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Im vergangenen Jahr durfte sich die drittgrößte sächsische Stadt Chemnitz gemeinsam mit dem slowenischen Nova Goricia mit dem Titel als „Europäische Kulturhauptstadt“ schmücken. 12 Monate lang luden unzählige Ausstellungen, Inszenierungen und Performances nach Mittelsachsen ein, unter dem Motto „C the Unseen“ die Aufmerksamkeit für das auf den ersten Blick vielleicht Übersehene zu schärfen. Auch die Kirchen mischten dabei mit zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Aktionen mit.
Knapp ein Jahr später stellt sich die Frage nach dem, was bleibt und was man vielleicht auch andernorts von den Erfahrungen, die Chemnitz in diesem kulturellen Ausnahmejahr gesammelt hat, lernen kann. Heute haben wir im Podcast deshalb nochmals die Verantwortliche zu Gast, die von 2023 bis 2026 den kirchlichen Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr in Chemnitz von katholischer Seite intensiv begleitet und all die Eindrücke und im Anschluss entstandene Gedanken nun auch zwischen zwei Buchdeckel gebracht hat.
Dr. Ulrike Lynn wuchs in Erfurt auf, studierte in Berlin Germanistik und Philosophie, promovierte mit einer Arbeit über Gestik und war unter anderem in den USA und an der Universität Chemnitz wissenschaftlich tätig. Die ausgebildete Kreativitätspädagogin arbeitete zudem als Lehrerin in einer Kreativitätsgrundschule und studierte berufsbegleitend Grundschullehramt – und nicht zuletzt auch im Fernkurs Theologie.
Hinweise:
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Der 3. Oktober, der schon bald im Kalender steht, ist nicht nur deutscher Nationalfeiertag, sondern für die franziskanische Familie, also Ordensbrüder und -schwestern, die in der Tradition des mittelalterlichen Heiligen Franz von Assisi stehen, auch darüber hinaus ein besonderer Tag. Denn jedes Jahr wird mit der Feier des Transitus, zu deutsch „Hinübergangs“, an dessen Leben und Sterben erinnert. 2026 geschieht dies zum 800. Mal, weshalb im Frühjahr nicht nur die Gebeine des Heiligen in Assisi Ziel von Pilgerströmen wurden, sondern auch hierzulande zahlreiche Veranstaltungen und Formate an das Wirken und Gedankengut von Franziskus erinnern.
Doch was ist so besonders an dieser historischen Gestalt, dass sie es schafft, noch 800 Jahre später Menschen in ihren Bann zu ziehen, als Vorbild in Sachen Ökologie und Frieden zu gelten und sogar den letzten Papst als Namenspatron und Inspirationsquelle für seine großen Enzykliken _Laudato Si _und _Fratelli tutti _zu dienen? Was fasziniert uns heute so sehr an diesem italienischen Kaufmannsohn und Aussteiger, dessen Alltagswelt sich doch recht stark von unsere heutigen unterscheidet?
Prof. Dr. Volker Leppin ist Professor of Historical Theology an der Yale University. Von 2000 bis 2010 hatte er in Jena und von 2010 bis 2021 in Tübingen einen Lehrstuhl für Kirchengeschichte inne. Seiner Feder entstammen zahlreiche Veröffentlichungen zu Spätmittelalter und Reformation.
Hinweise:
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Mit dieser Folge kehrt unser Podcast aus der Sommerzeit zurück und auch im politisch-medialen Betrieb ist die parlamentarische Sommerpause passé. Doch bevor sich der politische Alltag wieder Bahn bricht, wollen wir unsere heutige Episode einem Thema widmen, das häufig zu kurz kommt, für das Gelingen unserer Demokratie und das Wohlergehen derjenigen, die darin politische Verantwortung tragen, jedoch nicht unterschätzt werden darf: Es geht um Mental Health, d.h. psychische Gesundheit in der Politik. Das betrifft nicht nur die Bundeshauptstadt Berlin, sondern auch Abgeordnete und Führungspersönlichkeiten auf anderer Ebene: vom Gemeinderat und der Bürgermeisterin bis hin ins Europaparlament.
Wie genau Politiker:innen dort mit der gesundheitlichen Belastung, die politisches Engagement teils mit sich bringt, umgehen, verrät eine Analyse, die vor wenigen Wochen im Verlag Herder erschienen ist. Die beiden Autorinnen Tannaz Falaknaz und Cécile Weidhofer kennen das System, das an seine Limits gerät, aus eigener Erfahrung. Gerade deshalb haben sie sich im Gespräch mit Mandatsträger:innen aller politischen Ebenen, Expert:innen und Menschen, die den Schritt aus der aktiven Politik bereits hinter sich haben, daran gemacht, einen Wegweiser für eine gesündere Zukunft zu entwickeln. Denn wenn Burnout, Stress und die psychische Belastung von Politiker:innen ein Tabuthema bleiben, hat dies Folgen für unsere Demokratie. Wenn sich immer mehr Politiker:innen aus dem Tagesgeschäft zurückziehen, dann stellt sich die Frage, wer sich überhaupt noch engagiert – und wer bleibt.
