Morgenimpuls
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Morgenimpuls episodes

  • Bote und Gesandter an Stelle Christi
    Bote und Gesandter an Stelle Christi
    Im Glaubensbekenntnis im Sonntagsgottesdienst beten wir immer: "Ich glaube an die heilige, katholische und apostolische Kirche." Heute feiern wir zwei dieser Menschen, auf die dieses Wort von der apostolischen Kirche zurückgeht –Simon und Judas, zwei Apostel Jesu.Wenn man jetzt den Sendungsauftrag der Apostel anschaut, den wir in den Evangelien und der Apostelgeschichte finden, sind es fünf Aufträge. Zum einen die Verkündung des Evangeliums, der frohen Botschaft von Leben, Tod und Auferstehung Jesu. Dann sollen sie Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde, sollen Gemeinschaft gründen und aufbauen und die Glaubenden in ihrem Glauben stärken. Einer der wichtigsten Aufträge an die Apostel war es zu taufen und damit den Kirchen immer neue Mitglieder zuzuführen. Und als letztes könnte man sagen, dass die Apostel die Menschen in den Lehren Jesu unterweisen und ihnen helfen sollten, wie sie als Jünger Jesu leben können.Aber wenn ich mir diese fünf Grundaufträge anschaue, dann wird mir bewusst, dass es auch weiterhin die gültigen Aufträge an uns heutige Christen sind. Das heißt, dass wir nicht nur bekennen und beten sollen, dass wir eine apostolische Kirche sind, sondern dass wir auch tun, was dazu gehört: Evangelium weitergeben im Alltag, Zeugen und Zeuginnen dafür sein, dass es Gott gibt, an der Gemeinschaft der Kirche arbeiten und in ihr leben und arbeiten und feiern und beten, neue Christen gewinnen und taufen und in die Kirche einführen und Angebote schaffen, damit Menschen sehen können, wofür die Christen eintreten und warum.Das Wort Apostel kommt aus dem Griechischen und heißt Apostolos, Bote oder Gesandter. Schon Paulus sagt uns das sehr deutlich im zweiten Brief an die Korinther: "So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!" Nehmen wir heute ernst, Bote und Gesandter an Stelle Christi zu sein, wie es Simon und Judas zu Jesu Lebzeiten und danach waren.
    3 min
  • Ein Netz, das trägt
    Ein Netz, das trägt
    In diesem Monat feiert der Sozialdienst Katholischer Frauen in Olpe das 100-jährige Bestehen. Die Gründerfrauen aus Olpe engagierten sich aus ihrer christlichen Überzeugung und ihrer gesellschaftlichen Stellung heraus für die in Not geratenen Mädchen, Frauen und Kinder besonders in den Zeiten während und nach den beiden Weltkriegen. Sie haben ein soziales Netz geschaffen, das bis heute besteht. Durch die Fachbereiche des Sozialdienstes Katholischer Frauen und des Sozialdienstes Katholischer Männer wurde hier in Olpe der gemeinsame Katholische Sozialdienst gebildet.Heute Nachmittag wird zunächst ein Wortgottesdienst gefeiert um Dank zu sagen: Gott, unter dessen Segen vieles gelingen konnte, den vielen Frauen und Männern, die sich in den vergangenen 100 Jahren engagiert und eingesetzt haben und den heutigen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die die vielfältigen Dienste für Menschen leisten. Die Gründungsidee des SkF, der 1899 von Agnes Neuhaus in Dortmund ins Leben gerufen worden ist, war, dass es Not- und Konfliktsituationen gibt, von denen Frauen besonders betroffen sind und in denen Frauen anderen Frauen in besonderer Weise helfen können. Diese Idee ist damals wie heute von außerordentlicher Aktualität. Der SkF arbeitet, dem Gründungskonzept folgend, in vielfältigen sozialen Bereichen: Beratung und Hilfe im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe, Beratung und Hilfe für Frauen und Familien in besonderen Belastungssituationen, für psychisch Kranke und Betreuung und für Menschen mit Behinderungen. Aus diesem Anlass findet unter dem Motto "Ein Netz, das trägt" eine Bilderausstellung in der Hl. Geistkirche in Olpe statt. Die Bilder und Texte erzählen aus der Geschichte und der Gegenwart des SKF. Vielleicht haben Sie am Wochenende ja Zeit und Lust, sich diese Ausstellung anzuschauen und sich darüber zu informieren, wie vielleicht auch Sie in Ihrem Umfeld in diesen Anliegen für Mitmenschen tätig sein, für sie beten oder auch mit einer Spende hilfreich sein können.
