Musikmagazin

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Musikmagazin episodes

  • Annette Dasch und ihr kleines Heiligtum: das Kunstlied
    Die deutsche Sopranistin Annette Dasch singt auf den grossen Opernbühnen der Welt – und widmet sich ebenso leidenschaftlich dem Kunstlied. Beim Festival LIEDBasel spricht sie über intime Konzertformate, musikalische Partnerschaft und die Kraft kleiner Formen.
    02:05 Talk
    Ich treffe die deutsche Sopranistin Annette Dasch beim Festival LIEDBasel. Gemeinsam mit dem Pianisten Wolfram Rieger ist sie dort Artist in Residence und gestaltet unter anderem einen Liederabend im Don Bosco Basel. Im Gespräch erzählt sie von ihrer langjährigen Beziehung zum Kunstlied, von Schumann-Liedern, die sie als junge Sängerin zunächst ablehnte, und davon, weshalb sie heute gerade deren emotionale Direktheit und erzählerische Tiefe schätzt. Ausserdem spricht sie darüber, was einen gelungenen Liederabend ausmacht und warum musikalisches Vertrauen zwischen Stimme und Klavier im Duo essenziell ist.
    29:28 Konzerttipp
    Die Zurich Chamber Singers feiern mit dem neuen Programm „Earth Seen From Above“ ihr zehnjähriges Jubiläum. Das Schweizer Vokalensemble ist mit Konzerten in Winterthur, Hamburg und Bremen unterwegs und verbindet zeitgenössische Chormusik mit klanglicher Präzision und internationaler Ausstrahlung.
    33:23 Wochenrückblick
    Ein Blick nach Stockholm zur Königlichen Musikakademie, wo Philip Glass für sein Lebenswerk geehrt wurde. Ausserdem: mehrere Auszeichnungen für die K-Pop-Band BTS in den USA, das 100-Jahr-Jubiläum von Miles Davis und ein Nachruf auf die Jazzlegende Sonny Rollins – einen der prägenden Saxofonisten des 20. Jahrhunderts.
    50:10 Musikfrage der Woche
    Ist der Sirtaki tatsächlich ein traditioneller griechischer Volkstanz? Die Journalistin Theodora Mavropoulos hat beim griechischen Tanzlehrer Dimitris Barbaroussis nachgefragt – über Missverständnisse, Filmgeschichte und Identität.
    54:10 Neu in meiner Playlist
    Die schwedische Musikerin Mariam Wallentin veröffentlicht mit „Basel“ eine atmosphärische neue Single. Während eines längeren Aufenthalts in der Rheinstadt im Frühjahr 2023 entstand ein musikalisches Klangbild zwischen Alltag, Erinnerung und Bewegung. „Das offene Fenster, das orangefarbene Ziegeldach, die Geräusche draussen, die klopfen, gurgeln und rauschen – all das steckt hier drin“, sagt Wallentin über den Song.
    58 min
  • Vikingur Ólafsson – Klassik neu gedacht
    Vikingur Ólafsson gehört zu den wenigen Pianisten, die die Klassikszene gerade neu definieren. Der Isländer begeistert ein breites Publikum – auch Menschen, die sonst kaum klassische Konzerte besuchen.
    Als Kurator des neuen «Pulse»-Festivals in Luzern sorgte er mit innovativen Formaten für Aufsehen. Gleichzeitig steht er für kompromisslose musikalische Qualität: einst als besessener Übe-Nerd an der Juilliard School, heute als Künstler mit klarem Fokus – aktuell auf Beethovens Sonate op. 109, die im Zentrum seines neuen Albums steht.
    Ólafsson verbindet Bach mit Beethoven, Virtuosität mit Neugier – und Tiefe mit Zugänglichkeit. Privat bleibt er bewusst geerdet: Familie, Alltag, Island. Ein Pianist, der Tradition ernst nimmt – und sie neu erlebbar macht.
    Talk: ca. 2’
    Musikfrage: ca. 24’
    Warum bekommt man bei schöner Musik Gänsehaut? Neurolog Lutz Jänke erklärt.
