
Sign up to save your podcasts
Or


Über den Gast:
Gerhard Hacker ist Senior Manager Healthcare bei CANCOM. Das IT-Dienstleistungs- und Digitalisierungshaus beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich und der Schweiz und unterstützt Unternehmen unter anderem bei Infrastruktur-, Security-, Cloud- und Digitalisierungsprojekten. Gerhard Hacker berät seit vielen Jahren Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen zu den Themen IT-Sicherheit, Digitalisierung und Compliance.
Gastgeber:
Christian Lueg und Philipp Plum
Schwerpunkte und Inhalte der Episode:
Bedrohungslage im Gesundheitswesen: Krankenhäuser zählen zu den attraktivsten Zielen für Cyberkriminelle. Der Grund: offene Strukturen, komplexe IT-Landschaften, zahlreiche medizinische Geräte und besonders wertvolle Gesundheitsdaten. Laut einer ESET-Umfrage unter 165 Gesundheitsbetrieben berichteten 16 Prozent der Befragten von Angriffen mit relevanten Betriebsunterbrechungen innerhalb der vergangenen zwölf Monate.
_Wenn Angriffe den Klinikbetrieb bedrohen: _Am Beispiel eines Emotet-Angriffs erläutert Gerhard Hacker, welche Folgen ein erfolgreicher Cyberangriff haben kann. Neben klassischen IT-Systemen müssen auch zahlreiche Medizingeräte überprüft werden, da kompromittierte Systeme im schlimmsten Fall Auswirkungen auf die Patientenversorgung haben können.
Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG): Das Krankenhauszukunftsgesetz hat nach Einschätzung des Experten viele Kliniken dabei unterstützt, ihre technische Infrastruktur und Cyberabwehr zu modernisieren. Gleichzeitig kritisiert Hacker, dass nicht alle geförderten Lösungen auch tatsächlich vollständig implementiert und genutzt werden.
Warum Unikliniken besondere Herausforderungen haben: Universitätskliniken vereinen Krankenhausbetrieb, Forschung und Lehre unter einem Dach. Internationale Kooperationen, wechselnde Nutzergruppen und eine deutlich größere Anzahl an Systemen und Geräten schaffen zusätzliche Angriffsflächen und erhöhen die Komplexität der Sicherheitsanforderungen.
Der Mensch bleibt das größte Einfallstor: Phishing-Mails, unsichere Kommunikationswege oder der Umgang mit gefundenen USB-Sticks gehören weiterhin zu den häufigsten Ursachen erfolgreicher Angriffe. Gleichzeitig stehen medizinische Fachkräfte oft unter hohem Zeitdruck und haben naturgemäß andere Prioritäten als IT-Sicherheit.
Medizingeräte und veraltete Systeme: Viele medizinische Geräte sind über Jahre oder sogar Jahrzehnte im Einsatz. Da Betriebssystem-Updates häufig aufwendig oder regulatorisch schwierig sind, entstehen zusätzliche Risiken. Netzwerksegmentierung und virtuelle Sicherheitsmaßnahmen gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung.
_Notfallpläne und Krisenmanagement: _Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie Kliniken auf Cybervorfälle vorbereitet sind. Notfallpläne existieren zwar häufig, werden jedoch nach Ansicht des Experten noch viel zu selten realitätsnah getestet. Gerade im 24/7-Betrieb eines Krankenhauses seien regelmäßige Übungen entscheidend.
NIS2 und regulatorische Anforderungen: Auch die Umsetzung von NIS2 beschäftigt viele Gesundheitseinrichtungen. Die größte Herausforderung besteht oft darin, den eigenen Reifegrad zu bestimmen und einen pragmatischen Umsetzungsplan zu entwickeln. Viele Kliniken verfügen bereits über wichtige Grundlagen, müssen diese jedoch strukturiert weiterentwickeln.
