
Sign up to save your podcasts
Or


Parallel zur sich eintrübenden Nachrichtenlage hat in den letzten Jahren ein Begriff Konjunktur gewonnen, der Abhilfe verspricht. Entgegen dem Wind, der gesellschaftlich und ökonomisch rauer wird, beschwören immer mehr Stimmen die Kraft der „Zuversicht“ als Haltung, die vieles zum Positiven verändern kann. Inmitten schwieriger Umstände oder scheinbar aussichtslosen Situationen ist sie das Gegenteil einer Vogel-Strauß-Taktik, die den Kopf in den Sand steckt, sondern fragt nach neuen Perspektiven. Leicht gesagt, aber nicht unbedingt leicht getan: Denn wie gelingt solche Zuversicht angesichts eines persönlichen Schicksalsschlags oder viel zu groß erscheinenden Herausforderungen wie dem Klimawandel konkret?
Die Theologin und Ordensfrau Dr. Melanie Wolfers hat in ihrem Buch „Zuversicht. Die Kraft, die an das Morgen glaubt“ inmitten der Corona-Pandemie 2021 nach Wegen gefragt, wie man Zuversicht gewinnen und stärken kann. Sie versteht Zuversicht nicht als billigen Optimismus, sondern Perspektive, den gegenwärtigen Moment schöpferisch gestalten zu wollen, und Haltung, die der Zukunft einen Vertrauensvorschuss entgegenbringt. Jetzt, 2026 haben wir Zuversicht immer noch dringend nötig – und Melanie Wolfers deshalb gefragt, welche Tipps sie uns aktuell mit auf den Weg geben kann.
Dr. Melanie Wolfers studierte Theologie und Philosophie in Freiburg und München und arbeitete anschließend als Hochschulseelsorgerin an der Universität München. Seit 2004 lebt sie in der christlichen Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen in Wien. Inzwischen Bestsellerautorin, schreibt sie regelmäßig für überregionale Magazine, ist gefragte Rednerin und Moderatorin.
Hinweise
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Sie gilt in den jecken Hochburgen als fünfte Jahreszeit: An Karneval, Fasnet, Fasching steht die Welt Kopf – bevor am Aschermittwoch dann alles vorbei ist. In dieser Podcastfolge dreht sich alles um das bunte Treiben, seine verschiedenen Ausprägungen in Deutschland, seine kirchlichen Ursprünge und woran man sie bis heute festmachen kann.
Dass die Verankerung von Karneval und Fasnet in christlichen Traditionen viel größer ist, als man auf den ersten Blick sehen kann, beschreibt der Musikwissenschaftler Janik Hollaender. Der gebürtige Schwabe und Fasnetsbegeisterte zeigt im Gespräch mit „Herder Korrespondenz“-Redakteurin Annika Schmitz, die als Kölnerin dem rheinischen Karneval verhaftet ist, die Besonderheiten und Feinheiten der schwäbisch-alemannischen Fasnet auf und hat dabei auch die ein oder andere Anekdote auf Lager. Und wenn beide Traditionen in ihrer heutigen Ausprägung doch recht unterschiedlich anmuten: Schlussendlich können sich die beiden sogar auf ein gemeinsames karnevalistisches Lieblingslied einigen.
Janik Hollaender wurde 1994 geboren und ist stellvertretender Leiter des Amtes für Kirchenmusik im Erzbistum Freiburg. Er studierte Musikwissenschaften in Freiburg und war dort zudem als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Er forscht u.a. zur Kulturgeschichte der Renaissance und zu populärer Musik des 20. Jahrhunderts.
Hinweise:
Das Lied "En unserem Veedel" der Bläck Fööss gibt es u.a. hier zu hören.
Redaktion: Annika Schmitz, Dr. Stefan Orth
Interview: Annika Schmitz
Schnitt & Produktion: Daniel Heinze
