Ö1 Journal-Panorama

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Ö1 Journal-Panorama episodes

  • Ungarn: Wahlkampf in Zeiten des Krieges
    Am 3. April wählt Ungarn ein neues Parlament. Der Krieg in der Ukraine ist auch hier derzeit ein großes Thema – und könnte Langzeit-Ministerpräsident Viktor Orbán zum Sieg verhelfen.
    Dabei hatte sich die Opposition gute Chancen ausgerechnet, diesmal gegen den zunehmend autokratisch agierenden Orbán und seine regierende Fidesz-Partei zu siegen. Das Sechs-Parteien-Bündnis hat sich trotz aller ideologischen Differenzen auf einen charismatischen gemeinsamen Spitzenkandidaten - Péter Márki-Zay – geeinigt und einen "ungarischen Frühling" gewittert. Doch dann begann Russland den Krieg gegen die Ukraine, Viktor Orbán versuchte seinen schlechten Ruf als Putin-Freund wegzureden, gibt den starken Mann, der sein Land aus dem Krieg heraushält und freundlich Flüchtlinge empfängt, weil es diesmal Nachbarn sind. Den Rest erledigt seine Propaganda, der Opposition wird unterstellt, sie wolle ungarische NATO-Soldaten in den Tod schicken.
    30 min
  • Balkan: Neue Gefahr durch alte Konflikte
    Alte Konflikte drohen unter ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken aufzubrechen: Belgrad weigert sich bis heute, die Unabhängigkeit des Nachbarlandes Kosovo anzuerkennen. Und in Bosnien gibt es Kräfte, allen voran Präsident Milorad Dodik, die offen eine Abspaltung des serbischen Landesteils Republika Srpska betreiben. Der Hohe Repräsentant der UNO in Bosnien, Christian Schmidt, spricht von der „schwersten existenziellen Bedrohung“ seit der Nachkriegsperiode. Die Angst vor einem neuen Balkankrieg wächst, geschürt auch durch Russlands Überfall auf die Ukraine.
    Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs haben sich die Aussichten von Präsident Aleksandar Vucic und seiner Serbischen Fortschrittspartei SNS auf einen klaren Wahlsieg am 3. April noch verbessert. Die Regierung in Belgrad weigert sich, die von der EU verhängten Sanktionen gegen Russland mitzutragen, was bei der Bevölkerung gut ankommt.
    30 min
  • Bulgariens Nordwesten: Ist die abgehängte Region noch zu retten?
    Seit 15 Jahren ist Bulgarien nun Mitglied der Europäischen Union, seine wirtschaftliche Entwicklung hinkt noch immer hinterher. Innerhalb des Landes gibt es große Unterschiede im Wohlstand: Während Wirtschaftszentren rund um die Hauptstadt Sofia und die südbulgarische Stadt Plovdiv florieren, ist der Nordwesten mit einem Pro-Kopf-BIP von 36 Prozent des EU-Durchschnitts immer noch die ärmste Region der Europäischen Union; die Abwanderung ist enorm. Und das, obwohl die EU seit Jahren Milliarden Euro an Hilfen zur Verfügung stellt, um das Gefälle auszugleichen. Die Mittel wurden jedoch abgezweigt oder nicht nachhaltig investiert.
    Nach dem Sturz der korrupten Regierung des konservativen Ex-Premiers Bojko Borissov ist nun eine Vier-Parteien-Koalition angetreten mit dem Ziel, Reformen durchzuführen. Bezirke wie Vidin an der Grenze zu Serbien und Rumänien hoffen auf einen Neustart in der Politik für die Regionen.
    30 min
  • Bulgariens abgehängter Nordwesten
    Perserteppiche galten einst als echtes Statussymbol und als Wertanlage. Gute Stücke wurden über Generationen weitervererbt, wer zuhause einen Perserteppich liegen hatte, zählte zumindest ein bisschen zur besseren Gesellschaft.
    Heute ist das nicht mehr so: Zwar schmücken nach wie vor geknüpfte Teppiche westliche Wohnungen, doch die Einrichtungsstile haben sich gewandelt, es gibt viel Massenware, und beliebte Teppiche schauen ganz anders aus als früher. Als Investition in die Zukunft werden sie eher weniger gesehen.
    Das ist auch im Herkunftsland der echten Perserteppiche, im Iran, so. Auch dort hat ihr Prestigewert abgenommen.
    Nach wie vor knüpfen aber tausende Menschen, vor allem Frauen, tagaus tagein ihre Meisterwerke. Viel Tradition und überlieferte Geschichte stecken in den Teppichen. Gearbeitet wird zu Löhnen, die für uns unvorstellbar niedrig sind, dort aber vielen fürs Überleben reichen müssen.
    30 min
  • Tschechien: Ein Land entdeckt sich neu
    Der ehemalige Staatspräsident Václav Havel forderte nach der Samtenen Revolution im Jahr 1989 eine Art Schlussstrich unter die Vergangenheit, damit die Gesellschaft friedlich durch die Transformation kommt. Die Zeit des Kommunismus liegt inzwischen Jahrzehnte zurück – und im Land gerät etwas ins Rollen: „Wir haben seit 1938 in Unfreiheit gelebt. Da gibt es unheimlich vieles, was jetzt raus muss“, sagt ein Historiker. Und tatsächlich ändert sich derzeit der Blick auf die eigene Vergangenheit radikal: Die Vertreibung der Sudetendeutschen ist kein Tabuthema mehr, die Verbrechen im Kommunismus werden offen diskutiert, 2021 wurde die kommunistische Partei erstmals nicht mehr ins Parlament gewählt. Ein Blick auf ein Land, das sich neu entdeckt.
