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  • 30 Jahre Mord an Tupac Shakur: Vom Ballettschüler zur Rap-Ikone

    Als Sohn einer Black-Panther-Aktivistin wird er zur Stimme des Hip-Hop. 30 Jahre nach den Schüssen gibt es nun ein Urteil im Fall 2Pac.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer:

    • mit welchen letzten Worten Tupac einen Polizisten beleidigt,
    • auf wen Tupacs Name zurückgeht,
    • welche Lücke zwischen Gesetzen und Wirklichkeit in der afroamerikanischen Bevölkerung klafft,
    • wie Tupac die Härte des Gangsta-Rap mit Poesie, politischer Wut und großer Verletzlichkeit verbindet,
    • wie der Streit zwischen Tupac und Biggie zum Motor ihrer Karrieren wird.

    Am 7. September 1996 besucht der Rapper Tupac in Las Vegas einen Boxkampf seines Freundes Mike Tyson. In der Lobby gerät Tupac in eine Prügelei mit Orlando Anderson, einem Mitglied der South Side Compton Crips. Tupac schlägt ihn nieder. Zwei Stunden später sitzt er als Beifahrer im Wagen seines Label-Managers Suge Night. An einer roten Ampel fallen Schüsse.

    Suge Night wird am Kopf gestreift, Tupac treffen die Schüsse am Arm, am Bein und in der Brust. Sechs Tage später stirbt er an den Folgen. Sechs Monate später wird auch The Notorious B.I.G, genannt Biggie, erschossen. Zwischen Tupac und Biggie herrscht ein jahrelanger Streit. Bis heute ranken sich Mythen und Verschwörungstheorien um beide Morde.

    Orlando Anderson gilt als wahrscheinlichster Mörder Tupacs. Doch er wird nie angeklagt und stirbt selbst zwei Jahre später bei einer Schießerei. Dass der Fall nie vollständig aufgeklärt wird, liegt auch am sogenannten Code of the Streets - dem ungeschrieben Gesetz in den benachteiligten Vierteln Amerikas: Wer mit der Polizei redet, gilt als Verräter.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Jan Kawelke, Musikjournalist und Hip-Hop-Experte
    • Staci Robinson: Tupac Shakur: The Authorized Biography. 2023
    • Rolling Stone: Die letzten Tage im Leben von Tupac Shakur

    Unser Hörtipp: Rap liebt Politik. Und Politik liebt Rap. Vassili Golod und unser Interviewpartner Jan Kawelke sprechen und streiten über diese Liebesgeschichte. Es geht um Menschen mit einer Stimme, um Menschen mit Macht: COSMO Machiavelli - Rap und Politik

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Musikmetropole New York

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Erik Hlacer
    Redaktion: Matti Hesse

    15 min
  • Bayerns Robin Hood: Räuber Matthias "Hiasl" Klostermayr

    Den einen ist er ein Volksheld, den anderen ein Verbrecher: Matthias Klostermayr raubt, wildert - und versorgt die Bauern mit Fleisch. Am 3.9.1771 wird er hingerichtet.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler:

    • woher Klostermeiers Spitzname Hiasl stammt,
    • wie Matthias Klostermeier zum Wilddieb wird,
    • warum Landwirte Klostermeiers Dienste gerne in Anspruch nehmen,
    • wie Klostermeier und seine Bande von Wilddieben zu Räubern und Mördern werden.

    Für die einen ist er ein Volksheld, eine Art Robin Hood, für die anderen ein Verbrecher. Und so ein wenig Recht haben bei diesem Streit um den Bayerischen Hiasl wahrscheinlich beide Seiten. Schon als Junge kann Matthias Klostermeier hervorragend schießen. Schon früh erlegt er seinen ersten Hirsch. Nun darf nicht jeder einfach Hirsche schießen. Jagen darf damals nur der Adel und der hohe Klerus.

    Klostermeier und seine Anhänger sind jedoch davon überzeugt, dass sie ein Recht auf das freie Wild haben. Und schon bald beschränkt Klostermeier sich nicht mehr auf das Wildern. Die Hiasl-Bande raubt und plündert, überfällt Forst- und Wirtshäuser. Es gibt Tote.

