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In der Passionszeit erinnern sich Christen an Jesu Weg zum Kreuz. Wenn ich mir diesen Weg anschaue, bemerke ich: Jesus ist sich darüber im Klaren, was vor ihm liegt. Ganz bewusst geht er diesen Weg. Jesus geht den Weg, der ihn ans Kreuz bringt. Er geht den Weg, um sein Leben als Lösegeld für Sie und mich zu geben. Jesus geht den Weg, der ihn ins Grab bringt. Wo er dann von den Toten auferweckt wird. Nichts auf diesem Weg ist Zufall. Sondern alles, was Jesus hier tut, passiert bewusst.
Das Wort von Jesus, das Sie gerade gehört haben, hat Jesus auch auf diesem Weg zum Kreuz gesprochen. Als Jesus diese Worte sagt, sind die Füße der Jünger schon gewaschen. Judas wurde bereits vor seinem Verrat gewarnt, und Jesus hat Petrus schon gesagt, dass Petrus ihn verleugnen wird.
Aus Jesu Sicht ist zwar alles klar und nichts hat ihn überrascht: weder Verrat noch Gefangenschaft, weder der Ausgang des Prozesses noch die Hinrichtung hat Jesus überrascht.
Aber das gilt natürlich nicht für die Jünger. Wir dürfen nicht vergessen, für die Jünger kam kurz darauf der Moment, wo sich ihre Welt völlig, radikal und unvermittelt verändert.
Und diesen Jüngern, die kurz davor sind, dass sich für sie alles verändert, deren Welt absolut ins Wanken kommt, diesen Jüngern sagt Jesus:
„Habt keine Angst! Glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Habt keine Angst und habt Vertrauen.
Mit Blick auf die traumatischen Ereignisse, welche die Jünger erwarten, ist es Jesus wichtig, seinen Jüngern eine ganz bestimmte Perspektive zu vermitteln. Jesus spricht über das Ziel und wohin er selbst geht: ins Haus seines Vaters, um einen Platz vorzubereiten. Wir feiern also an Ostern, salopp gesagt, dass Jesus schon mal den Umzug für uns vorbereitet.
Nun, ich schätze, die wenigsten von uns ziehen gerne um. Ich tue es jedenfalls nicht. Seitdem ich mein Elternhaus verlassen habe, wurde jeder Umzug größer und aufwändiger als der vorherige. In wenigen Wochen steht für uns als Familie wieder ein Umzug an, und das ruft sehr gemischte Gefühle hervor. Mir graut davor, aber wir haben uns als Familie dazu entschieden, weil der Umzug bedeutet, dass dann jedes unserer Kinder ein eigenes Zimmer hat. Aber ein Umzug bedeutet immer zuerst einmal Chaos, ich muss mich von manchem trennen, was am neuen Ort keinen Platz mehr hat. Und gefühlt wird es erst mal schlimmer, ehe es besser wird.
Zugegeben – verglichen mit dem Umzug, den Jesus meint, dem Umzug vom irdischen und endlichen hin zur ewigen Heimstatt ist das nur Pillepalle. Aber die Idee ist die gleiche: das Ziel, der Ausblick macht den Unterschied.
Was für ein großartiger Ausblick für diejenigen, die Jesus vertrauen! Es wartet eine Wohnung im Vaterhaus auf mich. Jesus bereitet dort schon einmal alles vor, und wenn es so weit ist, kommt Jesus seine Jünger abholen.
Egal, wie erschrocken ich über diese Welt vielleicht gerade in diesem Moment bin, das ist der Ausblick, den Jesus seinen Jüngern anbietet. Eine unbedingte Hoffnungsperspektive. Was um mich herum passiert, mag mir Angst machen. Aber Glauben bedeutet, nicht in der Angst zu erstarren oder die Flucht zu ergreifen, sondern treu zu bleiben als Diener unseres Herrn. Das macht Jesus selbst immer wieder deutlich. Und das will Jesus seinen Jüngern sagen, kurz bevor die für sie traumatisierenden Ereignisse eintreten.
Christen haben eine unbedingte Hoffnungsperspektive! Jesus redet ja immer wieder davon, was das Schicksal der Welt ist. Das sind die sogenannten Endzeitreden Jesu. Und ja, das hört sich so an, als hätten sämtliche Weltuntergangsfilme von diesen Reden geklaut.
Aber wenn Jesus vom Ende der Welt redet, ist das keine Panikmache. Nein, er möchte, dass wir gerade dann nicht den Mut verlieren, sondern, dass dann die Hoffnung in uns deutlich hervortritt.
Jesus sagt seinen Jüngern: „Wenn all das anfängt, dann richtet euch auf und hebt den Blick, denn eure Erlösung ist ganz nahe!“
Oder anders ausgedrückt: Ihr dürft Hoffnung haben, denn die Erlösung ist ganz nahe. Das ist das Gegenteil von Weltuntergangsstimmung.