    Neu in meiner Playlist: ca. 29'20''
    Youkali von Kurt Weill mit Barbara Hannigan: def. ein Lied, das die Härchen aufstellt. Grandios gesungen!
    Wochenrückblick: ca. 35’
    Der Siemens Musikpreis geht an Jordi Savall
    Eine neue Lehre in Bern verbindet Lehre und Musik
    Und: Manon Mullener gewinnt den Swiss Jazz Award
    Ausgehtipp: ca. 47'38''
    Festival Usinesonore in La Neuveville zum 10. Mal
    58 min
  • Phoebe Bognár: «Ich wollte E-Bass. Auf der Flöte kam nur Luft!»
    Die australische Performer:in, Flötist:in und Komponist:in Phoebe Bognár prägt die experimentelle Musikszene in Basel. International spielt sie an Festivals sowie mit namhaften Ensembles. Ihre multimedialen Performances verbinden Klang, Körper, Raum und Bewegung.
    Talk (03:17):
    Ich treffe Phoebe Bognár am Hundestrand im Basler Quartier St. Alban. Sie liebt Hunde und das Sitzen am Rhein – zu jeder Jahreszeit. Das Ufer passt zu ihr. Als Performer:in an der Flöte und mit Elektronik beschäftigt sie sich in ihrer Arbeit mit Fluss, Luft und Strom. Sie erzählt, dass sie ursprünglich gar nicht Flöte spielen wollte und dass ihre Kompositionen immer mit Texten beginnen, die Menschen gewidmet sind. So auch zwei Stücke für ihre Grossmütter in Hongkong und Ungarn.
    Wochenrückblick (25:22):
    Ein Blick auf Richard Wagner und seine Zeit in Luzern. Ausserdem: der Zürcher Kunstpreis geht an die Musikerin und Performancekünstlerin Erika Stucky. Im Filmbereich sorgt der neue Kinofilm «Primavera, Vivaldi und ich» für Aufmerksamkeit – eine poetische Auseinandersetzung mit Musik, Erinnerung und Identität.
    Neu in meiner Playlist (40:25):
    Die Basler Singer-Songwriterin Cori Nora präsentiert ihr neues Album «Pleasure and Focus». Darin verbindet sie Jazz-Einflüsse mit Indie-Pop und versteht Musik als offenen, gemeinsamen Raum – intim, atmosphärisch und zugleich kraftvoll. Mit ihrer ruhigen, klaren Stimme und verspielten Beats schafft sie ein musikalisches Mantra: sich Zeit nehmen, durchatmen und den Fokus nach innen richten.
    Konzerttipp (45:36):
    Der niederländische Pianist Joep Beving, eine feste Grösse der Neoklassik, bringt seine minimalistisch-poetischen Klavierstücke in die Tonhalle Zürich. Ein Abend der leisen Töne – am Dienstag, 19. Mai.
    Musikfrage der Woche (48:58):
    Was ist das lauteste Instrument der Welt? Schlagzeug, Orgel, Trompete oder Piccolo? Eine Frage rund um Lautstärke, Klangphysik und Wahrnehmung von Musik. Jaronas Scheurer mit Isabel Münzner, Kuratorin der Musikinstrumentensammlung des historischen Museums Basel.
    57 min
  • Augustin Hadelich: «Froh und lyrisch fällt mir leicht»
    Der Klassik-Star im Gespräch.
    02:40 – Talk
    Er ist international mit vielen der wichtigsten Orchester als Solist zu hören und hat nicht nur die Klassiker im Repertoire, sondern auch zeitgenössische Musik – auf seinem aktuellen Album macht er sogar einen Ausflug in die US-amerikanische Fiddle-Tradition. Ein guter Anknüpfungspunkt für mich als Musikredaktor mit Schwerpunkt Jazz. Und vielfältig ist das Repertoire von Augustin Hadelich auch im Gespräch: Offen redet er über Nervosität und wie man sie positiv verwertet, über Musik, die ihm von der Stimmung her näher liegt als andere, und auch über den Anspruch an Perfektion auf der Bühne: Ein Anspruch, der durch perfekte, aber aus vielen Takes zusammengesetzte Studio-Aufnahmen noch grösser wurde.