Künstliche Intelligenz im Krankenhaus: KI wird bereits heute in zahlreichen Bereichen eingesetzt, von der Bilddiagnostik bis zur automatisierten Erstellung von Arztbriefen. Gleichzeitig warnt der Experte davor, KI-Lösungen ohne klare Governance- und Sicherheitskonzepte einzuführen.
Die Zukunft der Cybersecurity im Gesundheitswesen: Als größte Herausforderungen nennt Hacker die zunehmende Professionalisierung der Angreifer und neue Technologien wie Quantencomputing. Gleichzeitig sieht er große Chancen, die Sicherheit durch moderne Technologien, spezialisierte Dienstleister und eine stärkere Sensibilisierung der Mitarbeiter nachhaltig zu verbessern.
Für wen ist diese Folge besonders relevant?
Weiterführende Links:
ESET im Gesundheitswesen:
CANCOM Healthcare:
ESET MDR (Managed Detection and Response):
NIS2-Richtlinie bei ESET:
Studie „IT-Sicherheit im Gesundheitswesen" von ESET und Techconsult:
Über die Gäste:
Heiko Hähnel ist Technischer Leiter beim IT-Dienstleister der ICN GmbH & Co. KG. Seit mehr als 25 Jahren begleitet er Unternehmen bei der Planung, dem Betrieb und der Weiterentwicklung ihrer IT-Infrastruktur und IT-Sicherheit. ICN übernimmt für viele mittelständische Unternehmen die Rolle einer externen IT-Abteilung.
Gastgeber:
Schwerpunkte und Inhalte der Episode:
Moderne Pflege ist mobil: Tablets und Smartphones gehören heute zum Arbeitsalltag vieler Pflegekräfte. Wunddokumentationen, Vitaldaten oder Pflegeberichte werden direkt vor Ort digital erfasst und automatisch in die Patientenakte übertragen. Das spart Zeit, reduziert Fehlerquellen und verbessert die Dokumentationsqualität.
_Die IT wächst mit dem Unternehmen: _neio ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Mit der steigenden Zahl an Mitarbeitern, Standorten und Endgeräten erhöht sich auch die Komplexität der IT-Landschaft. Gemeinsam mit ICN wurde die bestehende Infrastruktur modernisiert und schrittweise sicherer gemacht.
Sensible Daten erfordern besondere Schutzmaßnahmen: Pflegeeinrichtungen verarbeiten täglich hochsensible Gesundheitsdaten. Entsprechend wichtig sind Datenschutz, Verschlüsselung, Endpoint-Schutz und die Kontrolle möglicher Einfallstore, insbesondere bei mobilen Geräten und Cloud-Anwendungen.
_Cyber-Awareness bleibt eine Herausforderung: _Viele Pflegekräfte arbeiten vor allem mit Fachanwendungen und haben IT-Sicherheit nicht als Teil ihrer beruflichen Ausbildung kennengelernt. Deshalb setzen neio und ICN zunehmend auf Sensibilisierung, Schulungen und praxisnahe Awareness-Maßnahmen.
Ratschläge für Pflegeeinrichtungen: IT-Sicherheit ernst nehmen, auch als kleiner Betrieb. Nicht mit einzelnen Produkten starten, sondern mit einer Strategie. Gemeinsam mit einem erfahrenen Partner lassen sich Risiken bewerten und sinnvolle Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen.
Für wen ist diese Folge besonders relevant?
• Geschäftsführer und Entscheider in Pflegeeinrichtungen
Case Study: https://eset2nd.my.salesforce.com/sfc/p/#0Y000001lCTe/a/P50000054PTD/JQRh3J5OHjwpmQJ8ODLHhG9.pB6xDW73gpfgyQ_D5Dk
Shownotes
Über die Gäste:
Gastgeber:
Schwerpunkte und Inhalte der Episode:
Bedrohungslage im Gesundheitswesen: Krankenhäuser gehören zu den Hauptzielen für Cyberangriffe, allen voran Ransomware. Eine ESET-Umfrage unter 165 Gesundheitsbetrieben, davon 58 Krankenhäusern, bestätigt die größten Sorgen: Ransomware, Fachkräftemangel und mangelnde Cyber-Awareness der Mitarbeiter. Im Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist Phishing die häufigste Bedrohung, wird aber zuverlässig von den eigenen Systemen herausgefiltert.