Jesus schenkt seinen Jüngern, und das meint auch seine Nachfolger heute, eine Hoffnungsperspektive. Im größten Chaos lenkt er den Blick auf das Ziel und auf sich:
Jesus sagt zu seinen Jüngern: Ihr kennt das Ziel und den Weg. Sie fragen: Welchen Weg? ICH BIN der Weg zum Vater, die Wahrheit und das Leben, sagt Jesus.
Jesus vertröstet damit seine Jünger nicht nur auf später, auf die himmlische Heimstatt. An Jesus zu glauben, ist nicht nur der Trost: Am Ende wird alles gut. Sondern Jesus zu kennen hat immer ganz konkrete Auswirkungen für mein Hier und Jetzt.
Denn Jesus zu kennen bedeutet, die Wahrheit zu kennen und das Leben zu kennen.
Die Wahrheit kennen, das ist nicht nur heute, im Zeitalter von alternativen Fakten, schwer zu glauben, das war es schon damals. Deswegen bietet Jesus seinen Hörern an, seine Aussagen zu prüfen. So sagt er den Schriftgelehrten:
Wer den Willen Gottes tun will, wird erkennen, ob meine Lehre von Gott kommt oder ob ich aus mir selbst heraus rede.
Jesus ist verlässlich, denn sein Wort ist absolut wahr. Durch ihn kenne ich den Vater und den Weg zum Vater.
Und die Wahrheit ist: Ich bin niemals gut genug, um mich selbst zu erlösen. In uns allen gibt es den Abgrund der Sünde, über den wir erschrecken. Die Wahrheit ist aber auch, dass wir in Jesus Christus geliebter sind, als wir das jemals zu hoffen gewagt haben. Und dass seine Liebe das Loch zu füllen vermag, was in Ihrem und meinem Herzen ist.
An Jesus zu glauben bedeutet, das Leben zu haben. Das Leben, das in Jesus ist, ist das Licht der Menschen. Alle, die an Jesus glauben, haben das ewige Leben. Sie sind vom Tod zum Leben durchgedrungen.
Wer an Jesus glaubt, der ist frei vom Zorn Gottes und kommt nicht ins Gericht. Wer dieses Leben hat, dessen Lebensdurst wird gestillt. Er wird zufrieden und muss nicht mehr nach Leben hungern und dürsten.
Wer an Jesus glaubt, der hat das Leben zur vollen Genüge.
Deswegen sagt Jesus seinen Jüngern vor ihrer größten Krise: Habt keine Angst. Glaubt an Gott und glaubt an mich.
Autor: Holger Kerschbaum
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By ERF - Der Sinnsender5
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In der Passionszeit erinnern sich Christen an Jesu Weg zum Kreuz. Wenn ich mir diesen Weg anschaue, bemerke ich: Jesus ist sich darüber im Klaren, was vor ihm liegt. Ganz bewusst geht er diesen Weg. Jesus geht den Weg, der ihn ans Kreuz bringt. Er geht den Weg, um sein Leben als Lösegeld für Sie und mich zu geben. Jesus geht den Weg, der ihn ins Grab bringt. Wo er dann von den Toten auferweckt wird. Nichts auf diesem Weg ist Zufall. Sondern alles, was Jesus hier tut, passiert bewusst.
Das Wort von Jesus, das Sie gerade gehört haben, hat Jesus auch auf diesem Weg zum Kreuz gesprochen. Als Jesus diese Worte sagt, sind die Füße der Jünger schon gewaschen. Judas wurde bereits vor seinem Verrat gewarnt, und Jesus hat Petrus schon gesagt, dass Petrus ihn verleugnen wird.
Aus Jesu Sicht ist zwar alles klar und nichts hat ihn überrascht: weder Verrat noch Gefangenschaft, weder der Ausgang des Prozesses noch die Hinrichtung hat Jesus überrascht.
Aber das gilt natürlich nicht für die Jünger. Wir dürfen nicht vergessen, für die Jünger kam kurz darauf der Moment, wo sich ihre Welt völlig, radikal und unvermittelt verändert.
Und diesen Jüngern, die kurz davor sind, dass sich für sie alles verändert, deren Welt absolut ins Wanken kommt, diesen Jüngern sagt Jesus:
„Habt keine Angst! Glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Habt keine Angst und habt Vertrauen.
Mit Blick auf die traumatischen Ereignisse, welche die Jünger erwarten, ist es Jesus wichtig, seinen Jüngern eine ganz bestimmte Perspektive zu vermitteln. Jesus spricht über das Ziel und wohin er selbst geht: ins Haus seines Vaters, um einen Platz vorzubereiten. Wir feiern also an Ostern, salopp gesagt, dass Jesus schon mal den Umzug für uns vorbereitet.
