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  • Hitlers jüdische Prinzessin: Stephanie von Hohenlohe

    Sie wusste mit ihren Reizen zu spielen, wurde Hitlers Vertraute und spionierte für ihn - und das trotz ihrer jüdischen Herkunft: Die spätere Prinzessin von Hohenlohe Waldenburg-Schillingsfürst.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Edda Dammmüller:

    • wie aus einer jungen Frau aus einfachen Wiener Verhältnissen eine Prinzessin mit besten Kontakten wird,
    • weshalb sie für Hitler geheime Kanäle nach Großbritannien und in die USA eröffnet,
    • wie sie den britischen Medienmagnaten Lord Rothermere für politische Ziele gewinnt,
    • warum ihre geheime Mission nach London 1938 auffliegt,
    • wie sie selbst nach Haft und Internierung immer wieder neue einflussreiche Netzwerke aufbaut.

    Als Stephanie von Hohenlohe 1891 in Wien geboren wird, deutet wenig auf ihren späteren Aufstieg hin. Doch sie entwickelt ein außergewöhnliches Talent, Menschen für sich einzunehmen, und bewegt sich bald souverän in den höchsten Kreisen Europas.

    Zwischen den Weltkriegen knüpft sie Verbindungen zu Adligen, Politikern und Medienunternehmern. Schließlich wird sie zu einer wichtigen Mittlerin für das NS-Regime. Ihre Geschichte führt von Wien über London und Berlin bis in die USA und zeigt, wie sehr persönlicher Einfluss politische Entscheidungen beeinflussen kann.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Dr. habil. Karina Urbach (Historikerin, London)
    • Karina Urbach: Hitlers heimliche Helfer. Der Adel im Dienst der Macht. Darmstadt 2016

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Der Weg in den Zweiten Weltkrieg
    • Zeitzeichen 13.03.1938: Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich

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    Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Edda Dammmüller
    Redaktion: Sefa Inci Suvak

    15 min
  • Erster Schwarzer Staatsbürger Deutschlands: Mandenga Diek

    Dass Diek (geb. 15.9.1871) eingebürgert wird, ist im Kaiserreich eine absolute Ausnahme. Die Staatsbürgerschaft schützt ihn nicht vor Rassismus - nicht einmal in der eigenen Familie.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Franziska Rempe:

    • wie Mandenga Diek aus Kamerun nach Hamburg kommt,
    • weshalb seine Einbürgerung im Kaiserreich eine Ausnahme bleibt,
    • wie er sich trotz rassistischer Erfahrungen ein Leben in Deutschland aufbaut,
    • wie Diek sich für Schwarze Menschen in Deutschland engagiert,
    • welche Rolle ein Familienfoto nach dem Zweiten Weltkrieg bei einer Flucht spielt.

    Mandenga Diek reist 1891 aus Kamerun nach Hamburg. Er lernt Deutsch, absolviert eine Schusterlehre und beantragt schließlich die deutsche Staatsbürgerschaft. 1896 wird seinem Antrag stattgegeben. Nach heutigem Forschungsstand ist er damit der erste Schwarze Staatsbürger im Deutschen Kaiserreich.

    Diek engagiert sich in Vereinen, engagiert sich politisch für die Rechte Schwarzer und wird Teil einer wachsenden Schwarzen Community. Doch das NS-Regime beendet das bürgerliche Leben von Diek und seiner Familie - und entzieht ihnen schließlich die Staatsbürgerschaft. Bald darauf wird ein Familienfoto wird zum Schlüssel für das Überleben der Angehörigen.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Abenaa Adomako (Urenkelin von Mandenga Diek)
    • Katharina Oguntoye: Schwarze Wurzeln. Afro-deutsche Familiengeschichten von 1884 bis 1950. Leipzig 2020

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    Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Franziska Rempe
    Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak

    15 min
  • Dante Alighieri: Wie die Hölle den Dichter unsterblich macht

    Wir sagen: Keine Angst vor Dante! Wer war der Dichter, der die Hölle beschrieb wie kein Zweiter und bis heute nach dem Sinn des Lebens fragen lässt?