    Im Dezember 1770 macht sich eine militärische Expedition auf die Suche nach dem Hiasl und seiner Bande. Am 14. Januar 1771 wird der Hiasl festgenommen. Er verpfeift alle seine Komplizen und Helfer und gesteht Räubereien, Landfriedensbrüche und Totschläge.

    Am 6. September 1771 wird Matthias Klostermeier hingerichtet - wobei der Henker mit großem Einfallsreichtum zu verschiedenen, äußerst brutalen Mitteln greift.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Barbara Kurz vom historischen Förderverein Bayerischer Hiasl Kissing e.V.
    • Hans Schelle: Der bayerische Hiasl. Lebensbild eines Volkshelden (Rosenheimer Raritäten). Rosenheim 1991

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Tier und Mensch - Jagd
    • Planet Wissen: Verbrechen - Räuber
    • Planet Wissen: Das Zeitalter des Barock

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Marko Rösseler
    Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse
    Technik: Sarah Fitzek

    15 min
  • Der seltsame Fall des Monsieur Fouquet

    Ein rauschendes Fest in Vaux-le-Vicomte, ein Musketier und ein royaler Politthriller: Am 5. September 1661 lässt Ludwig XIV. seinen Finanzminister Nicolas Fouquet verhaften - der Auftakt zu einem spektakulären Schauprozess.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vormweg:

    • wie Nicolas Fouquet mit Vaux-le-Vicomte das damals beeindruckendste Schloss Frankreichs errichten lässt,
    • welche Rolle Jean-Baptiste Colbert beim politischen Sturz des Finanzministers spielt,
    • weshalb ausgerechnet D’Artagnan den einst mächtigen Minister festnimmt,
    • wie Fouquets Künstler und Ideen später Versailles prägen.

    Nicolas Fouquet steigt als Angehöriger des Amtsadels bis an die Spitze der französischen Finanzverwaltung auf. Mit Reichtum, Einfluss und einem spektakulären Schloss demonstriert er seine Stellung am Hof. Nach dem Tod Kardinal Mazarins hofft er auf weiteren politischen Aufstieg. Doch der junge Ludwig XIV. verfolgt eigene Pläne und will die Macht stärker in seiner Person bündeln.

    Während Frankreich unter gewaltigen Schulden leidet, wächst das Misstrauen des Königs gegenüber seinem Finanzminister. Hinter den Kulissen arbeitet ein Netzwerk aus Rivalen, Informanten und politischen Gegnern an Fouquets Sturz. Aus einem Machtkampf wird eines der spektakulärsten Gerichtsverfahren der französischen Geschichte, dessen Folgen weit über die Person des Ministers hinausreichen.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Dr. Christine Howald (Fouquet-Expertin, stellvertretende Direktorin des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin)
    • Christine Howald: Der Fall Nicolas Fouquet. Mäzenatentum als Mittel politischer Selbstdarstellung 1653-1661. Berlin 2011
    • Lothar Schilling: Das Jahrhundert Ludwigs XIV. Frankreich im Grand Siècle 1598-1715. Darmstadt 2010
    • Olivier Bernier und Manfred Allié: Ludwig XIV. Eine Biographie. Zürich 1989
    • Leonhard Horowski: Die Belagerung des Thrones. Machtstrukturen und Karrieremechanismen am Hof von Frankreich 1661-1789. Ostfildern-Ruit 2012
    • Uwe Schultz: Der Herrscher von Versailles. Ludwig XIV. und seine Zeit. München 2006

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Ludwig XIV. – der "Sonnenkönig"
    • Zeitzeichen 13.04.1655: "Der Staat bin ich": Der Satz, der nie gesagt wurde

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Christoph Vormweg
    Redaktion: Emily Jeuckens, Frank Zirpins
    Technik: Thomas Bleul

    14 min
  • Mit entführter Crew auf See: Kapitän Jürgen Rickmers

    Wie viele Kapitäne seiner Zeit verliert Rickmers seine Crew an den Goldrausch. Wie viele entführt er sich eine neue - und überlebt mit ihr am 4.9.1851 knapp einen Taifun.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Finia Zoé Dienst:

    • welche Geheimnisse 2011 in einer alten Seekiste auf Föhr entdeckt werden,
    • wie Kapitän Jürgen Rickmers im amerikanischen Bürgerkrieg zum Blockadebrecher wird,
    • was Shanghaien bedeutet und wie brutal sich dieses Anheuern von Menschen im 19. Jahrhundert entwickelt,
    • welcher fatale Zusammenhang zwischen Shanghaien und US-Recht besteht,
    • was der Untergang der Titanic mit dem Verbot des Shanghaiens zu tun hat.

