Morgenimpuls
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Morgenimpuls episodes

  • Rosenduftende Liebe weitergeben
    Unsere deutsche Provinz trägt den Namen einer der Lieblingsheiligen in Ungarn und Deutschland: Elisabeth von Thüringen. Also haben wir am Abend vor dem Fest viele schöne Rosen gebacken, um sie am Festtag den Schwestern im Mutterhaus zum Geschenk zu machen. Diese schöne Legende zeigt ein eigentlich hartes Geschehen. Elisabeth, die Landgräfin auf der Wartburg war Witwe geworden und hatte drei kleine Kinder. Ihr heißgeliebter Gatte war auf dem Weg zum Kreuzzug ums Leben gekommen. Er hatte früher relativ schnell verstanden, dass seine Frau nicht anders konnte, als den Armen und Bedürftigen von ihrem Reichtum abzugeben und hat sie teilweise gewähren lassen und sie teilweise sogar aktiv unterstützt.
    Nun war sie allein mit einem landgräflichen Hof, der sie nie verstanden hat und mit einem Schwager, der sie lieber heute als morgen loswerden will. Wie immer läuft sie zu Fuß von der Burg herunter in die Stadt Eisenach, unterm Mantel einen Korb voll Brot. Und da lauert ihr Schwager ihr auf und fragt scheinheilig nach, was sie denn unterm Mantel habe. „Rosen“ ist ihre Antwort. Und er schlägt den Mantel zurück und sieht einen Korb voller wunderbarer roter Rosen.
    Mir erzählt diese schöne Legende für heute davon, dass es sehr oft mehr als kompliziert ist, die Dinge zu tun, die dran sind: sich um Flüchtlinge kümmern, die Obdachlosen vor dem Winter ausrüsten und versorgen, sich um die Mütter und Kinder zu kümmern, die niemanden haben, bei den Tafeln und Warenkörben genügend Lebensmittel zu besorgen, damit arme Menschen über die Runden kommen. Manchmal ist dann ein wunderbares Lächeln eine Rose, die mir geschenkt wird und noch häufiger empfinden auch die vielen Helfenden, dass ihre Hilfe mehr ist als Brot zum Überleben, sondern rosenduftende Liebe, die denen zu Gute kommt, die oft einsam und allein in Sorgen leben müssen.
    Rosenduftende Liebe weitergeben ist eine gute Idee für diese neue Woche, der letzten Woche vor dem Advent.
    3 min
  • Singen wäscht den Staub des Alltags von der Seele
    Singen wäscht den Staub des Alltags von der Seele
    "Singen ist uncool" und "Chorsingen macht Spaß": Zwei Aussagen dieser Tage von jungen Leuten. Wenn wir Mädchentreffen oder Mädchenwochenenden haben, wird immer gern und viel gesungen und Musik gemacht – aber im Gottesdienst mit manchmal 1000 Schülerinnen und Schülern singen gerade so die Fünftklässler mit. "Musik wüscht den Staub des Alltags von der Seele", heißt es zwar, aber Jugendliche haben Angst sich zu blamieren, wenn sie zeigen, dass ihnen gottesdienstliche Lieder und Gesänge gefallen.
    Heute ist der Tag der Heiligen Cäcilia, einer frühchristlichen Märtyrerin, die zur Patronin der Kirchenmusik ernannt worden ist. Warum eigentlich, ist nicht so ganz klar. Wahrscheinlich ein Übersetzungsfehler in einer der Heiligenlegenden. Aber unendlich viel Chöre und Sängerfeste tragen ihren Namen und machen ihr alle Ehre. Liturgie ohne Musik, Gottesdienste ohne Gesang, Stundengebete ohne Orgel? Wir haben es in den Hochzeiten der Coronapandemie erlebt und es war nicht schön. Es geht einfach nicht. Sie kennen das doch auch: wenn in einer vollen Kirche ein brausendes Orgelspiel oder ein vielstimmiger Chor klingt, bekommen wir schon mal Gänsehaut – weil es so schön ist, weil es uns packt. Nach einem Benefizkonzert haben vier Chöre mit allen Besuchern ein Lied zum Schluss gemeinsam gesungen und man konnte ringsherum sehen, dass manche Leute Tränen in den Augen hatten. Göttlich schön.