    In diesem Zeitzeichen erzählt Maren Gottschalk:

    • wie Dante trotz Verbannung, Armut und Exil sein bedeutendstes Werk vollendet,
    • warum die Figur der Beatrice zum Mittelpunkt seiner Dichtung wird,
    • weshalb die "Göttliche Komödie" weit mehr ist als eine Geschichte über die Hölle,
    • wie Dante mit seinem Werk das Italienische als Schriftsprache begründet,
    • warum seine Bilder von Himmel und Hölle Künstler bis in die Gegenwart inspirieren.

    Dante Alighieri wächst in Florenz auf, wird Politiker, Dichter und Gelehrter. Seine Lebensgeschichte bleibt in vielem rätselhaft, denn er stellt sein Werk konsequent über die eigene Biografie. Besonders die Gestalt der Beatrice prägt seine Dichtung und wird zur treibenden Kraft seiner literarischen Welt.

    Nach seiner Verbannung aus Florenz lebt Dante viele Jahre im Exil. In dieser Zeit entsteht die "Comedia", die später als "Göttliche Komödie" berühmt wird. Die Vision einer Reise durch Jenseits, Läuterung und Paradies macht das Werk zu einem Meilenstein der Weltliteratur.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Winfried Wehle (Romanist, Literaturwissenschaftler und Feuilletonist, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Dante-Gesellschaft)
    • Franziska Meier: Besuch in der Hölle. Dantes Göttliche Komödie. Biographie eines Jahrtausendbuchs. München 2021
    • Ulrich Prill: Dante. Stuttgart 1999
    • Dante Alighieri: Die göttliche Komödie. Köln 1979

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: Die Zünfte entmachten den Adel in Florenz (im Jahr 1293)
    • Deutsche Dante-Gesellschaft
    • Europeana: Werke von Dante Alighieri

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    Autorin: Maren Gottschalk
    Redaktion: Ronald Feisel und Matti Hesse
    Technik: Sascha Schiemann

    15 min
  • Dante Alighieri: Wie die Hölle einen Dichter unsterblich macht

    Keine Angst vor Dante (gestorben am 14.9.1321): Wer war der Dichter, der die Hölle beschrieb wie kein Zweiter und bis heute nach dem Sinn des Lebens fragen lässt?



    In diesem Zeitzeichen erzählt Maren Gottschalk:

    • wie Dante trotz Verbannung, Armut und Exil sein bedeutendstes Werk vollendet,
    • warum die Figur der Beatrice zum Mittelpunkt seiner Dichtung wird,
    • weshalb die "Göttliche Komödie" weit mehr ist als eine Geschichte über die Hölle,
    • wie Dante mit seinem Werk das Italienische als Schriftsprache begründet,
    • warum seine Bilder von Himmel und Hölle Künstler bis in die Gegenwart inspirieren.

    Dante Alighieri wächst in Florenz auf, wird Politiker, Dichter und Gelehrter. Seine Lebensgeschichte bleibt in vielem rätselhaft, denn er stellt sein Werk konsequent über die eigene Biografie. Besonders die Gestalt der Beatrice prägt seine Dichtung und wird zur treibenden Kraft seiner literarischen Welt.

    Nach seiner Verbannung aus Florenz lebt Dante viele Jahre im Exil. In dieser Zeit entsteht die "Comedia", die später als "Göttliche Komödie" berühmt wird. Die Vision einer Reise durch Jenseits, Läuterung und Paradies macht das Werk zu einem Meilenstein der Weltliteratur.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Winfried Wehle (Romanist, Literaturwissenschaftler und Feuilletonist, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Dante-Gesellschaft)
    • Franziska Meier: Besuch in der Hölle. Dantes Göttliche Komödie. Biographie eines Jahrtausendbuchs. München 2021
    • Ulrich Prill: Dante. Stuttgart 1999
    • Dante Alighieri: Die göttliche Komödie. Köln 1979

