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  • Mythos Marlboro Man: Warum das Tabakwerbeverbot im TV verpuffte

    2. Januar 1971: Start des Tabak-Werbeverbots im US-Rundfunk. Ein Trauertag für die mächtige Industrie? Nein! Geschickt passt sie sich an und scheffelt weiter Milliarden.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer:

    • wie Readers Digest den Rauchern schon Anfang der 1950er Jahren die Freude am Blauen Dunst verdirbt,
    • warum die Werbung mit dem "Marlboro Man" hochpolitisch ist,
    • was es mit der "Mittelmeer-Diät" auf sich hat,
    • wie ehemalige "Marlboro Männer" zu Anti-Tabak-Aktivisten werden,
    • wie das Werbeverbot im Fernsehen zum zahnlosen Tiger wird.

    Jahrzehntelang ist der "Marlboro Man" Symbol eines ganzen Zeitalters: für Freiheit, Männlichkeit und den amerikanischen Traum. Und für eine Industrie, die genau weiß, dass ihr Produkt tötet. Die aber jeden Hinweis darauf kleinredet.

    Debatten über die Gefahren von Zigaretten kommen nur langsam in Fahrt. Auch weil die Tabakindustrie viel dafür tut, sie kleinzuhalten. Im Jahr 1970 raucht etwa ein Drittel aller amerikanischen Ärzte. Man kann fast überall rauchen - außer vielleicht in der Nähe von Sprengstoff oder Benzin.

    Trotzdem werden auch die Gegenstimmen langsam präsenter. Schon in den späten 1960er Jahren laufen im Fernsehen die ersten Anti-Tabak-Kampagnen. Im März 1970 beschließt der US-Kongress ein neues Gesetz, das vorsieht, dass im gesamten US-Rundfunk keine Zigarettenwerbung mehr laufen darf.

    Am 2. Januar 1971 kurz vor Mitternacht ist es so weit: Ein Spot für Virginia Slims wird zur letzten Zigarettenwerbung im amerikanischen Fernsehen.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen:
    • Robert N. Proctor: Golden Holocaust. 2011
    • Barry Vacker: The Marlboro Man as a Twentieth Century David
    • Brown & Williamson Memo: Doubt is Our Product. 1981

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Medien - Werbung
    • Planet Wissen: Krankheiten - Krebs
    • Planet Wissen: Rauschmittel - Nikotin

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Erik Hlacer
    Redaktion: Matti Hesse
    Technik: Nicolas Dohle

    15 min
  • Hirohito: Der Kaiser mit der Micky-Maus-Armbanduhr

    Als die Japaner die Stimme von Kaiser Hirohito 1945 zum ersten Mal im Radio hören, ist er noch von überirdischer Herkunft. Am 1.1.1946 teilt der Herrscher mit, dass er doch kein Gott ist.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Heiner Wember:

    • mit welchem skurrilem Aufritt Hirohitos Vater das japanische Parlament verwirrt,
    • wie Hirohito den ersten Einsatz von Kamikaze-Fliegern kommentiert,
    • warum hunderte Japaner sich nach Hirohitos erster Radioansprache das Leben nehmen,
    • welches Souvenir Hirohito 1975 aus den USA mitnimmt.

    Im August 1945 läuft die amerikanische Flotte in den Tokioter Hafen ein. Der neue Herrscher kommt vom Himmel. Er fliegt ein: General Douglas MacArthur. Gott ist groß, doch MacArthur ist größer.

    Der hochgewachsene General in heller Uniform neben dem kleinen Gottkaiser Hirohito in strammer Haltung und schwarzem Anzug - ein symbolisches Foto, das um die Welt geht. MacArthur leitet als Oberkommandierender der Alliierten die Entwaffnung und Demokratisierung Japans. Der Tenno darf auf dem Thron bleiben.

    Ein symbolisches Staatsoberhaupt ohne jede Macht. Doch auf jede Göttlichkeit muss er verzichten. Am 1. Januar 1946 gibt er auf Druck der US-Amerikaner eine Erklärung ab. Die Botschaft: Gott ist auch nur ein Mensch. Oder andersrum: Dieser Mensch war nie ein Gott.

