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Einige ostdeutschen Bundesländer sind bei der Energiewende Vorreiter – und das kommt diesen Bundesländern und vor allem den Kommunen in vielfacher Hinsicht zugute. Die Energiewende ist nicht nur ökologisch, sondern auch sozial und wirtschaftlich ein Gewinn. Trotz dieser Erfolge verbreiten populistische Gruppen gezielt Falschinformationen über Erneuerbare Energien. Mit emotionalen, aber unsachlichen Argumenten versuchen sie, die Debatte zu vergiften.
Marko Mühlstein ist Geschäftsführer der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt LENA und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands. Im Podcast spreche ich mit ihm über:
– den Stand der Energiewende in Sachsen-Anhalt – und was andere Bundesländer davon lernen können.
Bereits seit dem 19. Jahrhundert ist der Treibhauseffekt von CO2 bekannt, seit Jahrzehnten messen Klimaforscher kontinuierlich steigende Temperaturen auf der Erde. Trotz des Pariser Klimaschutzabkommens schreitet die Klimakrise weiter voran und nur wenigen Staaten ist es bislang gelungen, ihre CO2-Emissionen substanziell zu senken - obwohl es vor allem in der Energieversorgung mittlerweile mit den Erneuerbaren Energien günstigere Alternativen gibt.
Unser Gast Karsten Brandt macht nicht nur mit seinem Unternehmen donnerwetter.de Wettervorhersagen, sondern beobachtet auch, wie die Natur sich in Mitteleuropa parallel zum Klima entwickelt und verändert. Welche Veränderungen kann man in Deutschland beim Klima, aber auch bei Flora und Fauna feststellen? Wie wirkt sich das heute schon auf die Menschen auch, etwa durch Auswirkungen auf die Landwirtschaft? Und welche Änderungen sind zu erwarten, wenn der Klimawandel weiter fortschreitet?
Seit über drei Jahrzehnten wird Erdgas als „saubere Brückentechnologie“ vermarktet – obwohl längst klar ist: Fossile Energieträger haben in einer nachhaltigen Zukunft keinen Platz. Doch statt den Umstieg auf Erneuerbare Energien konsequent voranzutreiben, hat Deutschland seine Abhängigkeit von Erdgas über Jahre hinweg massiv ausgebaut. Erst der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und jetzt die jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten haben die Risiken dieser Strategie schonungslos offengelegt: Erdgas ist weder klimafreundlich noch zukunftssicher. Durch den rasanten Fortschritt der Erneuerbaren Energien gibt es zudem heute bessere Alternativen.
Unser Gast Claudia Kemfert, einer der renommiertesten Energiewirtschaftlerinnen Deutschlands, prägt als Professorin für Energiewirtschaft und Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin seit Jahren die Debatte um die Energiewende. Im Podcast analysieren wir, wie es zur historischen Gasabhängigkeit Deutschlands kam – und wer davon bis heute profitierte, welche politischen und strukturellen Blockaden den Umstieg auf Erneuerbare Energien bremsen und was jetzt passieren muss, um die längst verfügbaren Alternativen endlich flächendeckend einzusetzen.
Klimawandel und Energiewende sind die größten Herausforderungen unserer Zeit – doch wie können junge Menschen zu Gestalter*innen dieser Transformation werden? Zwar sind im Bereich der Erneuerbaren Energien bereits Millionen neuer Arbeitsplätze entstanden und neue Ausbildungswege geschaffen worden, doch die eigentliche Herausforderung reicht weit darüber hinaus, denn sie betrifft nahezu alle Bereiche des Alltags.
Unser Gast Margret Rasfeld, Gründerin von „Schule im Aufbruch“ und Pionierin der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), weist darauf hin: Schulen müssen mehr sein als Wissensvermittler. Schülerinnen brauchen Räume, in denen sie eigene Lösungen entwickeln und Verantwortung übernehmen können. Welche Rolle können Lehrerinnen, Eltern und auch Politik spielen, um Handlungskompetenz statt Ohnmacht zu vermitteln? Wie können die Chancen der Energiewende an Schulen erfahrbar werden und Kinder ermächtigen?
Jubiläum: Die 90. Episode wird am fünften Jahrestag des Starts von „Update Klima & Energie“ veröffentlicht!
Die jüngsten massiven Preissprünge an den Tankstellen zeigen erneut – nur kurze Zeit nach der Gaskrise –, welche auch finanziellen Risiken die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern mit sich bringt. Obwohl die technischen Lösungen für eine vollständige Umstellung auf Erneuerbare Energien längst vorhanden sind, werden die öffentlichen Debatten darüber häufig emotional und stark polarisiert geführt.
Unser Gast Christian Stöcker, Journalist und Professor für digitale Kommunikation, analysiert mit uns, warum rationale Argumente in der Energiepolitik häufig untergehen. Wie entstehen gesellschaftliche Debatten? Wer prägt sie – und warum werden wichtige Fakten in sozialen wie auch in klassischen Medien oft ignoriert? Welche Interessen beeinflussen, welche Interessengruppen steuern den Diskurs, und mit welchen Mitteln? Und vor allem: Wie kann der gesellschaftliche Dialog wieder stärker von Sachlichkeit und Fakten geprägt werden?
