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Unser Text mit einem kleinen, aber für das Verständnis sehr bedeutsamen Wort: „Desgleichen“, das bedeutet „genauso“. Im Kapitel vorher hatte Petrus das neue Gottesvolk beschrieben. Zu diesem gehören die verheirateten Frauen und Männer, wenn sie die Freundlichkeit des Herrn persönlich erfahren haben. Durch die neue Beziehung zu Jesus und Gott sind sie lebendige Steine im Haus Gottes geworden. Ja, sie gehören selbst zur heiligen Priesterschaft, welche die Wohltaten Gottes verkündigen sollen als Berufene, die jetzt in seinem wunderbaren Licht leben.
Unserem Text gehen Ermahnungen voraus an die Fremden und Pilger aus anderen Ländern, die in Beziehung mit Jesus und Gott leben und sich in den Gemeinden versammeln, als Knechte Gottes gute Werke zu tun, neben der Ehrfurcht vor Gott alle Menschen zu ehren einschließlich des Oberhauptes des Staates. Ebenso gehen Ermahnungen an solche Sklaven voraus, welche Jesus kennen lernten und sich ihm unterordneten. Sie sollen sich nicht um ihre Freiheit bemühen, sondern ihren Besitzern dienen. Nicht nur den freundlichen und gütigen, sondern auch den „wunderlichen“. Also denen, die sie hart und ungerecht behandeln!
Im vorigen Textabschnitt stellte Petrus den Sklaven Jesus als Beispiel vor, der selbst mit Unrecht Wunden erlitten hatte. Genau so sollen die verheirateten Frauen sich verhalten, schreibt der Apostel Petrus in seinem Brief an die wachsenden Gemeinden.
Im zweiten Teil des ersten Satzes nennt Petrus den Hintergrund seiner Überlegungen: Ziel seiner Ermahnungen sind die Menschen, welche noch keine lebendige Alltags-Beziehung zu Jesus und Gott haben. Diese sollen durch das Beispiel der Frauen „… ohne Worte gewonnen werden!“
„Reinheit und Ehrfurcht“ nennt er als Kennzeichen solcher Ehefrauen, die zu den Versammlungen der Christen im ersten Jahrhundert kommen. Negativ bewertet er äußeren Schmuck wie geflochtenes Haar, goldene Ketten und prächtige Kleider. Möglicherweise meint er das im Blick auf andere Männer, die sich beim Anblick solcher geschmückten Frauen von diesen angezogen fühlen und die Ehefrauen und sich selbst in Versuchung bringen könnten. Wenn das so ist, dann ist der verheiratete Petrus nicht gegen Schmuck unverheirateter Mädchen und junger Frauen bei kleinen und großen Festen auf der Suche nach einem zukünftigen Ehemann.
Auch Vers 7 in unserem Textabschnitt wendet sich gegen ein Jahrhunderte
gepflegtes Missverständnis, nach dem Ehefrauen in allen Dingen gehorsam sein müssten, unabhängig davon, ob ihre Ehemänner ihnen mit Respekt begegnen oder nicht. Die Geschichte ist voll von Beispielen, in der Ehefrauen unterdrückt wurden und eben nicht respektvoll behandelt wurden. Negativ-beispiele schlagender Ehemänner mit der Begründung „Du sollst mein Untertan sein!“ gab und gibt es immer wieder – auch mit Begründung dieses Bibelverses aus unserem Abschnitt. Frauen-Häuser für geflüchtete Ehefrauen sind ein Hinweis dazu.