    62 Jahre lang sitzt Hirohito auf dem Thron, länger als jeder seiner vielen Vorgänger. 1989 stirbt er mit 87 Jahren an Krebs. Sein Sohn Akihito folgte ihm auf dem Thron. Und der verzichtet 2019 zu Gunsten seines Sohnes Naruhito auf den Thron.

    Das ist unser wichtigster Interviewpartner:
    • Dr. Takuma Melber, Historiker Universität Heidelberg

    Weiterführende Links:
    • Stichtag: 25. November 1921 - Japans Kronprinz Hirohito übernimmt die Regentschaft
    • Stichtag: 7. Dezember 1941 - Japanischer Angriff auf US-Flotte in Pearl Harbor
    • Planet Wissen: Die Geschichte Japans
    • Planet Wissen: Nationalsozialismus - Der Zweite Weltkrieg

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Heiner Wember
    Redaktion: Ronald Feisel und Frank Zirpins
    Technik: Moritz Raestrup

    15 min
  • Die Welt vor 500 Jahren: So war das Jahr 1525

    Das Jahr 1525 steht für eine Zeitenwende: Der Kapitalismus erstarkt, der Kaiser von China verbrennt seine Hochseeflotte, in Europa wütet der Bauernkrieg. Ein Jahr, das unser Leben bis heute prägt.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Pfaff:

    • wie die Renaissance der Menschheit eine große Umwälzung bringt, die heute auch kritisch gesehen wird
    • wie die Bauern ausgangs des 15. Jahrhunderts durch die Pest an Macht gewinnen,
    • wie der Habsburger König Karl V. durch Bestechung zum deutschen Kaiser gewählt wird,
    • wie in der Unterwerfung der "Neuen Welt" der Kapitalismus geboren wird.

    Vom endgültigen Untergang des Aztekenreichs über die Entscheidung in den deutschen Bauernkriegen bis hin zum Tod des reichsten Manns seiner Zeit - dies alles geschieht im Jahr 1525. Natürlich kann ein einzelnes Jahr nicht die Geschichte komplett verändern. Und doch lässt sich sagen: Das Jahr 1525 markiert eine Zeitenwende, die unsere Welt bis heute prägt.

    "Frühe Neuzeit" oder "Renaissance" nennen wir diese Epoche heute. Europa knüpft nach dem angeblich "dunklen" Mittelalter wieder an Traditionen der griechisch-römischen Antike an. Der Fortschrittsglaube beherrscht seitdem das westliche Denken - eine Denkrichtung, die im 21. Jahrhundert zunehmend kritisch gesehen wird.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Annette Kehnel, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, Universität Mannheim
    • Fabian Scheidler, Historiker und Autor
    • Fabian Scheidler: Das Ende der Megamaschine. 2024
    • Fabian Scheidler: Chaos - Das neue Zeitalter der Revolutionen. Wien 2018
    • Annette Kehnel: Wir konnten auch anders. München 2024
    • Sven Beckert: Kapitalismus - Geschichte einer Weltrevolution. Hamburg 2025
    • Winfried Schulze: Deutsche Geschichte im 16. Jahrhundert. Frankfurt 1987
    • Immanuel Wallerstein: Das moderne Weltsystem. Wien 2004
    • Silvia Federici: Caliban und die Hexe. Wien 2017

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Neuzeit - Bauernkrieg 1524-1526
    • Planet Wissen: Neuzeit - Renaissance
    • Planet Wissen: Völker - Die Azteken
    • Stichtag: 26. Februar 1525: Todestag von Cuauhtémoc
    • Planet Wissen: Globaler Handel Die Fugger - die ersten "Global Player" der Geschichte
    • Stichtag: 30. Dezember 1525: Jakob Fugger "der Reiche" stirbt in Augsburg
    • Zeitzeichen: 28.11.1820 - Geburtstag des Philosophen Friedrich Engels

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Thomas Pfaff
    Redaktion: David Rother
    Technik: Niko Söllner

    15 min
  • Das Lied ihres Lebens: Non, je ne regrette rien

    Am 30.12.1960 legt Édith Piaf im Pariser Olympia dem Publikum ihre Seele zu Füßen. Zum ersten Mal präsentiert die Sängerin ihre Lebenshymne "Non, je ne regrette rien".