    Viele Bereiche unseres Inneren werden durch Musik und Gesang erst erreicht, wo Worte kaum etwas auslösen. Meine Oma kannte die Weisheit: "Gesang ist doppeltes Gebet", weil eben nicht nur Verstand und Mund zusammenklingen sondern Herz und Seele und der ganze Körper.
    Und dann ist es egal wo wir singen: unter der Dusche oder im Stadion, bei Konzerten oder Parties, auf dem Heimweg von der Kneipe oder im Gottesdienst: singen tut gut, ist manchmal doppeltes Gebet und wäscht den Staub des Alltags von der Seele.
    3 min
  • Lk 21,5-11 - Gespräch mit Spiritual Pfr. Ralf Neukirchen
    In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt? Er antwortete: Gebt acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach! Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. (Lk 21,5-11)
    © Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet
    9 min
  • Lk 21,5-11 - Gespräch mit Spiritual Pfr. Ralf Neukirchen
    In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt? Er antwortete: Gebt acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach! Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. (Lk 21,5-11)
    © Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet
    9 min
  • Rosenduftende Liebe weitergeben
    Rosenduftende Liebe weitergeben
    Unsere deutsche Provinz trägt den Namen einer der Lieblingsheiligen in Ungarn und Deutschland: Elisabeth von Thüringen. Also haben wir am Abend vor dem Fest viele schöne Rosen gebacken, um sie am Festtag den Schwestern im Mutterhaus zum Geschenk zu machen. Diese schöne Legende zeigt ein eigentlich hartes Geschehen. Elisabeth, die Landgräfin auf der Wartburg war Witwe geworden und hatte drei kleine Kinder. Ihr heißgeliebter Gatte war auf dem Weg zum Kreuzzug ums Leben gekommen. Er hatte früher relativ schnell verstanden, dass seine Frau nicht anders konnte, als den Armen und Bedürftigen von ihrem Reichtum abzugeben und hat sie teilweise gewähren lassen und sie teilweise sogar aktiv unterstützt.
    Nun war sie allein mit einem landgräflichen Hof, der sie nie verstanden hat und mit einem Schwager, der sie lieber heute als morgen loswerden will. Wie immer läuft sie zu Fuß von der Burg herunter in die Stadt Eisenach, unterm Mantel einen Korb voll Brot. Und da lauert ihr Schwager ihr auf und fragt scheinheilig nach, was sie denn unterm Mantel habe. „Rosen“ ist ihre Antwort. Und er schlägt den Mantel zurück und sieht einen Korb voller wunderbarer roter Rosen.
    Mir erzählt diese schöne Legende für heute davon, dass es sehr oft mehr als kompliziert ist, die Dinge zu tun, die dran sind: sich um Flüchtlinge kümmern, die Obdachlosen vor dem Winter ausrüsten und versorgen, sich um die Mütter und Kinder zu kümmern, die niemanden haben, bei den Tafeln und Warenkörben genügend Lebensmittel zu besorgen, damit arme Menschen über die Runden kommen. Manchmal ist dann ein wunderbares Lächeln eine Rose, die mir geschenkt wird und noch häufiger empfinden auch die vielen Helfenden, dass ihre Hilfe mehr ist als Brot zum Überleben, sondern rosenduftende Liebe, die denen zu Gute kommt, die oft einsam und allein in Sorgen leben müssen.
    Rosenduftende Liebe weitergeben ist eine gute Idee für diese neue Woche, der letzten Woche vor dem Advent.
    3 min
  • Damit das Evangelium weitergetragen wird!
    Damit das Evangelium weitergetragen wird!
    Am Dienstag war ich zu einer Abendveranstaltung im Sauerland mit dem Titel "Bedenkenswertes bei Bier und Brezel".
