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Erneuerbare Energien stabilisieren die Preise – und senken sie sogar. Doch während Erdöl und Erdgas – aktuell besonders spürbar – deutlich teurer sind als heimische Erneuerbare Energien, merken Verbraucher*innen davon oft nichts. Der Grund: Direkte und indirekte Milliardensubventionen für fossile und auch atomare Energieträger verzerren den Markt.
Im Podcast mit Kai Schlegelmilch, Mitbegründer & Aufsichtsratsvorsitzender des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, FÖS, besprechen wir:
Wie werden fossile Energien heute noch privilegiert – und in welcher Höhe?
Warum halten sich Mythen wie „Erneuerbare Energien sind teuer“ hartnäckig – selbst in offiziellen Kreisen?
Wie könnten Verbraucher*innen und Unternehmen profitieren, wenn statt fossiler Subventionen voll auf die Energiewende gesetzt wurde? –
Was müsste passieren, um faire Marktbedingungen zu schaffen?
Deutschland wird absehbar eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien erreichen. Solarenergie und Windkraft werden dabei den Löwenanteil beitragen, doch wird es einen Mix geben, der alle Erneuerbaren Energien einbezieht. Eine wichtige Rolle wird dabei Biogas einnehmen, das vor allem dann zum Einsatz kommen kann, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Bereits die heute vorhandene Menge an Biogas würde ausreichen, um solche Phasen zu überbrücken.
Mein Gast Hans Koller ist gelernter Landwirt, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und tritt dort für eine mittelstandsbasierte, bürgernahe Energiewende ein. Ich spreche mit ihm über die Vorteile der dezentralen Energiewende, über die besonderen Potenziale von Biogas und darüber, wie ländliche Räume und die Landwirtschaft gestärkt werden können. Wie kann der intelligente Einsatz von Biogas im Zusammenspiel der Erneuerbaren Energien zugleich dem ländlichen Raum zugutekommen und dem ganzen Land eine sichere, heimische und bezahlbare Energieversorgung sichern?
Die Energiewende in Deutschland ist seit über 25 Jahren eine Erfolgsgeschichte von unten: Getragen von Einzelpersonen, Landwirten, Genossenschaften, klein- und mittelständischen Unternehmen, Stadtwerken usw. Das Erneuerbare Energien Gesetz EEG legte im Jahr 2000 einen zentralen Grundstein – doch seither untergraben politische Entscheidungen diese Basis.
Mein Gast Dr. Nina Scheer ist energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und eine der prägendsten Stimmen für eine soziale und industrielle Energiewende. Mit ihr diskutiere ich:
Wie können wir die gesellschaftliche Dynamik der Energiewende neu entfachen? Nach Jahren der Bottom-up-Bewegung braucht es jetzt politische Weichenstellungen, die Bürgerinnen, Kommunen und Unternehmen weiter ermächtigen.
Was muss passieren, damit die Mehrheit der Menschen konkret von der Wende profitiert? Durch sinkende Energiepreise, neue Jobs, lokale Steuereinnahmen, echter Mitsprache oder direkte Beteiligung?
Welche Rahmenbedingungen sichern Deutschlands Rolle als Industrienation der Zukunft? Wie kann eine dynamische Energiewende dafür versorgen, dass die deutsche Industrie von technologische Innovation profitiert?
Wie sind in diesem Kontext die aktuellen energiepolitischen Diskussionen einzuordnen? Schafft es die derzeitige Koalition, die Weichen richtig zu stellen?
Die schwarzrote Bundesregierung hält im Koalitionsvertrag an den ehrgeizigen Klimaziele fest und hat auch einige positive Maßnahmen festgeschrieben – doch die Umsetzung bleibt derzeit oft hinter den Erwartungen zurück. Ob “Heizungsgesetz”, Erneuerbare Energien oder Emissionshandel: An vielen Stellen gibt es Kritik. Wie bewertet der ranghöchste Klimabeamte der Regierung die Lage?
Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, spricht mit Stefan Gsänger über:
die größten Herausforderungen der aktuellen Klimapolitik,
aktuelle energiewirtschaftliche Weichenstellungen,
Erfolge, die eventuell übersehen werden,
wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Chancen, die sich aus guter Klimapolitik ergeben,
gesellschaftliche Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Politik,
die Chance, dass Deutschland seine Klimaziele – auch mit guter Energiepolitik – doch noch erreicht.
Strom wird immer mehr zum Rückgrat der globalen Energieversorgung. Deutschland war Vorreiter der Energiewende – also des Umstiegs von fossilen und nuklearen auf Erneuerbare Energien. Mittlerweile stammen fast 60 % des hierzulande genutzten Stroms aus heimischen Erneuerbaren, vor allem aus Wind- und Solarenergie. Doch die Verteilung ist regional ungleich: Während der Norden mit Windkraft überversorgt ist, hinkt der Süden hinterher.
Was fehlt noch, um die Energiewende zum Erfolg zu führen? Wie können wir die Lücken im Süden schließen – und welche Rolle spielen dabei Speicherlösungen und Netzausbau? Unser Gast Prof. Michael Sterner ist einer der führenden Experten für Energiespeicher und Sektorkopplung und Professor an der OTH Regensburg. Mit ihm diskutieren wir:
– Wo steht die Energiewende 2026?