Ende Januar kamen in Stuttgart noch einmal alle zusammen: Nach sechs Jahren endete der Synodale Weg, das große Reformprojekt der katholischen Kirche in Deutschland. 2019 hatten es die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ins Leben gerufen. Dem voraus gegangen war die MHG-Studie, in der die systemischen Hintergründe sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche ausgeleuchtet wurden. Vier Synodalforen, sechs Vollversammlungen, 15 beschlossene Papiere und zwei Weltsynoden später, galt es nun in Stuttgart Bilanz zu ziehen.
Am Rande der Synodalversammlung in Stuttgart haben wir mit Erzbischof Dr. Heiner Koch gesprochen: Was hat der Synodale Weg erreicht? Wie sieht es aus mit der Umsetzung der Reformbeschlüsse in den 27 deutschen Bistümern? Wo glückte Synodalität und wo kam es zu Verletzungen oder Dialogabbrüchen? Wie geht es bundesweit weiter und wie konkret vor Ort? Und lässt sich Synodalität auf Dauer umsetzen? Denn geplant ist eine Synodalkonferenz, die das gemeinsame Beraten von Bischöfen und Lai:innen in Zukunft fortsetzen soll.
Erzbischof Dr. Heiner Koch war von 2013 bis 2015 Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Seit 2015 ist er Erzbischof von Berlin.
Hinweise:
Interview: Dr. Karin Wollschläger
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Der Philosoph Jürgen Habermas hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder zum Thema Religion zu Wort gemeldet, obwohl er sich selbst als „religiös unmusikalisch“ bezeichnet hat. Zuletzt hat er dabei auch sowohl den Kirchen als auch der Theologie vorgeworfen, sich nicht ausreichend und intensiv genug mit der Gottesfrage zu beschäftigen. Inwiefern ist diese Kritik berechtigt? Darüber haben wir mit dem Theologen Magnus Striet gesprochen.
Magnus Striet stimmt Jürgen Habermas im Grundsätzlichen durchaus zu. Er zeigt aber auch auf, wie man sich aus einer theologischen Perspektive heute philosophisch verantwortet der Gottesfrage nähern muss und gleichzeitig die wesentlichen Gehalte des biblischen Glaubens heute artikulieren kann. Das hat nicht zuletzt auch mit der Herausforderung der Theodizeeproblematik und der Frage nach Gerechtigkeit für alle zu tun.
**Magnus Striet **wurde 1964 geboren und ist seit 2004 Professor für Fundamentaltheologie und Philosophische Anthropologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Zuletzt von ihm erschienen: Unausweichliche Autonomie. Christliche Moral in der Moderne? Freiburg 2025.
Hinweise:
Der Artikel von Magnus Striet zum Thema ist im Dezemberheft der Herder Korrespondenz erschienen:
Das ganze Dezemberheft finden Sie hier.
In der Edition Herder Korrespondenz ist ein Streitgespräch von Magnus Striet mit Helmut Hoping erschienen, das sich auch Fragen dieses Gesprächs widmet.
Seine jüngste Veröffentlichung finden Sie hier
Redaktion: Dr. Stefan Orth, Annika Schmitz
Interview: Dr. Stefan Orth
Schnitt & Produktion: Daniel Heinze
Vor wenigen Woche wurde eines der wichtigsten Dokumente des II. Vatikanischen Konzils 60 Jahre alt. Im Schreiben „Nostra Aetate“ bestimmten die Konzilsväter 1965 nicht nur die Haltung der Kirche zum Judentum, sondern auch zu weiteren Religionen und Menschen, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, grundsätzlich neu.
Rund 60 Jahre später ist die religiöse Landschaft unserer Gesellschaft hierzulande pluraler denn je und ringt die Kirche zugleich um Sprachfähigkeit, den eigenen Glauben zeitgemäß verständlich zu machen. Was kann christliche Theologie heute im Gespräch mit anderen Religionen lernen? Wie kann die Begegnung Menschen unterschiedlicher Glaubenstraditionen dazu dienen, nicht nur das Gegenüber, sondern auch sich selbst besser zu verstehen? Und welche Impulse gehen noch immer vom Zweiten Vatikanischen Konzil und „Nostra Aetate“ aus?
