
Sign up to save your podcasts
Or


Mädchen sind in der Schule erfolgreicher als Knaben – darauf verweisen Studien seit Jahren. Doch seit der Pandemie zeichnet sich ein bemerkenswerter Wandel ab: Während Mädchen nach wie vor bessere Leistungen zeigen, nehmen psychische Belastungen deutlich zu. Knaben wirken dagegen oft gelassener und lässiger, auch wenn hinter der vermeintlichen Coolness Risiken lauern. Doch nicht alle Mädchen sind belastet, und nicht alle Knaben sind locker drauf. Die Unterschiede innerhalb der Geschlechter sind grösser als zwischen ihnen. Empirische Daten machen allerdings nachdenklich. Die Zahl psychischer Erkrankungen ist bei Mädchen in den vergangenen Jahren um 26 Prozent gestiegen, bei Knaben lediglich um sechs Prozent. In dieser Episode beleuchte ich zusammen mit Dagmar Pauli (Stv. Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich) die Hintergründe und Herausforderungen solcher Entwicklungen.
Literatur
Education to Go
Redaktion: Dominic Dillier & Margrit Stamm
Gymnasien und Berufsbildung werden oft gegeneinander ausgespielt. Das ist problematisch. So hört man immer wieder, die Gymnasien seien schuld, dass der Berufsbildung die leistungsstarken Lernenden fehlen, weshalb sie das Verliererimage bekommen würden. Aber ist das Gymnasium wirklich der Prügelknabe? Eher nicht, denn gute Lernende fehlen nicht deshalb, weil sie sich fürs Gymnasium entscheiden. Nach wie vor wählen gleich viel Jugendliche als bisher das Gymnasium, aber etwas mehr eine Fachmittelschule. Der Berufsbildung stehen somit nicht signifikant weniger leistungsfähige junge Menschen zur Verfügung. In dieser Episode geht es nicht Erhöhung der gymnasialen Maturaquote, sondern um Überlegungen, wo Gymnasium und Berufsbildung noch Potenziale haben.
Stamm, M. (2021). Gymnasien und Berufsbildung: Ihre genutzten und ungenutzten Potenziale. Dossier 21/2. Aarau: Forschungsinstitut Swiss Education.
Education to Go
Redaktion: Dominic Dillier & Margrit Stamm
Unsere Hochleistungsgesellschaft setzt alle unter Druck. Darauf reagieren die meisten mit Stress. Effizienz ist die neue Optimierungstugend, wie es früher das Geldsparen war. Im Podcast fragen wir uns, was das für Familien, Schulen, Kinder und Heranwachsende, aber auch für die Bildungspolitik, bedeutet. Basierend auf meiner These, dass wir nicht lediglich Gefangene, sondern genauso Architekten der Effizienzfalle sind, diskutieren wir verschiedene Möglichkeiten, wie dieser Teufelskreis zumindest teilweise unterbrochen werden kann.
Ordnung, C. & und Cadeggianini, C. (2023). Familie am Tisch. München Kösel.
Education to Go
Elitär, exklusiv, käuflich und ungerecht, sagen die Gegner – innovativ, leistungsförderlich, individualisiert und familienfreundlich, die Befürworter. Die Positionen könnten unterschiedlicher nicht sein. Bei vielen Eltern sind Privatschulen beliebt, bei Bildungsverantwortlichen und in der Wissenschaft gelten sie eher als geduldete oder gefährliche Konkurrenz. Mit Gerhard Pfister, Nationalrat, promovierter Germanist und mit viel Erfahrung in Führungsgremien von Privatschulen ausgestattet, diskutiere ich die aktuelle Situation von privaten und öffentlichen Schulen. Und wir fragen, weshalb Privatschulen den Zeitgeist offenbar besser treffen, aber auch, wie und ob sie einen Beitrag zur Inklusion leisten könnten. Moderiert wird das Gespräch von Urs Leuthard, Journalist und Leiter der TV-Bundeshausredaktion SRF.
