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Der Bodensee gilt als Naturparadies. Er dient als Trinkwasserreservoir für Millionen Menschen. Der Tourismus prägt weltweit das Image der Region, doch am Ufer und im Hinterland liegt die wahre wirtschaftliche Größe. In allen Bundesländern wie Kantonen am See finden sich Hunderte, international aufgestellte Unternehmen, meist seit Generationen in Familienbesitz, meist kaum bekannt und in ihren jeweiligen Bereichen oft unter den gefragtesten der Welt. Wäre die Region ein EU Land – sie hätte, mit gut 70.000 Euro, die dritthöchste Wirtschaftsleistung pro Kopf. Der Standort Bodensee boomt, doch der wirtschaftliche Erfolg zeigt immer mehr Nebenwirkungen. Ein Saldo von Volker Obermayr
Die von den USA verkündete Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran ist zwar brüchig, dennoch sind die Kampfhandlungen seit gestern etwas abgeflaut. Israel scheint in den von ihm begonnenen Krieg in 12 Tagen seine Ziele weitgehend erreicht zu haben - so wurden Teherans nukleare Kapazitäten offenbar um Jahre zurückgeworfen, nicht zuletzt nachdem die USA Luftangriffe auf die iranischen Atomanlagen Fordo, Natanz und Isfahan durchgeführt hatten.
Wie geschwächt ist das Mullah-Regime nach den israelischen Militärschlägen? Was bedeutet der Krieg für den Nahen und Mittleren Osten, aber auch für die Geopolitik? Ist die vom Iran ausgehende Gefahr für Israel nun wirklich geringer geworden? Und ist das Völkerrecht nun endgültig totes Recht?
Fahrradfahren ist gesund und klimafreundlich – im Alltag aber noch zu oft gefährlich und wenig komfortabel. Forscherinnen untersuchen deshalb, wie Radfahren für alle attraktiver werden kann. Für stressfreien Fahrspaß braucht es neben sicheren Radwegen auch eine smarte Navigation und mehr Komfort, zum Beispiel bei der Mitnahme von Rädern in den öffentlichen Verkehrsmitteln. In den Niederlanden wird vieles davon bereits umgesetzt. Hier ist Radfahren inzwischen aber so attraktiv, dass die vielen Radler für neue Probleme sorgen.
Das religiöse Oberhaupt der Tibeter, der 14. Dalai Lama, wird am 6. Juli 90 Jahre alt. Für viele Tibeterinnen und Tibeter ist er DIE Identifikationsfigur, nicht nur in religiösen Fragen, sondern auch gegen das übermächtige China, das Tibet seit den 1950er Jahren besetzt hält. Aber auch weltweit hat der Dalai Lama viele Anhängerinnen und Anhänger, er wird manchmal fast wie ein Popstar gefeiert. Für seine Botschaft von Mitgefühl und Versöhnung erhielt er den Friedensnobelpreis. Inzwischen ist es um den 89-Jährigen ruhig geworden. In seinem Exil in Nordindien hält der Dalai Lama noch Audienzen ab, um die Welt reist er nicht mehr.
Nun geht es um seine Nachfolge: Peking will mitreden, will die religiöse Autorität des obersten tibetischen Buddhisten für eigene Zwecke nutzen.
Doch der Dalai Lama selbst sagt, sein Nachfolger werde in der freien Welt geboren werden, also nicht in Tibet. Rund um seinen Geburtstag will er sich näher dazu äußern.
Rund 1600 Frauen sterben jährlich in Österreich an Brustkrebs.
Brustkrebs ist eine der häufigsten Krebs-Todesursachen.
Verschiedene Tumorarten machen auch ganz unterschiedliche Behandlungen notwendig. Vorsorglich etwas unternehmen können Frauen, die familiär belastet sind, bei denen der Krebs - und das lässt sich heutzutage feststellen - sozusagen in den Genen sitzt. Dafür gibt es Warnsignale: wenn nahe weibliche Verwandte bereits Brustkrebs hatten oder haben.