Vom Einstiegspaket zu Managed Detection and Response: Das Klinikum ist vom kleinsten ESET-Paket auf ESET MDR Ultimate umgestiegen. Angesichts des Personalmangels lässt sich ein durchgehender 24/7-Betrieb mit zwei Sicherheitsverantwortlichen intern nicht stemmen – das MDR-Team aus Jena übernimmt die laufende Überwachung. Bei dringenden Vorfällen erfolgt ein direkter Anruf, ansonsten laufen Hinweise als Ticket ein, und einmal im Monat gibt es ein gemeinsames Gespräch samt Report.
Medizingeräte als Sonderfall im Netzwerk: Anders als klassische PCs verhalten sich Medizingeräte oft untypisch, was die Bewertung von „normalem" und „auffälligem" Netzwerkverhalten erschwert. Das Klinikum setzt auf eine fein justierte Netzwerksegmentierung; Hersteller sichern ihre Geräte teils mit eigener Firewall ab. Eine bleibende Schwachstelle: Updates, die per USB-Stick eingespielt werden – das Bild vom Ritter in voller Rüstung, den der Pfeil im Sichtschlitz trifft.
_Schatten-IT und überraschende Funde:_MDR macht sichtbar, was im Haus an nicht freigegebener Software auftaucht. Ein Beispiel: eine medizinische Software mit integriertem Telegram-Bot, bei dem zunächst alle Alarmglocken schrillten – nach Rücksprache mit dem Entwickler stellte sich der Einsatz als legitim heraus.
Compliance als echter Sicherheitsgewinn:Ähnlich wie damals die DSGVO bringt auch NIS2 trotz Aufwand einen klaren Mehrwert – als Argumentationshilfe für notwendige Investitionen und als Schub für die eigene Sicherheit. Im Umgang mit den intimsten Daten überhaupt, den Patientendaten, ein entscheidender Faktor.
Aufgenommen auf der ESET World 2026: Diese Folge ist live auf der ESET World 2026 entstanden, der internationalen Sicherheitskonferenz von ESET vom 18. bis 21. Mai 2026 im JW Marriott Hotel in Berlin. Unter dem Motto „Together for Cyber Resilience" trafen sich CISOs, Security-Analysten, SOC-Teams, IT-Entscheider und Threat-Researcher aus aller Welt, um über aktuelle Entwicklungen der Cyberabwehr, KI-gestützte Angriffstechniken, geopolitische Cyberkonflikte und den Schutz kritischer Infrastrukturen zu sprechen. Tony Liersch hielt vor Ort einen Vortrag darüber, wie sich IT-Sicherheit gegenüber der Geschäftsführung greifbar machen lässt – und wie man Entscheider für Cybersecurity und die tägliche Arbeit der IT-Teams sensibilisiert.
Für wen ist diese Folge besonders relevant?
Weiterführende Links:
Mehr zu ESET MDR: https://www.eset.com/de/business/services/managed-detection-and-response/
In dieser Folge von „WeTalkSecurity“ geht es um nachhaltige IT, Refurbishment und die Frage, wie sich IT-Sicherheit, Ressourcenschonung und professionelle Wiederaufbereitung von Hardware miteinander verbinden lassen. Philipp Plum spricht in Ettlingen mit Mike Reif von der afb social & green IT über den Lebenszyklus gebrauchter Business-IT, zertifizierte Datenlöschung, Sicherheitsanforderungen beim Refurbishment sowie darüber, warum refurbished Geräte längst mehr sind als nur eine günstige Alternative zu Neugeräten.
** Über den Gast**:
Mike Reif ist seit 2024 Mitglied der Geschäftsführung der afb gGmbH und verantwortet die Bereiche Einkauf und Vertrieb. Seine Karriere bei afb begann 2022 als Global Manager Sales. Mike Reif bringt 30 Jahre Vertriebs-Erfahrung in der IT-Branche mit. Vor seiner Zeit bei afb war er zuletzt bei einem mittelständischen Bürologistik-Dienstleister beschäftigt. Dort entwickelte er erfolgreich ein IT-Hardware-Portfolio und führte ergänzend ein klimaneutrales Sortiment als private Label ein.
