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Der monatelange Zollstreit ist beendet - zumindest vorerst; US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben sich geeinigt: Die zum 1. August angedrohten 30-prozentigen Importzölle auf europäische Produkte sind abgewendet. Stattdessen soll es einen Basiszollsatz in Höhe von 15 Prozent auf die meisten Produkte aus der EU geben. Weiters verpflichtet sich die EU zu milliardenschweren Energiekäufen aus den USA und zu riesigen Investitionen.
Hat sich Europa über den Tisch ziehen lassen? Ist diese Vereinbarung nun endgültig? Und was bedeutet die neue Regelung für die exportabhängige österreichische Wirtschaft?
Darüber diskutieren:
Alexander Herzog, Generalsekretär des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Irene Lack-Hageneder, Wirtschaftsdelegierte der WKÖ, AußenwirtschaftsCenter Washington
Niclas Poitiers, Ökonom und Research Fellow am Bruegel Institut in Brüssel
Es war ein Tag, der die Bezeichnung „historisch“ wohl verdient: Am 11. Juli begann die kurdische Arbeiterpartei PKK damit, ihre Waffen niederzulegen – ein symbolischer und dennoch bedeutsamer Schritt, der das Ende eines mehr als 40-jährigen bewaffneten Kampfes einleiten könnte, der zehntausende Menschen das Leben gekostet hat. Wenige Monate zuvor hatte der Anführer der als Terrororganisation geltenden Organisation, Abdullah Öcalan, vom Gefängnis aus zur Auflösung der PKK aufgerufen.
Der neue Anlauf zur Versöhnung kam nur mit Billigung von Recep Tayyip Erdogan zustande. Ist Frieden nun tatsächlich realistisch? Wie passt dazu, dass Erdogan immer autoritärer gegen die größte Oppositionspartei CHP vorgeht? CHP-Bürgermeister werden reihenweise unter dem Vorwurf der Korruption verhaftet. Warum reagiert die EU auf Ankaras Abkehr von der Demokratie so verhalten? Elisa Vass spricht mit der deutsch-türkischen Politologin Hürcan Asli Aksoy von der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin.
Vor 80 Jahren, am 31. Juli 1945, fand in der böhmischen Stadt Aussig an der Elbe/ Ústí nad Labem ein schreckliches Massaker an der deutschen Zivilbevölkerung statt – zwischen 100 und 200 Menschen wurden damals ermordet. Es war einer der traurigen Höhepunkte der Vertreibung und Ermordung der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele Tausend wurden damals ermordet, und drei Millionen Menschen verloren 1945 und 1946 so ihr Hab und Gut und ihre Heimat – als kollektive Strafe für die von der NS-Herrschaft hier begangenen Gräueltaten.
Jahrzehntelang wurde das alles legitimiert, totgeschwiegen oder beschönigt. Doch seit einigen Jahren wird vor allem von jüngeren Menschen in Tschechien an das dunkle Kapitel erinnert, etwa beim alljährlichen Marsch der Versöhnung in Brünn.
Frankreich hat eine lange Bergbau-Tradition. 2004 ging die Kohleförderung mit der Schließung des letzten Schachtes in Nordfrankreich zu Ende. Von der Erinnerung an die Industriegeschichte profitieren mittlerweile der Tourismus und die Kultur – so hat das nordfranzösische Bergbau-Revier das Kulturerbe-Label der UNESCO erhalten.
Nach der Jahrtausendwende entstand der Eindruck, ein modernes Land wie Frankreich könne auf den extrem umweltschädlichen Bergbau verzichten. Zugleich schnellte der Verbrauch von Metallen rasant in die Höhe. Die dringend benötigten Rohstoffe werden bis heute importiert, vor allem aus Ländern des globalen Südens und aus China. Aber immer häufiger kommt es zu Engpässen. Jetzt will die französische Regierung den Bergbau im eigenen Land fördern. Ein Argument: die Energiewende. In leistungsstarken Akkus, Windrädern oder Solarpaneelen stecken enorm viele Metalle. Für Kritiker:innen ist das aber der falsche Weg.
