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Wir kennen uns schon lange. Wenn wir uns wiedersehen, fragt der gute Freund oft: „Und? Alles klar?“ Ich weiß, wenn er diese Frage stellt, dann muss ich nicht ausweichen. Ich muss mich nicht verstellen. Ich darf ehrlich sein. Ich darf offen sagen, wie es mir gerade geht. Mein Freund wird mir aufmerksam zuhören. Er wird auch gute Worte für mich haben.
Schön, wenn wir wissen, wie wir miteinander dran sind. Bei den Männern, von denen Jesus spricht, war es anders. Sie gaben sich als Menschen aus, die es mit Gott ernst meinten. Sie achteten genau darauf, dass auch ihre Mitmenschen die Gebote von Gott ernst nahmen. Wie sie sich in der Öffentlichkeit gaben, was sie von sich gaben – alles wirkte so fromm. Doch Jesus ließ sich nicht täuschen. Alles nur Maske, nur Schein. Da ist nichts wahr, nichts echt. Seinen Jüngern gab er den dringenden Rat: „Nehmt euch in Acht vor denen, die ihre Frömmigkeit nur vor sich hertragen. Die Gott gar nicht von ganzem Herzen lieben. Die so böse Gedanken denken können. Wer sie in Wirklichkeit sind, weiß Gott nur zu gut. Vor ihm können sie nichts verbergen. Alles, was sie im Herzen tragen, kommt ans Licht.“
Und was sollen die Jünger sein? Was sollen sie nach dem Willen Jesu tun? Der Auftrag des Herrn lautet: Was von mir zu sagen ist, soll kein Geheimnis bleiben. Sagt es weiter, was ihr an mir habt und was ich allen geben kann. Wer ich bin und was ich für die Welt bedeute, davon soll nicht nur hinter verschlossenen Türen die Rede sein. Auf den Dächern sollt ihr stehen und bekannt geben: „Mit Jesus ist der Himmel auf die Erde gekommen. Glaubt an Gott und glaubt an ihn.“
Eine neue Freude am Leben will Jesus den Menschen schenken. Zurück zu Gott und ganz nahe bei Jesus – doch nicht jeder möchte diesen Schritt gehen. Wer von Christus spricht und andere im Namen Jesu bittet, anders zu leben, wird Widerspruch und Widerstand erleben. Den Jesusleuten können sogar Gewalt und auch der Tod drohen. Aber wer steht noch zu seiner Überzeugung, wenn er dann sein Leben verliert?
„Habt keine Angst“, ruft Jesus seinen Freunden zu. „Das Leben auf dieser Erde können Menschen euch nehmen. Mehr können sie euch nicht antun. Viel mehr als die Menschen ist Gott zu fürchten. Er entscheidet, wie es mit jedem Menschen nach diesem Leben weitergeht. Ob der Mensch bei Gott ist oder ob er verloren ist. Ob sich für ihn der Himmel öffnet oder ihm nur die Hölle bleibt.“
Bei Gott geborgen sein, ist das größte Glück, das ich mir vorstellen kann. Lebe ich trotzdem in ständiger Angst um mein Leben? „Für ganz wenig Geld“, sagt Jesus, „kannst du einen Spatzen kaufen. Aber denk nicht, dass Gott im Himmel auch nur einen von ihnen vergisst. Die Haare auf deinem Kopf sind auch keine Riesen. Aber stell dir vor: Gott kennt ihre Zahl. Wenn er schon das Winzige im Blick hat: Wird er dann nicht erst recht auf das Größere wie dich achten? Darum hab keine Furcht. Der Herr kümmert sich auch um dich.“
Ich habe erkannt: Jesus tut mir gut. Bei ihm habe ich es gut. Es ist wahr, was die Bibel von ihm sagt: Jesus lebt. Er lebt in mir. Bin ich auch bereit, für Jesus öffentlich und eindeutig Position zu beziehen? „Wer mich bekennt vor den Menschen“, sagt er, „den wird auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes.“ Es ist also nicht egal, wie ich es mit Jesus halte. Mein Auftreten, mein Verhalten, mein Reden und mein Schweigen bleiben nicht ohne Folgen. Ist es mir eine Freude und eine Ehre, für Jesus einzustehen? Oder behalte ich lieber für mich, wie ich über ihn denke? Bekommt überhaupt jemand mit, dass ich mein Leben in Jesu Hände gelegt habe?