Nun, ich schätze, die wenigsten von uns ziehen gerne um. Ich tue es jedenfalls nicht. Seitdem ich mein Elternhaus verlassen habe, wurde jeder Umzug größer und aufwändiger als der vorherige. In wenigen Wochen steht für uns als Familie wieder ein Umzug an, und das ruft sehr gemischte Gefühle hervor. Mir graut davor, aber wir haben uns als Familie dazu entschieden, weil der Umzug bedeutet, dass dann jedes unserer Kinder ein eigenes Zimmer hat. Aber ein Umzug bedeutet immer zuerst einmal Chaos, ich muss mich von manchem trennen, was am neuen Ort keinen Platz mehr hat. Und gefühlt wird es erst mal schlimmer, ehe es besser wird.
Zugegeben – verglichen mit dem Umzug, den Jesus meint, dem Umzug vom irdischen und endlichen hin zur ewigen Heimstatt ist das nur Pillepalle. Aber die Idee ist die gleiche: das Ziel, der Ausblick macht den Unterschied.
Was für ein großartiger Ausblick für diejenigen, die Jesus vertrauen! Es wartet eine Wohnung im Vaterhaus auf mich. Jesus bereitet dort schon einmal alles vor, und wenn es so weit ist, kommt Jesus seine Jünger abholen.
Egal, wie erschrocken ich über diese Welt vielleicht gerade in diesem Moment bin, das ist der Ausblick, den Jesus seinen Jüngern anbietet. Eine unbedingte Hoffnungsperspektive. Was um mich herum passiert, mag mir Angst machen. Aber Glauben bedeutet, nicht in der Angst zu erstarren oder die Flucht zu ergreifen, sondern treu zu bleiben als Diener unseres Herrn. Das macht Jesus selbst immer wieder deutlich. Und das will Jesus seinen Jüngern sagen, kurz bevor die für sie traumatisierenden Ereignisse eintreten.
Christen haben eine unbedingte Hoffnungsperspektive! Jesus redet ja immer wieder davon, was das Schicksal der Welt ist. Das sind die sogenannten Endzeitreden Jesu. Und ja, das hört sich so an, als hätten sämtliche Weltuntergangsfilme von diesen Reden geklaut.
Aber wenn Jesus vom Ende der Welt redet, ist das keine Panikmache. Nein, er möchte, dass wir gerade dann nicht den Mut verlieren, sondern, dass dann die Hoffnung in uns deutlich hervortritt.
Jesus sagt seinen Jüngern: „Wenn all das anfängt, dann richtet euch auf und hebt den Blick, denn eure Erlösung ist ganz nahe!“
Oder anders ausgedrückt: Ihr dürft Hoffnung haben, denn die Erlösung ist ganz nahe. Das ist das Gegenteil von Weltuntergangsstimmung.
Jesus schenkt seinen Jüngern, und das meint auch seine Nachfolger heute, eine Hoffnungsperspektive. Im größten Chaos lenkt er den Blick auf das Ziel und auf sich:
Jesus sagt zu seinen Jüngern: Ihr kennt das Ziel und den Weg. Sie fragen: Welchen Weg? ICH BIN der Weg zum Vater, die Wahrheit und das Leben, sagt Jesus.
Jesus vertröstet damit seine Jünger nicht nur auf später, auf die himmlische Heimstatt. An Jesus zu glauben, ist nicht nur der Trost: Am Ende wird alles gut. Sondern Jesus zu kennen hat immer ganz konkrete Auswirkungen für mein Hier und Jetzt.
Denn Jesus zu kennen bedeutet, die Wahrheit zu kennen und das Leben zu kennen.
Die Wahrheit kennen, das ist nicht nur heute, im Zeitalter von alternativen Fakten, schwer zu glauben, das war es schon damals. Deswegen bietet Jesus seinen Hörern an, seine Aussagen zu prüfen. So sagt er den Schriftgelehrten:
Wer den Willen Gottes tun will, wird erkennen, ob meine Lehre von Gott kommt oder ob ich aus mir selbst heraus rede.
Jesus ist verlässlich, denn sein Wort ist absolut wahr. Durch ihn kenne ich den Vater und den Weg zum Vater.
Und die Wahrheit ist: Ich bin niemals gut genug, um mich selbst zu erlösen. In uns allen gibt es den Abgrund der Sünde, über den wir erschrecken. Die Wahrheit ist aber auch, dass wir in Jesus Christus geliebter sind, als wir das jemals zu hoffen gewagt haben. Und dass seine Liebe das Loch zu füllen vermag, was in Ihrem und meinem Herzen ist.
An Jesus zu glauben bedeutet, das Leben zu haben. Das Leben, das in Jesus ist, ist das Licht der Menschen. Alle, die an Jesus glauben, haben das ewige Leben. Sie sind vom Tod zum Leben durchgedrungen.
Wer an Jesus glaubt, der ist frei vom Zorn Gottes und kommt nicht ins Gericht. Wer dieses Leben hat, dessen Lebensdurst wird gestillt. Er wird zufrieden und muss nicht mehr nach Leben hungern und dürsten.
Wer an Jesus glaubt, der hat das Leben zur vollen Genüge.
Deswegen sagt Jesus seinen Jüngern vor ihrer größten Krise: Habt keine Angst. Glaubt an Gott und glaubt an mich.
Autor: Holger Kerschbaum
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