Vor 10 Jahren, im Sommer 2015, begann in Österreich die sogenannte Flüchtlingskrise, die Bilder von überfüllten Bahnhöfen und Kolonnen an Menschen an den Grenzübergängen haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. 2015 wurden in Österreich knapp 90.000 Asylanträge gestellt, die meisten von Flüchtlingen aus Afghanistan und Syrien. Die Zahl der Asylanträge ist inzwischen wieder zurückgegangen, doch Themen wie Integration, Familiennachzug oder Rückführung in die Heimatländer prägen nach wie vor die innenpolitischen Debatten.
2015 flüchteten auch Amina Alami aus Afghanistan und Kenan Fürst-Taube aus Syrien nach Österreich. Amina Alami kam mit ihrer Familie und arbeitet nun bei der Caritas Steiermark, Kenan Fürst-Taube flüchtete gemeinsam mit seiner Mutter und hat inzwischen in Österreich eine Familie gegründet. Warum haben die beiden ihre Heimat verlassen? Was waren die größten Schwierigkeiten dabei, sich hier zu integrieren? Und wie viel Zuwanderung kann Österreich verkraften?
Der Hamburger Hafen ist durch seine Lage zwischen Nord- und Ostsee eine wichtige Handelsdrehscheibe. Er versorgt den europäischen Binnenmarkt und damit bis zu 450 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten. Moderne Technik macht den umfangreichen Warenumschlag möglich, als kritische Infrastruktur ist das Thema Sicherheit im Hamburger Hafen zentral. Doch auch für Millionen Reisende ist der Hamburger Hafen dank zahlreicher Sehenswürdigkeiten ein reizvolles Ziel. Die Wasserschutzpolizei Hamburg ist für die Sicherheit im Hamburger Hafen zuständig - mit einem umfangreichen Aufgabenbereich.
Ausgehend von Deutschland wird seit einiger Zeit immer am 21. Juli der Menschen gedacht, die an Drogen verstorben sind. Die Zahl der Drogentoten steigt auch in Österreich.
Im Jahr 2023 – jüngere Daten sind offiziell nicht verfügbar - waren österreichweit 256 Drogen-Todesfälle zu verzeichnen; die allermeisten, nämlich 101, in Wien.
Doch auch in ländlichen Gebieten greift Drogenmissbrauch um sich. So gilt etwa Kufstein nach Abwasserkontrollen als heimliche Kokainhauptstadt Österreichs.
Fast 30 Prozent der Drogentoten sind unter 25 Jahre alt. Beim Konsum holen Mädchen gegenüber den Burschen bedenklich rasch auf. Einige Fälle werden in dieser Spurensuche geschildert.
Am 16. Juli 2025 ist Claus Peymann im Alter von 88 Jahren gestorben. 13 Jahre lang leitete er das Burgtheater in Wien und war in dieser Funktion erst gehasst, später verehrt.
In seine Ära fiel der größte österreichische Theaterskandal, jener um die Uraufführung von Thomas Bernhards „Heldenplatz“ 1988. Bernhard war sein „künstlerischer Lebensmensch“, wie Peymann selbst gesagt hat.
Er hat aber auch anderen österreichischen Autor:innen viel Raum gegeben, etwa Elfriede Jelinek oder Peter Turrini.
Welche Bedeutung hat Claus Peymann, wie war die Zusammenarbeit mit ihm, und bleibt von ihm mehr als der Ruf eines Skandalumwitterten?
Darüber diskutieren Karin Bergmann, Wegbegleiterin und frühere Burgtheaterdirektorin, Rudolf Scholten, ehem. Kulturminister und Peter Schneeberger, ORF Kultur
Diskussionsleitung: Veronika Fillitz
Zehn Jahre, von 1945 bis 1955, war Österreich von den Allierten besetzt. Dieses Kapitel unserer Geschichte hat die Menschen, die noch aus eigenem Erleben von dieser Zeit berichten können, tief geprägt. Sie erzählen von Angst und brutaler Gewalt, die hauptsächlich von sowjetischen Besatzungssoldaten verübt wurde, von Verlust und Wiedersehensfreude, von Not und Zusammenhalt und von Zuversicht und Wiederaufbau.
Das Grauen der Kriegsjahre hinter sich lassen, die Ärmel hochkrempeln und die eigene Existenz wieder aufbauen - so versuchten die Menschen in den Nachkriegsjahren ihr Leben zu meistern. Hören Sie Teil zwei des Journal Panoramas über die Besatzungszeit, in dem Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Nieder- und Oberösterreich zu Wort kommen:
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