Am Ende ist das Lied “Zur Sonne” zu hören, Reinerlös geht bei Kauf an UNICEF
Seit jeher prägen Fortbewegungsmittel die Entwicklung der Menschheit – ob Segelschiffe, die fremde Kontinente erschlossen, oder die Eisenbahn, die mit Kohle und Dampf die Welt näher zusammenrücken ließ. Das Automobil ermöglichte individuelle Mobilität für viele – wenn auch lange fast ausschließlich auf Basis von Erdöl.
Doch wie sieht die Zukunft aus? Erneuerbare Energien, öffentliche Verkehrsmittel, Elektromobilität und autonome Systeme könnten die Art, wie wir uns fortbewegen, grundlegend verändern.
Prof. Andreas Knie, einer der führenden Mobilitätsforscher Deutschlands, analysiert seit Jahrzehnten die Vor- und Nachteile verschiedener Verkehrsformen. In unserem Podcast sprechen wir mit ihm über:
– Die Solare Revolution: Wie verändert sie die Mobilität?
Obwohl Energy Sharing durch europäisches Recht bereits seit Jahren vorgegeben ist, wurde es in Deutschland erst im Juni 2026 in nationales Recht umgesetzt. Energy Sharing ermöglicht es Energiegemeinschaften, Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen mit geringeren oder ohne Abgaben und Steuern untereinander zu teilen. In Ländern wie Österreich ist das Modell bereits erfolgreich etabliert – mit dem Effekt, dass Verbraucher*innen von günstigeren Stromtarifen profitieren und Netze effizienter genutzt werden können.
Unser Gast René Groß ist Leiter Strategie und Politik beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband DGRV. Seit Jahren setzt er sich für die Umsetzung von Energy Sharing in Deutschland ein. Im Podcast sprechen wir darüber, welche Chancen die neue Regelung bietet, wer davon profitieren kann und welche Hürden noch bestehen. Und: Was muss ich tun, um bereits heute günstigeren Strom über Energy Sharing zu beziehen?
Gute Bürgerbeteiligung ist ein Schlüssel für den Erfolg der Energiewende – denn nur so wird die Akzeptanz für neue Projekte gesichert und die Energiewende sozial gerecht gestaltet. Mehrere Bundesländer haben daher mittlerweile gesetzlich geregelt, wie Bürgerinnen und Bürger vor Ort an Erneuerbare-Energien-Anlagen beteiligt werden müssen. Nordrhein-Westfalen beschloss vor gut zwei Jahren mit dem Bürgerenergiegesetz ein Gesetz, das klare Rahmenbedingungen setzt, Kommunen und Projektierern aber großen Gestaltungsspielraum lässt, um individuelle Lösungen zu finden.
Unser Gast Christian Mildenberger, Leiter der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate, spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Energiewende in NRW. Im Podcast analysieren wir:
–Wirkung des Gesetzes: Hat das Bürgerenergiegesetz aus jetziger Sicht die Energiewende in NRW bereits spürbar beschleunigt?
Schleswig-Holstein ist Deutschlands Vorreiter der Energiewende – besonders in der Windkraft, aber auch in anderen Erneuerbaren Energien. Als Geburtsort der modernen Windenergie zeigt das Land, wie Bürgerenergie nicht nur die Energieversorgung revolutioniert, sondern auch Kommunen, Landwirte und Unternehmen wirtschaftlich stärkt.
Unser Gast Stephan Frense, Geschäftsführer der ARGE NETZ, erklärt, wie sein Unternehmen über 5.300 MW Bürgerenergie in ganz Schleswig-Holstein vernetzt – und warum lokale Investoren der Schlüssel zum Erfolg sind. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist für ihn Akzeptanz durch Teilhabe. Im Podcast spricht er über:
– Die Macht der Bürgerenergie: Wie Anwohner, Kommunen und Landwirte gemeinsam die Energiewende vorantreiben.
Die Energiewende braucht enorme Investitionen – doch wer trägt sie? Entgegen der Annahme, dass vor allem Großkonzerne die Finanzierung stemmen, zeigen sich in Deutschland andere Realitäten: Lokale Akteure wie Genossenschaften, Landwirt*innen und mittelständische Unternehmen treiben die Energiewende voran – oft in Partnerschaft mit Sparkassen oder genossenschaftlichen Banken.
Die Finanzierung ist oft der entscheidende Faktor zwischen Scheitern und Erfolg eines Projekts. Gleichzeitig bietet sie die Chance, die Wertschöpfung in der Region zu halten und Bürger*innen aktiv einzubinden.
Michael Orth leitet als Prokurist das Kompetenzcenter Erneuerbare Energien der GLS Bank und verantwortet dort jährlich 500 Millionen Euro Neukredite – vor allem für Projekte in den Bereichen Wind, Solar und Batteriespeichern. Im Podcast sprechen wir darüber,
– wie lokale Energieprojekte erfolgreich finanziert werden können,
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