1000 Antworten - Frag den Paal - Impuls vom 23.04.2014 | Hinter einem Tinnitus steckt meist eine Störung im Innenohr. Wie funktioniert hören? Von außen gelangen Schallwellen in unser Ohr. Aber im Gehirn kommen ja keine Schallwellen an, sondern elektrische Nervensignale. Irgendwo müssen also die Schallwellen in Nervensignale übersetzt werden, und genau das passiert im Innenohr. Dafür sind die Hörsinneszellen zuständig: Sie verwandeln akustischen Schall - also letztlich Luftbewegungen - in ein elektrisches Signal. So wie ein Telefonhörer: Der verwandelt auch Schallwellen in elektrische Wellen, um sie dann durch die Telefonleitung weiterzuleiten. Am anderen Ende der Leitung werden diese elektrischen Wellen rückübersetzt in Schallwellen. Auch wenn es im Ohr anders aussieht als in einem Telefonhörer - das Prinzip ist ähnlich. Nur kann es bei dieser Übersetzung eben zu Fehlern kommen. Das heißt, wenn es an dieser Schnittstelle zwischen Schall und "Elektrik" auch nur zu kleinen Störungen kommt, kann es passieren, dass sich die Signale verselbständigen, d.h. dass die Nervenzellen feuern, ohne dass es ein akustisches Eingangssignal gab. [...]