Morgenimpuls
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Morgenimpuls episodes

  • Christus mit offenen Armen und offenen Augen
    Christus mit offenen Armen und offenen Augen
    "Kreuzerhöhung" steht als Überschrift über diesem Tag und die Kirche denkt an die Erhöhung des aufgefundenen Kreuzes Jesu um 335. Es ist seitdem ein Kreuz mit dem Kreuz. Es wird zum Symbol und Erkennungszeichen der Christen und der Menschen, die in den christlichen Kirchen an ihn, den Auferstandenen glauben. Das Kreuz und der Tod konnten ihn nicht festhalten, weil er Mensch geworden ist um die Menschen aus dem unvermeidlichen Tod zum neuen, immerwährenden Leben zu führen.
    Das Kreuz wurde im Laufe der zwei Jahrtausende vom Bekennerzeichen zum Modeartikel, vom Architekturmodell für Klosterkirchen und Dome zum Folterinstrument bis in heutige Tage, vom höchsten Punkt auf Bergen und Gipfeln zum verschämt versteckten Brustkreuz von Bischöfen beim Besuch in Jerusalem, vom normalen Accessoire in jeder Wohnung zum Anstoß auf dem wiedererrichteten Stadtschloss in Berlin, vom Geschenkartikel zum Hassobjekt und Ziel von Spott und Hohn.
    Was bedeutet Ihnen das Kreuz, das Sie an der Kette um den Hals tragen, in Ihrer Wohnung an der Wand oder über der Tür? Wann haben Sie es zuletzt mal intensiv angesehen? Ich habe seit vielen Jahren ein Kreuz mit dem Corpus des Leidenden und gestorbenen Christus in meinem Zimmer hängen. Und während einer Fahrt nach Assisi habe ich mir ein Kreuz von San Damiano gekauft, das seinen Platz in meinem Büro hat.
    Diese Art von Kreuz kennen viele Leute, da es in typischer Tafelmalerei hergestellt und schön bunt ist. Da ist Christus dargestellt mit offenen Armen und offenen Augen der mich anschaut und mit dem ich ins Gespräch komme. Und ich spüre schon sehr, welchen Unterschied das für mich macht. Das ist es, glaube ich: Christus ist für uns Menschen in den Tod gegangen, damit wir zukünftig das Leben haben, aber er will mittendrin in unserem Leben sein und im Gespräch mit uns bleiben. Denn durch sein heiliges Kreuz hat er die Welt erlöst und will, dass wir es verstehen, glauben und leben, damit wir Leben in Fülle haben.
    4 min
  • Bitte um Geduld
    Bitte um Geduld
    Einmal im Monat treffen wir uns zum Bibelgespräch. Wir, dass sind Mitglieder unserer Weggemeinschaft und wir Schwestern im Konvent. Wir nutzen die Form des Bibel-Teilens, das in Basisgemeinden in Südafrika entstanden ist. Wir lesen das Evangelium des kommenden Sonntags, lassen es auf uns wirken, benennen die Worte oder Verse, die uns heute, jetzt, ansprechen, begeistern oder ärgern, kommen dazu in den Austausch, überlegen dann, was das für unser tägliches Leben in den nächsten Tagen bedeuten kann und schließen dann mit einem erneuten Lesen des Textes und einem Gebet mit Segen.
    Und wir stellen immer wieder fest, dass es Ideen und Erkenntnisse aus dem Text gibt, die uns selbst noch nie eingefallen wären. Und wir spüren immer neu, dass man nicht Fachleute für Exegese oder Theologie sein muss, um sich auf einen Evangelientext einzulassen. Das sich berühren und ansprechen lassen ist zunächst viel wichtiger.
    Beim Evangelium des kommenden Sonntags geht es um das vergeben können und barmherzig sein, weil auch der Vater im Himmel mit uns barmherzig ist. Und bei unserem Gespräch ging es am Ende um die Geduld. Irgendwie war das plötzlich der Hauptpunkt. Der Schuldner bittet den König um Geduld, weil er alles bezahlen werde. Und eine Mitschwester hat es für sich und damit für uns alle, sehr schön auf den Punkt gebracht: "Ich bitte um Geduld bei Gott, der meine Schwäche sieht und mich trotzdem annimmt. Ich bitte um Geduld, bei meinen Mitmenschen, die mit meinen Ticks und Macken zurechtkommen müssen, auch wenn ich mich bemühe sie abzustellen oder zumindest abzumildern. Und ich bitte mich selber um Geduld mit mir und dem, was ich an mir noch nicht gut annehmen und akzeptieren kann."