    30 min
  • Ernährungssicherheit in Krisenzeiten
    Die Zahl der hungernden Menschen ist weltweit wieder im Steigen begriffen; die Gründe dafür liegen in der Corona-Pandemie, immer stärker aber auch in der Klimakrise, die für extreme Wetter-Ereignisse und Ernteausfälle sorgt. Wie kann die Landwirtschaft an den Klimawandel angepasst werden, wie können technologische Entwicklungen, wie etwa Drohnen, Roboter oder Apps dabei helfen? Und welche Auswirkungen wird der Krieg in der Ukraine auf die weltweite Ernährungssicherheit haben? Immerhin ist das Land der viertgrößte Weizenproduzent weltweit.
    Mit diesen Fragen zur Ernährungssicherheit hat sich Ende Februar eine Konferenz an der Diplomatischen Akademie Wien beschäftigt, die von Studierenden organisiert worden ist.
    31 min
  • Ukraine und Russland: Eine schwierige Geschichte
    Seit dem Beginn des brutalen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine rätselt die Welt darüber, was Wladimir Putin mit dem Überfall bezwecken will und was ihn antreibt. Putin selbst hat immer wieder historische Argumente ins Treffen geführt: Russland und die Ukraine seien – geschichtlich gesehen – eine Einheit, die Ukraine habe nie eine eigene Staatlichkeit besessen.
    Auch wenn kaum ein Historiker sich dieser imperialen Sichtweise anschließt, so ist doch die Frage nach der Geschichte dieser immer wieder schwierigen Nachbarschaft spannend. Wo liegen Gemeinsamkeiten, und wann haben sich Russland und die Ukraine auseinanderentwickelt? Welche Rolle spielte Österreich in der Westukraine und welche Ereignisse haben die Ukraine im 20. Jahrhundert geprägt?
    Diesen Fragen widmete sich eine Diskussionsveranstaltung in der Diplomatischen Akademie in Wien; wir bringen eine Zusammenfassung.
    30 min
  • Angekommen - und jetzt? Ukrainische Flüchtlinge in Österreich
    Zehntausende ukrainische Flüchtlinge sind bisher in Österreich angekommen. Viele von ihnen reisen weiter - etwa 20 bis 25 Prozent von ihnen bleiben aber da. Offensichtlich sind sie willkommen, die Hilfsbereitschaft ist momentan enorm. Wie lange das so bleiben wird, weiß man noch nicht. Nun werden Quartiere gesucht, vor allem für längere Unterbringung. Wie wird es mit all den Menschen - hauptsächlich sind es bisher Frauen und Kinder - weitergehen?
    Wie können sie in den Arbeitsmarkt integriert werden, welche Schulen werden die Kinder besuchen? Viele sind traumatisiert von Krieg und Flucht - was benötigen sie an zusätzlicher Unterstützung? Ein Lokalaugenschein.
    30 min
  • Angekommen - und jetzt? Ukrainische Flüchtlinge in Österreich
    Zehntausende ukrainische Flüchtlinge sind bisher in Österreich angekommen. Viele von ihnen reisen weiter - etwa 20 bis 25 Prozent von ihnen bleiben aber da. Offensichtlich sind sie willkommen, die Hilfsbereitschaft ist momentan enorm. Wie lange das so bleiben wird, weiß man noch nicht. Nun werden Quartiere gesucht, vor allem für längere Unterbringung. Wie wird es mit all den Menschen - hauptsächlich sind es bisher Frauen und Kinder - weitergehen?
    Wie können sie in den Arbeitsmarkt integriert werden, welche Schulen werden die Kinder besuchen? Viele sind traumatisiert von Krieg und Flucht - was benötigen sie an zusätzlicher Unterstützung? Ein Lokalaugenschein.
    30 min
  • Uganda: Das Geschäft mit dem Gras
    Auf dem Weltmarkt boomt die Nachfrage nach legal produziertem Cannabis. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen strich 2020 Cannabis aus dem Abkommen über Betäubungsmittel, wo es 61 Jahre lang neben Opium und Heroin gelistet war. Der Europäische Gerichtshof stellte im selben Jahr klar, dass es sich bei CBD-Öl um kein Suchtmittel handelt.
    Seitdem erlauben immer mehr Länder in Europa den Verkauf von Cannabis für den medizinischen Gebrauch. Und immer mehr Länder, darunter auch Österreich, debattieren, ob sie den Konsum von Cannabis generell legalisieren sollen. Sollte die Legalisierung kommen, wird die Nachfrage vermutlich schnell steigen.
    Doch woher sollen die riesigen Mengen Cannabis dann kommen? In Uganda, am Äquator, wird bereits jetzt medizinisches Cannabis für den deutschen und den israelischen Markt angebaut, und die Kapazitäten dort lassen sich ausbauen.
    30 min

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In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden.…

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