    29:39 – Wochenrückblick
    Ein GEMA-Entscheid wie ein Erdbeben, ein Pulitzer Preis für die Komponistin Gabriela Lena Frank und eine quasi Uraufführung: Die Akkordeonistin Viviane Chassot hat sich an Beethovens Violinkonzert gewagt.
    42:32 – Frage der Woche
    Wie stimmt man eigentlich ein Akkordeon? Das fragen wir den gelernten Handzuginstrumentenmacher Adrian Leuenberger.
    47:11 – Konzerttipp
    Erst ein paar Jahre ist es her, dass die Sängerin Jazzmeia Horn mit ihrem unfassbaren Stimmumfang und der rhythmischen Sicherheit einer Schlagzeugerin die Jazzbühnen erobert hat. Jetzt ist sie eine Woche lang live zu erleben in Bern.
    49:21 – Neu auf meiner Playlist
    Der Saxophonist Joshua Redman hat Gabrielle Cavassa ausgewählt, als er zum ersten Mal überhaupt in einem eigenen Projekt mit Stimme aufnahm. Diesen Anfangsschwung setzt die italo-amerikanische Sängerin jetzt um auf ihrem Debut-Album «Diavola» für das renommierte Jazzlabel Blue Note – smart und selbstbewusst.
    1 hr 1 min
  • Xavier Díaz-Latorre: «Jetzt bin ich wieder ein Anfänger»
    Seit Jahrzehnten ist Xavier Díaz-Latorre einer der besten Lautenisten im Reich der Alten Musik. Und auch als Lehrer ist er sehr gefragt, in Brüssel und Barcelona, und seit vorletztem Jahr exklusiv an der Schola Cantorum Basiliensis, der Schweizer Kaderschmiede für historische Aufführungspraxis.
    Ist natürlich grossartig, ein Meister zu sein – und doch ist es auch wieder sehr schön, selber wieder ein Schüler zu sein: nämlich beim Kyudo, der alten japanischen Kunst des Bogenschiessens. Auch in ihr geht es, wie in der Musik, vor allem um Konzentration. Also reden wir darüber…
    01:00 – Talk
    Ein Propellerflugzeug, diverse Amseln und ein Austausch über Konzentration: mit Xavier Díaz-Latorre im Innenhof der Schola Cantorum Basiliensis.
    22:20 – Konzert-Tipp
    Am 5. Mai im Gare du Nord Basel: Konzert mit dem Trio Catch. Und Musik aus Kroatien, Serbien, Ungarn – von Márton Illés, Svetlana Maraš, Mirela Ivičević und Sara Glojnaric.
    27:20 – Wochenrückblick
    Die japanisch-deutsche Jazzpianistin und Komponistin Aki Takase bekommt den deutschen Jazzpreis. Der Dirigent und Musikwissenschaftler Peter Gülke ist gestorben. Und die Verwertungsgesellschaft GEMA (das deutsche Pendant zur SUISA) soll reformiert werden.
    33:00 – aktuelle Kulturpolitik
    Egal, ob im Konzertsaal, am Radio oder als Hintergrundbeschallung beim Coiffeurbesuch: Musik verwenden kostet. Darum kümmert sich eine Verwertungsgesellschaft, und in Deutschland soll die nun reformiert werden.
    37:20 – Aurel Dawidiuk, Dirigenten-Shootingstar
    Er ist erst 25 Jahre alt, bereits seit zwei Jahren Assistenzdirigent beim Concertgebouworchester Amsterdam und startet jetzt durch.
    43:25 – Musikfrage
    Wie ist das eigentlich mit dem Üben? Zuerst die Technik üben, dann erst den Ausdruck? Das haben wir die Geigerin Carolin Widmann gefragt.
    47:55 – Neu in der Playlist
    Das Ensemble Modern legt eine frisches Album vor mit dem Motto: «Dancing on a Volcano – Musik zwischen 1920 und 1933». Ein faszinierender Parcours durch eine extrem aufgeladene, politisch angespannte, künstlerisch überdrehte Zeit (Hindemith, Korngold, Schönberg und Weill).