    3 min
  • Die Liebe Christi drängt uns
    Die Liebe Christi drängt uns
    Wahrscheinlich haben Sie auch in diesen Tagen in den Nachrichten mitbekommen, dass es auf Kuba mal wieder landesweite Stromausfälle gegeben hat und dann noch ein Tropensturm auf die Insel zusteuert. In diesem kommunistischen Land gibt es ein völlig veraltetes Stromnetz und durch die Planwirtschaft wird es immer schwieriger, diverse Probleme schnell und effektiv zu lösen.Und dann fiel mein Blick auf den heutigen Heiligen. Antonius Maria Claret stammte aus einer armen Weberfamilie in Katalonien, wollte schon mit 12 Jahren Priester werden und hat es trotz vieler Widerstände auch geschafft. Mit gleichgesinnten Priestern gründet er eine Gemeinschaft für Männer, die heute als Claretiner gelten, und auch eine Schwesterngemeinschaft. 1849 wird er zum Erzbischof von Santiago de Cuba ernannt und 1850 geweiht. Im Februar 1851 trifft er auf Kuba ein, wo er Volksmissionen fördert, die Diözese ausbaut und selbst mehrfach in alle Gemeinden gereist ist. Gleichzeitig kümmert er sich auch um die großen sozialen Probleme und schuf zum Beispiel Genossenschaften und Sparkassen. Er kämpfte auch gegen Sklaverei und Rassismus, was ihm Hass und Verfolgung einbringt. Bei einem Attentat 1856 wird er lebensgefährlich verletzt. Nach Spanien zurückgerufen, wirkt er in vielfältiger Weise missionarisch in Madrid. Er war außerdem zuständig für die Ernennung der spanischen Bischöfe. Gleichzeitig förderte er in vielfältiger Weise die Gründung neuer Orden und Gemeinschaften. Wegen seiner vielen Aktivitäten war er wieder häufigen Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt.Da ist also jemand, der sich, wie wir alle, seine Zeit und seinen Ort nicht ausgesucht hat und in allen Problemen, Verfolgungen und Attentaten nie daran gedacht hat, seine Berufung und sein Engagement für die Gläubigen und besonders für die Armen aufzugeben. "Die Liebe Christi drängt uns" ist das Leitwort der Claretiner weltweit, die die Treue ihres Gründers in bedrängenden Zeiten auch nach 175 Jahren weiterleben - "Die Liebe Christi drängt uns".
    3 min
  • Zusammen beten schafft innere familiäre Beziehungen
    Zusammen beten schafft innere familiäre Beziehungen
    Wir sind mitten im Oktober und die Älteren unter uns kennen ihn noch als Rosenkranzmonat. Bei einem Kurs im Schwesternalteneim in Drolshagen hat mir eine Schwester von Erlebnissen aus den schweren Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt."Es gab nur selten Strom und außer dem Holz- und Kohleherd in der Küche auch keine Heizung in der Wohnung. Abends im Dunkeln haben meine Mutter, meine Schwester und ich dann in der Küche gesessen. Meine Mutter hat die Feuerklappe am Ofen aufgemacht, damit wir ein bisschen Licht hatten, und dann die Backofentür nach unten aufgeklappt. Da haben wir dann unsere immer kalten Füße draufgelegt und zusammen den Rosenkranz gebetet.Das hat also alles warm gemacht: die Füße auf der Backofenklappe, die Küche und unser Herz und Gemüt. Zusammen zu beten war einfach etwas stark Verbindendes in der Not und hat uns gezeigt, dass meine Mutter in allen schwierigen Situationen immer doch auf Gott vertraut hat. Das hat uns Kinder sehr geprägt. Und außerdem war es schön gemütlich und wir konnten dann aufgewärmt und mit Gottes Segen schlafen gehen."Sie hat diese kleine aber wohl sehr bedeutende Begebenheit mit solch leuchtenden Augen erzählt, dass wir Zuhörerinnen noch sehr genau spüren konnten, was damals diese kleinen Geschwister beeindruckt hat. Zusammen beten schafft innere familiäre Beziehungen und manchmal erzählen Leute noch heute von Episoden, die sehr kurz und sehr eindrücklich waren, weil sie Vater oder Mutter beim Beten erlebt haben.
