Glarus überrascht den Rest der Schweiz immer wieder. Mit fortschrittlichen, gar radikalen Entscheiden. 2006 machte die Landsgemeinde aus 25 Gemeinden drei. 2021 stimmte die Landsgemeinde für ein Verbot von Öl- und Gasheizungen. Medien sprachen vom «Wunder von Glarus».
Traditionell und fortschrittlich – wie geht das zusammen?
Neben der Gemeindefusion, der radikalsten in der Schweiz und dem Verbot von Öl- und Gasheizungen, gab auch das Stimmrechtsalter 16 zu reden. Glarus ist der einzige Kanton in der Schweiz, der schon die 16-Jährigen abstimmen lässt.
Ist Glarus so fortschrittlich, wie die kantonalen Entscheide der Landsgemeinde vermuten lassen? Wenn es um eidgenössische Abstimmungen geht, sieht die Sache nämlich anders aus. Dort fallen die Ergebnisse häufig klar bürgerlich aus.
Das beschäftigt Wählerinnen und Wähler im Wahljahr
SRF 1 auf Wahlfahrt geht nach Glarus. Moderator Michael Brunner trifft im Hauptort des Kantons auf einen Detailhändler und eine Erstwählerin, auf eine Buchhändlerin, einen Marketingspezialisten und eine "ausgewanderte" Glarnerin und viele andere. Und fragt:
* Warum kann es an einer Landsgemeinde zu so progressiven Entscheiden kommen, die hinterher alle verblüffen? Auch die, die dafür waren?
* Wie verträgt sich der Fortschritt mit der Tradition?
* Was wünscht man sich von Bundesbern?
* Was kann die Schweiz von Glarus lernen