    In einer Schützenhalle waren Tische aufgebaut und Getränke standen bereit und Körbe mit Brezeln und Nüsse zum Naschen. Viele Menschen hatten sich an den Tischen niedergelassen um miteinander zu hören, zu reden, abzustimmen aber auch zu trinken zu essen und Nüsse zu knacken. Und das war auch angesagt, das Nüsse knacken: der Untertitel des Abends hieß nämlich "Kirche der Zukunft oder Kirche ohne Zukunft" Zwei ReferentInnen und eine Moderatorin haben von der Bühne aus dem Abend viel Bedenkenswertes gegeben.
    Eine Teilnehmerin an den Synodalversammlungen hat noch einmal sehr eindrücklich und anhand klarer Fakten und Abläufe erklärt, wie es zum synodalen Weg gekommen ist und weshalb das Entsetzen so groß war, als ausgerechnet die Bischöfe, die das Zentralkomitee der Katholiken dafür um Hilfe gebeten hatten, nun einen der wichtigsten Texte durchfallen ließen.
    Ich konnte ihre Enttäuschung, ihre Leidenschaft für die vielfältigen Themen und ihre Emotionen mit Händen greifen. Und es war richtig gut, mal nicht aus der Presse davon zu hören, sondern von einer engagierten Teilnehmerin. "Synodaler Weg – letzte Chance?" ist ihre bange Frage an die Gläubigen in unserem Land.
    Der zweite Referent hat anhand einiger prägnanter Beispiele das Bild einer Kirche entwickelt, die sich geistlich erneuert, offen für inspirierende Erfahrungen ist und bereit ist, auch unkonventionelle Wege zu gehen. "Kirche neu Er-finden" ist sein Vorschlag und ich habe ihn als muntermachenden Hoffnungsmenschen erlebt, der die Kirche liebt und sich in ihr einbringt, damit das Evangelium, die frohe Botschaft unseres liebenden Gottes weitergetragen wird und nicht im Drehen um die eigenen Dauerprobleme untergeht.
    Zu Beginn und zum Ende des Abends gab es je einige Fragen an die Teilnehmerinnen, die über ein Internetportal direkt beantwortet werden konnten. Die Frage nach dem Gedanken über einen Kirchenaustritt wurde vorher und nachher gestellt. Und die Zahl hatte sich nicht geändert. Vielleicht aber, und dass ist auch meine Hoffnung, die Bereitschaft, miteinander ins Gespräch zu kommen mit denen, die Lust haben zu bleiben und trotz allem an Gott und seine Kirche glauben.
    4 min
  • Frauen geben Zeugnis von der Größe Gottes
    Frauen geben Zeugnis von der Größe Gottes
    In den Klöstern und anderen Schwesterngemeinschaften musste man immer viel Phantasie haben, bei der Wahl des Vornamens. Da sich die Schwestern untereinander und auch in der Öffentlichkeit mit ihren Vornamen ansprechen, darf es jeden Namen nur einmal geben, sonst gibt es Durcheinander. So gibt es zum Beispiel die heutigen Namenstagsschwestern: Sr. Gertrud, Sr. Gertrude, Sr. Gertrudis und Sr. Gertraud.
    Ihre Namenspatronin ist die Frau, an die wir heute besonders denken: die Heilige Gertrud von Helfta.  Ein wunderbares Wort von ihr gefällt mir besonders gut. Sie sagt: "Gott ist höher und tiefer als alle Erkenntnis; nur die Liebe erreicht ihn."
    Das Kloster Helfta wurde 1229 gegründet und bestand gut 300 Jahre. Darin gab es eine hohe Blütezeit, weil die Äbtissin Gertrud von Hakeborn ihren Schwestern ein hohes Maß an Bildung und Ausbildung zukommen ließ. Sie hat großen Wert daraufgelegt, dass Theologie, Naturwissenschaften und Musik gelehrt wurden. Ihr war sehr klar, dass ohne Vernunft auch der Glaube verloren gehen würde und so brachte ihre Klosterschule viele sehr wissenschaftlich und geistlich hochgebildete Frauen hervor, die in ihrer Zeit die Seelsorge im Umfeld und die Bildung und Erziehung geprägt haben.