    In diesem Zeitzeichen erzählt Christiane Kopka:

    • welche zwei Themen die Pariser Presse im Winter 1960 beherrschen,
    • warum Édith Piafs Konzerte für viele Franzosen weit mehr bedeuten als nur Musikgenuss,
    • warum Édith Piaf in einem Bordell aufwächst,
    • wie der Komponist Charles Dumont und der Texter Michel Vaucaire Édith Piaf das Chanson "Non, je ne regrette rien" ans Herz legen.

    Im Pariser Chanson-Tempel "Olympia" herrscht am Abend des 30. Dezember 1960 aufgeregte Spannung. Zweitausend sind gekommen, um sie noch einmal zu sehen: Édith Piaf, die Legende, Frankreichs musikalisches Nationalheiligtum.

    Die winzige Frau, die in einem schlichten schwarzen Kleid im Scheinwerferkegel auf der Bühne steht, ist erst 45. Doch sie sieht aus wie eine Greisin: mit dünnen Haaren, von Arthritis gequält und vom Krebs schwer gezeichnet. Die herzzerreißende Kraft ihrer Stimme aber hat sie nicht verloren.

    Das Chanson "Non, je ne regrette rien" ist das Lied ihres Lebens. Édith Piaf bereut nichts. Nicht die vielen Liebhaber, nicht die Exzesse und Ausschweifungen, die sie gesundheitlich ruiniert haben. Hätte sie sich nicht mehr schonen sollen, fragt sie ein Reporter kurz vor ihrem Tod.

    "Vielleicht, aber dann hätte ich dem Publikum nicht das gegeben, was ich ihm gegeben habe. Wenn ich etwas gebe, gebe ich ganz." Am Abend dieses 30. Dezember weiß Édith Piaf nicht, dass ihr nur noch 34 Monate zu leben bleiben. Doch sie hat sich längst mit dem Tod arrangiert.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Dr. Jens Rosteck, Musikwissenschaftler und Biograph
    • Édith Piaf: Mein Leben. Reinbek bei Hamburg 1966
    • Jens Rosteck: Édith Piaf. Hymne an das Leben. Berlin 2013

    Weiterführende Links:
    • Arte: Piaf - Ohne Liebe ist man nichts
    • Stichtag: 11. Oktober 1963 - Édith Piaf wird offiziell für tot erklärt

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Christiane Kopka
    Redaktion: Frank Zirpins
    Technik: Theo Kramer

    16 min
  • Die "Blutgräfin": Serienmörderin und Vorbild für Dracula?

    Sie soll hundertfach gemordet haben, um schön zu bleiben. Beweise gibt es nicht., trotzdem wird am 29.12.1610 Erzsébet Báthorys Schloss gestürmt, um ihr den Prozess zu machen.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler:

    • welch erschreckende Entdeckungen bei der Erstürmung des Schlosses der "Blutgräfin" angeblich gemacht werden,
    • mit welch uncharmanten Beinamen Erzsébet Báthory bedacht wird,
    • wie eine Ohrfeige die Mordlust der Gräfin geweckt haben soll,
    • warum Berichte von den Gräueltaten der Gräfin heute angezweifelt werden.

    Sie soll im Blut von bis zu 650 Jungfrauen gebadet haben - Gruselgeschichten wie diese brachten Erzsébet Báthory den Beinamen "Blutgräfin" ein und machten sie später womöglich zu einer der Vorlagen für Bram Stokers Romanfigur Dracula.

    Schon im März 1610 schreibt Georg Thurzó - der hohe Beamte, der später die Burg der Báthory stürmen lässt - wichtige Rechtsbeamte an: Er sei überzeugt, dass die Báthory unzählige junge Frauen auf grausame Art zu Tode gebracht hat. Es sollen Beweise gesammelt werden.