Tannaz Falaknaz ist Trainerin und Moderatorin für Diversity und Frauen in der Politik. Zu ihren Schwerpunkten zählen parteiinterne Strategien zur Gewinnung von Frauen für die Kommunalpolitik. Sie war fünf Jahre lang kommunale Mandatsträgerin für die SPD in Berlin-Pankow und darüber hinaus viele Jahre parteipolitisch aktiv.
Cécile Weidhofer ist Director bei der EAF Berlin und arbeitet seit vielen Jahren zum Thema Gleichstellung in Politik und Verwaltung. Zuvor war sie kommunal- und parteipolitisch für die FDP in Mecklenburg-Vorpommern aktiv.
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Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Gerade jetzt in den Sommermonaten kann es passieren, dass man vor einem Sonnenuntergang, einem im Wind wiegenden Getreidefeld oder der Meeresbrandung steht, und sich denkt: Wow, wie faszinierend, dass es das gibt! Die Frage, warum überhaupt etwas ist - und nicht vielmehr nichts - vielleicht ist sie der Ausgangspunkt von Philosophie und Religion schlechthin. Christ:innen sprechen deshalb von der Welt als Schöpfung, weil sie daran glauben, dass sich diese letztlich Gott als Schöpfer verdankt.
In unserer kleinen Reihe "PopUp. Gott im Pop" haben wir gemeinsam mit dem Salzburger Theologen Prof. Dr. Martin Dürnberger in den vergangenen Jahren immer wieder einen popmusikalischen Zugang zu den großen theologischen Fragen gewählt und gefragt, wo in aktueller Popmusik religiöse Motive durchschimmern. 2023 ist dabei eine kleine, feine Episode entstanden, die das Thema Schöpfung und auch den Sündenfall sowie die Frage nach der Herkunft des Bösen in der Welt musikalisch erschließt.
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Der Ausruf "Wenn Gott keinen Spaß verstünde, so möchte ich nicht im Himmel sein!", wird niemand anderem als Reformator Martin Luther persönlich als Zitat zugeschrieben. Die Frage, ob und bis wann Religion und Glaube Anlass für ein belustigtes Lachen oder ein ironisches Augenzwinkern sein dürfen, ist allerdings hoch umstritten. Wenn Comedians Religionsgemeinschaften durch den Kakao ziehen, Zeitungen provozierende Karikaturen drucken oder beim rheinischen Karneval die Umzugswägen mit der Kirche humorvoll ins Gericht gehen, finden das die einen amüsant - hört für andere hingegen schnell der Spaß auf.
Bei "Mit Herz und Haltung" haben wir 2022 mit dem Theologen Dr. Andreas Weiß darüber gesprochen, wie Humor und Religion zusammenpassen und wo Spannungen vorprogrammiert sind. Die Episode hat sich inzwischen hinter zahlreichen Neuerscheinungen versteckt - das Thema aber ist zeitlos, weshalb wir das Gespräch für euch als Best-Of-Folge von "Mit Herz und Haltung" während der Sommermonate von seiner digitalen Patina befreit und aufbereitet haben.
Hinweise
Fällt der Name Bob Dylan, haben die allermeisten direkt eine Melodie im Ohr. Ob "Blowing in the Wind", "Like a Rolling Stone" oder "Mr. Tambourine Man" - viele von Dylans Songs sind weltberühmt geworden. 2016 wurde ihm „für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition“ als erstem Musiker überhaupt der Nobelpreis für Literatur verliehen. Noch immer ist der inzwischen 85-Jährige auf Tour.
Hinweise
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Für den Beginn unserer Sommerpause mit Best-Of-Charakter haben wir eine Folge rund um ein Thema ausgewählt, für das an langen Sommerabenden auf Terrasse und Balkon oder auf einer langen Bahnfahrt ans Meer oder in die Berge endlich einmal die nötige Zeit sein dürfte: Mit Brettspielen kann man die einen jagen, manch anderen aber ein Lächeln ins Gesicht zaubern, verbindet doch nichts viele Familien oder Freundeskreise stärker, als zusammen um ein Brett zu sitzen, dessen Würfel für einen halbe Stunde die Welt bedeuten. Ein vielleicht überraschendes Thema, das auch im Brettspiel-Kosmos immer wieder aufscheint, ist dabei die Religion.
