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Nach Jahren intensiver Verhandlungen ist das umfassende Handelsabkommen zwischen der EU und den fünf Mercosur-Staaten in Lateinamerika auf der Zielgeraden. Im September legte die Europäische Kommission Rechtstexte für das Partnerschaftsabkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay vor. Ziel des Abkommens ist es, Handel und Investitionen durch Abbau von Zöllen zu fördern und somit eine der weltweit größten Freihandelszonen zu schaffen.
Doch das Abkommen ist in Österreich sehr umstritten: Landwirtschaft, Gewerkschaftsbund sowie Umweltorganisationen laufen Sturm gegen Mercosur; Industrie und Wirtschaftsverbände begrüßen es und sehen darin neue Chancen.
Was bringt also Mercosur? Wo liegen mögliche Vor- und Nachteile? Und kann das Abkommen überhaupt noch verhindert werden? Über diese Fragen wurde im Haus der Europäischen Union in Wien diskutiert.
Südamerikanische Drogen-Kartelle haben verstärkt den europäischen Markt im Visier. Denn der nordamerikanische Markt ist mittlerweile offenbar weitgehend gesättigt. Die deutsche Polizei warnt vor einer Kokainschwemme; Bremen ist eines der Einfallstore für Drogen nahe der Nordseeküste, ebenso wie Antwerpen, Rotterdam oder Hamburg.
Dort kommt tonnenweise Kokain aus Südamerika an, das dann auch auf die Straßen deutscher – und auch österreichischer - Städte gelangt. Neuerdings landet das Kokain aber auch in sehr kleinen Touristen-Häfen im idyllischen Ostfriesland, wie etwa Neuharlingersiel, Bensersiel oder Carolinensiel.
Wie soll eine Stadt mit den Bildern aus der Spraydose umgehen?
Graffiti sind in Städten allgegenwärtig. Bunte Bilder, aber auch einfache Schriftzüge ver(un)zieren Wände, Garagentore, Sitzmöbel, Mistkübel und U-Bahn-Waggons.
Viele sehen darin nichts anderes als Schmierereien und Vandalismus. Für Hausbesitzer:innen und Verkehrsbetriebe sind Graffiti ein teures Ärgernis. Diejenigen, die mit Spraydose und Pinsel durch die Stadt ziehen, empfinden ihre Werke aber als Kunst.
Eine Bestandsaufnahme bei Graffiti-Befürwortern, Jugendarbeiterinnen, Reinigungsfirmen, Polizei und Verkehrsbetrieben.
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Wie soll eine Stadt mit den Bildern aus der Spraydose umgehen?
Graffiti sind in Städten allgegenwärtig. Bunte Bilder, aber auch einfache Schriftzüge ver(un)zieren Wände, Garagentore, Sitzmöbel, Mistkübel und U-Bahn-Waggons.
Viele sehen darin nichts anderes als Schmierereien und Vandalismus. Für Hausbesitzer:innen und Verkehrsbetriebe sind Graffiti ein teures Ärgernis. Diejenigen, die mit Spraydose und Pinsel durch die Stadt ziehen, empfinden ihre Werke aber als Kunst.
Eine Bestandsaufnahme bei Graffiti-Befürwortern, Jugendarbeiterinnen, Reinigungsfirmen, Polizei und Verkehrsbetrieben.
Der Einsturz eines Vordachs am Bahnhof von Novi Sad brachte vor einem knappen Jahr, im November 2024, eine Protestwelle in Serbien ins Rollen. Seitdem gibt es im ganzen Land immer wieder riesige Demonstrationszüge mit bis zu 300.000 Menschen. Sie protestieren gegen Korruption und fordern Neuwahlen. Zu Beginn waren es vor allem Studierende, inzwischen äußern Menschen aus allen Schichten ihre Unzufriedenheit mit der Regierung und dem autokratischen Präsidenten Aleksandar Vucic. Die Proteste haben alle Konfessionen, Altersgruppen und Berufsgruppen erfasst und entfalten eine Art einigende Wirkung im Land.
Dennoch: Längst nicht alle Serbinnen und Serben stehen der Regierung kritisch gegenüber, und die studentische Gruppierung „Wir wollen studieren“ positioniert sich sogar klar pro Vucic. Das Land ist polarisiert.
Am 13. Oktober 2025 wäre Margaret Thatcher 100 Jahre alt geworden. Die erste britische Premierministerin hat in den 1980er-Jahren als "Eiserne Lady" das Land umgekrempelt und deutliche Spuren in Wirtschaft und Gesellschaft hinterlassen. Noch heute wird sie von manchen leidenschaftlich verehrt, von anderen aus tiefstem Herzen verachtet - Thatcher, 2013 gestorben, hat extrem polarisiert und tut es auch heute noch. Auch die aktuelle britische Politik misst sich an Thatcher, und ihr Vermächtnis ist im Land an vielen Orten zu spüren, zum Beispiel in Bergarbeitersiedlungen in Wales, in denen sie die Kohlegruben dicht machte. Ein Porträt zum 100. Geburtstag.
