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Ich liebe Thriller und Krimis. Aus dem Grund habe ich z.B. fast alles von Sebastian Fitzek gelesen. Ich weiß bis zum Schluss nicht, wie es ausgehen wird. Und manchmal wendet sich noch auf den letzten Seiten des Buches alles völlig überraschend. Der Mörder ist ein ganz anderer, als ich es die ganze Zeit vermutet habe.
In unserer Folge von Bibel heute ist es Jesus, der einen spannenden Thriller von einem Mord im Weinberg erzählt. Markus, der Evangelist, hat es im 12. Kapitel seiner Biographie über das Leben von Jesus festgehalten:
Jesus war ein Meister im Erzählen, über fünfzig Gleichnisse und Geschichten wurden in den Evangelien festgehalten. Oft erzählte er Gleichnisse, um eine bestimmte Wahrheit darin zu verbergen, so dass die Zuhörer diese langsam entdecken können – wie auch in dieser Kriminalgeschichte. Vor dieser Geschichte hatte Jesus mit großer Autorität den Tempelvorhof von den ganzen Käufern und Verkäufern, die an diesem heiligen Ort nichts zu suchen hatten, herausgetrieben. Die Theologen kamen sofort auf ihn zu und wollten wissen, aus welcher Autorität er dies macht. In dieser Kriminalgeschichte, die Jesus erzählt, zeigt er, welche Rolle er hat und warum Gott dahintersteckt.
Mit dieser Geschichte macht Jesus deutlich:
In Psalm 24,1 heißt es: „Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.“ Gott ist der Schöpfer und er ist der Besitzer der Erde. So gehört auch der Weinberg Gott, von dem Jesus erzählt. Dieser gehört nicht den Weingärtnern, sie dürften ihn aber verwalten. Natürlich dürfen sie auch von den Trauben schmecken und diese genießen. Aber letztendlich gehört der Weinberg immer noch dem Gutsbesitzer. Genauso, wie auch unser Leben und alles, was wir haben, ihm, dem Schöpfer gehören. Unsere Talente, unsere Zeit, unser Geld, unsere Beziehungen, unsere Gesundheit usw. Wir besitzen nichts, wir dürfen verwalten – und auch davon genießen, was Gott uns überlässt. Wie Gott sich das schon am Anfang gedacht hat, als er den ersten Menschen die Erde übergab und sie aufforderte, sie zu behüten und zu bewahren.
Es ist sehr wichtig, neu anzuerkennen – und entsprechend zu handeln – dass alles, was wir an Gutem in dieser Welt genießen, letztendlich gegeben wurde von Gott, dem unumschränkten Gutsbesitzer und dem Herrn der Welt. Und dass es gleichzeitig Ehre, Wertschätzung wie auch Verantwortung ihm gegenüber ist, damit pfleglich und respektvoll umzugehen. Doch die Geschichte, die Jesus erzählt, zeigt auch:
In Psalm 103,8 heißt es: „Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.“
Stellen Sie sich vor, was eigentlich hätte passieren müssen, als die Boten des Gutsherrn von den Weingärtnern geschlagen und vors Tor geworfen worden wären? Eigentlich hätte sofort die Polizei verständigt, die Weingärtner verhaftet und verurteilt werden müssen. Oder er hätte ihnen zumindest sofort eine fristlose Kündigung schicken müssen. Doch der Gutsbesitzer schickt „viele“ Boten, immer wieder. Als wollte er diesem „Projekt Weingarten“ immer wieder neu eine Chance geben, es nochmals mit denen versuchen, die ihn eigentlich enttäuscht hatten, seinen geliebten Weinberg zu pflegen.
Gottes unglaubliche Geduld gilt jedoch nicht nur dem Volk Israel, dem er in der Geschichte unzählige Male Boten schickte, die die Menschen immer wieder zurück in die Gemeinschaft mit Gott einluden. Sie gilt auch uns. Immer wieder gibt Gott uns Zeichen seiner Liebe, ist er immer noch an der Beziehung zu uns interessiert. So ist jeder Regenbogen solch ein wunderbares Zeichen, jeder schneebedeckte Berg, jedes Lächeln eines Menschen in meinem Alltag, jede helfende Hand, jedes kleine und große Wunder, das mir passiert, ich mir aber nicht erklären kann. Es sind alles Hinweise, dass Gott mit uns noch nicht fertig ist – als wollte er die Konsequenzen unserer Ablehnung von ihm so lange wie möglich hinauszögern, uns weiter mit liebevollen Gesten „locken“.