Literatur
Education to Go
Autorität ist ein schwieriger Begriff, und wir alle haben Erfahrungen mit ihr. Wer selbst autoritär erzogen worden ist, will alles dafür tun, um nicht ein Abbild der strengen Eltern oder des angsteinflössenden Paukerlehrers zu werden. Autorität wird deshalb mit Drill, Angst und konservativem Denken gleichgesetzt und im Widerspruch zu Freiheit und Selbstbestimmung gesehen. Trends wie #beziehungstatterziehung gelten als neue Alternativen. Solche Gedanken sind die Grundlagen für mein Gespräch mit Roland Reichenbach, Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Zürich.
Reichenbach, R. (2025). Die Pädagogik der Privilegierten. Ein Essay. Stuttgart: Kohlhammer.
Education to Go
Die Akzeptanz von Schulnoten hatte auch schon bessere Zeiten. Heute sind sie zumindest umstritten. Trotzdem gibt es einen grossen Gap zwischen befürwortenden Stimmen und solchen ablehnender Art. Erstere sind überzeugt, man könne mit einer seriösen Handhabung der Noten die Beurteilung Heranwachsender sowie Übertrittsentscheide deutlich gerechter gestalten. Letztere prangern Schulnoten als rückwärtsgewandtes Beurteilungssystem an, das aus der Zeit gefallen sei. Was sagt die Forschung? Noten haben sehr problematische Seiten. Würden sich diese beheben lassen, hätte man dies schon lange getan. Bisher gibt es kein alternatives System, das Noten verzerrungsfrei abbilden kann.
Besprochene Literatur / Film:
Education to Go
Der Umgang Jugendlicher mit Social Media ist in aller Leute Mund. In erster Linie scheint es ausschliesslich um Verbote des Handys in den Schulen zu gehen. In unserem Podcast spannen wir den Bogen weiter. Wir versuchen, das Thema möglichst objektiv anzugehen und nicht nur die „Sucht“ der Jugendlichen in den Blick zu nehmen, sondern auch uns Erwachsene selbst als „Modelle“ - ob wir das wollen oder nicht. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie wirksam Verbote sein können und wo Medienerziehung ansetzen müsste.
Literatur zur Folge:
Smartphone-Kindheiten. Aargauer Zeitung / Die Nordwestschweiz, 04.03., 2.
Education to Go
Schwänzen ist die negativste Form schulischer Partizipation. Dessen sind sich Schulen, Eltern und die Gesellschaft immer mehr bewusst. Schulabsentismus nimmt zu und zwar in einer bisher nicht erwarteten Form: Während Jugendliche in der Vergangenheit fast ausschliesslich verdeckt geschwänzt haben, legitimieren sie dieses Verhalten heute zunehmend aufgrund persönlicher, psychologisch bedingter Probleme. Manche sagen, Schwänzen sei eine notwendige Folge des schulischen und elterlichen Leistungsdrucks.
Literatur:
Stamm, Margrit (2013): Zu cool für die Schule? Abbrüche, Ausstiege und Ausschlüsse von Kindern und Jugendlichen aus und von der Schule. Dossier 13/2. www.margritstamm.ch
Education to Go
Schon früh lernen Kinder aus einfachen Verhältnissen, dass Intelligenz weniger wichtig ist als die soziale Herkunft. Auch dann, wenn sie überdurchschnittlich intelligent, hartnäckig und akademisch interessiert sind. Doch warum schaffen es einige trotzdem ans Gymnasium?
Literatur zur Folge:
Education to Go
From the publisher's feed

90 Listeners

17 Listeners

10 Listeners

10 Listeners

9 Listeners

18 Listeners

56 Listeners

1 Listeners

16 Listeners

4 Listeners

23 Listeners

35 Listeners

23 Listeners

6 Listeners

21 Listeners