Gastgeber:
Philipp Plum
Schwerpunkte und Inhalte der Episode:
Nachhaltigkeit durch IT-Refurbishment:
Windows-10-Ende & Auswirkungen auf gebrauchte Hardware:
Wie professionelles Refurbishment funktioniert:
Datensicherheit & zertifizierte Löschung:
IT-Sicherheit auf refurbished Geräten:
Refurbished-IT im Unternehmens- und Behördenumfeld:
Ersatzteile, Aufrüstung & Wiederverwertung:
Vorurteile gegenüber Gebrauchtgeräten:
Zertifizierungen & Qualitätsstandards:
Für wen ist diese Folge besonders relevant?
IT-Verantwortliche & Nachhaltigkeitsbeauftragte
Weiterführende Links:
In dieser Folge von „WeTalkSecurity" geht es um Threat Intelligence: was sich hinter dem Begriff verbirgt, wie Unternehmen davon profitieren, welche Rolle APT-Gruppen und geopolitische Konflikte dabei spielen – und warum Datenqualität wichtiger ist als Datenmenge. Philipp Plum spricht mit Steffen Schmidt, Manager of Sales Engineering bei ESET, darüber, wie Rohdaten und Telemetrie in verwertbare Bedrohungsinformationen verwandelt werden, was Datafeeds und APT-Reports leisten, welche Einstiegshürden bei der Implementierung bestehen und wie KI bzw. Machine Learning die Analyse von Bedrohungslagen künftig weiter vereinfachen wird.
Über den Gast:
Gastgeber:
Schwerpunkte und Inhalte der Episode:
Woher kommen die Daten?: ESET generiert Telemetrie aus weltweit installierten Endpoints, aus Honeypot-Systemen und über drei globale Malware Research Center. Unternehmen außerhalb der IT-Security-Branche können solche Daten nicht selbst generieren – genau hier liegt der Mehrwert eines spezialisierten Anbieters.
APT-Gruppen und geopolitische Dimension: Staatlich gesponserte Angreifer (Advanced Persistent Threats, APTs) verfolgen gezielt Ziele in Behörden, Unternehmen und kritischer Infrastruktur. Am Beispiel der Ukraine – wo ESET Marktführer ist – zeigt sich, wie Cyberoperationen eng mit geopolitischen Ereignissen verknüpft sind: von Spionage und Datenabfluss bis hin zu gezielter Sabotage von Energieversorgung und Industrieanlagen.
Datafeeds und APT-Reports: ESET bietet zwei Hauptformen der Threat Intelligence: maschinenlesbare Datafeeds (u. a. für Firewall- und SIEM-Systeme) sowie lesbare APT-Reports (6–8 pro Monat, von strategischer bis technischer Ebene). Die Reports richten sich an Zielgruppen vom CISO bis zum SOC-Analysten und beinhalten Informationen zu eingesetzten Techniken, Schwachstellen und Indicators of Compromise (IoCs).
Confidence und Datenaktualität: Qualität schlägt Quantität: ESET setzt auf hochwertige, deduplizierte Daten mit klarer Konfidenz-Bewertung. Informationen haben ein maximales Aktualitätsfenster von 48 Stunden – danach verlieren sie an Relevanz, da sich Angreiferinfrastruktur kontinuierlich verändert.
KI und Machine Learning: Ohne automatisierte Auswertung wären die täglich anfallenden Hunderte Millionen Datenpunkte nicht handhabbar. Machine Learning ist die technische Basis für Deduplizierung, Konfidenz-Bewertung und Kontextualisierung. Neu: Der ESET AI Advisor ermöglicht es, aus abstrakten Fragen zur Bedrohungslage in Minuten konkrete, handlungsorientierte Antworten zu generieren – inklusive Regelvorschlägen für Schutzsysteme.