Doch die Geschichte hat noch einen Höhepunkt. Denn sie zeigt:
In Psalm 100,5 heißt es: „Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig.“
Im Gleichnis, das Jesus hier erzählt, reagiert der Gutsbesitzer überraschend anders, als die religiösen Führer Israels es von ihm erwarten würden: er schickt seinen geliebten, einzigen Sohn – mit der Hoffnung, dass man ihm Respekt entgegenbringen würde. Doch mitten im Weinberg seines Vaters ermorden sie ihn.
Dass der Gutsbesitzer seinen Sohn sendet, zeigt fast übernatürlich, wie weit Gott zu gehen bereit ist, um seine „Verwalter“, seine Menschen, wieder zu gewinnen. Doch: Seine äußerste Liebe bewirkt äußersten Widerstand, ja sogar krasseste Reaktion. Die Hörer von Jesus waren vermutlich geschockt, als sie das so hörten. Doch genau das ist nur wenig später in Gottes ganz persönlicher Kriminalgeschichte geschehen, als Jesus, der von Gott gesandte Sohn in diese Welt, von genau dieser Welt verhaftet, verspottet, verurteilt und hingerichtet wurde. Nicht als Justizirrtum, sondern als bewusste Entscheidung des „Gutsbesitzers“, des Vaters im Himmel, sein Volk Israel, seine Menschen wiederzugewinnen.
Erst, als alle Bemühungen des Gutsbesitzers nicht fruchten, weder seine unumschränkte Autorität, noch seine unglaubliche Geduld, und auch nicht seine unbegreifliche Liebe wahrgenommen und respektiert werden, erst dann, ganz zum Schluss, zieht er Konsequenzen. Die Mörder seines Sohnes werden zur Rechenschaft gezogen.
Doch in der Geschichte sind wir heute noch vor diesen Konsequenzen. Heute gilt noch seine Einladung, ihn anzuerkennen als Gott. Als Herrn über alles, auch über unser ganzes Leben. Staunend nehme ich wahr, wie unglaublich geduldig Gott mit uns ist, und dass er uns heute immer noch unbegreiflich liebevoll begegnet.
Drei wunderbare Gedanken aus einem Krimi von Jesus, die Sie in diesen Tag mitnehmen dürfen, oder?
Autor: Pastor Andreas Hildebrandt
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By ERF - Der Sinnsender5
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Ich liebe Thriller und Krimis. Aus dem Grund habe ich z.B. fast alles von Sebastian Fitzek gelesen. Ich weiß bis zum Schluss nicht, wie es ausgehen wird. Und manchmal wendet sich noch auf den letzten Seiten des Buches alles völlig überraschend. Der Mörder ist ein ganz anderer, als ich es die ganze Zeit vermutet habe.
In unserer Folge von Bibel heute ist es Jesus, der einen spannenden Thriller von einem Mord im Weinberg erzählt. Markus, der Evangelist, hat es im 12. Kapitel seiner Biographie über das Leben von Jesus festgehalten:
Jesus war ein Meister im Erzählen, über fünfzig Gleichnisse und Geschichten wurden in den Evangelien festgehalten. Oft erzählte er Gleichnisse, um eine bestimmte Wahrheit darin zu verbergen, so dass die Zuhörer diese langsam entdecken können – wie auch in dieser Kriminalgeschichte. Vor dieser Geschichte hatte Jesus mit großer Autorität den Tempelvorhof von den ganzen Käufern und Verkäufern, die an diesem heiligen Ort nichts zu suchen hatten, herausgetrieben. Die Theologen kamen sofort auf ihn zu und wollten wissen, aus welcher Autorität er dies macht. In dieser Kriminalgeschichte, die Jesus erzählt, zeigt er, welche Rolle er hat und warum Gott dahintersteckt.
Mit dieser Geschichte macht Jesus deutlich:
In Psalm 24,1 heißt es: „Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.“ Gott ist der Schöpfer und er ist der Besitzer der Erde. So gehört auch der Weinberg Gott, von dem Jesus erzählt. Dieser gehört nicht den Weingärtnern, sie dürften ihn aber verwalten. Natürlich dürfen sie auch von den Trauben schmecken und diese genießen. Aber letztendlich gehört der Weinberg immer noch dem Gutsbesitzer. Genauso, wie auch unser Leben und alles, was wir haben, ihm, dem Schöpfer gehören. Unsere Talente, unsere Zeit, unser Geld, unsere Beziehungen, unsere Gesundheit usw. Wir besitzen nichts, wir dürfen verwalten – und auch davon genießen, was Gott uns überlässt. Wie Gott sich das schon am Anfang gedacht hat, als er den ersten Menschen die Erde übergab und sie aufforderte, sie zu behüten und zu bewahren.
