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Rund um die RKW 2026, die Religiöse Kinderwoche, die das Bistum Dresden-Meißen in diesem Jahr erarbeitet hat, wagen wir heute ein Experiment und einen Live-Podcast. Vor wenigen Tagen kamen im digitalen Konferenzraum dazu rund 40 interessierte und engagierte Menschen zusammen, von denen viele in den Sommer- oder Herbstferien bei sich vor Ort die Religiöse Kinderwoche organisieren und durchführen.
PD Dr. Christian Schramm ist Theologe und Bibelwissenschaftler. Neben seiner Lehr- und Vortragstätigkeit ist er als Dozent für theologische Fortbildung (Biblische Theologie) und Diözesanleiter des Katholischen Bibelwerks im Bistum Hildesheim tätig.
Hinweise:
Interview: Daniel Heinze
Mit den wärmeren Temperaturen ist inzwischen auch die Hochzeitssaison wieder angebrochen: Und wer eine Einladung erhalten hat, steht mitunter vor der Frage: Wie werfe ich mich am besten in Schale? Soll ein neues Kleid oder ein neuer Anzug her oder genügt Bewährtes aus dem Kleiderschrank? Welche Ohrringe passen am besten zum Outfit? Fliege, Krawatte oder doch lieber leger? Bei solchen festlichen Anlässen fällt besonders ins Augenmerk, was auch sonst unseren Alltag prägt: Wir Menschen stecken in den allermeisten Fällen erst dann richtig gerne in unserer Haut, wenn unsere Kleidung, Schmuck und vielleicht auch Make-Up und Kosmetik zu unserer Tagesform und dem, was der Tag für uns bereithält, passen.
Zu biblischen Zeiten war dies wohl kaum anders: Vielmehr spiegeln sich in den biblischen Schriften und in archäologischen Funden aus dem antiken Palästina noch heute die Schönheits- und Modeideale der damaligen Zeit. Die Redaktion der Zeitschrift „Welt und Umwelt der Bibel“ hat dem Thema deshalb jüngst ein sehr zu empfehlendes Themenheft gewidmet. Mit der verantwortlichen Redakteurin Berenike Jochim-Buhl haben wir in dieser Folge den Zeitsprung rund 2.000 Jahre zurück ins biblische Palästina gewagt und mit ihr über allerlei feine Stoffe, Zierrat und antike Beauty-Tipps gesprochen.
Dr. Berenike Jochim-Buhl studierte Katholische Theologie, Latein und Philosophie in Tübingen und Rom. Von 2015 bis 2024 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen und promovierte dort zur Figur der Frau Lots und ihrer Auslegungs- und Rezeptionsgeschichte. Seit 2024 ist sie Referentin im Katholischen Bibelwerk e.V. mit einem Schwerpunkt in der Redaktion „Welt und Umwelt der Bibel“.
Hinweise
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Während für manche an Christi Himmelfahrt ein Messbesuch oder gar Prozessionsgang selbstverständlich dazugehört, und andere sich auf dem 104. Katholikentag in Würzburg tummeln, unterstreicht dieser Feiertag für andere eine Entwicklung, die ihnen auch bei anderer Gelegenheit schmerzlich bewusst wird.
Unser heutiger Gast im Podcast hat sich intensiv mit den Fragen vieler Eltern und Großeltern auseinandergesetzt: Haben wir etwas falsch gemacht? Wie sollen wir uns richtig verhalten im Umgang mit unseren Kindern und Enkeln? Was wird unseren Enkeln fehlen, wenn Gott in ihrem Leben nicht vorkommt?
Hinweise:
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Wenn am 6. September die Balken der 18:00 Uhr-Prognose in den Wahlstudios von ARD und ZDF erscheinen, blickt die ganze Republik nach Magdeburg. In rund vier Monaten wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt – ein Urnengang, der aus einer Vielzahl von Gründen mehr Aufmerksamkeit bekommt, als eine „gewöhnliche“ Landtagswahl sonst.