„Wer mich aber verleugnet vor den Menschen“, sagt Jesus, „der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.“ Die Worte Jesu fordern heraus. Dass er über unsere Erde und ans Kreuz geht – eine größere Liebe gibt es nicht. Alles, was mir angelastet werden kann, nimmt er auf sich. Wenn Gott Gericht hält und auf mich zeigt, steht Christus auf und tritt für mich ein: „Mein Vater, ich habe alle seine Schulden mit meinem Leben bezahlt. Es ist alles gut.“ Ein Leben in Freiheit, ein Leben mit Perspektive, ein Leben im Segen, ein Leben unter der Gnade – das alles und noch viel mehr schenkt mir der Herr. Und dann streite ich ab, dass ich diesen Jesus kenne? Dann wird auch Gott mich nicht mehr kennen.
Ja oder nein zu Jesus. Oder noch mal anders. Und dann? „Wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden.“ Barmherzig geht Jesus mit dem Menschen um, der sich gegen ihn ausspricht, weil ihm die herzliche Liebe Gottes noch fremd ist. Dieser Mensch urteilt so über Jesus, weil er es nicht besser weiß. „Wer aber den Heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden.“ Ich verstehe die Worte Jesu so: Von der Barmherzigkeit Gottes bleibt der Mensch ausgeschlossen, der sein Wirken persönlich erlebt hat.
Jesus hat ihm so oft gutgetan. Er hat seine Gebete erhört, ihn durch dunkle Zeit getragen, ihm wunderbar geholfen, einen neuen Anfang gewährt. Trotzdem wendet sich der so Gesegnete entschieden und bewusst von Christus ab und äußert sich nur noch abfällig und spöttisch über seinen treuen Herrn. Jesus ermahnt seine Jünger: Wer so mit der Liebe Gottes umgeht, hat sie verspielt.
Wer es Jesus nicht vergisst, dass er so gütig und geduldig ist, dass er Trost und Frieden, Freude und Hoffnung schenkt, wird nicht überall gerne gesehen sein. Jesus kündigt an, dass auch seine Freunde angeklagt werden und sich erklären müssen. Was sollen sie dann tun, was sagen? „Sorgt euch nicht“, ruft Jesus seinen Jüngern zu. „Gott wird euch nicht mit denen alleinlassen, die Macht haben und das Urteil sprechen. Seine Kraft wird euch gute Worte in den Mund legen. Der Geist Gottes wird über euch kommen und ihr werdet meine Zeugen sein.“
„Und? Alles klar?“ So fragt ein guter Freund, wenn ich ihn besuche. Kann ich die Frage mit ‚Ja‘ beantworten, wenn ich mein Leben genauer betrachte? Habe ich gute Wege gewählt, die richtigen Weichen gestellt? Wie stehe ich zu Jesus? Wie lieb ist er mir wirklich? Hat mich seine Liebe so tief berührt, dass ich heute anders lebe? Teile ich anderen gerne mit, dass die Gegenwart Gottes das höchste Gut in meinem Leben ist? Bin ich bereit, auch dann Jesus meinen Herrn und Gott meinen Vater im Himmel zu nennen, wenn ich angefeindet und bedroht werde?
Sorgen und Ängste. Jesus, du weißt um sie. Und dann zeigst du auf eine Handvoll Spatzen. Und sie lehren mich: Der Gott, der an diese Geschöpfe denkt, achtet auch auf mich. Darum fürchte ich mich nicht. Der Herr sorgt auch für mich.
