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Die Nachrichten und die Bilder, die uns diese Woche aus Butscha erreicht haben, lassen mich nicht mehr los. Wie können Menschen anderen Menschen so etwas antun? Wie können Männer so grausam werden? Mittlerweile haben uns weitere Nachrichten über Massaker an der Zivilbevölkerung, über Plünderungen und Vergewaltigungen erreicht, zum Beispiel aus Borodjanka. Und ich stelle fest: Wir haben uns auch an diesen Grad der Fürchterlichkeit bereits gewöhnt. Die erste Rakete, der erste Angriff, das erste Massaker holt Aufmerksamkeit, danach tritt rasch eine Gewöhnung ein, eine Gewöhnung an das Fürchterliche. Wie können wir, wie können die Medien damit umgehen? Wie können wir verhindern, dass wir uns an die Gräuel gewöhnen?
https://www.matthiaszehnder.ch/wochenkommentar/gewoehnung-an-das-fuerchterliche/
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
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Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Wir sehen immer wieder schreckliche Bilder vom Krieg in der Ukraine. Ausgebombte Menschen, Städte in Trümmern, verletzte, ja tote Kinder. Trotzdem sind es manchmal die kleinen Dinge, die einem unter die Haut gehen. Mich hat diese Woche ein Bild besonders berührt, das Bürger dabei zeigt, wie sie Sandsäcke rund um ein Denkmal aufschichten und so versuchen, die Statue vor Bomben und Granaten zu schützen. Das Bild symbolisiert für mich die Sinnlosigkeit und Schrecklichkeit des Krieges: Warum sollte jemand ein Denkmal zerstören? Das Bild führt uns mit Macht vor Augen, um was es in diesem Krieg eigentlich geht: Die russische Armee will die Ukraine zerstören – und das heisst: die ukrainische Kultur vernichten. Die Ukraine will um jeden Preis als Land überleben – und das heisst: die ukrainische Kultur um jeden Preis zu erhalten. Die Bürger mit den Sandsäcken schützen also nicht einfach eine Statue, sie schützen ihre Identität. Was heisst das für uns? Für unseren Umgang mit unserer eigenen Kultur? Darüber mehr diese Woche in meinem Wochenkommentar über den Krieg gegen die Kultur.
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Für uns alle sind Bilder von Kriegen nichts Neues. In der Berichterstattung von Fernsehen, Printmedien und Internet, aber auch im Kino haben Kriegsbilder schon immer eine grosse Rolle gespielt. In den meisten Fällen standen dabei aber Soldaten im Zentrum: kämpfende Helden, Flugzeuge, Maschinengewehre, Helikopter. Und immer wieder starke Männer mit schweren Waffen. Im Ukraine-Krieg ist das anders: Diesen Krieg erleben wir in den Medien sehr viel stärker aus der Perspektive der Zivilbevölkerung. Wir sehen Frauen und Männer in Kellern und auf der Flucht. Und wir sehen zerschossene und zerbombte Häuser. In meinem Wochenkommentar sage ich Ihnen, warum diese Fotos das Bild demaskieren, das wir uns bisher von Kriegen gemacht haben. Sie werden unser Bild von Kriegen grundsätzlich verändern. Ich hoffe es jedenfalls.
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Können Sie das Smartphone kaum mehr aus der Hand legen? Verfolgen Sie die Nachrichten aus der Ukraine im Minutentakt? Wechseln Sie nur noch zwischen Livetickern und Newsangeboten über den Krieg? Sie sind nicht allein: Das Phänomen heisst «Doomscrolling», also etwa «Untergangsblättern». Und das ist in diesen Tagen sehr verbreitet. Schuld ist die Evolution. Einmal mehr. Schlechte Nachrichten waren für unser Überleben als Spezies schlicht wichtiger als gute. Die Medien machen sich das seit jeher zu Nutzen und zeigen vor allem schlechte Nachrichten. Das heisst aber nicht, dass Sie sich dem Doomscrolling zum Krieg ausliefern müssen. In meinem Wochenkommentar erkläre ich Ihnen, wie unser Gehirn auf schlechte Nachrichten reagiert, wie die Medien das ausnutzen und wie Sie dem Doomscrolling entkommen können. Gerade jetzt.
Meine Podcast-Tipps: https://www.matthiaszehnder.ch/leben-digital/fuenf-empfehlenswerte-podcasts-ueber-den-ukraine-krieg/
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Zwei Wochen, nachdem Russland die Ukraine überfallen hat, stecken wir alle mitten im Krieg – im Informationskrieg. Russland will mit allen Mitteln die eigene Bevölkerung informationell einlullen und versucht langsam, in der Welt das Gift des Zweifels zu streuen. Interessant ist, dass auch bei uns das russische Narrativ bereits wieder Aufwind erhält. Sichtbar wurde das diese Woche sogar im Nationalrat während der Debatte über den Beitritt der Schweiz in den Sicherheitsrat der Uno. Als Propagandist für Russland betätigte sich dabei Roger Köppel. Aber auch in den sozialen Medien mehren sich die Kommentare, die den «Russenhass» des Westens beklagen. Täter-Opfer-Umkehr nennt man das. Schutzwesten und Bunker gibt es nicht im Informationskrieg. Wie also sollen wir uns verhalten? In meinem Wochenkommentar sage ich Ihnen, wie wir den Informationskrieg überstehen.