    3 min
  • Sixtinische Madonna
    Sixtinische Madonna
    1512 erhielt der Maler Raffael von Papst Julius II. den Auftrag, die Sixtinische Madonna zu malen. Das Werk wurde 1513 vollendet und befindet sich seit 1754 in Dresden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es von Soldaten unter Lebensgefahr geborgen und entging so der Zerstörung. Es gilt als bekanntestes Werk der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister.1978 wurde die Band Electra vom Zentralrat der FDJ der DDR beauftragt, ein musikalisches Werk zum Nationalen Jugendfestival zu schreiben. Es sollte "einen Beitrag leisten, der einen wesentlichen Aspekt unseres gesellschaftlichen Lebens zum Inhalt hat". Und Kurt Demmler schreibt den Text und Electra führt in der Uraufführung im August diesen Song innerhalb der Suite "Sixtinische Madonna" auf.Der Text zu dieser genialen Musik ist sehr erstaunlich, so wie die ganze Entstehungsgeschichte in tiefsten Sozialismuszeiten erstaunlich ist. Da heißt es:"Wie sie schwebt, schwebt über Wolken daher / Da geht der Papst auf die Knie / Und die Blitzgewohnte geblendet sieht fort / Einhält die Artillerie Setzten nicht gar Soldaten ihr Leben ein /Aus Kellernacht und Minen sie zu befrei’n Dass nicht zerstört wird was uns gehört / Uns den Menschen und nicht einem VolkAh, ah herrliche Frau, Himmel und Erde in eins /Ah, ah herrliche Frau, es ist auch unsre FrauWie sie lebt, lebt nicht als Heiligenschein, sondern ist Fleisch und ist Blut /Und geboren zu leben bis das man stirbt /Furchtsam ihr Schritt, doch voll MutHalten nicht wir in Ehren ihr Angesicht / Die wir verstehen, /dass es vom Menschen spricht. Kleinmut und Stolz aus diesem Holz Schuf der Mensch sich am sechsten Tag GottAh, ah herrliche Frau, Himmel und Erde in eins /Ah, ah herrliche Frau, es ist auch unsre Frau"In diesem Rosenkranzmonat Oktober finde ich diese Geschichte und diesen Text als einen interessant anderen Blickwinkel auf die Gottesmutter Maria.
    4 min
  • Leben eben
    Leben eben
    Einen schönen guten Morgen liebe Domradio-Morgenimpulshörer*innen. Ich freue mich sehr, mit Ihnen wieder in den Tag zu starten mit Gedanken und Texten, mit Gesängen und Psalmen mit Gebeten und Segen.In den drei Monaten meiner Sommerpause war unendlich viel los: die Professfeier meiner Novizin in der Ordensgemeinschaft und das goldene Ordensjubiläum der Generaloberin, die Olympischen Sommerspiele in Paris im Fernsehen und zwölf Tagen Urlaub in meinem geliebten Thüringen, beschäftigt sein mit der Volkskrankheit Rücken, neun Tage Dienstreise in die USA und Konferenz mit Mitschwestern aus drei Kontinenten, vier Tage Reise mit 25 Frauen nach Eisenach und Marburg auf den Spuren der heiligen Elisabeth, von Martin Luther und von Johann Sebastian Bach, Begleitung eines Exerzitienkurses in unserem Mutterhaus, Transitusfeier, also die Feier des Heimgangs des heiligen Franziskus mit 90 Mitmenschen am 3. Oktober, selbst Exerzitien halten für zwölf Mitschwestern in unserem Schwesternaltenheim, 140 Jahre Olper Franziskanerinnen in Bonn-Poppelsdorf feiern, dann 60- und tatsächlich 70-jährige Ordensjubiläen wunderbar feiern, ein Requiem und Beerdigung für eine 95-jährige Mitschwester erleben und so weiter und so fort. Viel Arbeit, viel Gestaltung, viel Vorbereitung, viel Stress, viel Freude, viel Neues, viele Aha-Erlebnisse: Leben eben.Es gab in den vielen Wochen meiner DOMRADIO-Abwesenheit viele Nachfragen, dankbare und vorfreudige Erwartungen und Mails mit guten Wünschen, aber auch böse Vermutungen und Unterstellungen an das DOMRADIO und das böse Bistum, weil sie mich rausgeworfen hätten, was aber überhaupt nicht stimmt. Also auch hier: Leben eben.Und in allem bleibt immer die Aufgabe der Unterscheidung der Geister. Glaube und vertraue ich dem guten Geist und den guten Entscheidungen anderer oder habe ich immer schnell Urteile und Verurteilungen zur Hand. Es bleibt Arbeit und Gebet und Lust auf Glauben, Hoffnung und Liebe und Gotteszukunft bei und mit uns: Leben eben.
    3 min
  • Feiern wir und genießen wir den Sommer!
    Feiern wir und genießen wir den Sommer!