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: Die Zünfte entmachten den Adel in Florenz (im Jahr 1293)
    • Deutsche Dante-Gesellschaft
    • Europeana: Werke von Dante Alighieri

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    Autorin: Maren Gottschalk
    Redaktion: Ronald Feisel und Matti Hesse
    Technik: Sascha Schiemann

    15 min
  • Albert Einstein und Mileva Marić: Eine Lovestory ohne Happy End

    1896 beginnt die Liebesgeschichte von Mileva Marić und Albert Einstein. Sie forschen gemeinsam. Dann zerbricht die Beziehung: ihre Liebesbriefe enthüllen Geheimnisse.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner:

    • wie ein sensationeller Brieffund 1986 völlig neue Einblicke in Einsteins Privatleben liefert,
    • warum Mileva Marić zu den ersten Physikstudentinnen im deutschsprachigen Raum gehört,
    • welches lange verborgene Familiengeheimnis erst durch die Liebesbriefe bekannt wird,
    • weshalb Milevas Anteil an Einsteins wissenschaftlichem Werk bis heute umstritten ist,
    • mit welcher Taktik Mileva bei der Scheidung ihre Zukunft absichert.

    Albert Einstein und Mileva Marić lernen sich 1896 am Polytechnikum in Zürich kennen. Aus einem zunächst fachlichen Austausch über Physik und Mathematik entwickelt sich eine intensive Liebesbeziehung. Die erhaltenen Briefe zeigen zwei junge Menschen, die gemeinsam diskutieren, musizieren und von einer Zukunft als gleichberechtigte Partner träumen.

    Doch auf die unbeschwerte Studienzeit folgen Rückschläge, familiäre Widerstände und zunehmende Spannungen. Während Einstein wissenschaftlich immer erfolgreicher wird, verändert sich das Verhältnis der beiden grundlegend. Erst Jahrzehnte später ermöglichen die wiederentdeckten Briefe einen neuen Blick auf ihre Beziehung.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Anne-Kathrin Kilg-Meyer (Autorin und Scheidungsanwältin)
    • Anne-Kathrin Kilg-Meyer: Wie sich Mileva Einstein Alberts Nobelpreisgeld sicherte. München 2025
    • Albert Einstein und Mileva Marić: Am Sonntag küss ich Dich mündlich. Die Liebesbriefe 1897-1903. München 1992

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen 24.03.1934: Albert Einstein wird die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt
    • Zeitzeichen 09.07.1955: Das Russell-Einstein-Manifest wird veröffentlicht
    • Bayern 2: Mileva Marić - Die Frau hinter Einsteins Relativitätstheorie?

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    Die Macherin und der Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Martina Meißner
    Redaktion: Matti Hesse

    15 min
  • Das wahre "Danish Girl": Transgender-Pionierin Lili Elbe

    Für einen weiblichen Körper riskiert die Malerin ihr Leben: Als eine der ersten unterzieht sie sich einer Geschlechtsangleichung. Am 12.9.1931 stirbt sie als Lili Elbe.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Claudia Friedrich:

    • wie Einar Wegener wegen eines abgesagten Termins in Frauenkleider schlüpft,
    • wie Einar seiner Frau als Lili Modell sitzt,
    • von der dramatischen Wandlung, die Einar Wegener durchlebt,
    • welchen Einfluss das Medizinwissen Anfang des 20. Jahrhunderts auf Lili Elbe hat.

    Für den Gynäkologen Kurt Warnekros ist der Fall Ende der 1920er Jahre klar. Der dänische Maler Einar Wegener, der vor ihm steht, ist in seinen Augen intergeschlechtlich. Geboren mit den Merkmalen beider Geschlechter.

    Warnekros ist wohl der Erste, der sagt: Ich kann Ihnen helfen, eine Frau zu werden. Er lädt Einar Wegener in die Dresdner Frauenklinik ein. Einar ist außer sich vor Glück. Dieser Mann bedeutet für ihn Rettung, mehr noch: Erlösung.

