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Ostern – Tod, Auferstehung und neues Leben
Ostern – Können Sie mit diesem kirchlichen Fest etwas anfangen? Ich meine nicht das Eiersuchen mit der Familie, ich meine den Tod und die Auferstehung Jesu. Manche sagen: „Weihnachten ist so viel schöner. Da geht es um neues Leben. Es wird ein Kind geboren. Das ist so kuschelig." Bei Ostern geht es um Leben, zuvor am Karfreitag um Tod – Jesus schenkt sein Leben und stirbt am Kreuz. Das ist mit Gewalt und Leid verbunden. Das ist die Stimmung am Ostermorgen. Aber nach diesem Tod steht die Auferstehung. Also geht es um Leben, Tod und neues Leben, das ewig dauert.
Über den Tod zu sprechen und nachzudenken fällt vielen in unserer Gesellschaft ja nicht so leicht; obwohl sich da in den letzten Jahren viel geändert hat – allein durch die Hospiz- und Palliativbewegung.
Trotzdem hat der „Tod" seine Schrecken für viele nicht verloren. Er kommt schwarz und schwer daher. Bedrohlich und bedrückend.
Ja, es ist wahr, der irdische Tod begrenzt und beendet unser Leben, er zerstört Hoffnungen und Pläne, entreißt uns unsere Lieben und stürzt uns in tiefe Trauer und großes Gefühlschaos.
Das ist die eine Seite von Karfreitag, die Seite von Ostern heißt „Auferstehung von den Toten". Heißt Leben! Leben über den Tod hinaus. Etwas Einmaliges, Unvorstellbares, noch nie Dagewesenes. – Wie bekomme ich Zugang dazu? Ich brauche nicht viel dazu zu tun: Ich wende mich nur Jesus zu und vertraue ihm.
Ostern ist vielleicht nicht das beliebteste, aber eines der wichtigsten Feste der Christen. Karfreitag ist das Zentralereignis. Jesus hat sein Leben freiwillig für uns hingegeben und ist so seinem himmlischen Vater gehorsam. Dadurch wird uns unsere Schuld vor Gott vergeben und der Weg zu IHM frei gemacht.
Ostern ist das Fest der Befreiung. Es geht auf das jüdische Pessach zurück, an dem Juden sich jedes Jahr an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten erinnern.
An Karfreitag feiern Christen die Befreiung von ihrer Schuld durch Jesu Tod. Dies ist eine einmalige Sache, die auch nur durch Jesus Christus geschehen konnte. Damals – zur Zeitenwende. Und nur wenige haben es live miterlebt. Wie zum Beispiel die Jünger Jesu und die Frauen, die mit ihnen unterwegs waren: Maria, die Mutter Jesu, Salome, Maria von Magdala, Johanna und Susanna.
Maria von Magdala – eine befreite und veränderte Frau! Das ermöglicht Ostern.
Einen Teil ihrer Lebensgeschichte erlebe ich in der Bibel. Dort heißt es über sie: „Dabei begleiteten Jesus einige Frauen … zu ihnen gehörte Maria Magdalena, die ER von 7 Dämonen befreit hatte." (Lk 8, 2).
Ich weiß nicht, wie dies im Einzelnen geschah. Aber eines ist mir klar: Es war eine furchtbare Belastung für Maria. Vielleicht war sie früh verwaist und ohne Eltern aufgewachsen, vielleicht war sie missbraucht worden oder zur Prostitution gezwungen worden.
Auf jeden Fall blieben dunkle Schatten aus der Vergangenheit, die sie niederdrückten; denen sie nicht entrinnen konnte. Das hielt sie gefangen und machte sie unfrei. Wahrscheinlich war sie auch aus der Gesellschaft ausgeschlossen.
Bestimmt war es ein lebensbedrohlicher Schmerz, der ihr Leben stark belastete. Aber Jesus befreite sie von dieser Not und den Dämonen, die sie quälten, durch seine göttliche Kraft. Allein durch die Begegnung mit Jesus, durch eine Berührung, durch ein vollmächtiges Wort von IHM konnte sie frei werden.
Das möchte ich auch erleben: Eine heilende Begegnung mit Jesus; eine so tiefe Beziehung zum Sohn Gottes, dass ER mich frei macht von meinen Ängsten, Sorgen, Abhängigkeiten. Dass ER mein Lebensmittelpunkt ist und bleibt und ich IHM folge mein Leben lang.
Maria ist Jesus von ihrer heilsamen Begegnung an ihr ganzes Leben lang gefolgt, freudig und loyal. Jesus ist ihr Befreier, ihr Retter, ihr Rabbi. Durch IHN und seine frohe Botschaft hat sie einen neuen Lebensinhalt, einen neuen Sinn im Leben bekommen. Durch die Gruppe um ihren Rabbi – seine Jünger und Anhänger – hat sie eine neue Familie erhalten.