    450 Jahre nach der Auflösung des Klosters, wurde es 1999 wieder besiedelt und 8 Zisterzienserinnen leben, beten, schweigen und arbeiten dort und geben Zeugnis für die Größe Gottes.
    Mich beeindruckt immer wieder, dass einzelne Menschen durch ihr Leben, ihren Glauben ihre Art der Gottesbeziehung, über Jahrhunderte bekannt waren und es immer neu Nachfolgerinnen und Nachfolger gibt, die sich trauen, wieder neu anzufangen.
    Wenn wir im Moment so viele Probleme in unserer Kirche haben tut es schon mal gut, auf die großen Frauen zu schauen, die in ihrer Zeit Vernunft und Glauben verbunden und sehr selbständig ihre großen Klöster geleitet und ganze Glaubensepochen mit ihren Schriften geprägt haben.
    3 min
  • Sag Jesus, was Du erbittest!
    Sag Jesus, was Du erbittest!
    Ganz oft in den letzten schwierigen Zeiten unserer Kirche fragen Menschen danach, was denn eigentlich heute noch richtig ist und was seine Gültigkeit hat im täglichen Leben und im Glauben. Und die Verwirrung ist oft groß, weil viele Menschen in der Kirche eben auch viele verschiedene Meinungen haben.
    Die heutige Lesung zum Morgenlob ist aus dem Buch Tobit. Und sie ist eine so klare und wunderbare Anweisung für das Leben im Allgemeinen und für heute im Besonderen, dass ich sehr beeindruckt bin. Dort heißt es: "Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu!
    Gib dem Hungrigen von deinem Brot und dem Nackten von deinen Kleidern. Such nur bei Verständigen Rat; einen brauchbaren Ratschlag verachte nicht! Preise Gott, den Herrn, zu jeder Zeit; bitte ihn, dass dein Weg geradeaus führt und dass alles, was du tust und planst, ein gutes Ende nimmt."
    Vier Themen, vier glasklare Antworten, also:
    Tu niemandem etwas an, was Du auch auf keinen Fall erleben willst, weder im realen Leben noch in Social Media.
    Gib denen, die in Not sind und Dich bitten von dem, was Du hast und was Du geben kannst. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit.
    Such bei verständigen Leuten Rat und nicht bei BILD, bei Google, bei der schwatzenden Nachbarin oder sonst wo.
    Und vergiss nicht Gott zu loben und zu preisen, ihn um Weggeleit zu bitten und Dich auf ihn zu verlassen.
    Jesus fragt oft die Menschen, die ich ihn um etwas bitten wollen: Was genau willst Du, dass ich für Dich tun soll?
    Hier ist also nochmal die klare Aufforderung: sag Jesus, was Du erbittest und glaube und hoffe, dass er es tun wird.
    3 min
  • Gott ruft uns bei unserem Namen!
    Gott ruft uns bei unserem Namen!
    Am Sonntag war hier in Olpe ein sehr seltenes Ereignis zu feiern. Ein Neupriester hat nach der Priesterweihe in Rom, seiner dortigen Primiz, also seiner ersten Heiligen Messe, dann in seiner Heimatgemeinde und jetzt in Olpe, seiner Diakonatsgemeinde, die Messe gefeiert.
    Ich gebe zu, dass er mich beeindruckt hat. Ihm war eine Freude anzumerken und eine wunderbare Normalität. Dabei hatte er wirklich keinen so normalen Lebensweg. Nach dem Abitur hat er Physik studiert und mit dem Master abgeschlossen.