    Im April 1930 bezieht Lili Elbe ein Einzelzimmer in der Frauenklinik. Vor ihr liegt ein Marathon an Eingriffen. Kurt Warnekros glückt die vollständige Geschlechtsangleichung. Sie gilt als eine der ersten Transitionen weltweit.

    Im Sommer 1931 folgt eine weitere Operation in Dresden. In der heutigen Forschung bestehen Zweifel über die Art des Eingriffs. Eine Gebärmuttertransplantation? Das Modellieren einer Scheidenplastik? Die Operation jedenfalls überlebt Lili Elbe nur um ein paar Wochen. Sie stirbt am Vormittag des 12. Septembers 1931 in der Klinik.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Dr. Marina Lienert, Institut für Geschichte der Medizin, Dresden
    • Lili Elbe: Ein Mensch wechselt sein Geschlecht. Eine Lebensbeichte. Aus hinterlassenen Papieren. Niels Hoyer (Hg.). Dresden 1932
    • Hélène Allatini: Il at Elle. (IN Mosaïques. S. 198 bis 237.) Éditions de la Nouvelle Revue Critique (N.R.C.) Paris 1939
    • Benno Gammerl: Queer. Eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute. München 2023

    Weiterführende Links:
    • Institut für Geschichte der Medizin, Dresden
    • Planet Wissen: Gendermedizin: Warum Männer und Frauen unterschiedlich behandelt werden müssen
    • Planet Wissen: Ostdeutschland - Geschichte der Stadt Dresden

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Claudia Friedrich
    Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Inçi Suvak

    15 min
  • Die Saudi-Connection: Verheimlichte Spuren von 9/11

    Am 11.9.2001 erschüttert Terror die USA und die Welt. Die meisten der Attentäter kommen aus Saudi-Arabien - doch das Land steht zunächst nicht im Fokus des "Kriegs gegen den Terror".



    In diesem Zeitzeichen erzählt Nikolaus Steiner:

    • wieso Saudi-Arabien in Verdacht gerät, etwas mit den Anschlägen zu tun zu haben,
    • warum eine Überlebende der Darstellung der US-Regierung zu den Anschlägen nicht glaubt,
    • warum viele hundert Angehörige von Opfern Saudi-Arabien auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagen,
    • welche Rolle das saudische Ministerium für islamische Angelegenheiten gespielt haben könnte.

    Am Morgen des 11. Septembers 2001 kapern 19 Attentäter fast zeitgleich vier Passagierflugzeuge in den USA. Sie stürmen die Cockpits und übernehmen die Steuerung. Eine Maschine lenken sie in den Nordturm des New Yorker World Trade Center, eine zweite Maschine in den Südturm. Ein dritter Jet stürzt ins Washingtoner Pentagon, den Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums.

    Eine vierte Maschine ist offenbar ebenfalls auf dem Weg nach Washington D.C., als Passagiere versuchen, ins Cockpit einzudringen. Aber kurz bevor sie die Attentäter überwältigen können, steuern diese das Flugzeug Richtung Boden. Die Maschine stürzt auf offenem Feld ab.

    2.977 Menschen sterben an diesem Tag, auch die 19 Attentäter. Mehr als 6.000 Menschen werden verletzt.

    Weil 15 der 19 Attentäter aus Saudi-Arabien stammen, taucht bald die Frage auf, ob das Königreich bei den Anschlägen seine Finger im Spiel hat. Viele Fragen zur Rolle Saudi-Arabiens sind bis heute unbeantwortet, was auch an der besonderen Beziehung zwischen den USA und Saudi-Arabien liegen könnte. Es geht um Öl und Geopolitik.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Sharon Premoli, Autorin und Überlebende der Anschläge
    • Kenneth Williams, ehemaliger FBI-Ermittler
    • Daniel Benjamin, ehem. Anti-Terror-Koordinator im US-Außenministerium
    • Die "28 Seiten" aus der Joint Inquiry into Intelligence Community Activities before and after the Terrorist Attacks of September 11, 2001
    • Bericht der 9/11-Kommission (2004) über die Terroranschläge
    • Akten zur FBI-internen Ermittlung “Operation Encore" (freigegeben 2021)
    • Urteil des Bezirksrichters George B. Daniels (2025)