    Im Dezember 1610 wird das Schloss gestürmt. Die Gräfin wird vor Gericht gestellt. Seltsam ist, dass keines der Opfer namentlich genannt wird. Die Gräfin Báthory selbst wird im Prozess weder befragt, noch darf sie sich selbst äußern.

    Die Urteile sind fragwürdig. Der Diener, der vor allem bei der Entsorgung der Leichen geholfen haben soll, wird enthauptet und dann verbrannt. Drei weibliche Angestellte werden grausam gefoltert und lebendig verbrannt. Die Gräfin selbst, die angebliche Täterin, bekommt lediglich Hausarrest. Den Rest ihres Lebens muss sie auf ihrer Burg verbringen.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Kathrin Kompisch, Buchautorin und Historikerin
    • Michael Farin (Hg.): Heroine des Grauens. Wirken und Leben der Elisabeth Báthory in Briefen, Zeugenaussagen und Phantasiespielen. München 1989.

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Britische Schauergestalten - Graf Dracula
    • Planet Wissen: Fabelwesen - Vampire
    • Stichtag: 20. April 1912 - Bram Stoker stirbt in London

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    Autor: Marko Rösseler
    Redaktion: Carolin Rückl/Frank Zirpins
    Technik: Sarah Fitzek

    15 min
  • Der Burgos-Prozess: Als die ETA Franco vor der Welt blamierte

    ETA-Angeklagte drehen den Schauprozess um, prangern Folter an – und zwingen Franco, die Todesurteile vom 28.12.1970 unter weltweitem Druck zurückzunehmen.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Pfaff:

    • wie Francisco Franco in Spanien eine grausame Diktatur etabliert,
    • dass es in Spanien nach Kambodscha die meisten Massengräber gibt,
    • warum das Franco-Regime beim Burgos-Prozess internationale Presse zulässt,
    • wie der Prozess danach aus dem Ruder läuft,
    • warum die ETA nach dem Ende des Franco-Regimes ihre Waffen nicht abgibt.

    Mitte der 1960er Jahre regt sich in Spanien Widerstand gegen das Franco-Regime. Junge Basken gründen die Untergrundorganisation "Euskadi ta Askatasuna" ("Baskenland zur Freiheit"), kurz: ETA. Im Dezember 1970 werden 16 junge ETA-Aktivisten in der nordspanischen Stadt Burgos vor ein Militärgericht gestellt.

    Als sechs der Angeklagten zum Tod verurteilt werden, protestiert die Weltöffentlichkeit - von Picasso bis Sartre. Auch Papst Paul VI. fordert das erzkatholische Regime auf, die Urteile nicht zu vollstrecken. Ein Fiasko für Franco, der schon zwei Tage später öffentlich verkünden muss, die Todesstrafen zurückzunehmen.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Klaus Armbruster, Stadtführer
    • Raul Zelik, Politologe und Autor
    • Raul Zelik: "Das baskische Labyrinth", Radiofeature WDR und DLF 2007
    • Raul Zelik: Die Linke im Baskenland. Eine Einführung. Wien 2019

    Weiterführende Links:
    • Lexikon der politischen Strafprozesse: Der Burgos-Prozess
    • Baskultur-Info: Der Burgos-Prozess
    • Zeitzeichen 20.11.1975: Todestag des Diktators Francisco Franco
    • Zeitzeichen 06.12.1978: Das spanische Volk nimmt in einem Referendum die Verfassung an

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Thomas Pfaff
    Redaktion: Matti Hesse
    Technik: Jürgen Beiner

    15 min
  • Machtpolitik im Mittelalter: Ferdinand I.