Einstiegshürden und Implementierung: Entscheidend ist die Frage, wie Threat Intelligence konsumiert wird – ob auf Firewall-Ebene (IP/Domain-Blocking), im SIEM oder als APT-Report. Ein Multi-Vendor-Ansatz bei den Intelligence-Quellen wird empfohlen, um regional blinde Flecken zu vermeiden. ESET hat besondere Stärken in Osteuropa; andere Anbieter decken andere Regionen ab.
Für wen ist diese Folge besonders relevant?
Weiterführende Links:
In dieser Folge von „WeTalkSecurity“ geht es um Cyberversicherungen: warum sie für Unternehmen immer relevanter werden, was sie tatsächlich leisten, wo typische Ausschlüsse liegen und weshalb es im Schadenfall häufig zu Streit kommt. Christian Lueg spricht mit Dr. Jens Eckhardt über die aktuelle Bedrohungslage durch Cyberkriminalität, die wirtschaftlichen Risiken von Cyberangriffen, rechtliche Rahmenbedingungen wie BSI-Gesetz, DSGVO und DORA sowie darüber, worauf Unternehmen beim Abschluss und bei der Prüfung bestehender Policen unbedingt achten sollten. Außerdem: Anforderungen der Versicherer an die IT-Sicherheit, Erfahrungen aus der Schadenpraxis, Ransomware, Social Engineering und die Frage, wie sich der Markt für Cyberversicherungen weiterentwickeln wird.
Über den Gast:
Gastgeber:
Schwerpunkte und Inhalte der Episode:
Warum Cyberversicherungen an Bedeutung gewinnen: Neben der finanziellen Absicherung spielen Unterstützungsleistungen eine zentrale Rolle: Incident Response, IT-Forensik, rechtliche Beratung, Krisen-PR und Unterstützung bei Meldepflichten. Viele Unternehmen sind organisatorisch nicht auf Cyberkrisen vorbereitet.
Was Cyberversicherungen typischerweise abdecken: Je nach Police u. a. Kosten für Forensik und Wiederherstellung, Management von Datenschutzverletzungen, System- und Wiederbeschaffungskosten, erhöhte Betriebskosten sowie teilweise Schäden aus Betriebsunterbrechungen. Entscheidend ist immer der konkrete Versicherungsvertrag.
Grenzen & Ausschlüsse: Häufig nicht oder nur eingeschränkt gedeckt sind Social-Engineering-Betrug, Reputationsschäden, Verlust von Geschäftsgeheimnissen oder geistigem Eigentum sowie bestimmte staatliche oder „kriegerische“ Angriffe. Die genaue Definition des versicherten „Cybervorfalls“ ist zentral.
Typische Streitpunkte in der Schadenregulierung:
Anforderungen der Versicherer an die IT-Sicherheit:
Für wen ist diese Folge besonders relevant?
Besondere Empfehlungen aus der Folge:
Weiterführende Links:
In dieser Folge sprechen Philipp Plum und Ildiko Bruhns über sicheres Online-Shopping in der Weihnachtszeit – von Fakeshops und Phishing bis hin zu Passworthygiene, 2-Faktor-Authentifizierung und sinnvollen Geräteeinstellungen. Außerdem geht’s um Einkäufe für Kinder (erstes Smartphone/Tablet, Konsolen & Spiele): Was Eltern beachten sollten, welche Jugendschutzeinstellungen helfen und warum Kommunikation wichtiger ist als Technik. Zum Mitnehmen gibt’s praxisnahe Checks, Tool-Tipps und Ideen für familienfreundliche Regeln.
Gäste:
Gastgeber: Philipp Plum
Schwerpunkte und Inhalte der Episode
Weihnachtsshopping: bequem, aber mit Köpfchen
Ein Großteil der Geschenke wird online gekauft – Bequemlichkeit trifft Risiko. Fehlt die persönliche Beratung, müssen Käufer selbst genauer hinsehen: Anbieter prüfen, Impressum lesen, Widerruf/Retourenbedingungen checken und bei „zu gut, um wahr zu sein“-Deals skeptisch bleiben.
Fakeshops & Phishing: so entlarvt ihr Fallen
Paketdienst-Phishing (DPD/DHL) ist inzwischen täuschend echt – E-Mails und Login-Seiten wirken professionell, Fehler sind selten. Absenderdomain aufdecken, Links nicht blind tippen und verdächtige URLs mit Linkcheckern prüfen; Bewertungen (z. B. Trusted Shops) helfen, unseriöse Händler zu erkennen.
