Wird ein Fach in einer Berufsschule oder höheren Fachschule zweisprachig geführt, dann profitieren die Lernenden ‘im Vorbeigehen gleich auch noch von der Fremsprache. Immer mehr Schulen bieten diese Art von Unterricht an. Die Sendung «Treffpunkt» zeigt Sinn und Grenzen dieses Prinzips.
Viele Berufsschulen bieten in ihrem Lehrplan keinen Englischspracheunterricht an. Der Stundenplan ist voll und die Lernenden mit Lernstoff belastet. Deshalb besticht die Idee des bilingualen Unterrichtens, des Unterrichten eines bereits bestehenden Faches in Englisch oder Französisch. Immer mehr Berufsschulen und höhere Fachschulen, aber auch Fachhochschulen und Kantonsschulen setzen auf diese Idee, im einen oder anderen Fach in einer Fremdsprache zu unterrichten.
Nutzen für alle?
Brauchen denn auch Handwerkerinnen und Handwerker die Fähigkeit, sich in Englisch auszudrücken oder Englisch zu verstehen? Ja und Nein, lautet die Antwort.
Nein, je nach Beruf: wird ein Beruf vor allem regional oder zumindest innerhalb der Schweiz ausgeübt, sind Englischkenntnisse nicht zwingend.
Ja, die Welt verändert sich: Die Weltwirtschaft, und mit ihr die der Schweiz, werden immer globaler, der internationale Austausch und die internationale Zusammenarbeit nehmen zu. Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt erfordert ständig neue Kenntnisse in der Anwendung von ständig neuer Softwareprogrammen, die grundsätzlich in Englisch daherkommen.