    Es gibt so Tage, da braucht man nicht rausgehen am Abend und trotzdem bekommt man mit, dass irgendetwas anders ist als sonst. Gestern Abend spürte man so eine Aufregung in der Stadt und andere Stimmen, Klänge und Düfte. Der Donnerstag vor dem Schützenfest ist hier in Olpe FAHNE HISSEN. Jedes Grundstück hat einen Fahnenmast und da wird am Abend die grünweiße Schützenfahne gehisst. Das dauert ja nur eine Minute, aber gefeiert wird das den ganzen Abend mit Grillparty im Garten mit den Nachbarschaften, mit Musik und fröhlichem Geplauder. Die Stadt ist erfüllt davon und an jeder Ecke hört und sieht man vergnügte Leute, die sich vorfreuen auf das Fest und alle begrüßen, die aus nah und fern zu diesem Fest nach Hause kommen.Bei uns zu Hause in Thüringen gibt es die Kirmes, die eine ebensolche Bedeutung hat. Das Dorf wird auf Vordermann gebracht und geschmückt und der Prozessionsweg für den Sonntag besonders schön zurechtgemacht. Feste zu feiern sind die wunderbaren Gelegenheiten zusammen zu kommen, Gemeinschaft zu erleben, sich des Miteinanders zu versichern. Schon Demokrit, ein griechischer Philosoph aus dem dritten Jahrhundert vor Christus hat den sehr treffenden Satz geprägt:Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Wanderung ohne Einkehr!Ob nun also Schützenfest oder Kirchweih, ob die Großkonzerte von Taylor Swift oder kleine Geburtstagspartys, ob Sommerfest oder Kindergartenabschluss, ob Bundesligastart oder Strandparty, ob Sonntagsgottesdienst oder Tauffeier am Nachmittag, feiern Sie die Feste die vor Ihnen liegen und genießen Sie das Miteinander, den Austausch und die Unbeschwertheit."Unser Leben sei ein Fest" heißt nicht umsonst eins der Lieder im Gotteslob. Feiern wir den Geist Gottes in unsere Mitte, das Wort Jesu, dass uns beschwingt und befreit, die Worte der Wahrheit, die uns Jesus auf den Weg mitgibt. Feiern wir und genießen wir den Sommer!
    3 min
  • Öffne meine Augen, Herr
    Öffne meine Augen, Herr
    Es gibt einen Hymnus für das Morgenlob, den ich sehr gern mag und ihn auch immer mal zwischendurch auswähle. Nicht nur, weil er auch eine schöne Melodie hat und wir ihn gern singen, sondern auch, weil er mir mal ganz klar und deutlich Handlungsanweisungen gibt, aber verbunden mit der Bitte an Gott, mir das möglich zu machen. Öffne meine Augen, Herr,für die Wunder deiner Liebe.  Mit dem Blinden rufe ich:Heiland, mache, dass ich sehe.Öffne, meine Ohren, Herr,für den Anruf meiner Brüder. Lass nicht zu, dass sich mein Herzihrer großen Not verschließe.Öffne meine Hände, Herr,Bettler stehn vor meiner Türe und erwarten ihren Teil.Christus, mache, dass ich teile.Aber wenn ich dann noch ein bisschen müde in der Kapelle sitze und mit dem Gebet anfangen will, beginnt das genauso, wie jetzt der Hymnus: Da muss ich auch erst bitten, dass mir Gott die Lippen öffnet, damit ich überhaupt in der Lage bin ihn zu loben.Im Hymnus bitte ich dann zunächst, dass er mir die Augen öffnet, damit ich überhaupt fähig werde, die Wunder der Herrlichkeit zu sehen, die immer da sind und für die ich oft keinen Blick habe vor lauter Alltagskram. In Städten ist manchmal aufs Straßenpflaster gemalt: Blick heben! Und dann tut man das automatisch. Dann bitte ich um offene Ohren, damit ich mitkriege, wenn jemand auch nur ganz leise flüsternd oder in verklausulierter Sprache um Hilfe bittet.Und dann kann ich um offene Hände bitten, damit ich großzügig geben kann, wenn andere Bittende vor unserer Tür stehen oder eine Mail schicken oder am Telefon ganz kompliziert einen einfachen Wunsch haben.Also bitten wir: Öffne meine Augen, öffne meine Ohren und öffne meine Hände.
    3 min
  • Rheinkirmes oder Apollinariskirmes?
    Rheinkirmes oder Apollinariskirmes?