Sachsen-Anhalt ist ein Stimmungstest für die Bundespolitik: In den nächsten Wochen und Monaten sollen Reformen bei der Kranken- und Rentenversicherung angegangen werden, der Bundeshaushalt 2027 weist noch ein Milliardenloch auf und in einer Zeit, in der durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran die Preise für Alltägliches ohnehin steigen, werden politische Antworten notwendiger denn je.
Vor allem ruft die Landtagswahl jedoch bei vielen Befürchtungen hervor, dass die AfD, die in Sachsen-Anhalt vom Landesamt für Verfassungsschutz seit 2023 als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, nicht nur die Wahl als Erstplatzierte gewinnen könnte, sondern sich sogar Hoffnungen auf eine absolute Mehrheit machen kann. Dies wäre ein Präzedenzfall, der nicht nur Sachsen-Anhalt, sondern auch das politische Berlin erschüttern dürfte.
Auch die kirchliche Öffentlichkeit blickt mit Besorgnis nach Magdeburg: Denn das dortige Wahlprogramm der AfD liest sich wie ein Frontalangriff auf das bisherige Staats-Kirchen-Verhältnis und die politische Kultur im Bundesland. Der katholische Bischof Gerhard Feige warnt deshalb eindringlich vor einer Wahl der AfD. Deuten sich in Sachsen-Anhalt tektonische Verschiebungen an, die auch andernorts in Deutschland drohen könnten? Wie blicken die katholische Kirche auf den beginnenden Landtagswahlkampf?
Hinweise
Interview: Daniel Heinze
Welche Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament in Lesungen und als Evangelientext in den Gottesdiensten gelesen werden, folgt in der katholischen Kirche klaren Regeln. Sonntags und an hohen Feiertagen wechseln die Texte alle drei, werktags alle zwei Jahre. Was gelesen wird, wird in seiner Relevanz auch für das Glaubensleben heute betont und in ein liturgisch bedeutsames Licht gerückt. Die Kehrseite der nötigen Konzentration auf einige Texte ist dabei natürlich, dass andere Kapitel und Verse unter den Tisch fallen.
Unser heutiger Gast bei „Mit Herz und Haltung“, die Theologin Dr. Annette Jantzen, hat die Leseordnung tief unter die Lupe genommen. Ihre Diagnose lautet kurz und knapp: Die Auswahl fällt ganz eindeutig zu Ungunsten der Frauen aus. Nur rund ein Drittel der biblischen Frauengestalten kommt in den gottesdienstlichen Lesungen vor und deren Geschichten werden in aller Regel stark gekürzt. Ihr neues Buch beschäftigt sich deshalb mit all denjenigen Frauen, deren Geschichten ausgelassen werden. Sie gibt den ignorierten Frauen der Bibel ihre Erzählungen zurück und den Lesenden damit ein breiteres Spektrum an weiblichen Identifikationsfiguren.
Dr. Annette Jantzen studierte Katholische Theologie in Bonn, Jerusalem, Tübingen und Strasbourg. Sie ist als Projektleiterin im Programm „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“ tätig. Prägend für ihre Arbeit ist vor allem ihr Blog www.gotteswort-weiblich.de.
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Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
„Künstliche Intelligenz“ (KI) hat in den vergangenen Jahren in rasantem Tempo unseren Alltag durchdrungen. Suchergebnisse bei Google und Co. werden längst mit KI erstellt, KI-generierte Bilder oder Gedichte lassen sich oft kaum mehr von menschengemachten unterscheiden und ChatGPT und andere große Sprachmodelle sind gefragte Ratgeber auch zu mancherlei persönlichen Sorgen. In Verwaltung und Unternehmen werden immer mehr Prozesse digitalisiert; denn die Künstliche Intelligenz verheißt Geschwindigkeit und einen Blick auf Zusammenhänge, die menschlichen Augen oft verborgen bleiben. Da überrascht es nicht, dass Künstliche Intelligenz inzwischen auch Theolog:innen und Philosoph:innen umtreibt.