Autor: Gerhard Göller
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By ERF - Der Sinnsender5
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Wir kennen uns schon lange. Wenn wir uns wiedersehen, fragt der gute Freund oft: „Und? Alles klar?“ Ich weiß, wenn er diese Frage stellt, dann muss ich nicht ausweichen. Ich muss mich nicht verstellen. Ich darf ehrlich sein. Ich darf offen sagen, wie es mir gerade geht. Mein Freund wird mir aufmerksam zuhören. Er wird auch gute Worte für mich haben.
Schön, wenn wir wissen, wie wir miteinander dran sind. Bei den Männern, von denen Jesus spricht, war es anders. Sie gaben sich als Menschen aus, die es mit Gott ernst meinten. Sie achteten genau darauf, dass auch ihre Mitmenschen die Gebote von Gott ernst nahmen. Wie sie sich in der Öffentlichkeit gaben, was sie von sich gaben – alles wirkte so fromm. Doch Jesus ließ sich nicht täuschen. Alles nur Maske, nur Schein. Da ist nichts wahr, nichts echt. Seinen Jüngern gab er den dringenden Rat: „Nehmt euch in Acht vor denen, die ihre Frömmigkeit nur vor sich hertragen. Die Gott gar nicht von ganzem Herzen lieben. Die so böse Gedanken denken können. Wer sie in Wirklichkeit sind, weiß Gott nur zu gut. Vor ihm können sie nichts verbergen. Alles, was sie im Herzen tragen, kommt ans Licht.“
Und was sollen die Jünger sein? Was sollen sie nach dem Willen Jesu tun? Der Auftrag des Herrn lautet: Was von mir zu sagen ist, soll kein Geheimnis bleiben. Sagt es weiter, was ihr an mir habt und was ich allen geben kann. Wer ich bin und was ich für die Welt bedeute, davon soll nicht nur hinter verschlossenen Türen die Rede sein. Auf den Dächern sollt ihr stehen und bekannt geben: „Mit Jesus ist der Himmel auf die Erde gekommen. Glaubt an Gott und glaubt an ihn.“
Eine neue Freude am Leben will Jesus den Menschen schenken. Zurück zu Gott und ganz nahe bei Jesus – doch nicht jeder möchte diesen Schritt gehen. Wer von Christus spricht und andere im Namen Jesu bittet, anders zu leben, wird Widerspruch und Widerstand erleben. Den Jesusleuten können sogar Gewalt und auch der Tod drohen. Aber wer steht noch zu seiner Überzeugung, wenn er dann sein Leben verliert?
„Habt keine Angst“, ruft Jesus seinen Freunden zu. „Das Leben auf dieser Erde können Menschen euch nehmen. Mehr können sie euch nicht antun. Viel mehr als die Menschen ist Gott zu fürchten. Er entscheidet, wie es mit jedem Menschen nach diesem Leben weitergeht. Ob der Mensch bei Gott ist oder ob er verloren ist. Ob sich für ihn der Himmel öffnet oder ihm nur die Hölle bleibt.“
Bei Gott geborgen sein, ist das größte Glück, das ich mir vorstellen kann. Lebe ich trotzdem in ständiger Angst um mein Leben? „Für ganz wenig Geld“, sagt Jesus, „kannst du einen Spatzen kaufen. Aber denk nicht, dass Gott im Himmel auch nur einen von ihnen vergisst. Die Haare auf deinem Kopf sind auch keine Riesen. Aber stell dir vor: Gott kennt ihre Zahl. Wenn er schon das Winzige im Blick hat: Wird er dann nicht erst recht auf das Größere wie dich achten? Darum hab keine Furcht. Der Herr kümmert sich auch um dich.“
Ich habe erkannt: Jesus tut mir gut. Bei ihm habe ich es gut. Es ist wahr, was die Bibel von ihm sagt: Jesus lebt. Er lebt in mir. Bin ich auch bereit, für Jesus öffentlich und eindeutig Position zu beziehen? „Wer mich bekennt vor den Menschen“, sagt er, „den wird auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes.“ Es ist also nicht egal, wie ich es mit Jesus halte. Mein Auftreten, mein Verhalten, mein Reden und mein Schweigen bleiben nicht ohne Folgen. Ist es mir eine Freude und eine Ehre, für Jesus einzustehen? Oder behalte ich lieber für mich, wie ich über ihn denke? Bekommt überhaupt jemand mit, dass ich mein Leben in Jesu Hände gelegt habe?
