Die Fähigkeit, aktuelle Geschehnisse abzuspeichern, wird im Alter schlechter. Daher hat in der Beurteilung von Situationen das, was wir schon mal erlebt und gelernt haben, ein stärkeres Gewicht.
Wir haben eine rechte und eine linke Großhirnhemisphäre. Während die rechte Großhirnhemisphäre vor allem etwas mit Neugierde zu tun hat und damit, Neues zu wagen, macht die linke Großhirnhemisphäre eine Musteranalyse anhand dessen, was wir schon alles gelernt haben. Dort stecken also verstärkt diese Langzeiterinnerungen.
Rechte Großhirnhemisphäre altert schneller
Wenn wir älter werden, altert die rechte Großhirnhemisphäre etwas schneller als die linke, sodass wir etwas weniger neugierig werden und wir uns stärker darauf verlassen, eine neue Situation dadurch zu beurteilen, was wir schon einmal erlebt haben, sodass es uns so vorkommt, als wenn diese älteren Erinnerungen uns eher ins Gedächtnis kommen, unsere Erinnerung daran quasi besser wird. Der Suchfilter unseres Gehirns geht eben dahin, eine neue Situation anhand von dem zu beurteilen, was man schon erlebt hat.
Erfahrung als wichtiger gesellschaftlicher Beitrag
Das ist eine ganz wichtige Funktion, die ältere Menschen in unserer Gesellschaft haben: All das, was für viele Menschen neu oder schon Gewohnheit ist, mit Erfahrung zu beurteilen aufgrund dessen, was man in seinem Leben schon erlebt hat.