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: New York - Die Terroranschläge vom 11. September 2001
    • Planet Wissen: Naher und Mittlerer Osten - Geschichte des Irans seit 1900
    • Planet Wissen: US-Präsidenten - George H.W. Bush und George W. Bush

    Unser Hörtipp:
    • Podcast "Dark Matters" - Geheimnisse der Geheimdienste: Sonderstaffel "Staatsgeheimnis 9/11"

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Nikolaus Steiner
    Redaktion: David Rother
    Technik: Steffen Jahn

    16 min
  • Frieden in Europa: Deutschland tritt dem Völkerbund bei

    Nach dem Ersten Weltkrieg ist Deutschland isoliert. Außenminister Stresemann erreicht mit dem Beitritt zum Völkerbund am 10.9.1926 die Rückkehr auf die Bühne Europas.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner:

    • welches Ziel der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Völkerbund hat,
    • wie Gustav Stresemann aus ehemaligen Kriegsgegnern wichtige Verhandlungspartner macht,
    • weshalb er im eigenen Land von rechts wie von links angegriffen wird,
    • wie die Verträge von Locarno Deutschlands Weg zurück in die internationale Politik ebnen,
    • warum Historiker heute in Stresemanns Politik ein frühes Modell europäischer Zusammenarbeit sehen.

    Nach dem Ersten Weltkrieg scheint eine Annäherung zwischen Deutschland und den Siegermächten kaum vorstellbar. Der Versailler Vertrag belastet die Beziehungen, die Ruhrbesetzung verschärft die Spannungen zusätzlich. Trotzdem setzt Gustav Stresemann als deutscher Außenminister auf Verständigung statt Konfrontation.

    Sein Engagement hat Erfolg: Im September 1926 wird Deutschland Mitglied im Völkerbund und erhält einen ständigen Sitz im wichtigsten Gremium der Organisation. Acht Jahre nach der Niederlage des deutschen Kaiserreichs ist das Land als Weimarer Republik wieder als gleichberechtigter Partner in der internationalen Politik vertreten.

    Das ist unser wichtigster Interviewpartner:
    • Andreas Rödder (Historiker Uni Mainz)

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen 10.05.1878: Gustav Stresemann wird geboren
    • Stichtag 28.06.1919: Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet
    • Zeitwort 11.01.1923: Französische und belgische Truppen besetzen das Ruhrgebiet
    • DLF Nova: Folgen des Ersten Weltkriegs – Die Verträge von Locarno 1925

    Tipp: Parallel zum Start der 5.Staffel von Babylon Berlin in der ARD-Mediathek gibt es auch das Babylon Berlin Game „Eine Nacht im Moka Efti: Eine Babylon Berlin Story“, kostenlos downloadbar über Steam (für Desktop)

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    Autor: Martina Meißner
    Redaktion: Carolin Rückl und David Rother
    Technik: Moritz Raestrup

    15 min
  • Der blutige Attica-Gefängnisaufstand 1971: Was geschah wirklich?

    Im September 1971 bringen fast 1300 Häftlinge das Gefängnis Attica unter ihre Kontrolle. Nach fünf Tagen stürmt die Polizei das Gefängnis - mit fatalen Folgen. Was wirklich geschah, wird jahrzehntelang vertuscht.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Kolja Sand:

    • welche Zustände 1971 im Attica-Gefängnis herrschen und wie brutal Häftlinge behandelt werden,
    • wie aus einem chaotischen Aufruhr ein organisierter Protest von mehr als 1.200 Gefangenen wird,
    • welche Rolle Häftling Don Noble und Wärter Michael Smith während der Geiselnahme spielen,
    • wie die Polizei beim Sturm des Gefängnisses 38 Menschen durch Schüsse tötet,
    • welche Falschmeldungen anschließend von der Polizei in Umlauf gebracht werden.