Der verheiratete Petrus, von dem der Apostel Paulus berichtet, dass die Ehefrau diesen auf seinen Reisen begleitete, hat an keiner Stelle seine Ehefrau benannt. Manche Forscher meinen, dass eine der drei Marias, welche Jesus begleiteten, die Mutter des Evangelisten Markus gewesen sei, den Petrus in seinem Brief als „mein Sohn“ bezeichnete. Aber ob dieses zutrifft oder eine andere unbenannte Person den Apostel als Ehefrau begleitete,
ist in diesem Fall nicht entscheidend, wenn es heißt „desgleichen“ (also genauso) sollen die verheirateten Männer sich verhalten - nämlich sich zurückhaltend kleiden, um nicht von anderen Frauen begehrt zu werden und so in Versuchung zu kommen oder andere Frauen in Versuchung zu führen.
„Sie sind Miterben der Gnade des Lebens“ nennt Petrus die Ehefrauen der mit Jesus in Alltagsbeziehung lebenden Ehemänner! Nicht nur den im Glauben mit Gott und Jesus lebenden Ehemännern allein ohne ihre Frauen ist das neue Leben versprochen, sondern auch die mit ihnen verheirateten Frauen gehören in die neue Lebensgemeinschaft mit Jesus und Gott dazu!
In keinem Fall ist die Unterdrückung der Ehefrauen durch ihre Ehemänner mit diesem Textabschnitt zu begründen. Petrus wird unzweifelhaft seine im Verborgenen gehaltene Ehefrau mit Respekt behandelt haben. Sicher haben die von ihm besuchten Gemeinden die Frau des Apostels gekannt, die so als Miterbin der Zuwendung Gottes bezeichnet wird.
Noch ein weiteres Argument bringt der Apostel aus der Praxis seiner Ehe in seinem Brief vor:
In jeder ehelichen Gemeinschaft bereichert gemeinsames Beten die Liebesgemeinschaft einer Ehe mit Gott. Andere Menschen zu gewinnen für eine wunderbare Lebensgemeinschaft mit Gott und Jesus, das dürfen verheiratete - und unverheiratete - Frauen und Männer. Dazu gebe uns der allmächtige und liebende Gott seinen Geist und seine Kraft. So soll es sein.
Autor: Martin Oberkinkhaus
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By ERF - Der Sinnsender5
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Unser Text mit einem kleinen, aber für das Verständnis sehr bedeutsamen Wort: „Desgleichen“, das bedeutet „genauso“. Im Kapitel vorher hatte Petrus das neue Gottesvolk beschrieben. Zu diesem gehören die verheirateten Frauen und Männer, wenn sie die Freundlichkeit des Herrn persönlich erfahren haben. Durch die neue Beziehung zu Jesus und Gott sind sie lebendige Steine im Haus Gottes geworden. Ja, sie gehören selbst zur heiligen Priesterschaft, welche die Wohltaten Gottes verkündigen sollen als Berufene, die jetzt in seinem wunderbaren Licht leben.
Unserem Text gehen Ermahnungen voraus an die Fremden und Pilger aus anderen Ländern, die in Beziehung mit Jesus und Gott leben und sich in den Gemeinden versammeln, als Knechte Gottes gute Werke zu tun, neben der Ehrfurcht vor Gott alle Menschen zu ehren einschließlich des Oberhauptes des Staates. Ebenso gehen Ermahnungen an solche Sklaven voraus, welche Jesus kennen lernten und sich ihm unterordneten. Sie sollen sich nicht um ihre Freiheit bemühen, sondern ihren Besitzern dienen. Nicht nur den freundlichen und gütigen, sondern auch den „wunderlichen“. Also denen, die sie hart und ungerecht behandeln!
Im vorigen Textabschnitt stellte Petrus den Sklaven Jesus als Beispiel vor, der selbst mit Unrecht Wunden erlitten hatte. Genau so sollen die verheirateten Frauen sich verhalten, schreibt der Apostel Petrus in seinem Brief an die wachsenden Gemeinden.