Hinweise:
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
In Sachsen und Thüringen müssen die allermeisten noch eine Woche warten, in Hessen oder Rheinland-Pfalz hingegen dürfen viele Schülerinnen und Schüler schon morgen den Stift fallen lassen: Die Sommerferien stehen vor der Tür. Wer seine Urlaubsreise oder entspannte Tage auf Balkonien oder im Schrebergarten gerne mit einem guten Buch in der Hand verbringt und unseren Podcast etwas regelmäßiger hört, weiß, dass er sich dafpr nicht durch Bestseller-Listen und Neuerscheinungen wühlen muss, sondern Literaturtipps mit Tiefgang pünktlich zum Sommerbeginn bei „Mit Herz und Haltung“ geliefert bekommt.
Auch 2026 halten wir wieder die Lese-Empfehlungen von Prof. Dr. Erich Garhammer - einem echten Literaturkenner und Grenzgänger zwischen Theologie, Poesie und Prosa - für euch bereit: Zwischen welchen Buchdeckeln sich interessante Welten und neue Einsichten verbergen, die nicht zuletzt auch theologisch spannend sind, und für welchen Titel sich noch der rasche Weg in die Buchhandlung lohnt, hat er für uns kompakt zusammengefasst.
Prof. Dr. Erich Garhammer studierte in Regensburg katholische Theologie und Germanistik. 1991 übernahm er den Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Homiletik an der Katholisch-Theologischen Fakultät Paderborn und wechselte 2001 bis zu seiner Emeritierung an die Universität Würzburg. Seine große Leidenschaft gilt dem Brückenschlag von der Theologie zu Literatur und Poesie.
Hinweise:
In der Folge werden folgende Autor*innen und Bücher besprochen:
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Rund um die RKW 2026, die Religiöse Kinderwoche, die das Bistum Dresden-Meißen in diesem Jahr erarbeitet hat, wagen wir heute ein Experiment und einen Live-Podcast. Vor wenigen Tagen kamen im digitalen Konferenzraum dazu rund 40 interessierte und engagierte Menschen zusammen, von denen viele in den Sommer- oder Herbstferien bei sich vor Ort die Religiöse Kinderwoche organisieren und durchführen.
PD Dr. Christian Schramm ist Theologe und Bibelwissenschaftler. Neben seiner Lehr- und Vortragstätigkeit ist er als Dozent für theologische Fortbildung (Biblische Theologie) und Diözesanleiter des Katholischen Bibelwerks im Bistum Hildesheim tätig.
Hinweise:
Interview: Daniel Heinze
Mit den wärmeren Temperaturen ist inzwischen auch die Hochzeitssaison wieder angebrochen: Und wer eine Einladung erhalten hat, steht mitunter vor der Frage: Wie werfe ich mich am besten in Schale? Soll ein neues Kleid oder ein neuer Anzug her oder genügt Bewährtes aus dem Kleiderschrank? Welche Ohrringe passen am besten zum Outfit? Fliege, Krawatte oder doch lieber leger? Bei solchen festlichen Anlässen fällt besonders ins Augenmerk, was auch sonst unseren Alltag prägt: Wir Menschen stecken in den allermeisten Fällen erst dann richtig gerne in unserer Haut, wenn unsere Kleidung, Schmuck und vielleicht auch Make-Up und Kosmetik zu unserer Tagesform und dem, was der Tag für uns bereithält, passen.
Zu biblischen Zeiten war dies wohl kaum anders: Vielmehr spiegeln sich in den biblischen Schriften und in archäologischen Funden aus dem antiken Palästina noch heute die Schönheits- und Modeideale der damaligen Zeit. Die Redaktion der Zeitschrift „Welt und Umwelt der Bibel“ hat dem Thema deshalb jüngst ein sehr zu empfehlendes Themenheft gewidmet. Mit der verantwortlichen Redakteurin Berenike Jochim-Buhl haben wir in dieser Folge den Zeitsprung rund 2.000 Jahre zurück ins biblische Palästina gewagt und mit ihr über allerlei feine Stoffe, Zierrat und antike Beauty-Tipps gesprochen.
Dr. Berenike Jochim-Buhl studierte Katholische Theologie, Latein und Philosophie in Tübingen und Rom. Von 2015 bis 2024 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen und promovierte dort zur Figur der Frau Lots und ihrer Auslegungs- und Rezeptionsgeschichte. Seit 2024 ist sie Referentin im Katholischen Bibelwerk e.V. mit einem Schwerpunkt in der Redaktion „Welt und Umwelt der Bibel“.
Hinweise
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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