    Und wenn alle Teilnehmerinnen an diesem Gespräch am kommenden Sonntag das Evangelium in der Eucharistiefeier hören werden, werden uns genau diese Dinge wieder erinnert werden und der Gedanke, Gott, die Mitmenschen und mich selbst immer wieder um Geduld zu bitten.
    3 min
  • Gott ist es, der alles im Muster zusammenfügt
    Gott ist es, der alles im Muster zusammenfügt
    Seit mehr als eineinhalb Jahren wird das Nachbarhaus innen und außen saniert. Entkernen der drei Etagen war zunächst angesagt und man hat als Nachbarn nicht so viel mitbekommen. Klar, die Container mit den unterschiedlichen Abfallprodukten standen vor dem Haus und manchmal polterte es ganz schön. Aber zunächst sah das alles gar nicht so wild aus, aber dann war klar, dass die Dachbalken verfault waren und der Dachstuhl runter musste und ein ganz neues Dach aufgebaut werden muss. Und das war dann ein echtes Riesenwerk mit Kran und Straßensperrung und Stau und Drama.
    Und jetzt klopft es den ganzen Tag. Wie es hier in der Gegend üblich ist, werden die Dächer nicht mit roten Ziegeln einfach belegt, sondern mit Schiefer vernagelt. Schindel für Schindel mit mehreren Hammerschlägen. Und abends kann ich dann den Fortgang sehen und die sorgfältige Arbeit und ein eingearbeitetes Muster. Dann bin ich begeistert.
    Bei vielen Dingen, die wir so über den Tag tun, sehen wir meist so schnell kein Ergebnis. Mit Energie und Ausdauer dranbleiben ist dann gar nicht so leicht. Wir beten zum Beispiel täglich mehrere Gebetszeiten, lesen und hören das Tagesevangelium, halten stille Zeiten zur Anbetung Gottes, beten die Tischgebete und Fürbitten, den Rosenkranz, andere Gebetsformen. Aber wo und wie sehe ich ein Ergebnis, erkenne ich ein Muster, sehe ich Erfolg?
    Vor vielen Jahren war ich wahrscheinlich schonmal klüger und habe in ein paar kleine Verse gefasst, was beten ist: "Beten ist wie Brücken bauen von mir zu Gott von mir zum Anderen – glaube ich. Beten ist wie Samen ausstreuen wenn er ausgestreut ist braucht es Geduld, aber es wächst die Frucht – hoffe ich. Beten ist wie balancieren auf dem Regenbogen, der ausgespannt ist als Zeichen des Bundes denn ER – liebt mich."
    Glauben, Hoffen und Lieben ist das tägliche Hämmern und Klopfen und Gott ist es, der alles im Muster zusammenfügt. Denke ich.
    3 min
  • Es muss etwas geschehen
    Es muss etwas geschehen
    Brände in Griechenland und anschließend Wasserfluten ungeahnten Ausmaßes. Die Waldbrände in Kanada haben Flächen vernichtet, von denen wir überhaupt keine Vorstellung haben. In Slowenien haben Fluten unendliche Zerstörungen und viel Leid über die Menschen gebracht und ich könnte immer noch mehr aufzählen. Der Sommer war und ist immer noch heiß und weltweit zu trocken und wir ahnen, dass etwas geschehen muss, wenn unser schöner blauer Planet nicht verbrennen und vertrocknen soll.
    Als Kind und Jugendliche habe ich noch die Flurprozessionen erlebt, die singend und betend über die Felder gezogen sind und Gott um Bewahrung vor schädlichem Wetter und um eine gute Ernte gebeten haben. Das ist auch bis heute nicht falsch aber es reicht nicht, wenn wir gleichzeitig zu viel Wasser verschwenden, Schadstoffe in die Luft jagen und schon im Juli den Anteil der Rohstoffe verbrauchen, den Mutter Erde in einem ganzen Jahr für uns ersetzen kann.
    Das eine tun und das andere nicht lassen ist zu allen Zeiten ein gutes Motto für uns Menschen und Christen. Tun, was in unseren Kräften und Möglichkeiten steht und dann Gott um seine Hilfe und seinen Segen bitten. Er wird es tun.