Homoglyph-Tricks & Social Ads
Kriminelle missbrauchen ähnlich aussehende Zeichen („rn“ ≈ „m“) in Domains – auf dem Handy kaum zu erkennen. Auch Social-Media-Ads pushen vermeintliche Schnäppchen, die anderswo für einen Bruchteil auftauchen. Daher: URL genau prüfen, Preisvergleiche machen, Misstrauen bewahren.
Grundhygiene: starke Passwörter, 2FA & sauberes Netz
Lange, einzigartige Passwörter pro Shop und 2-Faktor-Authentifizierung sind Pflicht. Nur offizielle App-Stores nutzen, öffentliche WLANs meiden oder abgesichert verwenden; auf HTTPS achten und eine aktuelle Sicherheitslösung am Gerät halten.
Eltern-Kit: das erste Gerät gemeinsam einrichten
Kurzsperre/Display-Lock setzen, Datenschutz- und Jugendschutzeinstellungen durchgehen, In-App-Käufe deaktivieren bzw. mit Passwort/2FA schützen und altersgerechte Inhalte begrenzen. Chats/Server in Spielen prüfen (Moderation), Drittanbieter-Sperren und nur seriöse Stores verwenden.
Regeln statt Dauerstress: Mediennutzungsvertrag & Dialog
Technik ersetzt kein Gespräch: Bildschirmzeiten und Spielregeln gemeinsam festlegen (z. B. Mediennutzungsvertrag), nachvollziehbar erklären und konsequent, aber fair umsetzen. Als Alternative zu offenen Zahlungswegen eignen sich Guthaben/Prepaid-Lösungen mit festem Limit. Smart Toys nicht vergessen – Kameras/Mikrofone bewusst konfigurieren.
Für wen ist diese Folge besonders relevant?
Besondere Empfehlungen aus der Folge:
Weiterführende Links
Thema der Folge
Gäste und Hintergrund
Was sind Managed Services?
Aktuelle Bedrohungslage und Herausforderungen
Abschluss & Ausblick
Weiterführende Links
In dieser Folge von „WeTalkSecurity“ geht es um den aktuellen Stand der NIS2-Umsetzung in Deutschland, die Gründe für die Verzögerung, zentrale Inhalte des neuen Regierungsentwurfs und was Unternehmen jetzt konkret tun sollten. Philipp Plum spricht in Jena mit Maik Wetzel (ESET) über Änderungen gegenüber früheren Entwürfen, die Ausweitung des Geltungsbereichs, Meldepflichten an das BSI, mögliche „Goldplating“-Aspekte in Deutschland und die europäische Perspektive. Außerdem: realistische Zeitschiene für das Umsetzungsgesetz und Auswirkungen auf Lieferketten.
Gast:
Maik Wetzel, Strategic Business Development Director DACH bei ESET
Gastgeber: Philipp Plum
Schwerpunkte und Inhalte der Episode:
Status & Verzögerung der NIS2-Umsetzung: Nach dem Regierungswechsel startet das Verfahren formell neu. Es liegt ein Regierungsentwurf vor, die 1. Lesung im Bundestag findet in dieser Woche statt. Zielkorridor: Ende 2025 bzw. Januar/Februar 2026 für das nationale Umsetzungsgesetz – auch wegen des laufenden EU-Vertragsverletzungsverfahrens.
Was bleibt: Ziele & Mindeststandards (§30): Kern von NIS2 ist unverändert: Resilienz erhöhen und Sicherheitsniveau harmonisieren. Die im Entwurf verankerten Risikomanagementmaßnahmen (sinngemäß §30) gelten als vernünftige Mindeststandards – nichts „Raketenwissenschaft“, eher solide „Hausverstand“-Sicherheit, die jedes Unternehmen etablieren sollte.
Geltungsbereich & Betroffenheit: Von ~1.800 KRITIS-Unternehmen steigen wir auf rund 29.500 betroffene Einrichtungen. Unternehmen sollen ihre Betroffenheit prüfen (z. B. via BSI-Entscheidungsbaum) und auf dieser Basis Maßnahmen einleiten.
Pflichten: Melden & Umsetzen: Es kommt ein dreistufiges Melderegime an das BSI. Wichtig: Für die Umsetzung der Mindeststandards gibt es keine Übergangsfrist mit Inkrafttreten – Fristen beziehen sich primär auf Nachweise usw. Wer betroffen ist, sollte jetzt in der Umsetzung sein.
