den städtischen Zentren, die auf eine europäische Vernetzung angewiesen wären. Politologe Sean Müller hat die Interessensvertretung der Städte im föderalen System untersucht und zeigt im Kultur-Talk auf, wie es um ihre Vertretung in Bundesbern steht.
    29 min
  • Kultur-Talk: Wie künstliche Intelligenz das literarische Schreiben verändert
    Chatbots wie ChatGPT schreiben und kommunizieren mittlerweile wie Menschen. Der Hype ist riesig und doch schwingt die Sorge mit, dass die digitale Schöpfung den Menschen irgendwann überflügelt. Wer braucht noch Schriftsteller, Poeten und Journalisten, wenn auch die künstliche Intelligenz das kann?
    Hannes Bajohr ist Medien- und Literaturwissenschaftler und Experte für digitale Literatur. Er hat keine Angst vor schreibenden Maschinen. Vielmehr stellt er das Paradigma der Literatur in Frage. Für ihn stellen künstliche Intelligenz und machine learning das literarische Schreiben vor neue Herausforderungen. Was bedeuten Begriffe wie Genie oder Kreativität, wenn Maschinen plötzlich Texte verfassen? Im Kulturtalk sprechen wir über neue Ästhetiken und poetische Formen und hören, wie es klingt, wenn Maschinen zu fabulieren beginnen.
    29 min
  • Entdecker vergessener Bücher: Der Verleger Peter Graf
    Peter Graf sucht nach vergessenen Autorinnen und Autoren und stöbert jahrzehntealte Texte auf. Seine Neu- und Wiederentdeckungen gelten immer wieder als Sensationen. Für Peter Graf sind die Bücher vor allem notwendig, damit wir nicht einsam in der Gegenwart stehen.
    * Peter Grafs Leidenschaft für vergessene Bücher begann in seiner Jugend. In den Geschichten, die er wiederentdeckt, findet er moralische Vorbilder.
    * Mit dem Roman «Requiem» hat Peter Graf einen literarischen Schatz aus den Dreissigerjahren gehoben. Die Entdeckungsgeschichte des Romans ist selbst Stoff für gute Literatur.
    * Wie entdeckt Peter Graf diese alten Texte? Wie finden Sie ihn?
    * Grafs Leidenschaft steht bisweilen in Konflikt mit wirtschaftlichen Kriterien. Viele seiner Entdeckungen lassen sich nicht publizieren und bleiben in der Öffentlichkeit unbekannt.
    * Längst vergessene Bücher zu entdecken, bedeutet auch den literarischen Kanon zu erweitern. Damit erhalten verstorbene Autorinnen und Autoren den Platz in der Literaturgeschichte, der ihnen zusteht.
    * Was schöpfen wir heute aus wiederentdeckten Büchern? – Warum diese Texte auch heute gesellschaftlich relevant sind.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Peter Graf, Verleger, Lektor und «Kurator» vergessener Bücher
    * Hildegard Keller, Literaturwissenschaftlerin und -Kritikerin
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext
    29 min
  • Mediale Monokultur? «baba news» hält dagegen
    Die Schweizer Bevölkerung ist längst vielfältig, in den Redaktionsstuben aber herrscht in weiten Teilen Monokultur. Besonders punkto kultureller und soziökonomischer Herkunft. Das ist ein Problem, findet Albina Muhtari, Chefredaktorin bei «baba news – von und für Šhvicer*innen». Warum?
    Albina Muhtari arbeitet als Journalistin bei grossen Medienhäusern und stellte fest, wie wenig Diversität es in den Schweizer Redaktionen gibt und wie einseitig teilweise über migrationsspezifische Themen berichtet wird.
    «Immer wenn ich einen Artikel über Gruppen aus dem Balkan las, hatte ich Angst, schon wieder Fragen beantworten und mich als Anwältin einer ganzen Community profilieren zu müssen», erinnert sich Muhtari. In der Zwischenzeit hat sie und ihr Team sich mit «baba news» selbstständig gemacht: «Wir machen Journalismus auf Augenhöhe und berichten direkt aus einer multikulturellen Community heraus. Neugierig, kritisch und ohne Scheuklappen.»
    Im Podcast zu hören sind:
    * Albina Muhtari, Chefredaktorin «baba news»
    * Sara Winter Sayilir, Co-Präsidentin der Neuen Schweizer Medienmacher:innen und Co-Leiterin des Surprise Strassenmagazins
    * Nadia Bellardi, Beraterin für interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt auf Medien
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext
    29 min
  • Kultur-Talk: Brennpunkt Amazonas
    Der Amazonas ist bedroht und seine indigenen Bewohner:innen mit ihm: Umweltzerstörung und Corona machen ihnen das Leben schwer bis unmöglich. Doch jetzt ist nicht mehr der brasilianische Präsident Bolsonaro am Ruder, sondern Lula da Silva. Könnte das eine Kehrtwende bedeuten?
    Vor 22 Jahren machte die Ethnologin Ulrike Prinz im Indigenen-Schutzgebiet am Rio Xingu Feldforschung. Als wegen Corona und Präsident Bolsonaros «Gesundheitspolitik» im Amazonasgebiet das grosse Sterben losging, wurde sie eingeladen zum traditionellen Totenfest. Sie traf auf ihre ehemaligen Gastgeber:innen und deren Kinder, die zwischen Tradition und Moderne neue Wege suchen, ideologisch unterstützt vom prominenten indigenen Widerstandskämpfer Ailton Krenak. Grosse Hoffnung setzen die Indigenen auf den neuen Präsidenten Lula da Silva, der ihnen den Schutz des Amazonas versprochen hat. Ulrike Prinz im Gespräch mit Maya Brändli.
    30 min
  • Kultur-Talk: Das kreative Erbe der Schweizer Psychiatrie
    Katrin Luchsinger erforscht seit Jahrzehnten die künstlerischen Werke aus psychiatrischen Kliniken der Schweiz. Die Kunsthistorikerin und Psychologin kennt das kreative Schaffen, das in Archiven, Abstellkammern und Akten verstaut ist, wie kaum eine andere. Ein Erbe, das mancher Klinik eine Last ist.
    Katrin Luchsinger weiss, was Menschen in die Psychiatrie brachte. Damals in den ersten Jahrzehnten der kantonalen psychiatrischen Kliniken zwischen 1850 und 1920. Welche Eigenarten, welche Diagnosen. Sie liest, welche Geschichten ein aus Seegras gestrickter Strumpf, ein hölzerner Zeppelin, ein Revolver aus Brot erzählen. Geschichten von der Sehnsucht nach Würde, Sicherheit und Freiheit.
    Was treibt Katrin Luchsinger an. Was lässt sie Schätze bergen, deren Wert noch heute nicht allen Klinikdirektoren bewusst ist. Und warum ist die Kreativität der Patienten ab den 1920er Jahren versiegt.
    30 min

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