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Klettern mit Kindern
Als Kinder verstehen wir ganz intuitiv, durch das Klettern Hürden zu meistern. Kraft und Geschicklichkeit werden in jungen Jahren geschult. Der Mensch lernt als Heranwachsender auch, seine körperliche und kognitive Selbstwahrnehmung zu trainieren. Das riskante Spielen hilft uns Grenzen auszuloten. Kinder lernen dabei intelligente und passende Lösungen für unausweichliche Kletterprobleme zu finden.
Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11. 08. 2026.
Im Höhenrausch
Das Flow-Erleben ist ein Bewusstseinszustand, den der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi erstmals formulierte. Ein mentaler Zustand völliger Vertiefung, bei dem wir alles rund um uns vergessen, um in einer bestimmten Tätigkeit vollends aufzugehen. Ein Gefühl, das auch zur Selbsttranszendenz führen kann, wie es der Psychologe Viktor Frankl einmal beschrieben hat: "Ganz er selbst wird der Mensch, wo er sich selbst übersieht und vergisst." Der begeisterte Kletterer Frankl suchte dieses Erlebnis von Selbstwerdung vor allem am Berg.
Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11. 08. 2026.
Risiko und Freiheitsdrang
"Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz zu erfüllen", schreibt Albert Camus 1942 in seinem Mythos des Sisyphos. Eine Lebensmetapher, die in der Felswand real wird. Beim Klettern werden zwar nicht in Endlosschleife Steine den Berg hinaufgerollt, doch das Glück wird vor allem in der Betätigung erlebt. Gleichzeitig zeigt die Unfallstatistik ein düsteres Bild. Den Mut zum Risiko müssen viele mit schweren Verletzungen oder sogar mit dem Leben bezahlen. Ein Risiko ist auch die Umweltbelastung durch das Klettern. Der Freiheitsdrang führt zu Verunreinigungen. Bestimmte Magnesia, die beim Sport verwendet werden, belasten die Natur.
Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 6. 08. 2026.
Weltklasse im Verborgenen
penraum steht vor ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Doch hier entstehen auch zukunftsweisende Antworten: Pionier:innen entwickeln vernetzte Lösungen für nachhaltige Landwirtschaft, regionale Wirtschaftskreisläufe und soziale Resilienz. In vielen Bereichen verbinden sich Innovation, Verantwortung und Regionalität. So entstehen Strukturen, die ökologische Stabilität, kulturelle Vielfalt und wirtschaftliche Stärke sichern. Tradition und Moderne, Lokalität und Globalität treffen zu einem zukunftsfähigen Alpenraum zusammen. Ein Lokalaugenschein.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 3.08. 2026.
Pionierinnen des Wandels
Karin Buchart, Theresia Oblasser, Elisa Thurner - drei Frauen, drei Lebenswege und doch eine gemeinsame Geschichte: die vom Mut, gegen den Strom zu schwimmen, wo alle sagen: Das geht nicht.
Drei Generationen, drei völlig unterschiedliche Wege - und doch verbindet sie dieselbe Kraft: die Überzeugung, dass Tradition kein Gefängnis sein muss, sondern ein Fundament, auf dem sich Neues bauen lässt.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 4.08. 2026
Richtungsweisende Architektur
Die alpine Gegenwartsarchitektur erlebt derzeit eine bemerkenswerte Transformation: Weg vom folkloristischen Chalet-Klischee, hin zu einer präzisen, materialbewussten und landschaftssensiblen Baukultur. In Regionen wie Vorarlberg, Südtirol und Graubünden hat sich eine Architektursprache etabliert, die Tradition nicht kopiert, sondern weiterdenkt.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 5.08. 2026.
Kleine Sprache, große Stärke.
Die ladinische Kultur in Südtirol und im Schweizer Engadin gilt als eine der kleinsten und zugleich widerstandsfähigsten Sprach- und Kulturgemeinschaften Europas. Trotz Globalisierung, Tourismusdruck und dominanter Mehrheitskulturen behauptet sie bis heute ihre Eigenständigkeit - in Sprache, Alltag und gesellschaftlicher Organisation.
Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 6.08. 2026.
In der Chirurgie geht es um Millimeterarbeit, um Präzision und nicht zuletzt um Leben und Tod - und lange Zeit vor allem ausschließlich um Männer. Wenn man in den Operationssaal blickt, stellt sich nicht nur die medizinische Frage nach dem Eingriff, sondern auch die soziopolitische: Wer hat das Skalpell in der Hand? Geboren wurde Hildegunde Piza 1941 in Gröbming, in der Steiermark. In einer Welt, die von "Göttern in Weiß" dominiert wurde, musste sie sich ihren Platz am Operationstisch erkämpfen. Hildegunde Piza war in vielen Bereichen und Positionen die erste Frau: 1999 wurde Hildegunde Piza zur Vorständin der Universitätsklinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie in Innsbruck ernannt - die erste Leiterin einer derartigen Klinik im deutschsprachigen Raum und die erste Frau, die zur Universitätsprofessorin für Plastische Chirurgie ernannt wurde. Sie spricht mit Gastgeberin Alexandra Augustin über ihren Lebensweg. Und sie steht auch mit 85 Jahren noch im OP.
In der Chirurgie geht es um Millimeterarbeit, um Präzision und nicht zuletzt um Leben und Tod - und lange Zeit vor allem ausschließlich um Männer. Wenn man in den Operationssaal blickt, stellt sich nicht nur die medizinische Frage nach dem Eingriff, sondern auch die soziopolitische: Wer hat das Skalpell in der Hand? Geboren wurde Hildegunde Piza 1941 in Gröbming, in der Steiermark. In einer Welt, die von "Göttern in Weiß" dominiert wurde, musste sie sich ihren Platz am Operationstisch erkämpfen. Hildegunde Piza war in vielen Bereichen und Positionen die erste Frau: 1999 wurde Hildegunde Piza zur Vorständin der Universitätsklinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie in Innsbruck ernannt - die erste Leiterin einer derartigen Klinik im deutschsprachigen Raum und die erste Frau, die zur Universitätsprofessorin für Plastische Chirurgie ernannt wurde. Sie spricht mit Gastgeberin Alexandra Augustin über ihren Lebensweg. Und sie steht auch mit 85 Jahren noch im OP.
In der Musik wie in der Gesellschaft gilt oft: Wer am lautesten schreit, wird gehört. Doch den "Ton anzugeben" bedeutet weit mehr, als nur die Lautstärke zu bestimmen. Es geht um Haltung, um Resonanz und um die Frage, wie man als Frau in einer oft männlich dominierten Branche den Takt vorgibt, ohne die eigene Stimme zu verlieren. Niemand verkörpert diesen Weg authentischer als Beatrix Neundlinger, Jahrgang 1947. Ihre Stimme prägt Österreich seit Jahrzehnten, politisch als auch musikalisch. Als Gründungsmitglied der legendären Formationen "Milestones" und "Schmetterlinge" schrieb sie österreichische Musikgeschichte, vor allem mit der "Proletenpassion". In dieser Folge von "Alte weise Frauen" spricht Beatrix Neundlinger mit Gastgeberin Alexandra Augustin über die Kunst, die eigene Stimme zu finden und sie beharrlich einzusetzen - auch für jene, deren Stimmen oft überhört werden.
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