    Als Unternehmensberater war er dann im Bereich Prozessoptimierung und IT-Consulting bis 2016 tätig. Und hat dann das Theologiestudium begonnen und in Rom abgeschlossen. Als Priester wolle er weitergeben, was er selbst erlebt habe: Christus zu vertrauen, weil er sich um einen jeden Menschen sorgt, sagt er. "In meinem Leben habe ich diese Fürsorge Christi schon oft erfahren: In der Gemeinschaft, die ich in der Kirche erleben konnte, vor allem in seinen Sakramenten", erläutert er seine Motivation. "Priestersein heißt für mich, diese Fürsorge Gottes meinen Mitmenschen zu vermitteln. Ich glaube, dass Gott durch Menschen in unserer Welt wirkt."
    Ich selbst habe im Laufe der Jahre manche jungen Männer erlebt, die gesagt haben: "Ich würde ja gern Priester werden, aber…" Und haben dann viele sehr verständliche Gründe genannt, warum es doch nicht geht: das lange Studium und die Ausbildung, die Unsicherheiten in dieser Kirche, der Mangel an Akzeptanz der eigenen Familie, der Zölibat und so weiter.
    Und so habe ich bei meiner Gratulation dem Neupriester gedankt, dass er nicht das "ABER" an die erste Stelle seines neuen Weges gestellt hat, sondern sein "JA" zu seinem Weg mit Gott. "Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du gehörst mir" war die Lesung aus dem Buch Jesaja zum Gottesdienst. Berufen und beim Namen genannt werden, hat er als sehr eindrückliche Begegnung mit Gott und den Menschen beschrieben.
    Wenn Sie und mich heute im Laufe des Tages jemand mit Namen ruft und anspricht, denken wir vielleicht kurz daran, dass Gott es ist, der uns ruft und kennt und nennt.
    4 min
  • Geben wir dem weltweiten und dem gesellschaftlichen Klima eine Chance!
    Geben wir dem weltweiten und dem gesellschaftlichen Klima eine Chance!
    Das Wochenende war mild und sonnig und schön und gar nicht wie typisch deutscher nasskalter November. Und leider ahnen wir schon, dass es etwas mit dem Klimawandel zu tun haben könnte.
    Die Klimakonferenz in Ägypten tagt noch bis Freitag und unvorstellbare 35 000 Delegierte versuchen gangbare Möglichkeiten zu finden um den Klimakollaps noch aufzuhalten. "Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle – mit dem Fuß auf dem Gaspedal" hat UN-Generalsekretär Guterres gewarnt. Aber einige Staaten stören sich immer noch nicht im Geringsten daran, dass sie die Welt verpesten und die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zerstören.
    In den USA haben die Midtermwahlen, die zwischen zwei Präsidentschaftswahlen stattfinden, Gott sei Dank nicht den rauschenden Sieg der Republikaner im Gefolge von Expräsident Trump geschafft. Viele Menschen und die weltweite Politik atmen erst mal auf.
    Die weltweite politische und gesellschaftliche Klimaverpestung, die in 4 Jahren Trump die Welt heimgesucht hat, ist immer noch nicht abgearbeitet und bewältigt und hat das Land gespalten und die Demokratie sehr gefährdet.
    Und dann kommt natürlich immer die Frage nach meinem eigenen Einsatz. Was tue ich, was tun wir als Christen, die Gott als den Schöpfer der Welt ehren, um dem Weltklima eine Chance zu geben? Wir haben vor ein paar Tagen geschaut, welche Durchlauferhitzer wir abschalten können, wie tief wir die Heizungstemperatur absenken können, wo wir vielleicht Wasser verschwenden und das beenden können.
    Aber auch noch mal schauen, was ich tun kann, um dem gesellschaftlichen Klima eine gute Zukunft zu geben? Wo kann ich mich in meinem Umfeld einsetzen für bedürftige Menschen, die meine Zeit, meine Hilfe, meinen Einsatz brauchen. Wo kann ich mit meiner Sprache deeskalieren und von Vorverurteilungen absehen?
    "Was ihr von den anderen erwartet, das tut ebenso für sie" ist die goldene Regel in der Bibel die so jede Religion kennt. Erwarten wir viel und geben wir viel, damit das weltweite Klima und das gesellschaftliche Klima bei uns eine Chance bekommen.
    4 min

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