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Mose spricht. Er gibt dem Volk Israel das weiter, was er in den letzten Jahren von Gott gehört und gelernt hat. Eine höchst spannende Lage in der Geschichte Israels. Wir schreiben etwa das Jahr 1450 vor Christus.
Nach 40 Jahren Leiterschaft gibt Mose seine Verantwortung ab. 40 Jahre Training in der Wüste. 40 Jahre lernen und erfahren, wie hilfreich und sinnvoll Gottes Worte sind; wie Gott ermutigt, führt, stärkt und korrigiert. Das Training war hart. Gottes Gebote sind in Fleisch und Blut übergegangen. Denn Israel soll in Zukunft dieses Vertrauensverhältnis zu Gott allen anderen Völkern der Welt aufzeigen.
In den letzten Wochen und Monaten seines Dienstes hält Mose Rückblick und gibt einen Ausblick. Die Israeliten richten ihre Blicke auf Mose. Allesamt Menschen, die an einem der entscheidendsten Wendepunkte ihres Lebens stehen. Wie soll es weitergehen?
Mose kündigt einen Leiterwechsel an. Und nach der Stabübergabe wird Gott durch den Neuen das Volk Israel weiterführen. Schritt für Schritt, Tag für Tag, Monat für Monat. Über mehrere Jahre wird Gott dem Volk das Land übergeben, das er für sie bereithält.
Und in diesem neuen Land sollen sie den Glauben so umsetzen, wie sie ihn in der Wüste eingeübt haben. Es geht um Demut, Geduld, Treue, Liebe, Dankbarkeit, Würde, Verantwortung, Vergebung, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung von Schaden, Korrekturfähigkeit.
Mose sagt, wenn ihr danach lebt, werdet ihr eine funktionierende, wachsende und reiche Nation sein. Und ihr werdet ein einzigartiges Land und ein vorbildliches Volk sein. Mose legt die 10 Gebote aus. Es geht einmal um das Verhältnis zu Gott und einmal um das Verhältnis zwischen den Menschen.
Damit Sie die Texte von Mose aus dieser Zeit besser verstehen, bitte ich Sie, eines zu beachten: In der Zeit von Mose und den ersten 400 Jahren im Land Israel wurde das Volk regiert in einer Theokratie. Gott selbst war der König. Es gab keine Diktatoren, die selbstherrlich bestimmten. Es gab keine Dynastien, die Macht und Geld auf ihre Seite schafften. Gott selbst setzte Leute ein.
Deshalb war jedes kulturelle und politische Handeln zugleich auch ein religiöses Handeln im Glauben und Vertrauen gegenüber Gott.
Bei unserem heutigen Abschnitt geht es um die schützenswerte Würde menschlichen Lebens. Was ist, wenn ein Mensch getötet wird? Was ist im Fall, wenn nicht klar ist, wer der Täter ist, der den Schaden angerichtet hat? Ein von einem Unbekannten erschlagener Mensch.
Bei der empfohlenen Vorgehensweise erkenne ich zwei Kategorien. Es geht um das Verhältnis zu Gott und es geht um das Leben in der Gesellschaft. Zunächst sehe ich, wie realistisch der Blick auf diese Welt ist.
In unserem Leben kommen Unfälle, Katastrophen, Unglück und Tod vor. Und eines wird klar: Auch Schicksalsschläge sind immer noch unter den großen, warmherzigen Blicken Gottes. Nichts gleitet ihm aus der Hand. Er blickt weiter. Katastrophen dürfen unser Leben nicht zerstören. Kein Grund zur Panik. Deshalb gibt es nun eine Handlungsanweisung, wie Sie und ich im Katastrophenfall miteinander und mit Gott umgehen können.
Zum einen: Das Miteinander in Politik und Gesellschaft:
Die Sache wird in den öffentlichen Raum getragen. Ein Feld, das bisher von keiner Person privat benutzt wurde. Es gibt so etwas wie eine kollektive Schuld. Irgendwie sind ja alle daran beteiligt. Jeder trägt Verantwortung, wenn eine Gesellschaft dem Bösen Raum gibt. Dafür sollen die Verantwortungsträger des Ortes eintreten. Sie sollen die Sache nicht mit einer Blutrache beantworten, nicht mit Lynchjustiz oder Ehrenmord. Nicht mit Missbrauch von Menschen oder mit Beschuldigungen und Verleumdungen. Sie sollen die Würde des einzelnen Menschen schätzen und schützen.
