Ö1 Journal-Panorama

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Ö1 Journal-Panorama episodes

  • Ukrainische Offensive: Phase oder Kriegswende?
    Wochenlang war eine Gegenoffensive der ukrainischen Armee angekündigt worden, dennoch hat der Angriff in der ostukrainischen Region Charkiw die russischen Truppen kalt erwischt: Rund 4.000 Quadratkilometer russisch besetzten Territoriums wurden in den vergangenen Tagen zurückerobert, der Rückzug der russischen Truppen verlief keineswegs geordnet: Kriegsmaterial wurde haufenweise zurückgelassen, viele Soldaten liefen einfach davon. Moskau spricht von einer „strategischen Umgruppierung“. Die Kampfmoral der russischen Armee ist im Gegensatz zur ukrainischen sehr schlecht.
    Worauf sind die ukrainischen Erfolge zurückzuführen? Könnte es sich um die von Kiew lange ersehnte Wende im Krieg handeln? Und wie gefährlich kann es für die Welt werden, wenn sich Wladimir Putin ins Eck gedrängt fühlt?
    Darüber diskutieren:
    Walter Feichtinger, Sicherheitsexperte, Center for Strategic Analysis
    Miriam Kosmehl, Osteuropa-Expertin Bertelsmann-Stiftung
    Jens Siegert, Politikwissenschafter, Moskau
    30 min
  • Sklaverei in Brasilien: Das Erbe von Rio de Janeiro
    Rio de Janeiro, Stadt des Samba und des Karnevals, war einer der größten Sklavenhäfen der Welt. Sklaven verluden die Reichtümer Brasiliens auf Schiffe, pflegten die Kinder der europäischen Kolonialherren, schufteten auf Kaffeeplantagen und bauten Paläste. Doch bis heute wird der Menschenhandel in Rio heruntergespielt und als eine Art humaneres Gegenstück zur Sklaverei in den US-Südstaaten verklärt. Eine Aufarbeitung der Geschichte findet nicht statt. Es gibt kein offizielles Museum in der Stadt; archäologische Fundstätten von Massengräbern, die während der Bauarbeiten zu den Olympischen Spielen ans Licht kamen, bekommen keine Finanzierung und die Militärpolizei, die einst zur Verfolgung flüchtiger Sklav/innen gegründet wurde, zählt bis heute zu den brutalsten Sicherheitskräften der Welt. Gleichzeitig hat sich eine junge Generation Schwarzer Rechte erkämpft, fordert eine Aufarbeitung der Wurzeln des strukturellen Rassismus und drängt in die Politik.
    30 min
  • Eltern behinderter Kinder - Pflegeverantwortung ein Leben lang
    In Österreich pflegen und betreuen mehr als 800.000 Menschen einen nahen Angehörigen zu Hause. Rund 10 Prozent dieser pflegenden Angehörigen sind Eltern eines behinderten oder chronisch kranken Kindes. Diese pflegenden Eltern wurden bisher kaum wahrgenommen, und so mangelt es an Verständnis und Unterstützung. Für diese Eltern ist Pflegeverantwortung nicht selten keine „Phase“, sondern eine lebenslange Aufgabe. Vor allem bei der Pflege von Menschen mit mehrfachen Beeinträchtigungen geht diese Tätigkeit an die Substanz. Die meisten Pflegenden sind alleinerziehende Mütter, die wenigsten von ihnen können erwerbstätig sein.
    Wer ist für diese Familien zuständig? Alle und niemand, denn sie sitzen zwischen den Stühlen der Pflege- und der Behindertenpolitik.
    Eltern chronisch kranker und behinderter Kinder bringen die Kraft und den Willen mit, sich um ihre Kinder zeitlebens zu kümmern – was sie zermürbt, ist der tägliche Kampf ums Gesehenwerden und um Hilfe.
    30 min
  • Die 4-Tage-Woche: Ein Zukunftsmodell?
    Nur vier Tage pro Woche arbeiten, aber für fünf Tage Gehalt bekommen: Was für einige wie das sprichwörtliche Schlaraffenland klingen mag, probieren einzelne Betriebe in Österreich bereits aus. Sie haben die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich reduziert und wollen so die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter/innen steigern und für die in vielen Branchen händeringend gesuchten Fachkräfte attraktiver werden. Kürzere Arbeitszeiten sind laut Befürwortern ein Gebot der Stunde, weil vor allem die jüngere Generation großen Wert auf mehr Freizeit legt. Nach Ansicht der Kritiker hingegen ist die Viertagewoche bei vollem Lohnausgleich für Betriebe teuer und gefährdet den Wirtschaftsstandort.
    In Österreich ist die Viertagewoche mit Arbeitszeitverkürzung noch kein Massenphänomen, einige Betriebe probieren sie aber schon aus.
    30 min
  • Strompreisbremse: Tut die Regierung das Richtige?
    Explodierende Strom- und Gaspreise bringen viele Haushalte an den Rand ihrer finanziellen Kräfte.
    Nun hat die Regierung die Strompreisbremse vereinbart. Heute wird sie im Ministerrat beschlossen, und angekündigt werden bereits weitere Maßnahmen gegen die Teuerung. Sinnvolle Entlastung und schnelle Hilfe – oder zu viel Gießkanne und viel zu spät, wie die Opposition kritisiert?
    Auch Wirtschaftsforscher und Branchenkennerinnen äußern Zweifel an den Maßnahmen. Wie sozial treffsicher und leistbar ist also die Unterstützung, und was sollte im Herbst noch gemacht werden, um die Folgen der Energie-Teuerung abzumildern?
    Darüber diskutieren unter der Leitung von Michael Fröschl:
    Dorothea Herzele, Energieexpertin der Arbeiterkammer
    Hanno Lorenz, Ökonom bei der Denkfabrik Agenda Austria
    Klaus Neusser, Wirtschaftsforscher und Leiter des Instituts für Höhere Studien IHS