    3 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina
    Johannes Bosco - Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen
    Hmm... Meine Corona-Warn-App zeigt rot, aber alle Tests sind negativ. Mein Osterkaktus blüht jetzt schon, aber bis Ostern ist noch lange hin. 125 engagierte Mitarbeitende in der Kirche haben "OutInChurch" über ihre sexuelle Orientierung berichtet und die Diskriminierung durch die leitenden Menschen der Kirche. Und plötzlich geben Generalvikare und Bischöfe ganz andere Signale. Eine Oberin beklagt, dass wir in schwierigen Zeiten leben, aber durch unsere Ordensgeschichte weiß ich, dass es nie leichte Zeiten gab.
    Und dann denken wir in der Kirche heute an Johannes Bosco. Als Priester in Turin lernt er um 1880 die Schatten der Industrialisierung kennen. Er lebt, wie viele junge Menschen auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in die Stadt ziehen, dort aber auf der Straße oder im Gefängnis landen. Ihnen zu helfen wird sein Lebenswerk. Unermüdlich und gegen unglaubliche Widerstände tritt der Priester und Pädagoge Jugendarbeitslosigkeit, Analphabetentum, Kinderarbeit und Ausbeutung junger Menschen ganz stark entgegen.
    Mit Vernunft, Liebe und Glaube bereitet er die Jugendlichen darauf vor, mitverantwortliche Bürger und frohe Christen zu werden. Mit seiner pädagogisch pastoralen Arbeit setzt Don Bosco Maßstäbe. Er ist überzeugt davon, dass in jedem jungen Menschen ein guter Kern steckt. Revolutionär zu damaliger Zeit war sein Erziehungsstil, der auf Liebenswürdigkeit, Einsicht, Glaube und Prävention setzt, statt auf harte Strafen. Sein Mut und sein Optimismus stecken an.
    Viele der Jugendlichen, die er betreut, wollen sich mit ihm engagieren. Und so gründet er mit ihnen und für sie eine Gemeinschaft, die genau das tun wird. Menschen in den Verwirrungen und Schwierigkeiten des Lebens begleiten, erziehen, ermutigen.
    Lassen wir uns heute ermutigen, in all dem Durcheinander dessen, was im Moment geschieht und aus dem unglaublichen Beispiel Don Boscos für unseren Tag sein schönstes Wort mitnehmen, das in allen Zeiten gültig bleibt, wenn er sagt: "In allen Schwierigkeiten des Lebens bleibt uns trotzdem immer: Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen."
    4 min
  • Schwester Katharina macht Sommerpause
    Liebe Abonnentinnen und Abonnenten des Morgenimpulses von Schwester Katharina. Katharina macht zur Zeit ihren wohlverdienten Urlaub und ist ab Mitte September wieder da. Bis dahin finden Sie alle bisherigen Morgenimpulse in der Mediathek von DOMRADIO.DE. In unserer App und unter DOMRADIO.DE/podcasts finden Sie alle unsere Podcasts.
    Und wenn Sie Schwester Katharina in den sozialen Medien folgen, finden Sie dort auch jeden Tag ein Zitat für den Tag.
    1 min
  • Das anbetende Herz der Kirche
    Das anbetende Herz der Kirche
    In allen möglichen Beschreibungen wird sie als die kleine Blume des Heiligen Franziskus betitelt. Aber das ist sie ganz und gar nicht. Klara wird in Assisi als Tochter adliger Eltern geboren und wächst behütet und beschützt auf.
    Aber weil sie ihre Mutter bei ihren caritativen Diensten zu den Armen und Aussätzigen begleitet, erkennt sie sehr schnell, dass nur ein Teil der Stadtbevölkerung reich und wohlhabend ist und sie spürt, dass es unrecht ist, die Armen in ihrer Armut verkommen zu lassen. Und dann erlebt sie Franziskus und seine junge Bruderschaft, die im Dom nebenan und auf den Plätzen predigen und arm unter den Armen leben.
    Da entdeckt sie, dass das genau ihr Leben werden wird, verlässt das sichere und behütete Leben und geht zu den Brüdern. Später werden zwei ihrer Schwestern und sogar ihre Mutter ihr nach San Damiano folgen und das Leben der Armen Frauen von Assisi mit Klara teilen.