    Jürgen Rickmers wächst auf Föhr auf, fährt schon als Jugendlicher zur See und wird früh Kapitän. Seine Reisen führen ihn in eine Welt des Umbruchs: Auswandererschiffe, Goldsucher, Bürgerkrieg und Fernhandel bestimmen seinen Alltag. Er greift dabei auch auf das Shanghaien zurück.

    Am 4. September 1851 überlebt Rückmers einen Taifun vor Hongkong. Danach feiert er diesen Tag jedes Jahr als seinen kleinen Geburtstag. Das Glück bleibt ihm treu: Mit 39 Jahren zieht er sich als wohlhabender Mann zurück. Er wird Dorfvorsteher auf Föhr, betreibt Ahnenforschung und kümmert sich um das Gemeinwohl. 1907 stirbt er mit 82 Jahren.

    Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
    • Bente Faust (Ururenkel von Jürgen Rickmers)
    • Felix Schürmann (Historiker, u.a. mit Schwerpunkt der maritimen Geschichte)

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: 14. April 1912 - Die Titanic kollidiert mit einem Eisberg
    • Planet Wissen: Naturgewalten - Stürme
    • Planet Wissen: Geschichte der Schifffahrt
    • Podcast: Jürgen Rickmers - Durch die Stürme des 19. Jahrhunderts

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    Autorin: Finia Zoé Dienst
    Redaktion: Carolin Rückl und David Rother
    Technik: Sascha Schiemann

    14 min
  • San Marino: Standhaft gegenüber Napoleon, jahrhundertelang frei

    Der Legende nach gründet Marinus seine Republik am 3.9.301. Er vermacht sie seinen Anhängern unter einer Bedingung: Sich niemals von Kirche und Königen abhängig zu machen.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe:

    • was San Marino und Kempen im Allgäu gemeinsam haben,
    • worin der Politiker Giovanni Vito Marcucci eines der Erfolgsrezepte San Marinos sieht,
    • dass die meisten Italiener kaum etwas über den Mikro-Staat im eigenen Land wissen,
    • wodurch der Präsident des nationalen Bankenverbands unter Druck gerät,
    • warum der US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln ein Glückwunschtelegramm nach San Marino schickt.

    Im Jahr 301 flieht der dalmatinische Steinmetz Marinus im Zuge der römischen Christenverfolgung in die schützende Unwegsamkeit des Monte Titano im Gebiet der heutigen Apenninen. Damals ist die Gegend noch karg und arm. Nichts deutet auf den künftigen Wohlstand und Reichtum hin. Marinus errichtet aus dem Kalkstein des Monte Titano zunächst eine Kapelle. Die Urzelle des späteren San Marino.

    Immer mehr Menschen schließen sich dem gläubigen Steinmetz an und bauen einfache Steinhütten. Der Bischof von Rimini weiht Marinus schließlich zum Diakon, und nachdem dieser dann der Legende nach auch noch den Lieblingssohn der Landesherrin rettet, bekommt er aus Dankbarkeit zunächst den Monte Titano geschenkt und wird später als San Marinus heiliggesprochen.
    Auf seinem Sterbebett soll Marinus seinen Gefolgsleuten im Jahr 366 den Monte Titano mit der Bedingung vermacht haben, sich niemals von der Kirche oder von Königen abhängig zu machen. Das gelingt San Marino ziemlich gut.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Dr. Thomas Weller, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz
    • Lisa Weiß, Korrespondentin ARD-Studio Rom
    • Friedrich Kochwasser: San Marino - die älteste und kleinste Republik der Welt. Herrenalb/Schwarzwald 1961
    • Phoenix: Europas Kleinstaaten Teil 5 - San Marino - Berg der braven Bürger. 2014

