1000 Antworten-Frag den Paal-Impuls vom 9.04.2014 | Ja, seltsam, oder? Wenn wir in den Spiegel gucken, sehen wir uns nie so, wie die anderen uns sehen, sondern eben spiegelverkehrt: Habe ich einen rechten Scheitel, hat mein Spiegelbild einen linken Scheitel. Und wenn ich die rechte Hand bewege, bewegt mein Spiegelbild seine linke Hand - trotzdem: der Kopf bleibt oben und die Füße unten. Das ist ja an sich auch viel praktischer so als wenn wir wirklich auf dem Kopf stehen würden. Das ist für uns so selbstverständlich, dass wir normalerweise über diese Merkwürdigkeit nicht weiter nachdenken. Sie tritt nur zutage, wenn wir sie so deutlich aussprechen. Aussprechen? Wenn diese Merkwürdigkeit nur auffällt, wenn wir sie formulieren, hat sie vielleicht etwas mit der Sprache zu tun. Tatsächlich handelt es sich um eine "sprachliche Täuschung". Sie beruht nämlich auf einem doppeldeutigen Umgang mit den Wörtern "links" und "rechts". [...]