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Wissen Sie, was die Stunde geschlagen hat? Ich meine jetzt nicht die Uhrzeit, die Sie auf einer Uhr ablesen können oder welche die Glocken des Kirchturmes mit ihren Schlägen verkündigen. Ich meine: Wissen Sie, wann ihre Zeit gekommen ist?
Auch Jesus weiß in unserem heutigen Text, dass seine Stunde nun gekommen ist. Jesus weiß: Der göttliche Plan der Erlösung geht der Vollendung entgegen. Mehrere Male hat Jesus in der Vergangenheit gesagt: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Jetzt ist seine Stunde da. Jesus wird verhaftet und gekreuzigt werden. An diesem Übergang sucht Jesus das Gespräch mit seinem Vater. In der Vergangenheit hat er sich dazu oft in die Einsamkeit zurückgezogen. Diesmal betet er öffentlich. Seine Jünger können hören, was und wie er zu seinem Vater spricht.
„Vater, die Stunde ist da; verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.“ Jesus bittet um Verherrlichung. Das große Ziel der Erlösung soll erreicht werden. Durch ihn sollen alle Menschen, die an ihn glauben, gerettet werden.
Ich finde es interessant, wie Jesus hier betet. Jesus betet zwar für sich. Aber es geht ihm nicht darum, sein Leid zu verhindern. Er betet nicht: „Vater, bewahre mich vor meinem Leid.“ Nein, Jesus betet: „Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.“ Jesus hat Gottes Plan im Blick. Der Plan des Vaters soll zum Ziel kommen.
Ich frage mich: Worum geht es bei unseren Gebeten zu Gott? Haben wir Gottes Plan im Blick? Oder drehen wir uns nur um unsere eigenen Interessen und Sorgen?
Jesus bildet im Gebet eine vollkommene Einheit mit seinem Vater. Er betet: „… denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.“
Jesus führt aus, was der Vater ihm geboten hat. Er gibt allen, die der Vater ihm anvertraut hat, das ewige Leben. Im folgenden Satz erklärt Jesus selbst, was unter dem Begriff „ewiges Leben“ gemeint ist. Jesus sagt: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Erkennen meint hier mehr als nur ein Für-wahr-Halten einer Botschaft. Wenn Jesus hier von erkennen redet, dann meint er eine persönliche und innige Beziehung zu ihm und dem Vater. Aus dieser innigen Beziehung heraus erwachsen dann auch Taten.
Das können wir bei Jesus lernen. Durch die geistliche Einheit, die Jesus zum Vater hat, kann Jesus dessen Plan ausführen. Daher betet er: „Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue.“
Obwohl das Leiden Jesu und seine Kreuzigung und Auferstehung noch vor ihm liegen, betet Jesus hier so, als wäre das alles schon geschehen. Er ist sich sicher, dass er Gottes Plan erfüllen wird. Im Kapitel vorher hat er bereits in der Vergangenheitsform geredet: „Ich habe die Welt überwunden.“ Obwohl alles noch vor ihm liegt, blickt Jesus bereits jetzt dankbar auf das, was geschehen wird, zurück.
So dürfen auch wir Christen bereits jetzt dankbar sein für das, was uns nach unserem Tod auf dieser Erde erwartet. Wir wissen zwar nicht, wann die Stunde schlagen wird. Wir wissen aber: Jesus wird uns zu sich ziehen. (Johannes 12,32). Obwohl unser Tod noch vor uns liegt, können wir in das Lied aus dem evangelischen Gesangbuch Nummer 115 mit einstimmen:
In den folgenden Versen legt Jesus Rechenschaft ab. Er zählt auf, was er alles im Auftrag des Vaters getan hat. Die Jünger gehören dem Vater. Dieser hat sie Jesus gegeben. Jesus hat den Jüngern aufgezeigt, wie Gott ist. Er hat dabei den Jüngern stets die Worte gegeben, die er vom Vater empfangen hat. Auch hier wird die innige Einheit deutlich, die Jesus mit dem Vater pflegt.
