Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Herzschmerz und Frauenpower: Das Kabinett für Trivialliteratur
    «Schönes gehört auch zur Realität.» Davon war Lotte Ravicini Tschumi überzeugt. Sie liebte Liebesromane. 3000 Bücher aus der Zeit von 1850–1950 hat sie zusammengetragen. Die kleine Bibliothek in Solothurn zieht auch Menschen aus der Wissenschaft an. Denn Liebesromane sind auch Spiegel ihre Zeit.
    · Romantisch: Lotte Ravicini Tschumi liebte gefühlvolle Romane
    · Emanzipiert: Als Modejournalistin führte Lotte Ravicini Tschumi ein sehr eigenständiges Leben
    · Sammellust: In der Solothurner Altstadt richtete sie ein Kabinett für sentimentale Trivialliteratur ein
    · Populär: Warum Trivialliteratur lange Zeit nicht ernst genommen wurde
    · Realitätsnah: Was Liebesromane über ihre Zeit erzählen
    · Aktuell: Mit New Romance feiert der Liebesroman ein Comeback
    Im Podcast zu hören sind:
    · Lotte Ravicini Tschumi (1930-2021), Gründerin des Kabinetts für sentimentale Trivialliteratur (Archivaufnahmen)
    · Peter Probst, Präsident der Stiftung des Kabinetts für sentimentale Trivialliteratur
    · Christine Lötscher, Professorin für populäre Literatur und Medien an der Universität Zürich
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Autorin: Alice Henkes
    Host: Katrin Becker
    Produktion: Anna Jungen
    Technik: Michael Studer
    29 min
  • Tibetische Kultur in Gefahr? Schweiz verliert Studiengang
    Einzig an der Uni Bern kann Tibetisch studiert werden. Ab Herbst werden die Kurse aufgegeben. Für Tibeterinnen und Tibeter in der Schweiz ist dieser Entscheid der Uni nicht nachvollziehbar und für «Perspektiven» Anlass zu fragen, wie es um die tibetische Kultur in der Schweiz und im Ausland steht.
    Tenzin Yundung gehört zur dritten Generation Tibeterinnen und Tibetern, die seit den 1960ern in der Schweiz leben. Derzeit schliesst die junge Frau an der Uni Bern ihren Master in Zentralasiatischer Kulturwissenschaft ab. Dazu gehören auch Sprachkurse in Mongolisch oder Tibetisch. «Dank diesen Kursen habe ich einen neuen Zugang zu meinen Grosseltern bekommen, weil wir über buddhistische Texte sprechen konnten», erzählt sie. Ihre Familie ist praktizierend und so spielen Texte in klassischem Tibetisch eine wichtige Rolle.
    Dass die Uni Bern das Studienfach Zentralasiatische Kulturwissenschaft abschafft, begründet sie mit sinkendem Interesse und geringen Studierendenzahlen. «Sprachausbildung ist durchaus ein Beitrag an eine Kultur. Aber die Universität Bern hat keinen spezifischen Auftrag dazu», sagt Christoph Pappa, Generalsekretär der Universität Bern.
    In der schweizerisch-tibetischen Community sorgt das für Unmut. Verschiedene Vereine haben zusammen einen offenen Brief geschrieben, in dem sie fordern, den Entscheid zu überdenken. Sie sieht die Buddhismusforschung ebenso wie die tibetische Kultur im Exil unter Druck und das in einer Zeit, in der China mit Repressionen in Tibet wieder vermehrt in den Schlagzeilen steht: Etwa mit Internaten, in denen tibetische Kinder zwar eine gute Schulbildung bekommen, aber nur noch Chinesisch sprechen und Aufsätze über den Dalai Lama als Separatisten schreiben müssen. SRF-Radiokorrespondent Samuel Emch ordnet ein.
