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Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine mussten viele Länder Alternativen zu russischem Öl und Gas suchen. Während in manchen europäischen Staaten über den Ausstieg aus fossilen Energien gesprochen wird, erlebt ein kleines Land in Südamerika derzeit das Gegenteil: Guyana. Seit einem riesigen Ölfund vor der Küste steht eines der ärmsten Länder der Region vor dem Umbruch. Für Guyana ist das eine historische Chance und zugleich ein gefährlicher Pakt mit der Zukunft: Wie verhindern, dass der Reichtum nicht nur einigen wenigen zugutekommt? Und während das Land vom Ölboom träumt, steigen die Meeresspiegel und bedrohen seine Küste. Wie also umgehen mit diesem Reichtum, mitten im Klimawandel?
In der Westslowakei, eine Stunde von Bratislava entfernt, soll sich ein Wunder wiederholen: Trencin soll dauerhaft aufblühen, und das Kulturhauptstadtjahr 2026 soll dafür den Startschuss geben. Attraktiver werden für junge Leute, höhere Lebensqualität, Tempo im Strukturwandel - das sind die hoch gesteckten Ziele. 2013 hat das bereits einmal geklappt - damals war Kosice der erste slowakische Träger des begehrten Titels der Europäischen Kulturhauptstadt - und hat sich tatsächlich seither denkbar positiv entwickelt. Im Programm für Trencin steht deshalb nicht die Hochkultur im Mittelpunkt, sondern Stadtgesellschaft und Tourismus. Nach außen soll die Stadt zum Aushängeschild für die Slowakei werden - und das in schwierigen Zeiten: Die populistische Regierung hat in der slowakischen Kultur zum Kahlschlag angesetzt.
Mit der Einrichtung des Nationalfonds 1995 setzte die Republik 50 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur ein klares und dauerhaftes Zeichen der historischen Verantwortung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus. Ihnen sollte neben der moralischen Anerkennung auch eine finanzielle Geste zukommen; der Allgemeine Entschädigungsfonds hat mehr als 103.000 Entschädigungsforderungen für Vermögensverluste anerkannt, 2017 hat er seine Tätigkeit beendet. Doch die Arbeit des Nationalfonds geht weiter. Am 10. November 2025 richtet das Parlament mit einem Festakt den Blick sowohl zurück auf 30 Jahre tätiger Verantwortung, als auch auf gegenwärtige und künftige Aufgaben. Dazu hören Sie ein Interview mit Hannah Lessing, Vorständin des Nationalfonds.
Der erste Stimmungstest nach den Präsidentenwahlen vor einem Jahr zeigt eine klare Tendenz: Kandidat:innen der oppositionellen Demokraten haben gestern sowohl die Bürgermeisterwahlen in der 8,5-Millionen-Stadt New York als auch zwei Gouverneurswahlen klar gewonnen.
Mit dem 34jährigen Polit-Shootingstar Zohran Mamdani steht somit erstmals ein Moslem an der Spitze der Ostküsten-Metropole New York. Der in Uganda geborene Sohn indischer Eltern steht zudem weit links, bezeichnet sich selbst als demokratischen Sozialisten und hat es geschafft, Massen zu mobilisieren.
In New Jersey stellen die Demokraten mit Mikie Sherrill weiterhin die Regierungschefin des Bundesstaats, in Virginia konnte Abigail Spanberger den Gouverneurssitz aus republikanischer Hand zurückgewinnen.
Haben sich die Demokraten nun wieder gefangen? Was bedeuten ihre Erfolge für die Midterm-Wahlen in einem Jahr? Und welche Bilanz kann der Republikaner Donald Trump ein Jahr nach seinem Wahlerfolg ziehen?
Es wird nicht häufig über die vergleichsweise hohe Suizidrate in landwirtschaftlichen Berufen gesprochen. Laut einem Bericht der EU sind Bäuerinnen und Bauern in ganz Europa einem großen Druck ausgesetzt, viele von ihnen haben psychische Probleme, Depressionen oder Angstzustände. Es geht um Preisdruck für die landwirtschaftlichen Produkte, die Sorge wegen des Klimawandels und um Probleme bei Hofübergaben. In Italien wurde vor einigen Jahren eine um 30 Prozent erhöhte Suizidrate bei Landwirten gegenüber anderen Berufsgruppen festgestellt. In Österreich fehlen dazu aussagekräftige Zahlen. Doch es gibt Hilfe. Das bäuerliche Sorgentelefon ist unter der Nummer 0810 676 810 erreichbar, die Telefonseelsorge unter dem Notruf 142.
Diese Sendung wurde am 26. 5. 2025 erstmals ausgestrahlt und zweifach ausgezeichnet: mit dem Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung und dem Stephan-Rudas-Preis.