Nachdem Jesus für sich gebetet hat, bittet er nun für die Jünger. Ganz bewusst distanziert er sich von der Welt. Wir können dieses Gebet auch auf uns Christen übertragen. Jesus bittet bis heute für alle Christen. (Hebräer 7,25). Er weiß, dass er nach seiner Kreuzigung und Auferstehung zum Vater zurückkehren wird. Daher betet er: „Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir.“
Jesus weiß, was es bedeutet, als Jünger allein in der Welt zurückgelassen zu werden. Da die Jünger, zu denen auch wir Christen gehören, zwar noch in der Welt leben, aber vom Vater aus der Welt herausgerufen wurden, werden wir von der Welt als Fremdkörper wahrgenommen. Oft führt dies zu Hass oder gar Verfolgung. In der Welt leben heißt u. a. im Hass der Welt zu leben. Wir in Deutschland erleben das vielleicht nicht ganz so extrem. Dennoch wird auch in Deutschland deutlich, dass der christliche Glaube zunehmend abgelehnt wird. Die Fürbitte Jesu zeigt, wie sehr er sich um seine Jünger sorgt und wie sehr er diese liebt. Der Auftrag Jesu „gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker“ (Matthäus 28,19) ist nicht einfach. Daher bittet Jesus beim Vater um Schutz und Bewahrung.
Wissen Sie, was die Stunde geschlagen hat? Ich muss zugeben, dass ich es oft nicht weiß. Ich weiß oft nicht, was genau der nächste Schritt ist. Ich weiß oft nicht, was genau ich als Nächstes tun sollte. Von Jesus möchte ich aber lernen, diese innige Gemeinschaft mit ihm und dem Vater immer wieder aufs Neue zu suchen. Mit Paulus will ich rufen: „Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid.“ (Epheser 6,10 Hoffnung für alle). Aus dieser innigen Gemeinschaft heraus will ich mich von Jesus leiten lassen. Aus dieser innigen Gemeinschaft heraus will ich der Welt die Worte wiedergeben, die Jesus mir gesagt hat, damit er und Gott verherrlicht werden.
Autor: Frank Fenske
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By ERF - Der Sinnsender5
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Wissen Sie, was die Stunde geschlagen hat? Ich meine jetzt nicht die Uhrzeit, die Sie auf einer Uhr ablesen können oder welche die Glocken des Kirchturmes mit ihren Schlägen verkündigen. Ich meine: Wissen Sie, wann ihre Zeit gekommen ist?
Auch Jesus weiß in unserem heutigen Text, dass seine Stunde nun gekommen ist. Jesus weiß: Der göttliche Plan der Erlösung geht der Vollendung entgegen. Mehrere Male hat Jesus in der Vergangenheit gesagt: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Jetzt ist seine Stunde da. Jesus wird verhaftet und gekreuzigt werden. An diesem Übergang sucht Jesus das Gespräch mit seinem Vater. In der Vergangenheit hat er sich dazu oft in die Einsamkeit zurückgezogen. Diesmal betet er öffentlich. Seine Jünger können hören, was und wie er zu seinem Vater spricht.
„Vater, die Stunde ist da; verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.“ Jesus bittet um Verherrlichung. Das große Ziel der Erlösung soll erreicht werden. Durch ihn sollen alle Menschen, die an ihn glauben, gerettet werden.
Ich finde es interessant, wie Jesus hier betet. Jesus betet zwar für sich. Aber es geht ihm nicht darum, sein Leid zu verhindern. Er betet nicht: „Vater, bewahre mich vor meinem Leid.“ Nein, Jesus betet: „Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.“ Jesus hat Gottes Plan im Blick. Der Plan des Vaters soll zum Ziel kommen.
Ich frage mich: Worum geht es bei unseren Gebeten zu Gott? Haben wir Gottes Plan im Blick? Oder drehen wir uns nur um unsere eigenen Interessen und Sorgen?