Ich vermute, sie ist äußerst dankbar und baut hierauf ihr Leben und ihre Zukunft auf. Sie verdankt Jesus viel und sie bleibt auch bei IHM, als es schwierig wird und die Soldaten Jesus verhaften.
Sogar bis unters Kreuz ist sie Jesus gefolgt und hat dort ausgehalten bis zu Seinem Tod. Sie ist nicht weggelaufen vor dem Schmerz, vor der Ungewissheit, vor der Gewalt!
Nun ist sie auf dem Weg zu Jesus, ihrem Herrn, ein letztes Mal. Sie will Seinen Leichnam salben, so wie es Brauch ist. Sie will Ihm einen letzten Liebesdienst erweisen, ein letztes Mal mit Jesus sein. Auf dem Weg vor die Mauern der Stadt gehen ihr viele Gedanken und Erinnerungen durch den Kopf. Aber auch die Verzweiflung bricht sich immer wieder Bahn. Was soll sie nur ohne ihn tun? Wie soll ihr Leben weitergehen?
Als sie am Grab ankommt, folgt eine Reihe von ungewöhnlichen Ereignissen: Der Stein ist vom Grab weggerollt und Jesu Leichnam ist nicht da. Alles, was sie sich vorgestellt hat, bricht zusammen. Sie weint, was mehr als verständlich ist. Dann folgt ein außergewöhnliches Gespräch – mit Engeln. Und als sie sich danach umdreht, sieht sie Jesus, spricht ihn an und erkennt ihn nicht. Ihre Augen sehen seinen Umriss, seine Haare, sein Aussehen, das sie sehr gut kennt und trotzdem nicht erkennt. Sie kann das, was sie sieht, nicht einordnen, zu unglaublich ist es. Etwas nie zuvor Dagewesenes ist es.
Da spricht Jesus sie an. Und als sie den Klang seiner Stimme hört und sie mit ihrem Namen im Innersten ihres Wesens trifft, „Maria." – da steht kein Zweifel mehr zwischen ihnen und sie weiß, es ist wahr. Er ist es. „Rabbuni." Sagt sie. Jesus ist auferstanden, er lebt!
So eine innige Begegnung wünsche ich mir auch – am Ende meines Lebens – wenn ich IHM gegenüberstehe.
Er sagt: „Christiane." Und ich antworte: „Mein Herr und mein Gott!"
Autor: Christiane Eickholt-Schlieper
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By ERF - Der Sinnsender5
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Ostern – Tod, Auferstehung und neues Leben
Ostern – Können Sie mit diesem kirchlichen Fest etwas anfangen? Ich meine nicht das Eiersuchen mit der Familie, ich meine den Tod und die Auferstehung Jesu. Manche sagen: „Weihnachten ist so viel schöner. Da geht es um neues Leben. Es wird ein Kind geboren. Das ist so kuschelig." Bei Ostern geht es um Leben, zuvor am Karfreitag um Tod – Jesus schenkt sein Leben und stirbt am Kreuz. Das ist mit Gewalt und Leid verbunden. Das ist die Stimmung am Ostermorgen. Aber nach diesem Tod steht die Auferstehung. Also geht es um Leben, Tod und neues Leben, das ewig dauert.
Über den Tod zu sprechen und nachzudenken fällt vielen in unserer Gesellschaft ja nicht so leicht; obwohl sich da in den letzten Jahren viel geändert hat – allein durch die Hospiz- und Palliativbewegung.
Trotzdem hat der „Tod" seine Schrecken für viele nicht verloren. Er kommt schwarz und schwer daher. Bedrohlich und bedrückend.
Ja, es ist wahr, der irdische Tod begrenzt und beendet unser Leben, er zerstört Hoffnungen und Pläne, entreißt uns unsere Lieben und stürzt uns in tiefe Trauer und großes Gefühlschaos.
Das ist die eine Seite von Karfreitag, die Seite von Ostern heißt „Auferstehung von den Toten". Heißt Leben! Leben über den Tod hinaus. Etwas Einmaliges, Unvorstellbares, noch nie Dagewesenes. – Wie bekomme ich Zugang dazu? Ich brauche nicht viel dazu zu tun: Ich wende mich nur Jesus zu und vertraue ihm.
Ostern ist vielleicht nicht das beliebteste, aber eines der wichtigsten Feste der Christen. Karfreitag ist das Zentralereignis. Jesus hat sein Leben freiwillig für uns hingegeben und ist so seinem himmlischen Vater gehorsam. Dadurch wird uns unsere Schuld vor Gott vergeben und der Weg zu IHM frei gemacht.
Ostern ist das Fest der Befreiung. Es geht auf das jüdische Pessach zurück, an dem Juden sich jedes Jahr an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten erinnern.