Eine gewisse Sensibilität für den Wert des Lebens wird gefördert und aufgerichtet.
Mit dem Töten und Schlachten des Tieres wird die Sache feierlich begangen. Wie bei einem Leichenschmaus oder Trauerkaffee.
Zum anderen: Die Beziehung zu Gott:
Die zerstörte Beziehung zu Gott hat den Tod des Täters zur Folge, den ewigen Tod, ja den Tod der Täter-Gesellschaft. Aber die Beziehung kann wieder erneuert werden. Wir haben die Chance, um Vergebung zu bitten. Vor Ort. Geistliches Leben vor Ort. Priester und Leviten haben nicht nur im Tempel Dienst, sondern auch in der Gemeinde vor Ort.
Durch die Bitte des Priesters und der Leviten wird dieser Tod des Täters stellvertretend auf das Tier gelegt. Das Tier stirbt den Tod des Täters. So darf auch ein Sünder wieder vor Gottes Angesicht leben. Er ist frei. Ihm ist vergeben. Die verletzte Beziehung wird geheilt. Der Schaden wieder gutgemacht. Vergebung ausgesprochen. Der Schmutz von den Händen gewaschen.
Und diesen zweiten Aspekt entdecke ich bei Jesus – in seinem einmaligen Opfertod am Kreuz. Ich habe die Beziehung zu Gott zerstört und deshalb die Trennung von seinem Königreich verdient, den ewigen Tod verdient. Diesen Tod stirbt Jesus für Sie und mich. Öffentlich bekenne ich mich zu Jesus. Und im Angesicht von Jesu Opfer am Kreuz erbitten wir Vergebung. Ich lasse mir mit dem lebendigen Wasser des Heiligen Geistes die Hände reinigen. Und sage dann: Ich habe keine Schuld. Die Schuld liegt auf ihm, auf Jesus. Die Trennung wird aufgehoben.
Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. (Johannes 3,36).
Nehmen auch Sie das Opfer von Jesus in Anspruch als Antwort auf die Katastrophen Ihres Lebens.
Autor: Friedhelm Appel
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By ERF - Der Sinnsender5
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Mose spricht. Er gibt dem Volk Israel das weiter, was er in den letzten Jahren von Gott gehört und gelernt hat. Eine höchst spannende Lage in der Geschichte Israels. Wir schreiben etwa das Jahr 1450 vor Christus.
Nach 40 Jahren Leiterschaft gibt Mose seine Verantwortung ab. 40 Jahre Training in der Wüste. 40 Jahre lernen und erfahren, wie hilfreich und sinnvoll Gottes Worte sind; wie Gott ermutigt, führt, stärkt und korrigiert. Das Training war hart. Gottes Gebote sind in Fleisch und Blut übergegangen. Denn Israel soll in Zukunft dieses Vertrauensverhältnis zu Gott allen anderen Völkern der Welt aufzeigen.
In den letzten Wochen und Monaten seines Dienstes hält Mose Rückblick und gibt einen Ausblick. Die Israeliten richten ihre Blicke auf Mose. Allesamt Menschen, die an einem der entscheidendsten Wendepunkte ihres Lebens stehen. Wie soll es weitergehen?
Mose kündigt einen Leiterwechsel an. Und nach der Stabübergabe wird Gott durch den Neuen das Volk Israel weiterführen. Schritt für Schritt, Tag für Tag, Monat für Monat. Über mehrere Jahre wird Gott dem Volk das Land übergeben, das er für sie bereithält.
Und in diesem neuen Land sollen sie den Glauben so umsetzen, wie sie ihn in der Wüste eingeübt haben. Es geht um Demut, Geduld, Treue, Liebe, Dankbarkeit, Würde, Verantwortung, Vergebung, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung von Schaden, Korrekturfähigkeit.
Mose sagt, wenn ihr danach lebt, werdet ihr eine funktionierende, wachsende und reiche Nation sein. Und ihr werdet ein einzigartiges Land und ein vorbildliches Volk sein. Mose legt die 10 Gebote aus. Es geht einmal um das Verhältnis zu Gott und einmal um das Verhältnis zwischen den Menschen.