Streitpunkte im Regierungsentwurf: Kritik gibt es u. a. an einer faktischen Absenkung des Sicherheitsniveaus in der Bundesverwaltung (zunächst nur Ministerien & Kanzleramt erfasst) sowie an der Betroffenheitslogik: teils zählt die Gesamtgröße des Unternehmens, auch wenn nur ein kleiner Bereich im relevanten Sektor tätig ist.
** Für wen ist diese Folge besonders relevant? **
IT-Verantwortliche & Geschäftsführungen im Mittelstand
Besondere Empfehlungen aus der Folge:
Weiterführende Links:
BSI: Betroffenheitsanalyse NIS2
EU-NIS2-Richtlinie
In der aktuellen Folge von „WeTalkSecurity“ dreht sich alles um „Made in EU“ in der IT-Sicherheit – und warum europäische Herkunft, gemeinsame Rechtsrahmen und transparente Lieferketten immer wichtiger werden. Philipp Plum spricht dazu mit Thorsten Urbanski, Leiter der TeleTrusT-Initiative „IT Security made in EU“. Im Mittelpunkt stehen digitale Souveränität, die Vorteile des EU-Rechtsrahmens (u. a. DSGVO), Kriterien des TeleTrusT-Siegels, NIS2-Anforderungen sowie praktische Entscheidungshilfen für Beschaffung und Betrieb – von No-Backdoor-Selbstverpflichtungen über Update-Versorgung bis hin zu Awareness und KRITIS-Bezug.
Über den Gast
Digitale Souveränität & EU-Rechtsrahmen „Made in EU“ heißt: gleiche Spielregeln für Anbieter und Kunden – von DSGVO bis zu europäischen Aufsichts- und Haftungsmechanismen. Das vereinfacht Verträge, klärt Verantwortlichkeiten und schafft Vertrauen bei Datenverarbeitung, Incident-Handling und Forensik.
TeleTrusT-Siegel „IT Security made in EU“ Das Siegel steht für klare Kriterien wie Transparenz, nachvollziehbare Lieferketten und eine ausdrückliche No-Backdoor-Selbstverpflichtung. Unternehmen gewinnen damit ein greifbares Qualitäts- und Vertrauensmerkmal, das in Ausschreibungen und Audits hilft.
Beschaffung mit Praxisfokus Statt nur Feature-Listen zu vergleichen, lohnt der Blick auf Herkunft, Update-Versorgung, Support-SLAs und Referenzen. Wer früh mit Security- und Compliance-Teams spricht, reduziert Integrationsrisiken und beschleunigt die Inbetriebnahme.
NIS2 & Compliance von Beginn an mitdenken NIS2 verlangt Prozesse, Nachweise und kontinuierliche Verbesserung – nicht nur Technik. Wer Anforderungen in Policies, Schulungen und Monitoring überführt, senkt Umsetzungsaufwand, vermeidet Reibungsverluste und ist audit-ready.
KRITIS & Resilienz in der Lieferkette Kritische Infrastrukturen brauchen vor allem Verlässlichkeit: transparente Roadmaps, reproduzierbare Updates und klare Eskalationspfade. Europäische Hersteller mit nachvollziehbarer Wertschöpfung erleichtern Risikoanalysen und Notfallplanung.
Security als kontinuierlicher Prozess Produkte sind wichtig – der Unterschied entsteht im Betrieb: Messen, priorisieren, nachschärfen. Mit Awareness, regelmäßigen Tests und gelebten Verantwortlichkeiten wird aus „Made in EU“ ein dauerhafter Sicherheitsgewinn.
Weiterführende Links
Zum Thema NIS2:
https://wetalksecurity.podigee.io/34-haftung-nis2
Zur NIS2-Schwerpunktseite von ESET: https://www.eset.com/de/nis2/
Zur Made in EU-Website von ESET: https://www.eset.com/de/about/made-in-eu/
From the publisher's feed

43 Listeners

110 Listeners

45 Listeners

41 Listeners

37 Listeners

54 Listeners

77 Listeners

0 Listeners

12 Listeners

0 Listeners

327 Listeners

155 Listeners

3 Listeners

0 Listeners