Prof. Dr. Klaus von Stosch ist der profilierteste Vertreter der komparativen Theologie im deutschsprachigen Raum. Er lehrt als Schlegel-Professor für „Systematische Theologie unter besonderer Berücksichtigung gesellschaftlicher Herausforderungen“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn und ist dort auch Vorsitzender des International Center for Comparative Theology and Social Issues.
Lektüre-Tipps:
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
König Charles III. zu Gast bei Papst Leo XIV. und ein gemeinsames Gebet in der Sixtinischen Kapelle – die Bilder von Mitte Oktober 2025 sind um die Welt gegangen und wurden von nicht wenigen Menschen als historisches Ereignis bezeichnet. Was war das Besondere an diesem Treffen? Und was hat es mit der anglikanischen Kirche zu tun? Für Fragen wie diese stand uns Christopher Easthill Rede und Antwort.
Easthill ist anglikanischer Pfarrer und aktuell auch Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland“ (ACK). In der Podcastfolge spricht er nicht nur über die Geschichte der anglikanischen Kirche, sondern auch über gegenwärtige Herausforderungen und Veränderungen. Was etwa hat die Ernennung der ersten Erzbischöfin von Canterbury damit zu tun? Und vor welchen theologischen und strukturellen Fragen steht die anglikanische Kirche?
Christopher Easthill wurde 1960 geboren. Er ist seit 2014 anglikanischer Pfarrer der „Church of St. Augustine of Canterbury“ in Wiesbaden, seit 2016 Vorstandsmitglied der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland“ und seit 2025 deren Vorsitzender. Er studierte Germanistik und BWL an der University of Leeds, UK. Von 1982 bis 2011 war er in diversen Funktionen in der Allianz Versicherungsgruppe in Hamburg und München tätig. Er studierte Theologie am Virginia Theological Seminary, USA. 2013 wurde er zum Priester geweiht und absolvierte anschließend sein Vikariat in München.
**Hinweise: **
Einen Beitrag von Christopher Easthill zu den aktuellen Herausforderungen in der anglikanischen Kirche finden Sie hier.
Ein Porträt über C. Easthill in der „Herder Korrespondenz" finden Sie hier.
Redaktion: Annika Schmitz, Dr. Stefan Orth
Bevor im neuen Jahr 2026 wieder richtig der Alltag einkehrt und wir für euch in der kommenden Woche mit einer brandaktuellen Folge aufwarten, haben wir heute noch ein drittes und letztes Mal ein Highlight aus unserem Podcast-Archiv im Gepäck: Ein Beitrag aus dem Frühsommer 2020, der – man hört es an einigen Stellen – auch unter dem Eindruck der damaligen Situation der Corona-Pandemie stand und eben deshalb immer noch so hörenswert ist, weil er so persönlich, eindrücklich und existenziell ist.
Er stammt vom Autor und Journalisten Till Raether. Dieser hatte 2020 in einem Beitrag für das Magazin der Süddeutschen Zeitung seine Erfahrung geschildert, regelmäßig zu beten, obwohl er – wie er sagt – nicht an Gott glaubt. Wie er mit dieser vermeintlichen Paradoxie umgeht, hat er dann bei „Mit Herz und Haltung“ nochmals skizziert: Man kann ihm förmlich beim Nachdenken zuhören. Eine hochspannende Folge – egal ob man betet und glaubt, beides, nichts davon oder nur eines tut.
Till Raether arbeitet als freier Autor in Hamburg, u.a. für das SZ-Magazin. Er ist Autor der Reihe um Kommissar Danowski, die auch durch das ZDF verfilmt wurde. 2023 erschien zudem sein Band „Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen? Über Zuversicht in merkwürdigen Zeiten“ bei Rowohlt. 2026 steht dort die Veröffentlichung seines ersten Thrillers „Meeresrdunkel“ an.
Hinweis:
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Insbesondere rund um den Jahreswechsel tut es vielen Menschen gut, vertraute Abläufe und persönliche Rituale zu haben. Aus unserem reichen Podcast-Fundus der vergangenen fünf Jahre haben wir deshalb heute eine Folge herausgegriffen, die sich einmal ausführlich mit dem Wert von Ritualen und Möglichkeiten, deren Potenzial auch seitens der Kirchen über die bewährten liturgischen Formen hinaus stärker zu nutzen, beschäftigt. Anfang 2024 hatten wir die beiden evangelischen Theologinnen und Pfarrerinnen Dr. Emilia Handke und Meike Barnahl zu Gast und haben viel gelernt. Gerne empfehlen wir euch diese Folge, gerade wenn ihr vielleicht erst kürzlich auf „Mit Herz und Haltung“ gestoßen seid, noch einmal zu Anhören.
Dr. Emilia Handke hat an der Universität Halle-Wittenberg über Rituale geforscht, das Innovationszentrum „Kirche im Dialog“ in Hamburg aufgebaut, im Zuge dessen die Idee einer Ritualagentur entwickelt und anschließend gemeinsam mit Meike Barnahl die Gründung von st.moment vorangetrieben. Heute leitet sie das Predigerseminar und damit die Ausbildung des Nachwuchses der Nordkirche.
Hinweise:
Redaktion: Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
In der stillen Zeit „zwischen den Jahren“ haben wir für die kommenden drei Wochen jeweils tief in unser inzwischen über 300 Folgen starkes Podcast-Archiv gegriffen. Für den Weihnachtstag haben wir eine Folge entdeckt, bei der die beiden Protagonist:innen der Weihnachtsgeschichte im Mittelpunkt stehen: Maria und ihr neu geborener Sohn Jesus. Im Jahr 2020 als unser Podcast inmitten der Corona-Pandemie in den Kinderschuhen steckte, hat unser Kollege Ruben Enxing mit zwei Theologinnen ein interreligiöses Gespräch zwischen Christentum und Islam über jene beiden Figuren geführt, die nicht nur im Neuen Testament, sondern auch im Koran eine zentrale Rolle spielen. Ein theologischer Austausch, der auch fünf Jahre später nichts an Aktualität verloren hat.
Prof. Dr. Marie-Theres Wacker lehrte ab 1998 bis 2018 als Professorin für Altes Testament und Theologische Frauenforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.
Hinweise
Moderation: Ruben Enxing
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Adventssonntag für Adventssonntag haben wir in diesem Jahr im Podcast Weihnachtslieder näher unter die Lupe genommen – nun ist der vierte Advent erreicht, aber einige der Stücke mit den höchsten Ohrwurm-Qualitäten kamen noch gar nicht vor. Ob ein Weihnachtsfest ohne „Last Christmas“ und „All I want for Christmas is you“ im Radio unmöglich oder stiller Wunsch ist, darüber scheiden sich die Geister: Weihnachtspopmusik hat keinen leichten Stand. Für Musik-Liebhaber:innen ist sie der Inbegriff von Kitsch, religiös musikalische Menschen bringen sie oft mit der Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes in Verbindung. Und doch gibt es dieses erfolgreiche Genre von jahreszeitlich geprägten Rock- und Popsongs, wie zu keinem anderen Anlass im Jahr. Und unser heutiger Gast ist überzeugt: Auch in einem Popsong kann die Weihnachtsbotschaft durchscheinen.
Dr. Michael Winklmann ist als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Didaktik der Religionslehre, für Katechetik und Religionspädagogik der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt tätig. Zuvor war er Referent für Programmentwicklung in Studium und Lehre an der Katholischen Universität.
Hinweise
Interview: Daniel Heinze
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
From the publisher's feed

77 Listeners

108 Listeners

221 Listeners

33 Listeners

182 Listeners

38 Listeners

47 Listeners

51 Listeners

33 Listeners

326 Listeners

30 Listeners

20 Listeners

16 Listeners

10 Listeners

3 Listeners