Nach der Pandemie wollen alle wieder um die Welt reisen: Was in den letzten Jahren nachgelassen hat, nimmt aktuell wieder stark zu – ein Problem für Hotspots wie Machu Picchu, Venedig oder Barcelona. Auch in der Schweiz werden bekannte Orte von Touristen überrannt.
Auf die Rigi reisen beispielsweise jährlich im Schnitt 800'000. Am Caumasee gibt es mittlerweile eine Tageslimite von 1700 Personen am Tag. Auch die Stadt Luzern macht sich Gedanken. Der Tourismus sei zwar wichtig für die Stadt und habe sie auch geprägt, sagte etwa Andreas Felder von der Mitte-Partei. «Doch mittlerweile ist der Punkt erreicht, an dem sich ein Teil der Bevölkerung davon beeinträchtigt fühlt.»
Die Strategie der Stadt sieht vor, die Touristinnen und Touristen künftig besser durch die Stadt zu lenken, um Ansammlungen zu vermeiden. Die touristische Vermietung von Wohnungen, zum Beispiel über Airbnb, soll stärker reguliert werden. Reisende sollen also häufiger und länger in den städtischen Hotels übernachten.
Gast in der Sendung:
* Jürg Stettler, Tourismusexperte Hochschule Luzern