    Und diese starke junge Frau wird fast 50 Jahre lang ihre Gründung leiten und gegen Angriffe von innerhalb und außerhalb der Kirche energisch abwehren. Sie entwickelt weiter, was sie bei Franziskus und den Brüdern gesehen und erlebt hat und schreibt als erste Frau der Kirche eine eigene Ordensregel für Ihre Lebensform.
    Das "Privileg der Armut" dass sie darin festlegt, will ihr der Papst und die Kirchenoberen nicht gewähren und erst zwei Tage vor ihrem Tod wird er ihr persönlich die unterzeichnete und genehmigte Ordensregel bringen. Die feuerflammende Liebe zu Christus und zu allen Menschen prägt ihre Schwestern bis heute und sie sind das anbetende Herz der Kirche.
    3 min
  • Neue und bunte Facetten entdecken
    Neue und bunte Facetten entdecken
    Gestern früh, als ich in die Kirche zur Hl. Messe gegangen bin, schien die Sonne. Ich war völlig überrascht. Seit Wochen nur Regen und Regen und man konnte sich schon freuen, wenn mal zwischendurch eine Regenpause war. Und dann in der Kirche fielen plötzlich die Sonnenstrahlen durch die bunten Fenster und haben alles eingefärbt, was da war. Die Bänke, die Bücher auf den Bänken, mein grauer Habit hatte lila Streifen und die helle Jacke meiner Nachbarin leuchtet plötzlich rot. Wir waren begeistert und hatten unseren Spaß an dieser Färbeorgie durch die Sonne.
    Sie fiel an diesem Morgen durch die drei Apsisfenster mit der Darstellung der drei großen Glaubensgeheimnisse des Kirchenjahres: Weihnachten mit der Geburt Jesu, Ostern mit seiner Auferstehung und Pfingsten mit der Sendung des Heiligen Geistes und der Gründung der Kirche. Und da die Fenster aus vielen tausend einzelnen Scheiben besteht, wird auch immer mal mehr die eine oder mehr die andere Farbe deutlicher alles ringsum einfärben. Es ist gut, sich im normalen oder auch rasanten Alltag immer mal anders einfärben zu lassen und sich auf das eine oder andere Geheimnis unseres Glaubens neu zu besinnen und den Tag damit zu beginnen.
    In der heutigen Lesung geht es um den Trost, den wir vom Vater im Himmel bekommen damit dann auch wir die trösten können, die in Not sind. Und es gibt die wunderbare Zusage, dass wir, wenn uns Leiden und Not treffen und Probleme überhandnehmen, wir die Hilfe und den Trost Gottes erfahren werden. Die einen unter uns werden sagen, dass sie das schon erlebt haben und die anderen können sich das gar nicht vorstellen werden es daher nicht glauben können.
    Unsere 99-jährige Mitschwester ist immer neu erstaunt, dass sie in ihren so vielen Jahren als glaubende Frau, immer noch neue und bunte Facetten entdeckt und nie das Gefühl hat, an ein Ende zu kommen mit der Suche nach diesem Gott und dem Weg zu ihm.
    3 min
  • Klug und tiefgläubig bis in den Tod - die Hl. Edith Stein
    Klug und tiefgläubig bis in den Tod - die Hl. Edith Stein
    Edith war das Jüngste von 11 Kindern eines jüdischen Holzhändlers in Breslau. Mit 15 Jahren Schulabbrecherin und Glaubensaufgeberin und bezeichnet sich als Atheistin, beendet nach einem Jahr ihre Krise, kehrt nach Hause zurück und legt Abitur ab. Studiert in Göttingen, Freiburg und Breslau Psychologie, Philosophie, Germanistik und Geschichte, arbeitet 1915 als Freiwillige in einem Kriegslazarett. 1916 promovierte sie Summa cum laude bei Edmund Husserl an der Universität in Freiburg über das Thema Einfühlung und wurde Assistentin des berühmten Philosophen; als jüdischer Frau verwehrte man ihr aber die Habilitation.
    1922 konvertiert sie zum katholischen Glauben, nach dem sie ein Buch über die Hl. Theresa von Avila gelesen hat. Sie ist Lehrerin und Dozentin und veröffentlich Schriften und Vorträge zur Emanzipation der Frauen. 1933 wird sie Karmelitin in Köln und veröffentlicht 1937 ihre theologisch-philosophische Schrift über „Endliches und ewiges Sein“.