Freilich kommt nach einer eindeutigen Diagnose eine schwere Entscheidung auf die Betroffenen zu: Sie können sich vorsorglich eine Brust oder auch beide abnehmen lassen - so wie es etwa die bekannte Hollywolldgröße Angelina Jolie gemacht hat. Ursula Theiretzbacher hat sich des Themas angenommen.
Seit Vaclav Havels Zeiten unterstützt Tschechien Taiwan in seinem Kampf für Freiheit und Eigenständigkeit. Havel übertrug seine Erfahrungen mit dem Kommunismus auf den Taiwan-Konflikt. Diese Haltung prägt die tschechische Außenpolitik bis heute, und seit Russlands Überfall auf die Ukraine sieht sich Tschechien wieder in einer ähnlichen Lage wie Taiwan, das von China ständig militärisch bedroht wird.
Die tschechische Republik ist inzwischen Taiwans engster Verbündeter in Europa. Immer wieder reisen hohe tschechische Politiker auf die Insel, zum großen Missfallen der Volksrepublik China. Die erhebt Anspruch auf das demokratisch regierte Land, das aufgrund der Ein-China-Politik international nicht anerkannt ist.
Mit seiner mutigen Taiwan-Politik setzt Prag ein deutliches Zeichen gegen autoritäre Regimes und ihre Machtansprüche und profitiert gleichzeitig von den engen Wirtschaftsbeziehungen zu dem boomenden Land.
In den USA sind die Waffengesetze besonders liberal. Und von den USA aus werden viele Schusswaffen nach Mexiko geschmuggelt. Dort landen sie dann tausendfach bei mafiösen Banden.
Drogenkartelle und Menschenschmuggel-Organisationen bekämpfen einander, es geht um Einfluss, Geld und Macht. Die lokale Bevölkerung ist dem oft schutzlos ausgeliefert, der Staat ist in manchen Gegenden komplett abgemeldet.
Am Tag nach dem Schulmassaker in Graz sprechen wir mit:
Reinhard Haller, Psychiater, Gerichtsgutachter
Thomas Kapitany, Psychiater, Spezialist für Krisenintervention
Paul Nitsche, Lehrer am BORG Dreierschützengasse in Graz, Seelsorger
Gestaltung: Astrid Plank, Helene Seelmann, Elisa Vass
Mit einem spektakulären Drohnen-Großangriff auf Russlands strategische Luftwaffe hat die Ukraine jüngst bewiesen, dass sie nicht zur Aufgabe bereit ist. Mit David-gegen-Goliath-Methoden leistet das Land Widerstand gegen die militärische Überlegenheit Russlands. Moskau scheint indes nicht bereit zu sein, über einen Frieden mit der Ukraine zu verhandeln. Es beharrt auf der Abtretung der Krim sowie von vier Gebieten in der Ostukraine, die man derzeit nur teilweise kontrolliert; die Ukraine müsste weiter auf einen NATO-Beitritt verzichten, westliche Waffenliegerungen müssten gestoppt werden. Die Gespräche zwischen Vertretern beider Länder am Montag in Istanbul sind erwartungsgemäß ohne Ergebnis geblieben, lediglich auf einen Gefangenenaustausch konnte man sich einigen.
Sowohl die Ukraine als auch Russland werben unterdessen um die Gunst von US-Präsident Donald Trump und die wichtige Unterstützung der USA. Wie kann es weitergehen? Und wie lange kann der Krieg noch dauern?
Seit Jahrzehnten wird das zweitgrößte afrikanische Land, der Kongo, von Kriegen und Bürgerkriegen erschüttert.
Im Osten des Landes ist es seit ein paar Jahren die Rebellengruppe M23, die gegen die Zentralregierung ankämpft, dabei aber die Bevölkerung einschüchtert und terrorisiert. Nun etablieren die Rebellen, die Anfang des Jahres die große Stadt Goma eingenommen haben, ihre Herrschaft - indem sie etwa Verwaltungskräfte einsetzen und sogar Banken wieder eröffnen. Doch die Bevölkerung sehnt sich nicht nur nach Frieden, sondern auch nach Essen. Leidtragende sind ganz besonders Frauen und Kinder.
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