Im zweiten Teil des ersten Satzes nennt Petrus den Hintergrund seiner Überlegungen: Ziel seiner Ermahnungen sind die Menschen, welche noch keine lebendige Alltags-Beziehung zu Jesus und Gott haben. Diese sollen durch das Beispiel der Frauen „… ohne Worte gewonnen werden!“
„Reinheit und Ehrfurcht“ nennt er als Kennzeichen solcher Ehefrauen, die zu den Versammlungen der Christen im ersten Jahrhundert kommen. Negativ bewertet er äußeren Schmuck wie geflochtenes Haar, goldene Ketten und prächtige Kleider. Möglicherweise meint er das im Blick auf andere Männer, die sich beim Anblick solcher geschmückten Frauen von diesen angezogen fühlen und die Ehefrauen und sich selbst in Versuchung bringen könnten. Wenn das so ist, dann ist der verheiratete Petrus nicht gegen Schmuck unverheirateter Mädchen und junger Frauen bei kleinen und großen Festen auf der Suche nach einem zukünftigen Ehemann.
Auch Vers 7 in unserem Textabschnitt wendet sich gegen ein Jahrhunderte
gepflegtes Missverständnis, nach dem Ehefrauen in allen Dingen gehorsam sein müssten, unabhängig davon, ob ihre Ehemänner ihnen mit Respekt begegnen oder nicht. Die Geschichte ist voll von Beispielen, in der Ehefrauen unterdrückt wurden und eben nicht respektvoll behandelt wurden. Negativ-beispiele schlagender Ehemänner mit der Begründung „Du sollst mein Untertan sein!“ gab und gibt es immer wieder – auch mit Begründung dieses Bibelverses aus unserem Abschnitt. Frauen-Häuser für geflüchtete Ehefrauen sind ein Hinweis dazu.
Der verheiratete Petrus, von dem der Apostel Paulus berichtet, dass die Ehefrau diesen auf seinen Reisen begleitete, hat an keiner Stelle seine Ehefrau benannt. Manche Forscher meinen, dass eine der drei Marias, welche Jesus begleiteten, die Mutter des Evangelisten Markus gewesen sei, den Petrus in seinem Brief als „mein Sohn“ bezeichnete. Aber ob dieses zutrifft oder eine andere unbenannte Person den Apostel als Ehefrau begleitete,
ist in diesem Fall nicht entscheidend, wenn es heißt „desgleichen“ (also genauso) sollen die verheirateten Männer sich verhalten - nämlich sich zurückhaltend kleiden, um nicht von anderen Frauen begehrt zu werden und so in Versuchung zu kommen oder andere Frauen in Versuchung zu führen.
„Sie sind Miterben der Gnade des Lebens“ nennt Petrus die Ehefrauen der mit Jesus in Alltagsbeziehung lebenden Ehemänner! Nicht nur den im Glauben mit Gott und Jesus lebenden Ehemännern allein ohne ihre Frauen ist das neue Leben versprochen, sondern auch die mit ihnen verheirateten Frauen gehören in die neue Lebensgemeinschaft mit Jesus und Gott dazu!
In keinem Fall ist die Unterdrückung der Ehefrauen durch ihre Ehemänner mit diesem Textabschnitt zu begründen. Petrus wird unzweifelhaft seine im Verborgenen gehaltene Ehefrau mit Respekt behandelt haben. Sicher haben die von ihm besuchten Gemeinden die Frau des Apostels gekannt, die so als Miterbin der Zuwendung Gottes bezeichnet wird.
Noch ein weiteres Argument bringt der Apostel aus der Praxis seiner Ehe in seinem Brief vor:
In jeder ehelichen Gemeinschaft bereichert gemeinsames Beten die Liebesgemeinschaft einer Ehe mit Gott. Andere Menschen zu gewinnen für eine wunderbare Lebensgemeinschaft mit Gott und Jesus, das dürfen verheiratete - und unverheiratete - Frauen und Männer. Dazu gebe uns der allmächtige und liebende Gott seinen Geist und seine Kraft. So soll es sein.
Autor: Martin Oberkinkhaus
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