Claudia Paganini ist promovierte Philosophin. 2018 hat sie sich zudem im Fach Medienethik habilitiert. Nach beruflichen Stationen in Athen, Limerick, Mailand und Zagreb war sie von 2021-2024 Inhaberin der Professur für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München. Derzeit lehrt und forscht sie an der Universität Innsbruck. Außerdem publiziert sie Sachbücher für ein breites Publikum und nimmt regelmäßig an Science Slams teil.
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Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Die Kar- und Ostertage markieren mit Tod und Auferstehung Jesu Christi den zentralen Inhalt des christlichen Glaubens. Welche Rolle spielt dabei die Musik? Welche Lieder werden in den Gottesdiensten gesungen und wie tragen sie zur Dramaturgie dieser Tage bei? Darüber haben wir mit dem Musikwissenschaftler und Theologen Meinrad Walter gesprochen.
Die Liturgie der Karwoche und des Osterfestes schlägt einen großen Bogen vom Einzug Jesu in Jerusalem bis hin zu seinem Kreuzestod und der großen Feier seiner Auferstehung, die im Gloria der Osternacht kulminiert. Bis aber die Glocken und die Orgel wieder voll ertönen, ist die Musik dieser Tage verhalten. Welche musikalischen Traditionen ziehen sich durch die Geschichte der Kirche? Welche Traditionen sind verschwunden, welche haben sich neu entwickelt? Und gibt es eigentlich Lieder zu Ostern, die ähnlich emotional aufgeladen sind wie „Stille Nacht“ an Weihnachten?
Meinrad Walter, Dr. theol, wurde 1959 geboren und war bis September 2025 stellvertretender Leiter des Amts für Kirchenmusik der Erzdiözese Freiburg. Zudem ist er Honorarprofessor an der Hochschule für Musik Freiburg und nebenberuflicher Kirchenmusiker. Er studierte Theologie und Musikwissenschaft in Freiburg und München. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Johann Sebastian Bach, geistliche Musik und Musikvermittlung.
Hinweise:
Im März-Heft der Herder Korrespondenz hat Meinrad Walter einen Artikel über die Passionsmusik von Johann Sebastian Bach geschrieben. Hier geht es zu dem Beitrag.
Weitere Publikationen von Meinrad Walter zum Thema:
Befiehl du deine Wege. Ein musikalischer Begleiter durch die Fasten- und Passionszeit, Freiburg 2024.
Das klingende Kirchenjahr. Geistliche Musik für alle Sonn- und Festtage, Lesejahr A, Freiburg 2025.
Redaktion: Annika Schmitz, Dr. Stefan Orth
Zahlreiche Podcasts nutzen diese Woche im Rahmen des "Podcasthon" ihre Reichweite, um ihren Hörer:innen soziale Initiativen vorzustellen, die unser Zusammenleben oft im Stillen und Verborgenen unterstützen. Als Team von "Mit Herz und Haltung" waren wir direkt begeistert und gerne mit dabei: Deshalb dreht sich in der heutigen Episode alles um die Malteser in Sachsen, eine katholische Hilfsorganisation.
In Deutschland engagieren sich rund 57.700 Malteserinnen und Malteser ehrenamtlich für Menschen in Notlagen: Sie sind etwa im Zivil- und Katastrophenschutz, der Erste-Hilfe-Ausbildung oder der Jugendarbeit aktiv. Hinzu kommen weitere soziale Dienste, wie der Rettungsdienst und Krankentransport, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder Schulen, für die bei den Malteser rund 41.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sorge tragen. Damit sind die Malteser einer der großen Arbeitgeber im Gesundheits- und Sozialwesen. Weltweit verantwortet der im 11. Jahrhundert gegründete Malteserorden in über 120 Ländern Projekte und Aktivitäten zur Unterstützung von Notleidenden und Hilfsbedürftigen.