Die schwarz-rote Bundesregierung hat kürzlich die Eckpunkte für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz vorgestellt, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablösen soll. Während das alte, in der Substanz sinnvolle Gesetz teils sehr kontrovers diskutiert wurde, stoßen die neuen Eckpunkte bereits jetzt auf starke Kritik in der Öffentlichkeit – insbesondere mit dem Vorwurf, dass vor allem die Gaswirtschaft davon profitiert. Die jüngsten geopolitischen Entwicklungen und aktuelle Preissteigerungen an den fossilen Energiemärkten führen zu zusätzlicher Verunsicherung bei den Verbraucher*innen.
Unser Gast Aribert Peters ist Präsident des Bundes der Energieverbraucher und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Energiewende und ihrer Umsetzung aus Sicht der Verbraucher*innen. Im Podcast sprechen wir mit ihm über:
– die für Verbraucher*innen günstigsten Heizungsoptionen,
Seit dem Stromeinspeisungsgesetz von 1991 und insbesondere seit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000 ist der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland von nahezu null auf heute fast 60 % gestiegen. Nach einem – vor allem zu Beginn des Jahrhunderts – nahezu exponentiellen Wachstum haben sich die Zuwachsraten infolge politischer Entscheidungen zwar abgeschwächt. Dennoch zeichnet sich ab, dass Deutschland früher oder später seinen Strom vollständig aus erneuerbaren Quellen beziehen wird.
Gleichzeitig schreitet die Elektrifizierung in den Bereichen Mobilität und Wärme voran. Damit geht es längst nicht mehr nur um die Stromversorgung, sondern um die Frage, wann Deutschland insgesamt 100 % erneuerbare Energien erreichen kann.
Mit den Energy Charts stellt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) eines der umfassendsten und transparentesten Datenportale zur Stromerzeugung in Europa bereit – nahezu in Echtzeit. Die Zahlen zeigen nicht nur den Anteil Erneuerbarer Energien, sondern auch Stromhandel, Preisentwicklungen und langfristige Trends. Unser Gast Leonhard Gandhi betreut als Wissenschaftler dieses Portal. Wir sprechen mit ihm über die Bedeutung belastbarer statistischer Daten, über langfristige Trends – und darüber, wann Deutschland voraussichtlich die Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien erreichen kann. Welche Faktoren sind für den weiteren Erfolg ausschlaggebend?
Die vielfältigen Vorteile eines Umstiegs auf Erneuerbare Energien liegen auf der Hand: Die Energiewende kann zu niedrigeren Energiepreisen beitragen, die Resilienz und Versorgungssicherheit erhöhen und sogar die Demokratie stärken. Trotz dieser klar belegbaren Fakten wird die öffentliche Debatte jedoch häufig sehr emotional geführt und hat bereits zu einer deutlichen gesellschaftlichen Polarisierung beigetragen.
Gero Rueter ist Redakteur bei der Deutschen Welle, dem deutschen Auslandssender, und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Themen Energiewende und Klimaschutz. In seinen Beiträgen stützt er sich konsequent auf Daten und Fakten, um zentrale Aussagen nachvollziehbar zu belegen. Mit ihm sprechen wir darüber, welche Rolle Medien in der öffentlichen Debatte spielen, wie sich faktenbasierte Berichterstattung zur Darstellung von Meinungsvielfalt verhält und inwieweit Medien selbst von Interessen beeinflusst sind.
Die Wärmeversorgung zählt bislang zu den Bereichen der Energiewende, in denen die Fortschritte besonders begrenzt sind. Neben dem relativ stabilen Beitrag der Bioenergie hat sich in den letzten Jahren jedoch die Wärmepumpe als massentaugliche Lösung etabliert. Ihre technische Leistungsfähigkeit wurde kontinuierlich weiterentwickelt und deutlich verbessert.
Unser Gast Marek Miara beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten als Wissenschaftler mit der Wärmepumpentechnologie. Im Gespräch gehen wir auf die technischen Entwicklungen, Einsatzmöglichkeiten und bestehenden Grenzen von Wärmepumpen ein. Vor allem aber diskutieren wir, warum sich die öffentliche Debatte rund um die Wärmepumpe in den vergangenen Jahren stark polarisiert hat – und wie dieser Polarisierung sachlich und konstruktiv begegnet werden kann.
Die Erneuerbaren Energien boomen weltweit und haben Investitionen in fossile Energieträger längst überholt. Technische Innovationen und massive Kostensenkungen haben ihre Wettbewerbsfähigkeit eindeutig unter Beweis gestellt. Eigentlich scheint ihr weiterer Siegeszug kaum noch aufzuhalten.
Und doch mehren sich zuletzt alarmierende Signale – insbesondere aus den USA. Äußerungen und politische Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump stellen den Ausbau der Erneuerbaren Energien zunehmend infrage, bis hin zu Forderungen nach drastischen Einschränkungen oder sogar Verboten.
In diesem Podcast sprechen wir mit Hans-Josef Fell, ehemaligem Mitglied des Deutschen Bundestages und Präsident der Energy Watch Group, über den aktuellen Stand der globalen Energiewende. Wer treibt sie international voran, wer bremst? Welche Länder haben am meisten zu verlieren – und welche am meisten zu gewinnen? Welche Rolle spielt Deutschland heute, und wie positioniert sich Europa im internationalen Wettbewerb der Erneuerbaren Energien? Wer sind die entscheidenden Akteure auf globaler Ebene – oder liegt der Schlüssel zum Erfolg letztlich auf der lokalen Ebene?
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