    58 min
  • Joana Aderi: «Musik kann verschiedene Wahrheiten wiedergeben»
    Seit über 20 Jahren setzt sich die Zürcher Sängerin, Komponistin und Elektronikkünstlerin Joana Aderi mit dem Vertonen von psychischen Störungen auseinander. Nur in der Musik kann sie die Widersprüchlichkeiten ausdrücken, die sich hinter Schlagworten wie Trauma, Depression und Isolation verbergen.
    Ihre tiefe Faszination für seelische Abgründe hat Aderia dann auch zu ihrem zweiten beruflichen Standbein der Musiktherapeutin geführt. Mehr noch: die knapp 50jährige hat nun auch noch ein Psychologiestudium angefangen. Trotz ihres dichten Zeitplans hat Aderi die Zeit gefunden, als Kuratorin des diesjährigen «Taktlos» in Zürich drei Tage Musik zu programmieren. Warum sie diese Arbeit ganz besonders liebte, wie sie ihre Tätigkeit als Musiktherapeutin zu Musik inspiriert und warum sie leidenschaftlich gerne klettert, davon erzählt Joana Aderi bei einem Spaziergang im Zürcher Stadtwald.
    00:32 – Talk
    Ein vorwitziger Specht, Schonzeit im Frühlingswald und spontaner Blütenregen: mit Joana Aderi unterwegs im Stadtwald hoch über Zürich
    27:01 – Neu in meiner Playlist
    Elina Duni bringt die albanischen Volkslieder ihrer Kindheit zusammen mit Chanson und Jazz. Ihr neues Album beginnt sie überraschend mit einem US-Klassiker: Im Duo mit dem Gitarristen Rob Luft gelingt ihr eine intime Weiterentwicklung von «Reaching for The Moon».
    33:17 – Wochenrückblick
    (Zeitpunkt der Aufnahme: Freitag, 24.04., 12 Uhr)
    Hunderte Statuen von Mozart in Salzburg, eine Geigensolistin mit Nerven aus Stahl und 40'000 Vinylplatten zum Stöbern: ein Kloster im Unterwallis verkauft seine Sammlung an einem Flohmarkt.
    45:03 – Musikfrage
    Beim Stimmen zu Beginn eines Konzerts: Warum gibt da ausgerechnet die Oboe den Ton an, Matthias Arter?
    51:58 – Konzert-Tipp
    Ein wiederentdeckter Leuchtturm der Schweizer Romantik: ein Konzert zum 200. Jubiläum des Winterthurer Komponisten Johann Carl Eschmann.
    58 min
  • Nina Hagen auf dem Highway Richtung Himmel
    15 Jahre ist es her seit ihrem letzten Album. Nun ist Nina Hagen zurück mit Gospelmusik. Ihr Album Highway to Heaven ist bunt und ein grosses Glaubensbekenntnis.
    02:52 - Talk:
    Nina Hagen: zwischen Glauben und Punk. Sie ist eine schillernde Figur in der deutschen Musikgeschichte – laut, radikal, schräg und in den unterschiedlichsten Genres zuhause. Was viele nicht wissen: Nina Hagen ist bekennende Christin und das schon immer. Warum sie alle Stile mischt und wie sie zum Glauben, erzählt sie im Interview.
    23:58 - Wochenrückblick:
    – Die Komponistin und Pianistin Erika Rademacher wird 90 Jahre alt – ein Blick auf ihr vielseitiges Schaffen zwischen Avantgarde und Tradition.
    – Studie: Spotify weltweit: Wie der Streamingdienst in verschiedenen Ländern wahrgenommen wird – und warum sich die Musikkultur dadurch verändert.
    – Ein Nachruf auf den britischen Jazzkomponisten Mike Westbrook, der mit seinen grossformatigen Werken die europäische Jazzszene geprägt hat. (Jodok Hess)
    41:12 - Konzerttipp:
    Internationales Akkordeon-Festival am 25. April im Stadttheater Olten. Ein besonderes Highlight: die Uraufführung eines neuen Werks von Hackbrettspieler und Komponist Christoph Pfändler – geschrieben für Akkordeon-Orchester, Perkussion und Hackbrett.