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Religion - Heiligenverehrung
    • Planet Wissen: Religion - Christentum

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    Autor: Burkhard Hupe
    Redaktion: Carolin Rückl und David Rother

    15 min
  • Großer Brand von London: Eine Katastrophe wird nationaler Mythos

    Ab dem 2.9.1666 brennt London vier Tage lang. Die Stadt liegt in Asche, Hunderttausende sind obdachlos - doch in Erinnerung bleiben nicht Chaos und Zerstörung.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer:

    • wodurch das große Feuer zusätzlich beschleunigt wird,
    • wie Bürgermeister Thomas Bludworth die Lage unterschätzt,
    • mit welcher Entscheidung König Charles II. eine noch weitere Ausbreitung des Feuers verhindert,
    • warum der Augenzeuge Samuel Pepys ein Stück Parmesankäse im Garten vergräbt.

    In der Nacht zum 2. September 1666 bricht in einer Londoner Bäckerei ein verheerender Brand aus. Drei Tage wütet das Feuer im Herzen der Stadt und legt nicht nur etwa 13.000 Häuser und Gebäude in Schutt und Asche, sondern auch annähernd 90 Kirchen. Fast die gesamte Stadt nördlich der Themse liegt in qualmenden Trümmern.

    Mehr als 100.000 Menschen verlieren ihr Zuhause und hausen in selbstgebauten Zelten und Hütten vor den Toren der Stadt. Wie durch ein Wunder kommen bei dem Inferno wohl nur wenige Menschen ums Leben - in vielen Berichten ist von sechs oder neun die Rede.

    Für einen kurzen Moment steht nach der Katastrophe das öffentliche Leben in London still - doch kaum sind die letzten Brandnester gelöscht, beginnen die Aufräumarbeiten - in atemberaubender Geschwindigkeit errichten die Londoner ihre Stadt neu, diesmal aus Stein und Ziegeln und nicht mit leicht entflammbarem Holz.

    Das ist unsere wichtigste Quelle:
    • Jacob Field: London, Londoners and the Great Fire of 1666. London 2017

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Metropolen - Geschichte der Stadt London
    • Zeitzeichen: 12.07.1679: König Charles II. genehmigt das Gesetz "Habeas Corpus"
    • Stichtag: 15. Juli 2007 - Vor 345 Jahren: Charles II. konstituiert die Royal Society
    • Zeitzeichen: 18.07.64 n.Chr.: Der Brand von Rom
    • Planet Wissen: Organisationen - Feuerwehr

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Herwig Katzer
    Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins

    15 min
  • Vom Khanat zum Zarenreich: Die russische Eroberung Sibiriens

    Am 1.9.1581 zieht der Kosak Jermak Timofejew mit einem Söldner-Trupp los Richtung Sibirien. Aus einem Streit unter Nachbarn wird die Eroberung eines halben Kontinents.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen:

    • wie eine kleine Söldnertruppe den Startschuss für die Eroberung eines halben Kontinents gibt,
    • weshalb Pelze für Moskau wertvoller sind als Gold,
    • warum Zar Iwan IV. den Feldzug zunächst ablehnt und später belohnt,
    • wie Kosaken innerhalb weniger Jahrzehnte bis an den Pazifik gelangen,
    • welche Folgen die Expansion für die indigenen Völker Sibiriens hat.

    13 Millionen Quadratkilometer, endlose Wälder, gewaltige Flüsse und enorme Rohstoffvorkommen: Sibirien scheint heute untrennbar mit Russland verbunden. Doch Ende des 16. Jahrhunderts ist die Region noch kein Teil des russischen Reiches. Als der Kosakenführer Jermak im Auftrag der Kaufmannsfamilie Stroganow nach Osten zieht, beginnt eine Entwicklung von historischer Tragweite.

    Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Interessen. Das begehrte "weiche Gold" der Pelze treibt Händler, Abenteurer und Herrscher an. Aus einzelnen Forts entlang großer Flüsse wächst ein Netz russischer Macht, das sich innerhalb weniger Generationen bis an den Pazifik ausdehnt. Die Geschichte dieser Landnahme ist zugleich eine Geschichte von Entdeckungen, Härten, Widerstand und kolonialer Gewalt.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Sören Urbansky (Historiker)
    • Alexander Etkind: Internal Colonisation. Russia’s Imperial Experience. Cambridge 2011
    • Marina Mogilner et al.: A New Imperial History of Northern Eurasia, 600-1700. From Russian to Global History. Bloomsbury 2025
    • Dittmar Dahlmann: Sibirien. Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Brill 2009
    • Basil Dmytryshyn: Russia’s Conquest of Siberia 1558-1700. A Documentary Record. Oregon 1985
    • Sören Urbansky und Martin Wagner: China und Russland. Kurze Geschichte einer langen Beziehung. Berlin 2025

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen 04.04.1558: Kolonisierung Sibiriens beginnt
    • Planet Wisen: Sibirien

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Uli Hufen
    Redaktion: Sefa Inci Suvak, Christoph Tiegel

    15 min
  • Vitus Bering: Wie der Entdecker Asien klar von Amerika trennte

    Getauft wird der Däne Vitus Bering im August 1681. Seine Expeditionen in russischem Auftrag erschließen den Nordpazifik. Die letzte endet tödlich auf einer einsamen Insel.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Andrea Kath:

    • wie ein dänischer Seemann in russischen Diensten zum Leiter gewaltiger Forschungsreisen wird,
    • warum die Suche nach einer Verbindung zwischen Asien und Amerika Zar Peter den Großen antreibt,
    • weshalb Georg Wilhelm Steller und Vitus Bering auf Alaska-Kurs heftig aneinandergeraten,
    • mit welchem logistischen Kraftakt Tausende Menschen ganz Sibirien durchqueren,
    • wie eine Expedition in den Nordpazifik in einer Katastrophe endet und Geschichte schreibt.

    Die Namen Beringsee, Beringstraße und Beringinsel sind bis heute bekannt. Der Mann dahinter gerät dagegen lange Zeit fast in Vergessenheit. Dabei führt ihn sein Weg von Dänemark über die russische Marine bis an die Grenzen der damals bekannten Welt.

    Die Zweite Kamtschatka-Expedition wird Bering berühmt machen. Nach Jahren der Vorbereitung erreicht seine Mannschaft 1741 die Küste Alaskas. An Bord kommt es zum Konflikt zwischen dem vorsichtigen Expeditionsleiter und dem ehrgeizigen Naturforscher Georg Wilhelm Steller. Auf der Rückreise schlagen Stürme, Krankheit und Hunger zu. Die Folgen prägen die Geschichte des Nordpazifiks weit über Berings Tod hinaus.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Gudrun Bucher (Sachbuchautorin, Ethnologin und Historikerin, Universität Tübingen)
    • Heike Heklau (Biologin, stellvertretende Vorsitzende der Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft, Halle)
    • Gudrun Bucher: Die Entdeckung des Nordpazifiks. Eine Geschichte in 44 Objekten. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 2017
    • Orcutt Frost: Bering. The Russian Discovery of America. Yale University Press. New Haven/London 2003
    • Georg Wilhelm Steller: Die Entdeckung Alaskas mit Kapitän Bering. Von Sibirien nach Amerika 1741-1742. Lenningen 2013

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen 19.12.1741: Todestag von Vitus Bering
    • Planet Wissen: Bering-Straße
    • Internationale Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft e.V.

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    Autorin: Andrea Kath
    Redaktion: Christoph Tiegel, Sefa Inci Suvak
    Technik: Sarah Fitzek

    15 min
  • Als Rom am größten war: Ein Reich von Britannien bis Persien

    Als "bester Fürst" wird Roms Kaiser Trajan verehrt - unter ihm erreicht das Imperium im Jahr 116 seine größte Ausdehnung. Der Erfolg ist nur von kurzer Dauer - und genießen kann Trajan ihn auch nicht.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Helene Pawlitzki:

    • warum Expansion für die Römer als nahezu selbstverständliches Staatsziel gilt,
    • weshalb manche Gebiete für Rom attraktiv sind und andere bewusst außerhalb des Imperiums bleiben sollen,
    • wie Handel, Infrastruktur und Alltagskultur das Leben in den Provinzen verändern,
    • warum die Eroberungen Trajans zwar spektakulär, aber nur schwer dauerhaft zu sichern sind,
    • weshalb Kaiser Trajan noch Jahrhunderte nach seinem Tod als vorbildlicher Kaiser gilt.