    In Düsseldorf findet zurzeit die Rheinkirmes statt. Erst habe ich ein bisschen überlegt, wo denn am Rhein eine Kirchweihmesse stattfindet. Aber dank Internet habe ich dann erfahren, dass die Kirmes früher Apollinariskirmes hieß nach dem gleichnamigen Heiligen. Da man aber diesen Namen nicht so gut vermarkten kann und den ja sowieso kaum einer kennt, heißt es eben seit den 70er Jahren Rheinkirmes. Auf der Website dieser Kirmes kann man dann die Erklärung lesen: "Das Wort 'Kirmes' geht auf das mittelhochdeutsche 'Kirmesse' zurück, dass aus 'Kirchmesse' entstanden ist. Die 'Kirmesse' bezeichnete die Messe, die zur Einweihung einer Kirche abgehalten wurde. Sie war zugleich die Bezeichnung für die jährliche Erinnerung an diese Weihe, die auch weltlich mit einem Jahrmarkt gefeiert wurde. In Düsseldorf wird die Kirmes anlässlich des Gedenktages (23. Juli) an den heiligen Apollinaris gefeiert. Er war Jünger von Petrus und um 200 n. Chr. erster Bischof von Ravenna. Um 1300 gelangte Düsseldorf in den Besitz einiger Reliquien des Märtyrers. Der Heilige wurde zum Stadtpatron erklärt und die Düsseldorfer bauten ihm einen wunderschönen Schrein, der heute noch in der Altstadtkirche St. Lambertus steht." – Soweit die Infos. Mir gefällt es richtig gut, dass man weiß, wie wenige Menschen noch darum wissen, aber es nicht dabei belassen will, sondern dort, wo sich die meisten informieren, auch dazu etwas schreiben und veröffentlichen.Und wir wissen heute auch, dass viele Menschen an Orten, wo sie nichts von Gott und Kirche vermuten, noch einmal sehr viel offener sind für zunächst solche Informationen und dann auch für ein göttliches AHA-Erlebnis für sich selbst.Also dann, viel Spaß den Millionen Besuchern auf der Rheinkirmes und Neugierde für die Hintergründe und die Geschichten rund um den Heiligen, der im Rheinland an vielen Orten tatsächlich verehrt wird.
    3 min
  • Von der Fußballliebe zur Menschenliebe
    Von der Fußballliebe zur Menschenliebe
    Nun ist die Europameisterschaft in unserem Land vorbei und Spanien ist der verdiente Europameister. Vier Wochen lang waren spannende Spiele, verrückte Ergebnisse und entzückend schöne Fanmärsche mit Musik und Tanz zu sehen und die Freude der Vielen an der schönsten Nebensache der Welt. Und es gab natürlich wunderbare Tore, die irgendwie im Gedächtnis hängenbleiben werden: der Fallrückzieher von Bellingham, das späte Tor von Spanien gegen Deutschland in der Nachspielzeit im Viertelfinale, das seltsame Kullertor gegen die Türkei.Mein letztes Kärtchen mit Begriffen aus der Bibel für selige Fußballfans hat deshalb den Begriff TOR. Ohne Tor kann ein Spiel ja sehr spannend sein aber Tore sind natürlich die Kirsche auf der Sahnehaube. Zum Begriff Tor ist wieder ein Vers aus einem Psalm genommen. In Psalm 118 im 14. Vers heißt es: "Er hat mir Kraft gegeben und mich froh gemacht; nun kann ich wieder singen. Er hat mir den Sieg geschenkt!" – Der Psalm ist ein Danklied auf den Herrn zum Dankfest im Tempel.Wir kennen auch das freundlich frohe "Gott sei Dank", wenn ein Fest gelungen ist, wenn es den Gästen und uns selbst gut gefallen hat, wenn alles gelungen ist und die Erinnerungen schön sind. Aber auch ein "Gott sei Dank", wenn Dinge endlich zu Ende sind, wenn gute Nachrichten die Schlechten ablösen, wenn eine dramatische Situation, die uns sehr in Atem gehalten hat, gut ausgeht. In einem Video einer jungen Frau war zu sehen, wie traurig sie war, als die deutsche Mannschaft im Viertelfinale ausgeschieden ist. Aber dann hat sie einen bemerkenswerten Satz gesagt: "Ich bin froh, dass in diesen wundervollen Wochen die Fußballliebe zur Menschenliebe geworden ist."Ich habe es mir dreimal angesehen, weil ich es nicht glauben konnte. Aber es war tatsächlich so. Und dann finde ich es nur noch schön. Wenn also das, was ich Liebe an meinen Hobbys, an dem, was ich tue und schaue, wenn mich das zur Liebe zu den Menschen führt, dann habe ich alles richtig gemacht.
    3 min

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Mit einem guten Gefühl in den Tag starten: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken über Gott und die Welt. Am Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel…

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