Textversion mit allen Quellen: https://www.matthiaszehnder.ch/wochenkommentar/informationskrieg-ueberstehen/
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Es ist schrecklich. Russland hat die Ukraine überfallen. Panzer rollen durch die Städte. Artilleriegeschosse zertrümmern Wohnhäuser. Soldaten marschieren. Es herrscht Krieg. Hier, bei uns in Europa. Kaum haben wir die Coronakrise halbwegs überwunden, sitzen wir wieder am Bildschirm, vor dem Fernseher oder am Radio und verfolgen entsetzt die Nachrichten. Wieder ist es schwierig, sich aus den vielen, sich überstürzenden Einzelteilen ein Bild zu machen. Wieder ist es anspruchsvoll, sich einerseits vielseitig zu informieren und sich andererseits vor FakeNews und vergifteten Narrativen zu schützen. Wieder droht menschliches Leid im Frühstücksfernsehen zur Unterhaltung zu verkommen – und doch können und sollen wir uns den Nachrichten nicht verschliessen. Wie können wir uns sinnvoll informieren? Mein Wochenkommentar zum Krieg in den Medien.
Meine Quellen:
«BBC News»: https://www.bbc.com/news
«Spiegel»: https://www.spiegel.de/
«Zeit»: https://www.zeit.de/thema/krieg-in-ukraine
«Echo der Zeit»: https://www.srf.ch/audio/echo-der-zeit
SRF News: https://www.srf.ch/news/ukraine-krieg
Quelle über Russland:
«Dekoder.org»: https://www.dekoder.org/de
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Es gab Zeiten, da wurde die Schweiz international für ihre Infrastruktur bewundert. Strassen, Bahnen, Brücken – in der Schweiz hat es funktioniert. Dann kamen Internet und Mobilfunk und mit ihnen die Digitalisierung. Und die Schweiz redet immer noch nur über Strassen und Parkplätze. Dabei wäre gerade die Schweiz abhängig davon, dass sie über eine möglichst gute digitale Infrastruktur verfügt. Ich zeige Ihnen heute anhand von drei Beispielen, wie schief der digitale Segen in der Schweiz hängt. Es wird Zeit, dass unsere Politiker sich von ihrem Parkplatzfimmel befreien und sich in die digitale Welt einklinken. Unsere Zukunft hängt davon ab.
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Die Schweizer Stimmbevölkerung hat am letzten Wochenende das eidgenössische Paket zur Medienförderung versenkt. So langsam lichten sich die Staubwolken und es fragt sich: Was passiert jetzt? Wie wird sich diese Medienlandschaft in der Schweiz weiterentwickeln? Das Problem dabei: Ohne Leistungen abzubauen, können die Medien kaum mehr Kosten einsparen. Und neue Einnahmen sind nicht in Sicht, es sei denn, die Politik lasse sich vor den Karren der Grossverlage spannen und führe eine Google-Steuer ein, also ein Schweizer Leistungsschutzrecht. Doch das wäre schädlicher als jede staatliche Subvention. Wie geht es also weiter mit den Medien in der Schweiz?
Textversion mit Quellen: https://www.matthiaszehnder.ch/wochenkommentar/abschied-von-der-medialen-landesversorgung/
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Dieser Tage habe ich Besuch vom Schweizer Dokumentarfilmer und Regisseur Hercli Bundi erhalten. Bundi ist daran, einen Film über das Geld zu drehen. Eine Frage war: Ist Geld eine Religion? Es ist eine verführerische Frage. Gerade in der Schweiz, wo viele Banken auch architektonisch an Tempel erinnern und es als Sakrileg gilt, den Rappen nicht zu ehren. Aber ist es so einfach? Zusammen mit Industriepfarrerin Delphine Conzelmann habe ich versucht, einige der Fragen von Hercli Bundi zu beantworten und bin dabei ins Grübeln gekommen. Ins Grübeln über das Geld. Unsere Gesellschaft ist auf Geld gebaut, – doch da, wo das Geld sein sollte, klafft eine Leerstelle. Denn was Geld genau ist, das lässt sich gar nicht so einfach sagen. Also doch ein Fall für die Pfarrerin? In meinem Wochenkommentar sage ich Ihnen, warum ich meine, dass das Geld nicht in ihr, sondern in mein Fach fällt – und was das für uns alle bedeutet.
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30 Milliarden Dollar – das ist etwa fünfmal so viel, wie die Schweiz für Kampfflugzeuge ausgeben will oder die Hälfte des ganzen Jahresumsatzes von Roche. Also richtig viel Geld. 30 Milliarden Dollar – um so viel ist das Vermögen von Mark Zuckerberg diese Woche geschrumpft: Mr. Facebook hat so viel Geld verloren, weil der Aktienkurs seiner Firma eingebrochen ist. Facebook oder «Meta», wie der Konzern mittlerweile heisst, hat aus Sicht der Anleger die besten Tage hinter sich. Die Schweizer Medien haben diese Nachricht gross und auch etwas hämisch vermeldet. Sie haben uns dabei vergessen lassen, dass wir im Internet mehr denn je in der Hand von fünf grossen amerikanischen Tech-Firmen sind. Das liegt zum Teil in der Natur der digitalen Welt. Es liegt aber auch daran, dass wir Europäer im Allgemeinen und wir Schweizer im Besondern unser digitales Schicksal nicht selbst in die Hände nehmen. Dabei gäbe es durchaus Mittel, die Dominanz der amerikanischen Big Five zu brechen.
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