    Als Kaiser Trajan im Jahr 116 den Persischen Golf erreicht, scheint die römische Expansion ihren Höhepunkt gefunden zu haben. Für viele Zeitgenossen erfüllt sich damit ein Anspruch, der tief in der römischen Selbstwahrnehmung verwurzelt ist: die Herrschaft über die bekannte Welt.

    Doch Größe hat ihren Preis. Die Versorgung der Legionen, die Verwaltung entfernter Provinzen und wiederkehrende Aufstände zeigen die Grenzen römischer Macht. Gerade in dem Moment, als das Imperium seine größte Ausdehnung erreicht, wird deutlich, wie schwierig es ist, ein solches Reich dauerhaft zusammenzuhalten.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Dr. phil. Jörg Fündling (Althistoriker an der RWTH Aachen)
    • Tilmann Bechert (Hg.): Die Provinzen des Römischen Reiches. Einführung und Überblick. Mainz 1999
    • Jörg Fündling: Kaiser von morgens bis abends. Ein Tag an der Spitze des Römischen Reichs. Darmstadt 2009

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen 08.08.117: Der römische Kaiser Trajan stirbt
    • Zeitzeichen 27.10.97: Kaiser Nerva adoptiert Trajan

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    Autorin: Helene Pawlitzki
    Redaktion: Hildegard Schulte, Frank Zirpins

    15 min
  • Der erste Rockstar ist ein Country-Musiker: Hank Williams

    Mit "Hey, good lookin'" erobert Hank Williams am 29.8.1951 die Spitze der Country-Charts. Der Song macht ihn zum Super-Star. Zwei Jahre vor seinem tragisch frühen Tod.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Christopher Heimer:

    • wie ein Straßenmusiker namens Rufus Payne den jungen Hank Williams musikalisch prägt,
    • warum er Themen wie Herzschmerz, Schuld und Scheitern in den Country bringt,
    • wie seine einfachen Drei-Akkord-Songs Generationen von Rockmusikern beeinflussen,
    • wie viele Coverversionen es von "Hey, Good Lookin'" gibt,
    • weshalb sein Tod auf dem Rücksitz eines Cadillac den Mythos Hank Williams bis heute verstärkt.

    Der erste Rockstar der Musikgeschichte trägt weder Lederjacke noch Sonnenbrille – er ist ein dürrer Schlaks mit Cowboyhut und weißen Maßanzügen. Hank Williams wird nur 29 Jahre alt, doch er beeinflusst mit seinem Country auf der Akustikgitarre Musiker von Elvis Presley bis Bruce Springsteen. Für Bob Dylan hat er die "Regeln des poetischen Songwritings" verfasst.

    Als "Hey, Good Lookin'" die Spitze der Billboard-Country-Charts erreicht, steht Hank Williams auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Doch hinter dem Erfolg stehen gesundheitliche Probleme, Alkoholmissbrauch und ein Leben unter Dauerstress. Als der Musiker an Neujahr 1953 stirbt, beginnt die Legendenbildung um sein Leben.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Stefan Kleinkrieg (Musiker, Gründungsmitglied von Extrabreit)
    • Colin Escott: I Saw The Light. The Story of Hank Williams. London 2015
    • Mark Ribowsky: Hank. New York 2017

    Weiterführende Links:
    • ARD Sounds: Southern Discomfort in Hank Williams' Country - Südstaaten-Blues
    • WDR3: Götz Alsmann zu Hank Williams und anderen

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    Autor: Christopher Heimer
    Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse

    15 min

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Adoptivbrüder – mit Hannes & Jeremy by DASDING, Hannes & Jeremy

Adoptivbrüder – mit Hannes & Jeremy

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