    Barbara Schmidt, Generalsekretärin des Branchenverbands der Energieversorger Österreichs
    30 min
  • Buchstäblich verloren - Analphabetismus in Österreich
    Fast eine Million Menschen in Österreich sind zumindest funktionale Analphabeten, können also nicht sinnerfassend lesen oder richtig schreiben. Das hat 2012 die bisher einzige umfassende, von der OECD durchgeführte Studie zum Analphabetismus in Österreich ergeben. 60 Prozent der Betroffenen sind in Österreich geboren, haben neun Jahre Pflichtschule absolviert und verfügen dennoch über eine nur rudimentäre Lese- und Schreibkompetenz.
    Das Leben von Analphabet/innen ist ein schambesetzter Hürdenlauf durch einen Alltag, der von Schriften und Vorschriften geprägt ist: Fahrpläne, Speisekarten, Beipacktexte sind für sie ebenso problematisch wie das Entziffern von Verträgen oder das Ausfüllen von Formularen. Die Pandemie mit vielen Unterrichts-Unterbrechungen wird das Problem noch verstärken, sind sich Bildungsexpert/innen sicher. Hilfe bieten technische Tools wie Vorlesefunktion, Sprachsteuerung oder andere Services, die für blinde Menschen gedacht sind - nur, ist das sinnvoll?
    31 min
  • Buchstäblich verloren - Analphabetismus in Österreich
    Fast eine Million Menschen in Österreich sind zumindest funktionale Analphabeten, können also nicht sinnerfassend lesen oder richtig schreiben. Das hat 2012 die bisher einzige umfassende, von der OECD durchgeführte Studie zum Analphabetismus in Österreich ergeben. 60 Prozent der Betroffenen sind in Österreich geboren, haben neun Jahre Pflichtschule absolviert und verfügen dennoch über eine nur rudimentäre Lese- und Schreibkompetenz.
    Das Leben von Analphabet/innen ist ein schambesetzter Hürdenlauf durch einen Alltag, der von Schriften und Vorschriften geprägt ist: Fahrpläne, Speisekarten, Beipacktexte sind für sie ebenso problematisch wie das Entziffern von Verträgen oder das Ausfüllen von Formularen. Die Pandemie mit vielen Unterrichts-Unterbrechungen wird das Problem noch verstärken, sind sich Bildungsexpert/innen sicher. Hilfe für Analphabeten bieten technische Tools wie Vorlesefunktion, Sprachsteuerung oder andere Services, die für blinde Menschen gedacht sind.
    30 min
  • Hass im Netz: Die Grenzen des Anstands
    Im Internet, vor allem in den Social Media, sind die Grenzen des Anstandes rasch erreicht.
    Im virtuellen Raum wird beschimpft, verunglimpft, bedroht. Der sogenannte Hass im Netz ist ein riesiges Thema, viele üben ihn aus, noch mehr sind betroffen.
    Der tragische Tod der oberösterreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die monatelang im Internet von Unbekannten bedroht worden war, hat das besonders drastisch vor Augen geführt.
    Warum werfen so viele Menschen in der vermeintlichen Anonymität des Internets Moral, Manieren und Anstand über Bord? Was sind die Ursachen für den unglaublichen Hass im Netz? Was kann dagegen getan werden? Und wie geht es jenen Menschen, die online bedroht, beschimpft und herabgewürdigt werden?
    30 min
  • Michail Gorbatschow - der unverstandene Weltveränderer
    Michail Gorbatschow ist tot - nach langer, schwerer Krankheit ist der letzte Präsident der Sowjetunion in einem Moskauer Krankenhaus 91jährig gestorben.
    Von 1985 bis 1991 war Gorbi, wie er im Westen liebevoll genannt wird, an der Macht; bis heute steht sein Name für Glasnost und Perestrojka, für Abrüstung, Annäherung zwischen Ost und West, für Reformen, die letztendlich das Ende der Sowjetunion beschleunigt haben.
    Während Politiker im Westen Gorbatschows Leistungen heute durchwegs würdigen, fällt die Reaktion in Russland verhalten höflich aus. Präsident Wladimir Putin schrieb, Gorbatschow habe den großen Reformbedarf erkannt und versucht, seine Lösungen für das Problem anzubieten. Bis heute fühlen sich viele Russ/innen nach dem Ende des Kalten Kriegs als Verlierer und lasten Gorbatschow die Schuld daran an.
    Was bleibt von Michail Gorbatschow, wie hat er die politischen Entwicklungen der letzten Jahre erlebt? Gespräch mit dem Historiker und Gorbatschow-Biografen Ignaz Lozo
    30 min
  • Gelähmte Helfer: Indische NGOs unter Druck
    Indiens Hindu-nationalistische Regierung schneidet immer mehr NGOs, die sich für Menschen-, Bürger- und Umweltrechte einsetzen, von ausländischer Finanzhilfe ab. Das „Gesetz zur Regulierung ausländischer Zuwendungen“ hat große Organisationen wie Greenpeace, Amnesty International und Oxfam India bereits finanziell ausgetrocknet, und fast 20.000 Organisationen warten seit Jahren auf die Verlängerung ihrer Lizenz. Viele große internationale Geberorganisationen dürfen kein Geld mehr an indische NGOs transferieren, soziale und ökologische Projekte müssen ihre Arbeit einstellen. Inzwischen herrscht unter den NGOs ein Klima fast panischer Angst. Kaum jemand spricht zum Thema; auch europäische Hilfsorganisationen und Politiker äußern Kritik nur hinter vorgehaltener Hand.
    30 min

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In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden.…

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