    In der Sendung kommen zu Wort:
    · Tenzin Yundung, Masterstudentin Zentralasiatische Kulturwissenschaft
    · Jampa Samdho, bis vor kurzem Co-Präsident Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft und ehemaliger Parlamentarier der tibetischen Exilregierung
    · Christoph Pappa, Generalsekretär der Universität Bern
    · Ariane Knüsel, Historikerin und Sinologin
    · Samuel Emch, SRF-Radiokorrespondent in China
    Dies ist eine Wiederholung der Sendung «Perspektiven» vom Mittwoch, 30. April 2025.
    30 min
  • Zwischen Patriotismus und Protest – Musik und der Vietnamkrieg
    Vor 50 Jahren, am 30. April 1975, endete der Vietnamkrieg. Insgesamt 20 Jahre hat er gedauert, Millionen Opfer gefordert auf beiden Seiten und die US-Gesellschaft gespalten. Es war der erste Krieg, der medial präsent war, über die Bildschirme der USA flackerte und auch in der Musik verhandelt wurde.
    · Es gibt heute über 4000 Songs über den Vietnamkrieg, kein Krieg hat mehr Musik hervorgebracht. Warum hat der Vietnamkrieg eine so strake musikalische Identität?
    · Die US-amerikanische Rock- und Popmusik war einerseits elementarer Bestandteil der Propaganda während des Vietnamkrieges, andererseits aber auch des Protests. Einige Beispiele.
    · 1969 schleuderten tausende Hippies dem Krieg in Woodstock das wahrscheinlich berühmteste «Fuck» der Geschichte entgegen. Wie Country Joe McDonalds «I-Feel-Like-I'm-Fixin’-to-Die-Rag» zu einer der grössten Hymnen der Friedensbewegung wurde
    · Fast jeder Soldat in Vietnam hatte «seinen» Song. Musik half den US-Soldaten in Vietnam, den Kriegsalltag zu überstehen, die Todesangst zu überwinden und war ihre Verbindung nach Hause
    · In Dschungelcamps und Kasernen in Vietnam ertönte Musik aus Kassettenrekordern, tragbaren Plattenspielern und Radiogeräten. Und die Soldaten machten selbst Musik: Mit Gitarren, Mundharmonikas und anderen Instrumenten.
    · Auch nach dem offiziellen Kriegsende 1975 ging die musikalische Auseinandersetzung mit dem Vietnamkrieg weiter. Viele US-amerikanischen Musikerinnen und Musiker, wie Bruce Springsteen, Billy Joel oder R.E.M. bearbeiten die Folgen. Und die Veteranen machen selbst Musik, um ihre Erlebnisse zu verarbeiten.
    ·
    Im Podcast zu hören sind:
    · Doug Bradley (*1947), Kriegsveteran und Autor, z.B. «We Gotta Get Out of This Place: The Soundtrack of the Vietnam War» (UMass Press, 2015, zusammen mit Craig Werner)
    · Detlev Hoegen, Geschäftsführer vom deutschen Label Bear Family Records. 2010 erschien die CD-Box «Next Stop is Vietnam. The War on Record 1961-2008»
    · Country Joe McDonald (*1942), Musiker und Protestsänger. Mit dem «I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die-Rag» schuf er 1965 eine der grossen Anti-Vietnamkriegshymnen
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Autorin: Elisabeth Baureithel
    Host: Bernard Senn
    Produktion: Dagmar Walser
    Technik: Thomas Baumgartner
    28 min
  • Hexen – die neue Faszination an den freien Frauen
    Walpurgisnacht ist die Nacht, in der die Hexen tanzen – mit Schminke, buntem Kopftuch und Zauberbesen. In der Hexe steckt aber weit mehr: Sie steht für Widerstand und Transformation, selbstbestimmte Macht über den Körper. Das macht sie gerade in unserer Zeit für junge Kunstschaffende interessant.
    Die Hagazussa, die Hexe als mächtige Zaunreiterin: An dieses Bild knüpfen zeitgenössische Hexenfiguren an, in der Literatur, im Film und auf der Bühne. Zum Beispiel bei Katja Brunner und Kim de l'Horizon, die die Hexe als widerständige Kraft erkennen und als Figur, die für selbstbestimmte Verwandlung steht.