„Wer mich aber verleugnet vor den Menschen“, sagt Jesus, „der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.“ Die Worte Jesu fordern heraus. Dass er über unsere Erde und ans Kreuz geht – eine größere Liebe gibt es nicht. Alles, was mir angelastet werden kann, nimmt er auf sich. Wenn Gott Gericht hält und auf mich zeigt, steht Christus auf und tritt für mich ein: „Mein Vater, ich habe alle seine Schulden mit meinem Leben bezahlt. Es ist alles gut.“ Ein Leben in Freiheit, ein Leben mit Perspektive, ein Leben im Segen, ein Leben unter der Gnade – das alles und noch viel mehr schenkt mir der Herr. Und dann streite ich ab, dass ich diesen Jesus kenne? Dann wird auch Gott mich nicht mehr kennen.
Ja oder nein zu Jesus. Oder noch mal anders. Und dann? „Wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden.“ Barmherzig geht Jesus mit dem Menschen um, der sich gegen ihn ausspricht, weil ihm die herzliche Liebe Gottes noch fremd ist. Dieser Mensch urteilt so über Jesus, weil er es nicht besser weiß. „Wer aber den Heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden.“ Ich verstehe die Worte Jesu so: Von der Barmherzigkeit Gottes bleibt der Mensch ausgeschlossen, der sein Wirken persönlich erlebt hat.
Jesus hat ihm so oft gutgetan. Er hat seine Gebete erhört, ihn durch dunkle Zeit getragen, ihm wunderbar geholfen, einen neuen Anfang gewährt. Trotzdem wendet sich der so Gesegnete entschieden und bewusst von Christus ab und äußert sich nur noch abfällig und spöttisch über seinen treuen Herrn. Jesus ermahnt seine Jünger: Wer so mit der Liebe Gottes umgeht, hat sie verspielt.
Wer es Jesus nicht vergisst, dass er so gütig und geduldig ist, dass er Trost und Frieden, Freude und Hoffnung schenkt, wird nicht überall gerne gesehen sein. Jesus kündigt an, dass auch seine Freunde angeklagt werden und sich erklären müssen. Was sollen sie dann tun, was sagen? „Sorgt euch nicht“, ruft Jesus seinen Jüngern zu. „Gott wird euch nicht mit denen alleinlassen, die Macht haben und das Urteil sprechen. Seine Kraft wird euch gute Worte in den Mund legen. Der Geist Gottes wird über euch kommen und ihr werdet meine Zeugen sein.“
„Und? Alles klar?“ So fragt ein guter Freund, wenn ich ihn besuche. Kann ich die Frage mit ‚Ja‘ beantworten, wenn ich mein Leben genauer betrachte? Habe ich gute Wege gewählt, die richtigen Weichen gestellt? Wie stehe ich zu Jesus? Wie lieb ist er mir wirklich? Hat mich seine Liebe so tief berührt, dass ich heute anders lebe? Teile ich anderen gerne mit, dass die Gegenwart Gottes das höchste Gut in meinem Leben ist? Bin ich bereit, auch dann Jesus meinen Herrn und Gott meinen Vater im Himmel zu nennen, wenn ich angefeindet und bedroht werde?
Sorgen und Ängste. Jesus, du weißt um sie. Und dann zeigst du auf eine Handvoll Spatzen. Und sie lehren mich: Der Gott, der an diese Geschöpfe denkt, achtet auch auf mich. Darum fürchte ich mich nicht. Der Herr sorgt auch für mich.
Autor: Gerhard Göller
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