    Ferdinand I. ist ein mächtiger Herrscher auf der iberischen Halbinsel. Er bekämpft die Muslime, verbündet sich mit ihnen - und lässt sie zahlen. Er stirbt am 27.12.1065.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Murat Kayı:

    • wie seine Familie und seine Frau die Macht Ferdinands fördern und einschränken,
    • was hinter Ferdinands Attacken gegen die muslimischen Reiche im Süden der spanischen Halbinsel steckt,
    • was Ferdinand mit der Überführung der Gebeine des heiligen Isidor aus dem muslimischen Sevilla in das christliche León bezweckt,
    • wie die Inschrift von Ferdinands Grab lautet.

    Wie sieht die Welt Ferdinands aus? Auf der Iberischen Halbinsel, dem heutigen Gebiet von Nordspanien und Teilen Portugals, gibt es eine Vielzahl christlicher Fürstentümer, eng verflochten durch ein enges Verwandtschaftsnetz. Die Aristokratie der Halbinsel ist im Grunde eine einzige große Familie - verbunden durch Ehen. Und Ferdinand hat seine Verwandten besiegt oder unterworfen.

    Der Süden der Halbinsel ist eine andere Welt. Hier blühen Poesie, Wissenschaft und Architektur. Muslime, Juden und Christen leben relativ friedlich zusammen. Das ist El-Andalus, auf dem Gebiet des heutigen Andalusien. Lange herrschte hier das Kalifat von Cordoba. Doch nun zerbricht es in mehr als 60 Fürstentümer. Diese Splitterreiche sind für Ferdinands Machthunger ein gefundenes Fressen.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Robert Friedrich (wissenschaftlicher Mitarbeiter, LMU München)
    • Mats Pfeifer (wissenschaftlicher Mitarbeiter, Otto-Friedrich-Universität Bamberg)
    • Georg Bossong: Das Maurische Spanien. München 2007
    • Nikolas Jaspert: Die Reconquista. München 2019

    Weiterführende Links:
    • ARD alpha: Andalusien - Spaniens mythischer Süden
    • BR-Podcast: Altes Arabien - Als Spanien arabisch war
    • ARD alpha: Córdoba - Von der Moschee zur Kathedrale

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    Autor: Murat Kayı
    Redaktion: Sefa Inci Suvak

    14 min
  • Wie die Betten zum Highway kamen: 100 Jahre Motel

    Parken, schlafen, weiterfahren - im Dezember 1925 öffnet in Kalifornien das erste Motel. Als perfekt passendes Übernachtungsangebot zum noch jungen Autoboom.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Martin Herzog:

    • wie Motels zum festen Bestandteil der amerikanischen Kultur werden,
    • was Henry Fords Model T "Tin Lizzy" damit zu tun hat,
    • warum Motels bei Touristen und Gangstern so beliebt sind,
    • warum sie nicht für die Ewigkeit gebaut werden,
    • wie eine Motel-Kette das größte Computernetzwerk neben dem Militär aufbaut.

    Ursprünglich heißt es "Milestone Inn", dann "Milestone Mo-Tel" und schließlich "Motel Inn": Im Dezember 1925 eröffnet Arthur Heinemann im kalifornischen San Luis Obispo die erste Unterkunft, die "Motel" im Namen trägt. Der Ort ist ideal, denn er liegt auf halbem Weg zwischen Los Angeles und San Francisco am Highway 101, der wichtigsten Verkehrsader zwischen den beiden Städten.

    Doch aus seinem Traum einer ganzen Motel-Kette wird nichts. Dafür kopieren andere sein Konzept. In den 1960er Jahren säumen knapp 61.000 Motels die Ausfallstraßen und Highways der USA. Am erfolgreichsten ist "Holiday Inn". Das Geheimnis des Erfolgs: gleicher Standard in allen Motels.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Jefferson Rogers, University of Tennessee at Martin
    • John A. Jakle, Keith A. Skulle, Jefferson S. Rogers: The Motel in America, London (USA) 1996

    Weiterführende Links:
    • Lyell Henry: Exposing the "Motel Menace". SCA Journal, Spring 2012, Vol. 29, No. 1
    • Zeitzeichen 16.06.1903: Gründung der Ford Motor Company

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    Autor: Martin Herzog
    Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak

    15 min
  • Raubzug in Westminster: Der legendäre Stein der Schotten

    Der "Stein des Schicksals" ist mit Legenden aufgeladen - und ein Symbol schottischer Unabhängigkeit. Am 25.12.1950 wird er geraubt - nicht zum ersten Mal.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:

    • warum Edward I. den Stein im Mittelalter nach London bringt,
    • dass seit mehr als 700 Jahren britische Monarchen auf dem Stein gekrönt werden,
    • dass es um den Stein ebenso lang Streit zwischen England und Schottland gibt,
    • warum dem Stein nachgesagt wird, er könne sprechen,
    • warum eine gruppe schottischer Studenten ihn im 20.Jahrhundert erst stehlen und dann zurückgeben.

    Eigentlich gehört der "Stone of Destiny" nach Schottland. Dort raubt ihn Edward I. im Mittelalter nach seiner Eroberung Schottlands und bringt ihn nach London. Die Westminster Abbey wird über Jahrhunderte seine neue Heimat. Hier wird er Zeuge vieler Krönungen englischer und britischer Monarchen.

    Trotzdem sind einige Schotten auch nach Jahrhunderten noch überzeugt: Der Stein gehört nicht nach London. Und so wird am 25. Dezember 1950 der mehr als 150 Kilogramm schwere Stein gestohlen. Doch bald darauf ist er wieder da, rechtzeitig zur Krönung von Elizabeth II.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Dauvit Broun, Universität Glasgow
    • Ian Hamilton: Stone of Destiny. Edinburgh 2008

    Weiterführende Links:
    • Stone of Destiny im Perth Museum
    • Zeitzeichen 06.02.1952: Elisabeth II. wird Königin
    • Zeitzeichen 16.11.1272: Todestag von Heinrich III., Vater von Edward I.

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    Autorin: Daniela Wakonigg
    Redaktion: Frank Zirpins
    Technik: Jürgen Mönkediek

    15 min
  • Jesus von Nazareth: Fakten, Mythen und eine Frage des Glaubens

    Am 24.12 wurde Jesus geboren. Nur wo - und in welchem Jahr? Und was ist wirklich historischer Fakt an der Weihnachtsgeschichte? Und warum berührt sie so viele Menschen?



    In diesem Zeitzeichen erzählt Uwe Schulz:

    • warum Jesus vermutlich vier bis sieben Jahre früher geboren wird,
    • dass er wohl nicht in einem Stall geboren wird,
    • weshalb König Herodes die Volkszählung eigentlich nicht befohlen haben kann,
    • welche Beweise es gibt, dass Jesus tatsächlich gelebt hat.

    Jesus ist eine der besser bezeugten Personen in der Antike. Dennoch weiß man heute immer noch nicht genau, wann und wie er gelebt hat. Die vier Evangelien der Bibel entstehen erst, als auch die letzten möglichen Augenzeugen schon lange tot sind. Sie sind Versuche, schriftlich festzuhalten, was die Zeitgenossen von Jesus erzählt haben.

    Ein halbes Jahrtausend nach Christus' Geburt rechnet ein Mönch in Rom nach, um endlich einen verbindlichen Termin zu finden - nicht für Weihnachten, sondern fürs Osterfest. Mit dem, was die Bibel und die Archive des Papstes hergeben, kalkuliert er. Und macht bei der Berechnung einen entscheidenden Fehler.

    Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
    • Prof. Simone Paganini, Bibeltheologe an der RWTH Aachen
    • Prof. Annette Merz, Universität Amsterdam/Groningen
    • apl. Prof. Wolfgang Reinbold, Ev.-luth. Landeskirche Hannover
    • Prof. em. Klaus Wengst, Ruhr-Universität Bochum
    • Hon. Prof. Roland Werner, Evangelische Hochschule Tabor
    • Prof. Luzia Sutter Rehmann, Universität Basel

    Weiterführende Links:
    • WDR: Die Religionen der Welt
    • Planet Wissen: Die Geschichte des Kalenders

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    Autor: Uwe Schulz
    Redaktion: Matti Hesse

    15 min

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