    Wegen der Verfolgung der Nazis flieht sie nach Echt in Holland, wird dort 1942 mit ihrer Schwester Rosa verhaftet und am 9. August in Ausschwitz vergast.
    Ein schier unglaubliches Leben, das die Katastrophe des 20. Jahrhunderts in einer einzigen Person deutlich macht. Aber ihr Leben und ihre Schriften haben unglaubliche Kreise gezogen und viele Menschen inspiriert über Gott und seine Bedeutung nachzudenken.
    Im Gotteslob gibt es einen Text von ihr, der 2009 vertont worden ist und den ich gerne für Sie beten möchte. Er lautet:
    „Erhör, o Gott, mein Flehen, Hab auf mein Beten acht. Du sahst von fern mich stehen,
    Ich rief aus dunkler Nacht. Auf eines Felsens Höhe Erheb mich gnädiglich.
    Auf dich ich hoffend sehe: Du lenkst und leitest mich.
    Mein Bitten hast erhöret, Mein Gott, in Gnaden du. Wer deinen Namen ehret,
    Dem fällt dein Erbe zu. So schenke langes Leben Dem, der sich dir geweiht;
    Wollst Jahr um Jahr ihm geben, Ihn segnen allezeit.
    Du bist gleich einem Turme, Den nie der Feind bezwang. Ich weiche keinem Sturme,
    Bei dir ist mir nicht bang. In deinem Zelt bewahren Willst du mich immerdar.
    Mich hütet vor Gefahren dein schirmend Flügelpaar.
    Vor Gottes Angesichte Steh er in Ewigkeit. Es wird ja nie zunichte Des Herrn Barmherzigkeit.
    So will dein Lied ich singen, Wie ich es dir versprach,
    Mein Lobesopfer bringen von neuem Tag um Tag.“
    4 min
  • Kann ich eine Tür für das Wort Gottes sein?
    Kann ich eine Tür für das Wort Gottes sein?
    Als ich vor einigen Jahren mal in Rom war, habe ich eine mir bekannte Franziskanerin besucht. Sie hat mir dann IHR Rom gezeigt und die Orte, die sie beeindruckt haben. Unter anderem hat sie mir in einer Kirche eine ur-,ur- uralte Tür gezeigt. Sie war hinter Glas, damit sie vor dem Verfall bewahrt werden konnte.
    Durch diese Tür ist der Heilige Franz von Assisi 1217 gegangen, um den Heiligen Dominikus in seinem Kloster zu treffen.
    Diese Türgeschichte hat sich mir eingeprägt. Der heilige Dominikus, dessen Fest wir heute feiern, hat seine Gemeinschaft zur gleichen Zeit wie der Heilige Franziskus gegründet.
    Beide Gemeinschaften zählten zu den Bettelorden, die als Antwort auf die aufkommende Geldwirtschaft und Anhäufung von Macht, arm und mittellos lebten, um durch ein authentisches Christsein die Menschen zu Christus zu führen.
    Anders aber als der Franziskanerorden war der Dominikanerorden ein nur aus Priestern bestehender Gelehrten-Orden zur Bekämpfung von Irrlehren. Dominikus hat dafür sehr die Bedeutung einer guten Ausbildung betont.  
    Seine Mitbrüder studierten Theologie an der Sorbonne in Paris und kanonisches Recht an der Universität in Bologna - wo schon 1088 die erste Universität Europas gegründet worden war. Die Grundsätze die er damals seinen Brüdern mitgegeben hat, haben nicht von ihrer Bedeutung verloren:
    1. überzeugend predigen,
    2. arm wie die Apostel leben,
    3. an keinen Ort gebunden sein.
    Durch diese konsequente Lebensführung haben schon er und seine vielen Mitbrüder damals, sehr erfolgreich gegen die vielen Irrlehren ihrer Zeit angepredigt und haben viele Menschen wieder zur Kirche zurückgebracht.
    Dominikus und seine Brüder und Schwestern waren quasi eine Tür, durch die das Wort Gottes und die Lebensweise Jesu wieder deutlich und für die Menschen verständlich werden konnte.
    Überzeugend sein in dem was ich lebe und tue, nur besitzen, was ich wirklich brauche und flexibel sein für das, was Gott mit mir vorhat, könnte als eine gute Idee über diesem Festtag stehen.
    3 min

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Mit einem guten Gefühl in den Tag starten: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken über Gott und die Welt. Am Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel…

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