    48:38 - Musikfrage:
    Kann man Musik sehen? Hat Musik Farben? Wir haben bei der kanadischen Musikerin Dominique Fils-Aimé nachgefragt – und sie hat darauf eine ganz eigene, klare Antwort.
    (Stefan Franzen)
    58 min
  • Jon Batiste: «Die grosse Kunst ist, sich selbst zu bleiben.»
    Als Kind in den 90er Jahren hat er liebend gerne am Computer gespielt – und dank der Musik dieser ersten grossen Videogames viel über Komposition gelernt. Aus dem kleinen Computernerd von damals ist der mehrfach Grammy-dekorierte Star Jon Batiste geworden.
    Im Musikmagazin erzählt er von seiner Faszination für Game-Musik, aber auch davon, wie wir Gefahr laufen uns in der Welt der Algorithmen selbst zu verlieren.
    01:03 – Song of Storms & Talk
    Vor zwei Wochen hat Jon Batiste seine Interpretation einer Computerspiel-Melodie ins Netz gestellt – Song of Storms – und viel Aufmerksamkeit erregt damit. Im Talk erzählt er von seiner Faszination für die Game-Komponisten der 90er Jahre und davon, wie wichtig es ist, das innere Kind zu bewahren.
    21:43 – Wochenrückblick
    Nachdem Markus Hinterhäuser gegangen ist, folgt Karin Bergmann als Interims-Intendantin der Salzburger Festspiele. Die deutsch-kolumbianische Dirigentin und Pianistin Anna Handler wird ab diesem Sommer Conductor in Residence bei den Los Angeles Philharmonic. Und wir gehen auf den Dancefloor: In der Ausstellung «No Time to Lose» des Nidwaldner Museums.
    37:55 – Konzert-Tipp
    Das Zurich Jazz Orchestra lädt die Südkoreanische Sänger Song Yi Jeon ein – im Rahmen der «Female Composers Series»
    40:38 – Neu auf meiner Playlist
    Die Komponistin Maria Schneider schreibt Musik, die uns allen wieder beibringen soll, zuzuhören. «American Crow» heisst ihr neuestes Werk: Anspruchsvolle aber auch heilsame Musik.
    47:27 – Musikfrage
    Warum ist es so schwierig über Musik zu reden? Darüber hat sich der Autor Peter Kraut Gedanken gemacht.
    52.08 – Mahler zum Schluss
    Das Basler Sinfonieorchester legt die erste Einspielung unter dem neuen Leiter Markus Porschner vor: Die 2.Sinfonie von Gustav Mahler.
    57 min
  • Arianna Savall und Petter Udland Johansen – ein Leben in Musik
    Ein Künstlerpaar zwischen historischen Klängen, Improvisation und gemeinsamer Geschichte
    Arianna Savall und Petter Udland Johansen verbindet seit ihrer Begegnung in jungen Jahren nicht nur eine persönliche Partnerschaft, sondern auch eine gemeinsame musikalische Vision.
    Ihr Repertoire ist vielfältig: Es reicht von mittelalterlicher Musik über Barock bis hin zu Volksmusik und freier Improvisation. Diese stilistische Offenheit spiegelt sich besonders in ihrem Ensemble Hirundo Maris wider, mit dem sie internationale Bühnen bespielen. Gleichzeitig treten sie auch als Duo oder in Zusammenarbeit mit Barockensembles auf.
    Savall bringt dabei ihre besondere Klangwelt als Harfenistin und Sopranistin ein, während Johansen mit seiner vielseitigen Stimme und einer beeindruckenden Sammlung historischer und traditioneller Instrumente das Klangspektrum erweitert. Ihre Musik wirkt oft wie eine Reise durch Zeiten und Kulturen – fein, atmosphärisch und sehr persönlich.