    Der Gefängnisaufstand von Attica zählt zu den folgenreichsten Ereignissen der US-Justizgeschichte. Die Gefangenen protestieren gegen Überbelegung, mangelhafte medizinische Versorgung und Misshandlungen. Nach Beginn des Aufstands übernehmen sie Teile des Gefängnisses und treten mit konkreten Forderungen an die Öffentlichkeit.

    Fünf Tage lang richten sich die Blicke des ganzen Landes auf das Gefängnis. Journalisten, Politiker und Vermittler verfolgen die Verhandlungen, während die Situation zunehmend außer Kontrolle gerät. Als Sicherheitskräfte eingreifen, endet die Konfrontation in einem Blutbad. Die Folgen beschäftigen Gerichte, Historiker und Betroffene noch Jahrzehnte später.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Heather Ann Thompson (Historikerin)
    • Heather Ann Thompson: Blood in the Water. The Attica Prison Uprising of 1971 and Its Legacy. New York 2016
    • Tom Wicker: A Time to Die. The Attica Prison Revolt. New York 1975

    Weiterführende Links:
    • Panorama: Meuterei und Blutbad in Attica (Beitrag vom 20.09.1971)
    • Spiegel: Gefängnisse - Lieber sterben (19.09.1971)
    • ZDF: Überleben hinter Gittern - Doku-Serie über Gefängnisse der Welt

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    Autor: Kolja Sand
    Redaktion: Matti Hesse

    15 min
  • Die Schlacht bei Marathon und die Legende vom Läufer

    490 v. Chr. rennt ein Läufer nach dem Sieg von Marathon nach Athen und stirbt. Aus der Legende entsteht ein Mythos von Freiheit - und ein weltberühmter Lauf.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:

    • was die antike Schlacht mit dem beliebten Marathonlauf zu tun hat,
    • wie gut Griechen und Perser eigentlich verbunden sind,
    • warum es trotzdem zum Angriff der Perser gegen die Griechen kommt,
    • wieso die Schlacht bei Marathon lange Zeit als Kampf für die Freiheit des Abendlandes gesehen wird.

    Im September 490 vor Christus brennt die Sonne glutheiß auf die fast baumlose Ebene von Marathon, rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen. Vor der Küste aus Sand und Sümpfen landen Hunderte persische Schiffe. Beladen mit Pferden, Reitern und Bogenschützen.
    10.000 Athener, unterstützt von 1.000 Plataiern, stellen sich zur Schlacht auf. An der Küste warten die zahlenmäßig weit überlegenen Perser. Zwischen ihnen die Ebene von Marathon. Unter dem Pfeilhagel der Perser stürmen die Athener plötzlich in voller Rüstung auf die Gegner zu.

    Die Athener treiben die Perser zurück auf ihre Schiffe, mit denen sie flüchten und direkt auf Athen zusteuern. Die Athener aber eilen ebenfalls dorthin zurück. Und es gelingt ihnen, früher dort anzukommen. Als die Perser dies erkennen, wenden sie ihre Schiffe und kehren zurück nach Asien.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Dr. Angela Ganter, Althistorikerin, Universität Regensburg
    • Prof. Dr. Raimund Schulz, Althistoriker, Universität Bielefeld
    • Raimund Schulz: Die Perserkriege, Berlin-Boston 2017
    • Angela Ganter: Griechische Geschichte, München 2024
    • Wolfgang Will: Die Perserkriege, München 2019
    • Karl-Joachim Hölkeskamp: Marathon - vom Monument zum Mythos, in: Gab es das griechische Wunder?, hrsg. von D. Papenfuß, V. M. Strocka, Mainz 2001

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Übersicht: Antike
    • Zeitzeichen: 02.10.0480 v. Chr. - Ende der Seeschlacht bei Salamis
    • Zeitzeichen: 04.08.0465 v. Chr. Todestag des persischen Großkönigs Xerxes

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    Autorin: Marfa Heimbach
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    15 min

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