Antonio Messina aus Enna in Sizilien war sechzehn Jahre alt, als ein Kirchenmann anfing, ihn zu missbrauchen. Jahre später hat Messina Anzeige erstattet, nachdem er vergeblich versucht hatte, innerkirchlich Gehör zu bekommen. Der beschuldigte Priester ist mittlerweile in zweiter Instanz zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Die Geschichte zeigt die Abgründe in der katholischen Kirche und in der Gesellschaft in Italien. Antonio Messina wird seit seiner Anzeige angefeindet, eine Journalistin, die über das Thema berichtet hat, bedroht. Und Italien schafft es immer noch nicht, den Missbrauch in katholischen Gemeinden, Orden und Freizeiteinrichtungen systematisch aufzuarbeiten.
Wahlärzte sind viel zu teuer. Es gibt zu viele von ihnen. Wahlarzthonorare müssen gedeckelt werden. So oder ähnlich argumentiert der Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse. Er möchte eine Obergrenze für jene Honorare eingeführt sehen, die niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sozusagen am freien Markt verlangen dürfen - und für die die Krankenkassen meist nur einen Bruchteil zurückerstatten.
Hat er mit seinen Forderungen recht? Und würde durch eine Deckelung die ärztliche Versorgung verbessern - oder würden nur deren Lücken größer? Denn viele Menschen setzen - wegen langer Wartezeiten bei Kassenordinationen - inzwischen auf die Behandlung durch Wahlärztinnen oder -ärzte und schließen dafür auch teure Versicherungen ab.
Darüber diskutieren:
Andreas Huss, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse
Ernest Pichlbauer, Mediziner und Gesundheitsökonom
Momen Radi, Wahlärztevertreter in der Ärztekammer
Im Hauptquartier der UNO am East River in New York herrscht 80 Jahre nach Inkrafttreten der Charta der Vereinten Nationen am 24. Oktober 1945 keine Feierlaune. Die multilaterale Weltordnung, für die die Vereinten Nationen stehen, ist unter Druck. Statt internationaler Zusammenarbeit und Stärke des Rechts setzt sich immer häufiger das Recht des Stärkeren durch. Die drei wichtigsten Veto-Mächte USA, China und Russland brechen immer häufiger das Völkerrecht und blockieren einander im UN-Sicherheitsrat. Schlimm wirken sich auch die massiven finanziellen Kürzungen der US-Regierung aus - die Einsparungen in der Entwicklungshilfe bedrohen Millionen Menschen in ärmeren Ländern.
Trotz dieser tiefen politischen und finanziellen Krise zeigt sich aber auch 80 Jahre nach ihrer Gründung, welchen Wert die Vereinten Nationen haben. Sie sind nach wie vor der einzige Ort, an dem alle Länder dieser Welt zusammenkommen.
Dazu ein Gespräch mit Stephan Wittich, Völkerrechtsexperte an der Universität Wien.
Im Hauptquartier der UNO am East River in New York herrscht 80 Jahre nach Inkrafttreten der Charta der Vereinten Nationen am 24. Oktober 1945 keine Feierlaune. Die multilaterale Weltordnung, für die die Vereinten Nationen stehen, ist unter Druck. Statt internationaler Zusammenarbeit und Stärke des Rechts setzt sich immer häufiger das Recht des Stärkeren durch. Die drei wichtigsten Veto-Mächte USA, China und Russland brechen immer häufiger das Völkerrecht und blockieren einander im UN-Sicherheitsrat. Schlimm wirken sich auch die massiven finanziellen Kürzungen der US-Regierung aus - die Einsparungen in der Entwicklungshilfe bedrohen Millionen Menschen in ärmeren Ländern.
Trotz dieser tiefen politischen und finanziellen Krise zeigt sich aber auch 80 Jahre nach ihrer Gründung, welchen Wert die Vereinten Nationen haben. Sie sind nach wie vor der einzige Ort, an dem alle Länder dieser Welt zusammenkommen.
Dazu ein Gespräch mit Stephan Wittich, Völkerrechtsexperte an der Universität Wien.
Das Tourette-Syndrom ist eine angeborene und bis heute unheilbare neuropsychiatrische Erkrankung. Kernsymptome sind sogenannte Tics: Motorische zeigen sich als Grimassenschneiden, Schulterzucken oder Mundaufreißen, bei vokalen Tics werden ungewollt Worte, Schreie oder Tierlaute von sich gegeben. Popstars wie Billie Eilish und Robbie Williams haben ihre Diagnose öffentlich gemacht, auch in Österreich sind tausende Menschen betroffen.
Die Störungen können medikamentös, operativ oder mit Verhaltenstherapien abgeschwächt werden. Doch der Leidensdruck Tourette-kranker Menschen ist hoch und das Verständnis der Umwelt oft gering.
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