    Auch ihr Lebensmittelpunkt passt zu dieser künstlerischen Haltung: Im ruhigen Fricktal, umgeben von Natur, finden sie Inspiration für ihre Arbeit. Dort verbinden sich Alltag und Musik ganz selbstverständlich – mit Instrumenten, Proben, Unterricht und neuen Projekten direkt im eigenen Zuhause. Das Musikmagazin mit einem Besuch vor Ort.
    27:21 Rückblick auf die Woche:
    Die wichtigsten Musikthemen vor Ostern
    35:24 Aktuell:
    Der Star-Dirigent im Porsche: Kaum einen andereren Dirigenten verbindet man in der öffentlichen Wahrnehmung mit derart viel Extravaganz wie Herbert von Karajan. Obwohl er bald vierzig Jahre tot ist, bietet Karajan weiterhin Gesprächsstoff. Insbesondere seine Vergangenheit mit dem Nazi-Regime wird in der Forschung rege diskutiert. Mitte Februar ist eine Studie in Buch-Form erschienen, unter dem Titel "Genie und Gewissen". Die Studie hat die Karajans Verbindung zum Nationalsozialismus untersucht und bürstet in vielen Belangen gegen den Strich.
    45:52 Frage der Woche:
    Neoklassik - darf das Genre auch ansruchsvoll sein oder nur leicht verdaulich?
    Ursprünglich verbindet Neoklassik popmusikalische Strukturen mit klassischen Instrumenten. Aber wie viel künstlerischer Anspruch steckt eigentlich dahinter? Ist das Genre anspruchsvoll – oder vor allem leicht verdaulich?
    47:31 Konzerttipp:
    Das Festival «Confluence» in Zürich.
    Das Festival bringt musikalische Welten zusammen, die sonst meistens getrennt bleiben:
    Hier begegnen sich Klassik und Volksmusik auf einer Bühne. Im Fokus dieses Jahr: Musik aus Litauen
    51:48 Neu in meiner Playlist:
    Emahoy, the hunky tonk Non
    1 hr 7 min
  • Schlagzeuger Ramón Oliveras: wie eine Meditation
    Seine Mutter hat er in einem vierjährigen Sterbeprozess begleitet. Und diese Erfahrung dann in einem hochenergetischen Drum-Solo verarbeitet: ein vierzigminütiger Tanz, eine Trance, eine Meditation des Abschied-Nehmens, in der sich alle Grenzen auflösen.
    00:05 – Sommerzeit!
    Vor bald 20 Jahren gestorben – aber sowieso unsterblich: der Jazzpianist Oscar Peterson. Passend zum Datum (es ist wieder Sommerzeit!) mit der passenden Musik (Summertime!)
    03:50 – Talk
    «A Certain Darkness Is Needed to See the Stars» heisst das grosse Drumsolo von Ramón Oliveras, das um Leben und Tod kreist, um das Auflösen von Grenzen und nicht zuletzt darum, dass einem beim Spielen fast die Arme abfallen.
    23:33 – Wochenrückblick
    Erdbeben in Salzburg: Markus Hinterhäuser muss gehen. Farben beeinflussen das Musikhören. Und Jesus Christ Superstar ist in Bern unterwegs.
    37:55 – Konzert-Tipp
    Chris Thomas King, der Mann, der den Hip Hop mit dem Blues verschmolzen hat. Er kommt nächste Woche zum Internationalen Jazzfestival Bern.
    42:22 – Musikfrage
    Kann es eigentlich falsche Töne geben beim Improvisieren? Wir klären das mit der Musikerin und Komponistin Andrea Neumann.
    47:42 – Neu in meiner Playlist
    Das Chiaroscuro Quartet spielt auf Darmsaiten und historischen Bögen die mittleren Streichquartette von Ludwig van Beethoven: rau klingt das, nicht glattgebügelt, Musik die daherkommt wie eine echte Sprache, mit all den geräuschhaften Untertönen… grossartig!
    58 min

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Im Musikmagazin nehmen wir Sie mit zu den Musikerinnen und Musikern und bieten Gesprächsstoff für alle, die Musik lieben. Ihr Samstagmorgen mit Klassik, Jazz und zeitgenössischer Musik aus der Schweiz und der ganzen Welt.

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