Danny Effenberger ist seit 2022 Diözesan- und Landesgeschäftsführer für den Malteser Hilfsdienst e.V. und die gemeinnützige GmbH in Sachsen bzw. den Diözesen Dresden-Meißen und Görlitz. Bereits seit April 2006 war er zuvor für die Malteser in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt seit 2019 als Bezirksgeschäftsführer Soziale Dienste im Bezirk Dresden/Görlitz.
Hinweise
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Über Freiheit wird oft und heftig gestritten. Einerseits ist sie politisch unter Druck geraten, andererseits bestreiten manche Neurowissenschaftler ganz grundsätzlich, dass es sie gibt. Was ist der Kern menschlicher Freiheit? Wie ist das Zusammenspiel von Determination und den Äußerungen eines freien Willens? Darüber sprachen wir mit dem Philosophen Jean-Pierre Wils.
Seine Kritik: In den oft spektakulär konstruierten Beispielen jener Philosophen, die die Freiheit leugnen, entfernen sich diese von der Lebenswelt der Menschen und ihrem Selbstverständnis. Jean-Pierre Wils erinnert nicht zuletzt an Akte des Ausdrucks einer selbstlosen Tugend von Menschen, die sich für das Leben anderer in höchster Not entscheiden und damit bestätigen, dass es so etwas wie Freiheit gibt – mit interessanten Konsequenzen.
Jean-Pierre Wils wurde 1957 geboren und war von 2010 bis zu seiner Emeritierung 2024 Ordinarius für Philosophische Ethik und Kulturphilosophie an der Radboud Universität Nijmegen (Niederlande). Wils studierte Philosophie und katholische Theologie in Löwen und Tübingen. Er lehrte in Tübingen, Ulm und Freiburg und seit 1996 in Nijmegen, unter anderem als Ordinarius für Theologische Ethik. Jüngste Veröffentlichungen: Verzicht und Freiheit: Überlebensräume der Zukunft, Stuttgart 2024; Gibt es noch Sinn, Hoffnung und Trost? Philosophie in bangen Tagen, Freiburg (erscheint 2026).
Hinweise:
Der Artikel von Jean-Pierre Wils zum Thema ist im Märzheft der Herder Korrespondenz erschienen.
Das ganze Märzheft finden Sie hier.
Redaktion: Dr. Stefan Orth, Annika Schmitz
Interview: Dr. Stefan Orth
Schnitt & Produktion: Daniel Heinze
Im Superwahljahr 2026 stehen in Deutschland vielerorts Landtagswahlen an. In einigen Bundesländern führt die rechtspopulistische AfD die Umfragen an, in Magdeburg stellen sich manche sogar auf das Szenario ein, dass die AfD die Staatskanzlei übernimmt und mit absoluter Mehrheit den Ministerpräsidenten stellen könnte. Ihr dortiger Programmentwurf liest sich wie ein Frontalangriff auf die beiden großen christlichen Kirchen: Ein ersatzloses Streichen von Staatsleistungen, das Ende des Kirchensteuereinzugs durch die Finanzämter, entfallende Fördermittel. Kirchliche Verantwortliche wie der Magdeburger Bischof Gerhard Feige warnen deshalb deutlich vor einer Wahl der AfD. Eine Regierungsbeteiligung der AfD in einem deutschen Bundesland - das wäre ein echtes Novum mit Disruptionscharakter, auch für das Staats-Kirchen-Verhältnis.
Dr. Henning Klingen, geboren in Mönchengladbach, ist Theologe und Journalist. Er studierte Katholische Theologie, Germanistik und Philosophie in Münster und promovierte in Erfurt. Seit 2003 lebt und arbeitet er in Wien, unter anderem als Redakteur, Journalist:innenausbilder und Podcast-Host.
Dr. Karin Wollschläger ist Co-Büroleiterin der Katholischen Nachrichtenagentur KNA für die Hauptstadt und Ostdeutschland.
Hinweise:
Interview: Dr. Karin Wollschläger
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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