    · Warum ist die Figur der Hexe heute in der Kunst so wichtig?
    · Was ist ihre Kraft und was bewirkt sie gesellschaftlich?
    · Wie steht sie zu den historischen Hexenfiguren?
    · Ist die Hexe heute queer geworden?
    Im Podcast zu hören sind:
    · Katja Brunner, Autorin, Dramatikerin
    · Meret Fehlmann, Kulturwissenschafterin, Universität Zürich
    · Kim de l’Horizon, Autor:in, Dramatiker:in
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Autor: Andreas Klaeui
    Host: Katrin Becker
    Produktion: Sabine Bitter
    Technik: Lukas Fretz
    24 min
  • Kultur-Talk: Warum radikalisieren sich Über-50-Jährige?
    Polarisierung und die Radikalisierung von Meinungen bestimmen das gesellschaftliche Klima. Wie und warum sich Menschen radikalisieren, hat auch mit ihrem Alter zu tun, mit der Generation, zu der sie gehören. Beratungsstellen beobachten seit Corona, dass sich Über-50-Jährige radikalisieren.
    Seit Corona melden sich bei Beratungsstellen oft Menschen, weil ihre Eltern oder andere ältere Angehörige und Freunde zu radikalen Weltbildern gefunden haben. Wie damit umgehen? Die Pädagoginnen Mirijam Wiedemann und Sarah Pohl haben darüber ein Buch verfasst: «Die Generation 50+ im Sog der Filterblasen». Darin zeigen sie auf, wie es zu dieser Entwicklung kommt - und wie man dieser Spaltung der Gesellschaft begegnen kann. Denn Diskussionen sind eine Grundlage der Demokratie. Ein Gespräch mit Sarah Pohl von der Zentralen Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen Baden-Württemberg (ZEBRA BW).
    Buchhinweis: Sarah Pohl/Mirijam Wiedemann: «Die Generation 50+ im Sog der Filterblasen», Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2025.
    29 min
  • Was Kokain-Abhängigkeit für Angehörige bedeutet
    Kokain gilt als Lifestyle-Droge, die Risiken werden unterschätzt. Marina Jungs Sohn geriet in eine schwere Abhängigkeit. Trotz vieler Ausstiegsversuche starb er an den Folgen des Konsums. Nun möchte seine Mutter Angehörige aufklären über Kokain, Suchterkrankung und den familiären Umgang damit.
    · Der Kokain-Konsum in der Schweiz steigt. Die Substanz wird in allen Gesellschaftsschichten konsumiert.
    · Rund ein Fünftel aller Kokainkonsumenten entwickeln eine Abhängigkeit.
    · Aktuell sind rund 16 500 Personen in der Schweiz in Behandlung wegen Problemen mit Kokain.
    · Kokain-Abhängigkeit ist aus medizinischer Sicht eine Krankheit.
    · Die Überwindung der Abhängigkeit ist möglich, aber schwierig.
    · Rückfälle gehören zum Genesungsprozess.
    · Angehörige brauchen mehr Informationen zum Umgang mit der Suchterkrankung.
    Im Podcast zu hören sind:
    · Marina Jung, Autorin des Buchs «Kokainjahre» (rüffer&rub)
    · Boris Quednow, Professor an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, Suchtforscher und Spezialist für Pharmapsychologie
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Autorin: Irene Grüter
    Host: Bernard Senn
    Produktion: Sabine Bitter
    Technik: Lukas Fretz
    29 min
  • Kultur-Talk: Adolf Muschg und die Bilanz seines Lebens (W)
    In der Erzählung «Nicht mein Leben» erkundet der 90-jährige Schriftsteller Adolf Muschg Prägungen seines Lebens. Und er schildert, dass er kürzlich seine eigene Grabstätte ausgesucht hat.