Damit Sie die Texte von Mose aus dieser Zeit besser verstehen, bitte ich Sie, eines zu beachten: In der Zeit von Mose und den ersten 400 Jahren im Land Israel wurde das Volk regiert in einer Theokratie. Gott selbst war der König. Es gab keine Diktatoren, die selbstherrlich bestimmten. Es gab keine Dynastien, die Macht und Geld auf ihre Seite schafften. Gott selbst setzte Leute ein.
Deshalb war jedes kulturelle und politische Handeln zugleich auch ein religiöses Handeln im Glauben und Vertrauen gegenüber Gott.
Bei unserem heutigen Abschnitt geht es um die schützenswerte Würde menschlichen Lebens. Was ist, wenn ein Mensch getötet wird? Was ist im Fall, wenn nicht klar ist, wer der Täter ist, der den Schaden angerichtet hat? Ein von einem Unbekannten erschlagener Mensch.
Bei der empfohlenen Vorgehensweise erkenne ich zwei Kategorien. Es geht um das Verhältnis zu Gott und es geht um das Leben in der Gesellschaft. Zunächst sehe ich, wie realistisch der Blick auf diese Welt ist.
In unserem Leben kommen Unfälle, Katastrophen, Unglück und Tod vor. Und eines wird klar: Auch Schicksalsschläge sind immer noch unter den großen, warmherzigen Blicken Gottes. Nichts gleitet ihm aus der Hand. Er blickt weiter. Katastrophen dürfen unser Leben nicht zerstören. Kein Grund zur Panik. Deshalb gibt es nun eine Handlungsanweisung, wie Sie und ich im Katastrophenfall miteinander und mit Gott umgehen können.
Zum einen: Das Miteinander in Politik und Gesellschaft:
Die Sache wird in den öffentlichen Raum getragen. Ein Feld, das bisher von keiner Person privat benutzt wurde. Es gibt so etwas wie eine kollektive Schuld. Irgendwie sind ja alle daran beteiligt. Jeder trägt Verantwortung, wenn eine Gesellschaft dem Bösen Raum gibt. Dafür sollen die Verantwortungsträger des Ortes eintreten. Sie sollen die Sache nicht mit einer Blutrache beantworten, nicht mit Lynchjustiz oder Ehrenmord. Nicht mit Missbrauch von Menschen oder mit Beschuldigungen und Verleumdungen. Sie sollen die Würde des einzelnen Menschen schätzen und schützen.
Eine gewisse Sensibilität für den Wert des Lebens wird gefördert und aufgerichtet.
Mit dem Töten und Schlachten des Tieres wird die Sache feierlich begangen. Wie bei einem Leichenschmaus oder Trauerkaffee.
Zum anderen: Die Beziehung zu Gott:
Die zerstörte Beziehung zu Gott hat den Tod des Täters zur Folge, den ewigen Tod, ja den Tod der Täter-Gesellschaft. Aber die Beziehung kann wieder erneuert werden. Wir haben die Chance, um Vergebung zu bitten. Vor Ort. Geistliches Leben vor Ort. Priester und Leviten haben nicht nur im Tempel Dienst, sondern auch in der Gemeinde vor Ort.
Durch die Bitte des Priesters und der Leviten wird dieser Tod des Täters stellvertretend auf das Tier gelegt. Das Tier stirbt den Tod des Täters. So darf auch ein Sünder wieder vor Gottes Angesicht leben. Er ist frei. Ihm ist vergeben. Die verletzte Beziehung wird geheilt. Der Schaden wieder gutgemacht. Vergebung ausgesprochen. Der Schmutz von den Händen gewaschen.
Und diesen zweiten Aspekt entdecke ich bei Jesus – in seinem einmaligen Opfertod am Kreuz. Ich habe die Beziehung zu Gott zerstört und deshalb die Trennung von seinem Königreich verdient, den ewigen Tod verdient. Diesen Tod stirbt Jesus für Sie und mich. Öffentlich bekenne ich mich zu Jesus. Und im Angesicht von Jesu Opfer am Kreuz erbitten wir Vergebung. Ich lasse mir mit dem lebendigen Wasser des Heiligen Geistes die Hände reinigen. Und sage dann: Ich habe keine Schuld. Die Schuld liegt auf ihm, auf Jesus. Die Trennung wird aufgehoben.
Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. (Johannes 3,36).
Nehmen auch Sie das Opfer von Jesus in Anspruch als Antwort auf die Katastrophen Ihres Lebens.
Autor: Friedhelm Appel
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