In Israel herrschen Jubel und riesige Erleichterung: Nach mehr als zwei Jahren Haft unter unmenschlichen Bedingungen sind die 20 noch lebenden israelischen Geiseln heute Vormittag von der Hamas freigelassen worden. So groß die Freude heute ist: Ihnen steht ein langer Weg der Traumabewältigung bevor. Im Gegenzug werden rund 2.000 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen. Die erste Phase des Gaza-Friedensabkommens ist somit abgeschlossen. „Der Krieg ist vorbei“ meint US-Präsident Donald Trump; er hat mit seinem Team den Friedensplan vermittelt.
Doch ob nun wirklich Frieden einkehren wird, ist noch nicht so sicher. Wichtige Fragen sind noch nicht entschieden: Wird sich die Hamas entwaffnen lassen wie gefordert? Wenn nicht, könnten die Kämpfe wieder aufflammen? Wer wird den Gazastreifen künftig regieren? Und ist das alles ein Schritt in Richtung eines palästinensischen Staats?
Eine Diskussion mit Expert:innen.
Chinas Aufstieg zur Supermacht und die Folgen
Wird Europa durch die geopolitischen Entwicklungen zunehmend an den Rand gedrängt?
Seit einigen Jahren richten sich Europas Aufmerksamkeit und Sorge ganz auf Russlands Krieg gegen die Ukraine, den Krieg im Gazastreifen, die Migrationskrise und auf den US-Präsidenten Donald Trump, der die Welt durch Drohungen, Zölle und immer autoritärere Maßnahmen im eigenen Land in Atem hält. Beinahe unbemerkt hat China seine Macht ständig ausgeweitet, die Volksrepublik will die internationale Ordnung neu regeln und die globale Macht neu verteilen. Peking orientiert sich stark Richtung Moskau, ist in vielen Ländern des globalen Südens längst zur Führungsmacht geworden. Was bedeutet das alles für Europa und die EU? Verliert Peking das Interesse an Europa, geht gar zu feindlicher Distanz über? Und was ist aus dem Projekt "Neue Seidenstraße" geworden?
Im Bruno Kreisky Forum in Wien fand dazu dieser Tage eine Podiumsdiskussion mit China-Expert:innen statt.
Diese Woche werden die diesjährigen Gewinner:innen der Nobelpreise bekanntgegeben. Es sind Momente, in denen Wissenschaft und Forschung ins Scheinwerferlicht rücken. Im internationalen Vergleich ist in Österreich allerdings die Skepsis gegenüber Wissenschaft eher groß. Das Interesse an wissenschaftlichen Themen sinkt, wie das „Wissenschaftsbarometer 2024“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigt.
Worin liegen die Gründe für Skepsis und Desinteresse in Teilen der Gesellschaft? Ist Kritik an der Wissenschaft berechtigt? Und was kann man in Zeiten von Social Media und Verschwörungstheorien tun, um Wissenschaft und Forschung verständlich zu vermitteln und mehr Bevölkerungsgruppen zu erreichen?
Darüber diskutieren:
Christian Bertsch, Institute of Science and Technology Austria ISTA
Andreas Scheu, Österreichische Akademie der Wissenschaften ÖAW
Sigrid Stagl, WU Wien, Wissenschaftlerin des Jahres 2024
Die Nationalsozialisten planten hier einen SS-Truppenübungsplatz, später wurde die Lieberoser Heide hundert Kilometer südöstlich von Berlin zur größten Waffentestfläche der Roten Armee außerhalb der Sowjetunion. Seit dem endgültigen Abzug der Russen 1994 liegt das riesige Areal in der Niederlausitz in Südbrandenburg brach und entwickelte sich seitdem ohne äußerliche Einflüsse zur größten Wüste Deutschlands. Die Lieberoser Heide, eine insgesamt 25.500 Hektar große Fläche aus Wald, Wildnis und Wüste, ist inzwischen zum Lebensraum für seltene Pflanzen und Kleintierarten geworden. Aber auch die großen Tiere finden in der Wüstenlandschaft, in der im Sommer mitunter extreme Hitze herrscht, ihr Habitat: Hier leben nicht nur Wölfe, auch Elche wurden schon gesichtet.
Nun plant die Region, die natürlich gewachsene Wildnis zu erschließen und mit einem aufwendigen Besucherzentrum möglichst viele Tagesgäste in die unberührte Natur zu locken. Der Tourismus soll den Steinkohletagebau, der 2035 aus
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