    In diesem wohl persönlichsten Werk gibt der vielfach preisgekrönte Autor mit zärtlicher Sprache Einblicke in seine Ehe. Er erzählt von seinem Brennen für die europäische Idee, die durch den Krieg in der Ukraine erschüttert worden ist. Und er schildert die Bedeutung der Literatur für seine persönliche Befreiung aus Zwängen seiner Kindheit.
    Den Schluss der Erzählung lässt Adolf Muschg in einer ätherischen Zwischenwelt zwischen Diesseits und Jenseits spielen. Gibt es für ihn ein Leben danach?
    Buchhinweis: Adolf Muschg: Nicht mein Leben, C.H. Beck 2025. (176 Seiten)
    Erstsendung: 28.1.2025
    29 min
  • Nach Assads Sturz: Wie geht es der syrischen Musikszene?
    Syriens Musikszene ist gezeichnet von Diktatur und Krieg. Alles stand unter der Kontrolle des Assad-Regimes. Viele Musikerinnen und Musiker haben das Land verlassen. Grosse Teile der Szene lagen während des Krieges brach. Kann die Musikszene nach dem Sturz Assads wieder zum Leben erwachen?
    · Das Assad-Regime kontrollierte das kulturelle und musikalische Geschehen.
    · Musikerinnen und Musiker konnten sich in ihrer Kunst nicht frei ausdrücken.
    · Viele syrische Musikerinnen und Musiker haben das Land verlassen und sich eine Karriere im Ausland aufgebaut.
    · Grosse Teile der Musikszene lagen während des Krieges brach.
    · Was geschieht seit dem Sturz des Assad-Regimes in der Musikszene?
    · Kann ein Wiederaufbau der Kulturszene gelingen?
    Im Podcast zu hören sind:
    · Hassan Taha, Komponist, Oud-Spieler und Hornist
    · Tarek Khuluki, Gitarrist der Band Tanjaret Daghet
    · Lynn Adib, Jazz-Sängerin
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Autorin: Elisabeth von Kalnein
    Host: Katrin Becker
    Produktion: Anna Jungen
    Technik: Serge Krebs
    30 min
  • Verschwiegen und loyal: Roberto Saviano über Frauen in der Mafia
    Der italienische Journalist Roberto Saviano zeigt in seinem neuen Buch «Treue. Liebe, Begehren und Verrat – die Frauen in der Mafia» auf, wie mafiöse Strukturen die intimen Beziehungen durchdringen und Frauen als Mittäterinnen und Clan-Chefinnen die kriminelle Organisation zunehmend bestimmen.
    · Mafia
    · Frauen
    · Loyaliät
    · Begehren
    · Macht
    · Verrat
    Im Podcast zu hören sind:
    · Roberto Saviano, Mafia-Experte, Journalist, Autor
    · Barbara Auer, Schauspielerin
    · Rosa Di Fiore, Kronzeugin
    · Anna Carrino, Kronzeugin
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Autorin: Sabine Bitter
    Host: Katrin Becker
    Produktion: Sarah Herwig
    Technik: Michael Studer
    29 min
  • Kultur-Talk: Schweizer Kulturszene 5 Jahre nach Corona-Shutdown
    Am 16. März 2020 erklärte der Bundesrat gemäss Epidemiengesetz die «ausserordentliche Lage». Ausser Lebensmittelgeschäften mussten alle Läden, Restaurants und Unterhaltungsbetriebe schliessen. Veranstaltungen waren verboten. Auch für die Kulturschaffenden und -institutionen ein extremer Einschnitt.
    Bund und Kantone sprangen nach Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen schnell mit Finanzhilfen für Kulturschaffende und -unternehmen ein. 560 Millionen Franken an Ausfallentschädigungen, Nothilfe und Finanzhilfen für Kulturvereine im Laienbereich wurden ausbezahlt. Wie hat das geholfen? Wie hat die Kulturszene den Ausnahmezustand überstanden? Welche Folgen hat Corona für die Kulturförderung? Es diskutieren Carine Bachmann, Direktorin des Bundesamts für Kultur, und Alex Meszmer, Geschäftsführer von Suisseculture, Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden.
    29 min

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