Es ist sehr wichtig, neu anzuerkennen – und entsprechend zu handeln – dass alles, was wir an Gutem in dieser Welt genießen, letztendlich gegeben wurde von Gott, dem unumschränkten Gutsbesitzer und dem Herrn der Welt. Und dass es gleichzeitig Ehre, Wertschätzung wie auch Verantwortung ihm gegenüber ist, damit pfleglich und respektvoll umzugehen. Doch die Geschichte, die Jesus erzählt, zeigt auch:
In Psalm 103,8 heißt es: „Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.“
Stellen Sie sich vor, was eigentlich hätte passieren müssen, als die Boten des Gutsherrn von den Weingärtnern geschlagen und vors Tor geworfen worden wären? Eigentlich hätte sofort die Polizei verständigt, die Weingärtner verhaftet und verurteilt werden müssen. Oder er hätte ihnen zumindest sofort eine fristlose Kündigung schicken müssen. Doch der Gutsbesitzer schickt „viele“ Boten, immer wieder. Als wollte er diesem „Projekt Weingarten“ immer wieder neu eine Chance geben, es nochmals mit denen versuchen, die ihn eigentlich enttäuscht hatten, seinen geliebten Weinberg zu pflegen.
Gottes unglaubliche Geduld gilt jedoch nicht nur dem Volk Israel, dem er in der Geschichte unzählige Male Boten schickte, die die Menschen immer wieder zurück in die Gemeinschaft mit Gott einluden. Sie gilt auch uns. Immer wieder gibt Gott uns Zeichen seiner Liebe, ist er immer noch an der Beziehung zu uns interessiert. So ist jeder Regenbogen solch ein wunderbares Zeichen, jeder schneebedeckte Berg, jedes Lächeln eines Menschen in meinem Alltag, jede helfende Hand, jedes kleine und große Wunder, das mir passiert, ich mir aber nicht erklären kann. Es sind alles Hinweise, dass Gott mit uns noch nicht fertig ist – als wollte er die Konsequenzen unserer Ablehnung von ihm so lange wie möglich hinauszögern, uns weiter mit liebevollen Gesten „locken“.
Doch die Geschichte hat noch einen Höhepunkt. Denn sie zeigt:
In Psalm 100,5 heißt es: „Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig.“
Im Gleichnis, das Jesus hier erzählt, reagiert der Gutsbesitzer überraschend anders, als die religiösen Führer Israels es von ihm erwarten würden: er schickt seinen geliebten, einzigen Sohn – mit der Hoffnung, dass man ihm Respekt entgegenbringen würde. Doch mitten im Weinberg seines Vaters ermorden sie ihn.
Dass der Gutsbesitzer seinen Sohn sendet, zeigt fast übernatürlich, wie weit Gott zu gehen bereit ist, um seine „Verwalter“, seine Menschen, wieder zu gewinnen. Doch: Seine äußerste Liebe bewirkt äußersten Widerstand, ja sogar krasseste Reaktion. Die Hörer von Jesus waren vermutlich geschockt, als sie das so hörten. Doch genau das ist nur wenig später in Gottes ganz persönlicher Kriminalgeschichte geschehen, als Jesus, der von Gott gesandte Sohn in diese Welt, von genau dieser Welt verhaftet, verspottet, verurteilt und hingerichtet wurde. Nicht als Justizirrtum, sondern als bewusste Entscheidung des „Gutsbesitzers“, des Vaters im Himmel, sein Volk Israel, seine Menschen wiederzugewinnen.
Erst, als alle Bemühungen des Gutsbesitzers nicht fruchten, weder seine unumschränkte Autorität, noch seine unglaubliche Geduld, und auch nicht seine unbegreifliche Liebe wahrgenommen und respektiert werden, erst dann, ganz zum Schluss, zieht er Konsequenzen. Die Mörder seines Sohnes werden zur Rechenschaft gezogen.
Doch in der Geschichte sind wir heute noch vor diesen Konsequenzen. Heute gilt noch seine Einladung, ihn anzuerkennen als Gott. Als Herrn über alles, auch über unser ganzes Leben. Staunend nehme ich wahr, wie unglaublich geduldig Gott mit uns ist, und dass er uns heute immer noch unbegreiflich liebevoll begegnet.
Drei wunderbare Gedanken aus einem Krimi von Jesus, die Sie in diesen Tag mitnehmen dürfen, oder?
Autor: Pastor Andreas Hildebrandt
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