Jesus bildet im Gebet eine vollkommene Einheit mit seinem Vater. Er betet: „… denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.“
Jesus führt aus, was der Vater ihm geboten hat. Er gibt allen, die der Vater ihm anvertraut hat, das ewige Leben. Im folgenden Satz erklärt Jesus selbst, was unter dem Begriff „ewiges Leben“ gemeint ist. Jesus sagt: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Erkennen meint hier mehr als nur ein Für-wahr-Halten einer Botschaft. Wenn Jesus hier von erkennen redet, dann meint er eine persönliche und innige Beziehung zu ihm und dem Vater. Aus dieser innigen Beziehung heraus erwachsen dann auch Taten.
Das können wir bei Jesus lernen. Durch die geistliche Einheit, die Jesus zum Vater hat, kann Jesus dessen Plan ausführen. Daher betet er: „Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue.“
Obwohl das Leiden Jesu und seine Kreuzigung und Auferstehung noch vor ihm liegen, betet Jesus hier so, als wäre das alles schon geschehen. Er ist sich sicher, dass er Gottes Plan erfüllen wird. Im Kapitel vorher hat er bereits in der Vergangenheitsform geredet: „Ich habe die Welt überwunden.“ Obwohl alles noch vor ihm liegt, blickt Jesus bereits jetzt dankbar auf das, was geschehen wird, zurück.
So dürfen auch wir Christen bereits jetzt dankbar sein für das, was uns nach unserem Tod auf dieser Erde erwartet. Wir wissen zwar nicht, wann die Stunde schlagen wird. Wir wissen aber: Jesus wird uns zu sich ziehen. (Johannes 12,32). Obwohl unser Tod noch vor uns liegt, können wir in das Lied aus dem evangelischen Gesangbuch Nummer 115 mit einstimmen:
In den folgenden Versen legt Jesus Rechenschaft ab. Er zählt auf, was er alles im Auftrag des Vaters getan hat. Die Jünger gehören dem Vater. Dieser hat sie Jesus gegeben. Jesus hat den Jüngern aufgezeigt, wie Gott ist. Er hat dabei den Jüngern stets die Worte gegeben, die er vom Vater empfangen hat. Auch hier wird die innige Einheit deutlich, die Jesus mit dem Vater pflegt.
Nachdem Jesus für sich gebetet hat, bittet er nun für die Jünger. Ganz bewusst distanziert er sich von der Welt. Wir können dieses Gebet auch auf uns Christen übertragen. Jesus bittet bis heute für alle Christen. (Hebräer 7,25). Er weiß, dass er nach seiner Kreuzigung und Auferstehung zum Vater zurückkehren wird. Daher betet er: „Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir.“
Jesus weiß, was es bedeutet, als Jünger allein in der Welt zurückgelassen zu werden. Da die Jünger, zu denen auch wir Christen gehören, zwar noch in der Welt leben, aber vom Vater aus der Welt herausgerufen wurden, werden wir von der Welt als Fremdkörper wahrgenommen. Oft führt dies zu Hass oder gar Verfolgung. In der Welt leben heißt u. a. im Hass der Welt zu leben. Wir in Deutschland erleben das vielleicht nicht ganz so extrem. Dennoch wird auch in Deutschland deutlich, dass der christliche Glaube zunehmend abgelehnt wird. Die Fürbitte Jesu zeigt, wie sehr er sich um seine Jünger sorgt und wie sehr er diese liebt. Der Auftrag Jesu „gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker“ (Matthäus 28,19) ist nicht einfach. Daher bittet Jesus beim Vater um Schutz und Bewahrung.
Wissen Sie, was die Stunde geschlagen hat? Ich muss zugeben, dass ich es oft nicht weiß. Ich weiß oft nicht, was genau der nächste Schritt ist. Ich weiß oft nicht, was genau ich als Nächstes tun sollte. Von Jesus möchte ich aber lernen, diese innige Gemeinschaft mit ihm und dem Vater immer wieder aufs Neue zu suchen. Mit Paulus will ich rufen: „Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid.“ (Epheser 6,10 Hoffnung für alle). Aus dieser innigen Gemeinschaft heraus will ich mich von Jesus leiten lassen. Aus dieser innigen Gemeinschaft heraus will ich der Welt die Worte wiedergeben, die Jesus mir gesagt hat, damit er und Gott verherrlicht werden.
Autor: Frank Fenske
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