An Karfreitag feiern Christen die Befreiung von ihrer Schuld durch Jesu Tod. Dies ist eine einmalige Sache, die auch nur durch Jesus Christus geschehen konnte. Damals – zur Zeitenwende. Und nur wenige haben es live miterlebt. Wie zum Beispiel die Jünger Jesu und die Frauen, die mit ihnen unterwegs waren: Maria, die Mutter Jesu, Salome, Maria von Magdala, Johanna und Susanna.
Maria von Magdala – eine befreite und veränderte Frau! Das ermöglicht Ostern.
Einen Teil ihrer Lebensgeschichte erlebe ich in der Bibel. Dort heißt es über sie: „Dabei begleiteten Jesus einige Frauen … zu ihnen gehörte Maria Magdalena, die ER von 7 Dämonen befreit hatte." (Lk 8, 2).
Ich weiß nicht, wie dies im Einzelnen geschah. Aber eines ist mir klar: Es war eine furchtbare Belastung für Maria. Vielleicht war sie früh verwaist und ohne Eltern aufgewachsen, vielleicht war sie missbraucht worden oder zur Prostitution gezwungen worden.
Auf jeden Fall blieben dunkle Schatten aus der Vergangenheit, die sie niederdrückten; denen sie nicht entrinnen konnte. Das hielt sie gefangen und machte sie unfrei. Wahrscheinlich war sie auch aus der Gesellschaft ausgeschlossen.
Bestimmt war es ein lebensbedrohlicher Schmerz, der ihr Leben stark belastete. Aber Jesus befreite sie von dieser Not und den Dämonen, die sie quälten, durch seine göttliche Kraft. Allein durch die Begegnung mit Jesus, durch eine Berührung, durch ein vollmächtiges Wort von IHM konnte sie frei werden.
Das möchte ich auch erleben: Eine heilende Begegnung mit Jesus; eine so tiefe Beziehung zum Sohn Gottes, dass ER mich frei macht von meinen Ängsten, Sorgen, Abhängigkeiten. Dass ER mein Lebensmittelpunkt ist und bleibt und ich IHM folge mein Leben lang.
Maria ist Jesus von ihrer heilsamen Begegnung an ihr ganzes Leben lang gefolgt, freudig und loyal. Jesus ist ihr Befreier, ihr Retter, ihr Rabbi. Durch IHN und seine frohe Botschaft hat sie einen neuen Lebensinhalt, einen neuen Sinn im Leben bekommen. Durch die Gruppe um ihren Rabbi – seine Jünger und Anhänger – hat sie eine neue Familie erhalten.
Ich vermute, sie ist äußerst dankbar und baut hierauf ihr Leben und ihre Zukunft auf. Sie verdankt Jesus viel und sie bleibt auch bei IHM, als es schwierig wird und die Soldaten Jesus verhaften.
Sogar bis unters Kreuz ist sie Jesus gefolgt und hat dort ausgehalten bis zu Seinem Tod. Sie ist nicht weggelaufen vor dem Schmerz, vor der Ungewissheit, vor der Gewalt!
Nun ist sie auf dem Weg zu Jesus, ihrem Herrn, ein letztes Mal. Sie will Seinen Leichnam salben, so wie es Brauch ist. Sie will Ihm einen letzten Liebesdienst erweisen, ein letztes Mal mit Jesus sein. Auf dem Weg vor die Mauern der Stadt gehen ihr viele Gedanken und Erinnerungen durch den Kopf. Aber auch die Verzweiflung bricht sich immer wieder Bahn. Was soll sie nur ohne ihn tun? Wie soll ihr Leben weitergehen?
Als sie am Grab ankommt, folgt eine Reihe von ungewöhnlichen Ereignissen: Der Stein ist vom Grab weggerollt und Jesu Leichnam ist nicht da. Alles, was sie sich vorgestellt hat, bricht zusammen. Sie weint, was mehr als verständlich ist. Dann folgt ein außergewöhnliches Gespräch – mit Engeln. Und als sie sich danach umdreht, sieht sie Jesus, spricht ihn an und erkennt ihn nicht. Ihre Augen sehen seinen Umriss, seine Haare, sein Aussehen, das sie sehr gut kennt und trotzdem nicht erkennt. Sie kann das, was sie sieht, nicht einordnen, zu unglaublich ist es. Etwas nie zuvor Dagewesenes ist es.
Da spricht Jesus sie an. Und als sie den Klang seiner Stimme hört und sie mit ihrem Namen im Innersten ihres Wesens trifft, „Maria." – da steht kein Zweifel mehr zwischen ihnen und sie weiß, es ist wahr. Er ist es. „Rabbuni." Sagt sie. Jesus ist auferstanden, er lebt!
So eine innige Begegnung wünsche ich mir auch – am Ende meines Lebens – wenn ich IHM gegenüberstehe.
Er sagt: „Christiane." Und ich antworte: „Mein Herr und mein Gott!"
Autor: Christiane Eickholt-Schlieper
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